Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 23:44

Hobbylandwirten droht Ärger

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
59 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Skai » Mi Apr 09, 2014 10:14

Die meisten Oldtimer
dieselrossreiter hat geschrieben:Hmm, verstehe ich das jetzt richtig:

Ein Kleinstbauer muß laut der Vorgabe von Skai regelmäßig kostendeckend arbeiten, ein Vollerwerbler braucht das dagegen nicht?

Sorry, aber das ist ja wohl etwas sinnfrei! Gerade ein Vollerwerbler MUSS kostendeckend arbeiten, ansonsten ist er nur jemand, der eine Beschäftigungstherapie betreibt und eher früher als später ein Ex-Landwirt ist. Der ist dann nämlich gnadenlos im Konkurs!

Wobei ich mir so einige Großbauern bei uns ansehe, die verdienen ihr Geld nicht mit der Landwirtschaft. Die reissen sich alles an Fläche unter den Nagel was geht, schimpfen auf die "Hobbybauern" wo sie können (blockieren schliesslich wertvolle Flächen!) und leben von ihren Flächenprämien. Das, was diese Flächen hergeben reicht gerade so, daß die keine oder nur geringe roten Zahlen schreiben.

Jammern auf höchstem Niveau. :D


Nein so mein Ich das eigentlich nicht.
Beim Vollerwerbler muss wohl oder übel was hängen bleiben, nur tuts beim Hobbylandwirt eben nichts zur Sache ob da irgendwas dabei rumkommt. Denen ists einfach egal ob die Fläche gewinn abwirft oder nicht.

Hauptsache wertvolle Ackerflächen für 10 Radisschen und 8 Kürbisse oder 5 Weinreben blockiert.
Hier in der Region ist Ackerland einfach wahnsinnig knapp, die Betriebe liegen im Schnitt zwischen 35 - 40ha und die eigentlich notwendige Fläche zum Erweitern wird von besagten Hobbylandwirten und Naturliebhabern blockiert, weil die da ja unbedingt ihre 20m² Rasen, den Apfelbaum (der alle möglichen Krankheiten hat) und ihre 5 Radisschen unterhalten müssen.
Dank sinnvoller Raumaufteilung liegen hier auch die Flurstücke in den großen Flächen.
Ich hab zb. zwei Flächen, da bin ich rechts davon, links davon UND hinter dem Stück von den Hobbylandwirten. Verkaufen wollen die nicht (könnte ja irgendwann bauland geben, so in 90 - 150 jahren verpachten geht ja gaarnicht denn wo sollen sonst die 5 Radisschen und 8 Kürbisse wachsen)
Die kommen dann, beackern ihre 10ar, fahren mir dabei den halben Acker kaputt und regen sich alle paar Jahre über den Mais auf weil der das Licht, die NS und das Wasser seiner Radisschen und Kürbisse klaut.
Oder jedes Jahr aufs neue die Grenzdiskussionen, wenn Ich die Grenzen wieder herstelle und er 20cm wertvolle Unkrautfläche verliert.

@mensch
Wenn der Trecker mit schwarzer Nummer läuft, fallen höhere Steuern an und so einige der Hobbylandwirte würden sich ihr tun nochmal überlegen, wenn plötzlich einige hundert Euro Steuer fällig werden.
Deine Ansicht zu der Sache find ich wirklich lobenswert. Nur sind solche Menschen hier in der Gegen leider nicht die Regel.
Die Menschen mit wirklichem bezug zur Landwirtschaft sterben langsam aus und deren Nachfolger haben relativ wenig Ahnung von der Sache. So sehen dann meistens auch die Flächen aus.
Skai
 
Beiträge: 180
Registriert: Do Apr 03, 2014 21:56
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon kretzer » Mi Apr 09, 2014 10:23

Ursprünglich gab es die Befreiung von der Kfz-Steuer für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge deshalb, weil diese ja nicht hauptsächlich auf der Straße fahren.
Das war aber auch noch zu Zeiten, als die Kfz-Steuer, zumindest theoretisch, für die Unterhaltung der Straßen vorgesehen war.... :?

Wenn man mit diesem Ansatz an die Frage herangeht, wem eine Steuerbefreiung zusteht, fallen meiner Meinung nach die Hobbylandwirte und Brennholzwerber darunter.

Zum Punkt Hobbybauer - Kleinbauer - Vollerwerbslandwirt:

Ich bin auch Hobbybauer, mein Ziel ist, zumindest "kostenneutral" zu sein, von der Arbeitszeit mal abgesehen.
Ich versuche, möglichst profesionell zu arbeiten, halte mich durch Diskussionen mit anderen Landwirten, lesen von Fachliteratur und nicht zuletzt hier über den Landtreff auf dem Laufenden.
Da gibt's bei uns im Dorf Vollerwerbslandwirte,bei denen ist nach dem Spritzen der halbe Wirtschaftsweg gelb, andere hinterlassen gerade jetzt nach der Bodenbearbeitung Schubkarrenweise Lehmboden auf der Strasse (keine Zeit zum saubermachen...) oder die Einzäunungen der Weiden sind so marode, das es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Viecher auf Nachbars Grund stehen (bei Schäden bezahlt ja die BG...)

Ich finde, man kann, was die ordentliche Arbeitsweise angeht, nicht zwischen Hobby und Vollerwerb unterscheiden.
kretzer
 
Beiträge: 14
Registriert: Fr Okt 30, 2009 13:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Baghira » Mi Apr 09, 2014 12:22

...und warum müssen die dann steuerfrei fahren dürfen? Dann muss das künftig jeder Gartenbesitzer dürfen....
Baghira
 
Beiträge: 208
Registriert: Do Nov 30, 2006 14:48
Wohnort: Irgendwo in Franken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Ferengi » Mi Apr 09, 2014 12:44

Ich finde diesen Thread höchst "Anti-Landwirtschaftlich".
Carsten mach mal deine Drohnung, so einen Bullshitt zu löschen, wahr!

Zu dem was Moody (Skai) hier von sich gibt fällt mir echt nichts mehr ein. :roll: :roll:


Zusätzlich haben sie eine wichtige Funktion, sie halten Splitterflächen offen, viele halten traditionelle Rassen, und erhalten damit den Genpool, und erhalten auch mit Strukturen um die Landwirtschaft herum....wie kleien Lamahändler und Landhändler.


Ich finde, man kann, was die ordentliche Arbeitsweise angeht, nicht zwischen Hobby und Vollerwerb unterscheiden.


So isset.
Ferengi
 
Beiträge: 8328
Registriert: Mi Jul 18, 2012 17:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon robs97 » Mi Apr 09, 2014 17:31

Skai hat geschrieben:@mensch
Wenn der Trecker mit schwarzer Nummer läuft, fallen höhere Steuern an und so einige der Hobbylandwirte würden sich ihr tun nochmal überlegen, wenn plötzlich einige hundert Euro Steuer fällig werden.


Du bist echt der Meinung, das sich wegen 1 € am Tag ( gehn wir einfachheitshalber von 365€ Kfz-Steuer im Jahr aus ) irgendetwas ändert ??
Deswegen bekommst Du den für den Kürbis und die Radieschen vorgesehenen Grünstreifen auch nicht. Was Du verlangst grenzt ja schon fast an Enteignung :shock:
Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes setzt,
es gibt jeden Tag jemanden der bequem darunter durchlaufen kann.
Benutzeravatar
robs97
 
Beiträge: 4143
Registriert: Do Dez 10, 2009 21:25
Wohnort: Schliersee
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Rumpsteak » Mi Apr 09, 2014 18:11

Kann sein dass ich es überlesen habe aber WAS GENAU, also bis wie viel qm Fläche ist man denn ein "Hobbybauer" ? Bei 10 Radieschen, 8 Kürbissen und 5 Weinreben braucht es ja nicht mal einen Schlepper. Wenn man allerdings im Nebenerwerb etwas Gemüse vermarktet ist es doch gerechtfertigt so günstig wie möglich zu produzieren.

Wenn Du einem Nord/Ostdeutschen Landwirt erzählst dass 40 Ha ein Vollerwerbsbetrieb sein sollen wird er Dir wahrscheinlich schmunzelnd nahe legen Deinen Betrieb zu verkaufen weil: Hobby welches nicht mal lohnt.. :wink:.

Ob jetzt jemand ein Grünes Nummernschild braucht weil er im Sommer ein paar Ballen Heu für seine Pferde/Schafe etc fährt oder im Winter Holz macht sei jetzt mal dahin gestellt, aber so jemanden zur "Aufgabe" zu zwingen in dem man ihn für seinen Schlepper Steuern zahlen lässt ist schon etwas...lächerlich ? :roll:

Mal ganz davon ab dass diese paar Steuern im Jahr solche Menschen nicht davon abhalten werden ihr Hobby aufzugeben, damit jemand wie Du 2000qm mehr zum bewirtschaften hat.. :wink:
Rumpsteak
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon kaltblutreiter » Mi Apr 09, 2014 18:16

Skai hat geschrieben:Hauptsache wertvolle Ackerflächen für 10 Radisschen und 8 Kürbisse oder 5 Weinreben blockiert
Skai hat geschrieben:die eigentlich notwendige Fläche zum Erweitern
Skai hat geschrieben:ihre 20m²

Das Land muß ja ganz schön knapp und sehr fruchtbar sein bei Euch, wenn Du auf 20 m² so scharf bist...

Ich kann Dich ja verstehen, wenn Du Leute um Dich herum hast, die wenig Ahnung von der Materie haben. Dann allerdings gleich wieder alle "Kleinbauern" über einen Kamm scheren und denen unterstellen, daß ihr Tun ja zu nix nütze und Ressourcen verschwendend ist, empfinde ich (als Teilbetroffene ;-)) verletzend. Aber das haben ja meine Vorschreiber hier auch schon zur Genüge dargelegt...
A man's home is his castle until the queen arrives.
Benutzeravatar
kaltblutreiter
 
Beiträge: 2145
Registriert: Mi Feb 27, 2013 17:17
Wohnort: UNESCO-Welterbeland (Erzgebirge)
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon mslr90 » Mi Apr 09, 2014 18:48

Der eigentliche Grund solcher Überlegungen der Behörden sind die Schleppertreffen. Schaut euch mal um, wer da alles mit einer grünen (steuerbefreiten) Nummer unterwegs ist. Einige "Aussteller" haben mit Landwirtschaft oder der landwirtschaft dienlichen Zwecken wenig zu tun. Irgendwann fällt sowas auch den Beamten auf.
Zur Erinnerung: Vor einigen Jahren gab es mal steuerbegünstigte PKW (Gewichtsbesteuerung).
Folglich wird in naher Zukunft eine andere Lösung kommen. Vermutlich wird die grüne Nummer an Hobbylandwirten nur noch zeitlich beschränkt vergeben, die nach Abgabe der Anlage L in der Steuererklärung verlängert wird. MfG MS
mslr90
 
Beiträge: 411
Registriert: Do Feb 11, 2010 13:56
Wohnort: Oberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Florian1980 » Mi Apr 09, 2014 19:03

Da ich den zusammenhang von Steuern bezahlen und Hobby (oder eher Nebenerwerb) aufgeben nicht richtig kapiere, hab ich mal kurz gegoogelt, was z.B. ein 25er Deutz an Steuern kostet. Wow, ganze 100 Euros :lol: Das wird natürlich vielen das Genick brechen...


Und mir ists lieber, wenn die Nebenerwerbler und Obswiesenbesitzer mit ihren Schlepperchen rumfahren, als mit PKWs über Feldwege brettern.
Florian1980
 
Beiträge: 2633
Registriert: Mo Apr 16, 2012 18:08
Wohnort: Neckarwestheim
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Grimli » Mi Apr 09, 2014 19:07

na und ?
Der Staat besteuert privaten Konsum doch schon mit den 19% Mehrwertsteuer genug...also für jeden Hobby Schlepper wird beim Diesel usw ja trotzdem mitkassiert. Auch die ganzen Beamten die das alles ansonsten kontrollieren müssten sind schon mal gespart. Glaub nicht ,dass das so gehandhabt würde wenn da wirtschaftlich was nennenswertes zu holen wäre. n8
Grimli
 
Beiträge: 953
Registriert: So Jul 04, 2010 13:29
Wohnort: Westmünsterland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Rumpsteak » Mi Apr 09, 2014 19:11

Ich kann den Themenstarter ja auf eine Art verstehen, wenn man wachsen möchte/muss das Land was als Pacht oder Kauf in Frage kommen würde dann entweder bebaut oder so teuer angepriesen wird dass nur der Anbau von Geldbäumen wirtschaftlich wäre ist das durchaus frustrierend. Dieses Problem aber der Hand voll Kleinbauern und/oder Hobbybauern (ich weiß immer noch nicht was das für eine Definition sein soll) in die Schuhe zu schieben halte ich für fragwürdig.
Rumpsteak
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Qtreiber » Mi Apr 09, 2014 21:09

Rumpsteak hat geschrieben:oder Hobbybauern (ich weiß immer noch nicht was das für eine Definition sein soll)

das ist sowas wie ich (war), dem es für seinen Spaß an Rindern (andere Tiere/Pflanzen etc. nach Bedarf einsetzen) scheißegal ist, dass da jedes Jahr viele Stunden für drauf gehen und zum "Dank" dann noch Geld aus der ernsthaften Betätigung da mit reingebuttert werden darf, weil: man gönnt sich ja sonst nichts. :wink:
Qtreiber
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hobbylandwirten droht Ärger

Beitragvon Frankenbauer » Mi Apr 09, 2014 21:12

Wenn ich mir die Kommentare der "wachstumswilligen" Betriebsleiter so durchlese kann ich sehr schnell Paralelen zu unseren "Profis" herstellen. Die suchen ständig Flächen, um zu wachsen, verlieren aber ständig Flächen, weil sie in Gutsherrenmanier mit den überlassenen Äckern umgehen. Ganz nebenbei "vergessen" sie noch die korrekte Pachtzahlung. Gute fachliche Praxis hat man irgendwann einmal gehört, braucht man also auch nichts mehr dazulernen. Das könnte man jetzt noch unendlich weiterführen, aber die Quintessenz bleibt die Gleiche: Wer noch Ahnung von Landwirtschaft hat verpachtet sein Feld an die ambitionierten Nebenerwerbler, bevor er es dem Vollerwerbsbetrieb gibt, bei dem man selbst im Hochsommer noch Gummistiefel auf dem Hof braucht. Beim Vollerwerb herrscht schon seit Jahrzehnten der Kapitalverzehr. Die werden alle irgendwann geschluckt.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
Frankenbauer
 
Beiträge: 3228
Registriert: Mo Feb 12, 2007 23:16
Wohnort: Unterfranken
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
59 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google Adsense [Bot], Majestic-12 [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki