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Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

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68 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon AP_70 » Sa Jun 27, 2026 11:15

T5060 hat geschrieben:Ebenso kann das Sozialamt den geldwerten Vorteil des nicht genutzten Wohnrechts einfordern.

Ist das wirklich bei reinem Wohnrecht (auf Selbstnutzung beschränkt) der Fall?
Bei Nießbrauch wird eine mögliche Vermietung gegenübergestellt, das ist mir bekannt.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon Kraxer » Sa Jun 27, 2026 12:36

Bei Wohnrecht ist das der Fall. Meines Wissens wird der geldwerte Vorteil mit der Zeit immer geringer.

Zu diesem Sachstand kenne ich die Formulierung:"Das Wohnrecht erlischt, wenn sich der Erstwohnsitz mehr als 12 Monate in Folge an einem anderen Ort befindet."

Pflegeheime bestehen darauf, dass ihre Bewohner den Erstwohnsitz im Pflegeheim haben.

Auch vorteilhaft bei dieser Situation: Witwe oder Witwer mit Wohnrecht verliebt sich neu und zieht weg. Dann muss sich das neue Paar entscheiden: Wohnrecht ja oder nein?

Ich kenne einen Metzger, dem es geholfen hätte, wenn er die Wohnrechts-Wohnung seiner Mutter hätte vermieten können. Schlussendlich war das Wohnrecht seiner Mutter ein Bremsklotz bei der Zwangsversteigerung.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon 210ponys » So Jun 28, 2026 7:35

ist ja klar wer möchte eine Immobilie für ein Haufen Geld kaufen, wen vielleicht noch jemand 20 Jahre drin wohnt. Aber ich kann es von den alten durchaus verstehen das die Sicherheit wollen. Mit dem Erwerb vom Hof hat sich schon mancher nicht zum besseren entwickelt.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon langholzbauer » So Jun 28, 2026 7:48

Wer sich intensiv mit dem Thema befasst, wird feststellen, dass in den meisten Fällen eine frühe Übergabe mit Absicherung durch Wohnrecht deutlich besser auf die Betriebsentwicklung wirkte, als bei den Horrorgeschichten über Insolvenz bzw. Hofverkauf, wo das Wohnrecht vielleicht wirklich ein Klotz war.

Bei einem guten Verhältnis zwischen Überlassser und Begünstigten, können erstere auch den Verzicht erklären!

So schwer es manchem fällt...
Wer einen Betrieb erhalten und entwickeln will, muss früh genug der gut ausgebildeten nächsten Generation Verantwortung übertragen.
:klug:
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon 210ponys » So Jun 28, 2026 8:01

langholzbauer hat geschrieben:
So schwer es manchem fällt...
Wer einen Betrieb erhalten und entwickeln will, muss früh genug der gut ausgebildeten nächsten Generation Verantwortung übertragen.
:klug:

darf man fragen was Du unter gut ausgebildet verstehst???
Hier ist es so, je Länger die Jungs in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten waren, um so größer ist jetzt die Suppe die ausgelöffelt werden muss.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon langholzbauer » So Jun 28, 2026 8:16

Was gibt es da auszulöffeln?
Die Berufsschule ist eine Basis.
Richtig fahren und das Auge für Vieh und Kulturen müssen sie Zuhause lernen und können das durch Weiterbildungsveranstaltungen ausbauen.
Und danach geht die " gute" Ausbildung eigentlich erst richtig los:
Praktika in guten Betrieben , Feldtage, Weiterbildungen, Meister oder /und Studium...

Natürlich machen junge Menschen auch Fehler, wie jeder andere auch.
Wie man damit umgeht, macht den Unterschied.
Wer seine Hofnachfolger bis Ende 30 oder gar 40 nur als billige Schlepperfahrer und Viehknechte behandelt ( weil der soll ja sowieso irgendwann alles bekommen) , braucht sich nicht wundern, dass ihm später der Hof um die Ohren fliegt!
:oops:
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon 210ponys » So Jun 28, 2026 9:22

langholzbauer hat geschrieben:Was gibt es da auszulöffeln?
Die Berufsschule ist eine Basis.
Richtig fahren und das Auge für Vieh und Kulturen müssen sie Zuhause lernen und können das durch Weiterbildungsveranstaltungen ausbauen.
Und danach geht die " gute" Ausbildung eigentlich erst richtig los:
Praktika in guten Betrieben , Feldtage, Weiterbildungen, Meister oder /und Studium...

Natürlich machen junge Menschen auch Fehler, wie jeder andere auch.
Wie man damit umgeht, macht den Unterschied.
Wer seine Hofnachfolger bis Ende 30 oder gar 40 nur als billige Schlepperfahrer und Viehknechte behandelt ( weil der soll ja sowieso irgendwann alles bekommen) , braucht sich nicht wundern, dass ihm später der Hof um die Ohren fliegt!
:oops:

wie Wirtschaftlich ist den der neue Milchviehstall für 2 Millionen momentan und in naher Zukunft?
wie Wirtschaftlich ist den der Getreideanbau auf gepachtetem Land für 5.- und mehr in benachteiligtem gebiet?
von wieviel ha Land und wieviel Stück Vieh kommen deine Erkenntnisse?
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon Nick » So Jun 28, 2026 10:31

Wer immer nur an der Seitenlinie steht und sich freut wenn andere mit ihren Projekten scheitern, oder vor Neid zerfressen wird wenn es eben doch läuft, sollte sich schon überlegen was er mit seiner abgewirtschafteten Sach irgendwann vorhat. Weil mit ins Grab nehmen kann er die auch nicht.
mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon langholzbauer » So Jun 28, 2026 10:45

@210ponys
Wenn das der Junior dem Alten nicht plausibel darlegen kann, ist er vielleicht noch nicht reif genug für die Übernahme?

Eine vernünftige kritische- nicht starrsinnige! Haltung gegenüber Beratern und Ausbildern, die selbst keine erfolgreichen Betriebe führen, sollte als Kernkompetenz schon zum Ausbildungsstart von den Eltern mitgegeben werden.
Die vermeintliche Wirtschaftlichkeit eines Betriebes ohne Nettoinvestitionen rächt sich spät aber nicht selten unumkehrbar. :roll:
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon langholzbauer » So Jun 28, 2026 11:17

Es wird hier viel zu einseitig von den angeblich belastenden Rechten der Altenteiler geschrieben.
Bei gelungener Übergabe arbeiten die doch trotzdem auch bis über das Rentenalter weiter mit, bis sie nicht mehr können.
Wohl dem, der ihren Erfahrungsschatz noch lange nutzen kann.
Was die vielen Handgriffe wirklich wert sind, merkt mann erst richtig, wenn sie nicht mehr da sind!

Ich hatte das Glück, einer frühen Übernahme obwohl das Verhältnis zum Vater nicht immer einfach war.
Dazu kam, dass ich quasi eine Generation überspringen musste und dadurch die Hälfte meiner Flächen unverzinst auf 10 Jahre gestreckt käuflich erwerben konnte/musste.
Das ging sich damals über die Milch noch gut aus.


Dafür hatte ich aber auch seit meiner Jugend darauf geachtet, den weichenden Geschwistern gegenüber immer gerecht zu bleiben!
Zwischen uns kann nach nun 30 Jahren noch immer bzw. noch weniger ein Keil getrieben werden.
Ich finde, auch solche positiven Geschichten sollten hier erwähnt werden.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon Otto Mohl » So Jun 28, 2026 11:51

langholzbauer hat geschrieben:@210ponys
Wenn das der Junior dem Alten nicht plausibel darlegen kann, ist er vielleicht noch nicht reif genug für die Übernahme?

Es gibt auch genug Alte, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und sind die einzigen, mit dem vollen Durchblick.

Das ist aber in jeder Branche so.
NDR-Doku "vom Baum zum Brett" gibt einen kleinen Einblick in das größte (?) Sägewerk Schleswig Holsteins (?). Da sagt der Seniorchef, dass er ganz viele Sägewerke nennen kann, die am Starrsinn der Alten kaputt gegangen sind. Auch da muss immer wieder in Technik investiert werden.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon 210ponys » So Jun 28, 2026 12:05

langholzbauer hat geschrieben:@210ponys
Wenn das der Junior dem Alten nicht plausibel darlegen kann, ist er vielleicht noch nicht reif genug für die Übernahme?

Eine vernünftige kritische- nicht starrsinnige! Haltung gegenüber Beratern und Ausbildern, die selbst keine erfolgreichen Betriebe führen, sollte als Kernkompetenz schon zum Ausbildungsstart von den Eltern mitgegeben werden.
Die vermeintliche Wirtschaftlichkeit eines Betriebes ohne Nettoinvestitionen rächt sich spät aber nicht selten unumkehrbar. :roll:

noch immer warte ich auf die Antwort von wieviel Stück Vieh und wieviel ha Land diese Erkenntnisse kommen?
Hier kenne ich zwei Betriebe die nach Übergabe und Meisterprüfung voll Losgegangen und eben Schmerzfrei waren mit Millionen Investitionen. Und eben schneller altern als manch anderer...
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon 210ponys » So Jun 28, 2026 12:09

Nick hat geschrieben:Wer immer nur an der Seitenlinie steht und sich freut wenn andere mit ihren Projekten scheitern, oder vor Neid zerfressen wird wenn es eben doch läuft, sollte sich schon überlegen was er mit seiner abgewirtschafteten Sach irgendwann vorhat. Weil mit ins Grab nehmen kann er die auch nicht.
mfg

sollte das auf mich bezogen sein, ich gönne jedem alles. Und kenne Gottseidank keine Schadenfreude oder Neid. Aber hier ist eben der Großbauer auf den Kleinbauer Neidisch.
Und mit abgewirtschafteten Gebäude oder Maschinen habe ich nicht zu kämpfen. In der Regel investiere ich Jedes Jahr.
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon T5060 » So Jun 28, 2026 14:37

Ein entscheidender Schritt bei den Wirtschaftsgebäuden bin den FreeCashFlow von 10 Jahren, das war um 1950 genauso, wie 1990 und 2010.
Wer vorher schon 3 Jahre FCF als Eigenkapital mit einbringt tut sich was leichter.

Wer was tun muss in Sachen Wirtschaftsgebäude kommt auch um die 2 Mio. nicht um hin oder er muss halt vom Vollerwerb zum Nebenerwerb wechseln. Das ist so.

Man kann aber auch das gleiche immer 30% preiswerter bauen.

Man muss sich bei der Hofübergabe klar sein, ob in Zukunft eine solche Maßnahme ansteht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Hofübergabe,,Hofaufgabe ... Und was danach kommt

Beitragvon 210ponys » So Jun 28, 2026 19:17

T5060 hat geschrieben:
Wer was tun muss in Sachen Wirtschaftsgebäude kommt auch um die 2 Mio. nicht um hin oder er muss halt vom Vollerwerb zum Nebenerwerb wechseln. Das ist so.

Man kann aber auch das gleiche immer 30% preiswerter bauen.

Man muss sich bei der Hofübergabe klar sein, ob in Zukunft eine solche Maßnahme ansteht.


und wie lange dauert es dann bis die 2 Mio. wieder abgestottert sind?
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