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Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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288 Beiträge • Seite 1 von 20 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 20
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Hofübergabe

Beitragvon truck-900 » Di Dez 29, 2009 9:30

Hallo hier im Forum.
Ich bin Neu hier und habe einige Fragen zum Thema Hofübergabe.
Zu meiner Person:
Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe eine kleine Tochter 1 1/2 Jahre.
Ich arbeite mit meinem Vater auf unseren Milchviehbetrieb, der als Gbr geführt wird.
Betrieb: 92 ha 65 Kühe Leistung: 8700kg 4.14 Fett, 3.55% Eiweiß
Jungviehuafzucht
Ca.40 Mastbullen/ Jahr
Anbau 57ha Grünland/Mähweiden 32ha Silomais 3ha Roggen
Laufstall vorhanden. Jedoch Melkstand zu alt 32Jahre alt.
Soviel da zu.
Mein Vater hat sich vor 2 Jahren ein schönes Altenteilerhaus gebaut.
Ich wohne mit meiner Familie noch 30KM entfernt vom Betrieb im Haus von meiner Frau.
Das alte Haus vom Betrieb ist Baujahr ca.1865 glaub Ich. Es ist ein schönes Haus. Blos, es müßte hier erst ein bischen renoviert werden.
Zu dem Thema hatten Ich und mein Vater und Mutter schon öfters sehr heftige diskusionen. Mein Vater sieht es nicht für nötig gleich so viel zu machen.
So viel da zu.
Mein Vater wird im nächsten Jahr 65Jahre alt, er will seine Rente haben. Ist ja auch berechtigt.
Den Hof übergeben will er am liebsten noch nicht. Erst mal sollte ich in pachten, um zu zeigen, ob ich es auch könne.
Unsere " GBR " ist im verhältnis 80:20 ich bekomme meine Arbeit bezahlt. Ist ja für eine Vater Sohn Gbr
auch richtig.
Die Geschätsführung macht noch voll mein Vater.

Meine fragen sind, wie müßte ich vorgehen.
Ich weiß nicht wieviel Geld mein Vater vom Betrieb später haben will. ( Hab in gefragt, bekamm keine Antwort)
Wieviel Geld kekommen die Geschwister 1 Schwester und Bruder ebenfalls Landwirt
Ich und meine Frau wohnen noch nicht auf dem Hof, wollen ja erst im alten Haus renovieren.
Dies bestimmt viel Text und ich weis nicht,ob ihr mit dem Text was anfangen könnt.
Ich und meine Frau wissen nicht wie wir uns verhalten sollen.
Schöne grüße und hoffentlich kommen hier viele wertvolle Beträge. :(
truck-900
 
Beiträge: 9
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Re: Hofübergabe

Beitragvon automatix » Di Dez 29, 2009 9:45

Du bist 33, damit dein Vater seine Rente bekommt müßtest du 9 Jahre pachten - d.h. würde heißen, du bist weitere 9 Jahre der Depp.
Im Prinzip wars bei uns die gleiche Situation - nur daß ich halt als mein Vater in Rente wollte grad erst 20 war und frisch mit der Lehre fertig -und ich war so blöd und hab gepachtet - was dann im Endeffekt war, daß alles so weiterlief wie bisher, weil mein Vater kein mitteinander kennt - entweder Chef oder nix.
Das waren 9 verlorene Jahre, weil jede Idee, die nicht von ihm kam er abgewürgt hat - und als Pächter kannst halt nicht viel machen - gehört dir ja nichts und wenns daneben geht, ist alles umsonst.

Ein ganz wichtiger Punkt ist, daß du dich mit deinen Geschwistern einigst - daß die akzeptieren, daß du den Hof bekommst und sie anderweitig abgefunden werden.

Hat dein Bruder einen eigenen Hof oder spekuliert der auf den Hof der Eltern? Wenn dem so wäre wäre da Konfliktpotential da.

Persönlich wäre ich schon sehr enttäuscht von meinem Vater, wenn der dir, obwohl du schon 33 Jahre alt bist, eine Familie hast immer noch nicht so viel vertraut und zu traut,daß du den Hof, auf dem du vermutlich seit 15 Jahren mitarbeitest zu führen - denn dann hat er versagt, weil er dich nicht einbezogen hat.
War bei uns das gleiche - mein Vater war (ist) fleißig, aber Wissen vermitteln usw., dazu war und ist er nicht in der Lage.
Dein Vater hat es (wie so viele Landwirte) versäumt, seinen Hofnachfolger an die Betriebsführung heranzuführen. Jetzt kommt quasi der Sprung ins kalte Wasser....

Ich weiß ja nicht, wie es in eurer Ecke mit Alternativen ausschaut, aber wenn ich heute zurückblicke bin ich irgendwo schon der Meinung, daß es wohl ein Fehler war, Landwirt zu werden, so wie es mit meinen Vater gelaufen ist. Die Pachtzeit war verlorene Zeit, wir haben nur gestritten, weil mein Vater keinen mm nachgeben konnte....
Badaboom
automatix
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Re: Hofübergabe

Beitragvon hans g » Di Dez 29, 2009 9:57

automatix hat geschrieben:.... und als Pächter kannst halt nicht viel machen - gehört dir ja nichts und wenns daneben geht, ist alles umsonst.
...

als pächter hast du VOLLE verfügung über die pachtsache---KANNST SELBST BESTIMMEN :!:
musst natürlich PACHT bezahlen---und ENDLICH lernen,DICH DURCHZUSETZEN :!:
NICHT MIT GEWALT---aber BESTIMMT.
hans g
 
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Re: Hofübergabe

Beitragvon automatix » Di Dez 29, 2009 10:08

hans g hat geschrieben:
automatix hat geschrieben:.... und als Pächter kannst halt nicht viel machen - gehört dir ja nichts und wenns daneben geht, ist alles umsonst.
...

als pächter hast du VOLLE verfügung über die pachtsache---KANNST SELBST BESTIMMEN :!:
musst natürlich PACHT bezahlen---und ENDLICH lernen,DICH DURCHZUSETZEN :!:
NICHT MIT GEWALT---aber BESTIMMT.


du kannst z.b. nichts beleihen für investitionen - und wenns mir nicht gehört und da im Hintergrund eventuel schon die Geschwister mit dem Hufen scharen würde ich es mir dreimal überlegen, mein verdientes Geld da reinzustecken.
Und der nächste Punkt ist dann, laß den Vater sterben während er Pachtzeit - ohne Testament, dann wird das Erbe geteilt und du bist wieder der Depp, wenn die Geschwister noch nicht abgefunden sind und nichts geschrieben ist (was meist erst bei der Übergabe getan wird).
Und die Realität ist nunmal, daß man, wenn man nur der Pächter ist immer damit leben muß, daß nach Ablauf der Pacht die Sache wer anders bekommt, wenn man beim Verpächer zu bestimmt vorgeht....
Grad in der Familie und bedenkt man das Alter des Threaderstellers muß die Übergabe der Weg sein, den sie gehen müssen. Pachten ist ein Fehler.
Erzähl mal, Hans, würdest du jetzt den Betrieb pachten und dann die 100 000 Euro für einen neuen Melkstand in die Hand nehmen?
Oder das gepachtete Haus für viel Geld und viel Eigenleistung renovieren? Grad mit dem Hintergedanken, daß dein Vater dir ja nur verpachtet hat um zu testen, ob du was taugst? Ich würde das nicht machen.
Badaboom
automatix
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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Di Dez 29, 2009 10:12

Denke zuerst musst du dir einmal im klaren werden, ob der Betrieb in seiner jetzigen Form genügend abwirft um deine Familie und dich zu ernähren und eine entsprechende Pacht, die einem Fremdvergleich standhält, dauerhaft zu bezahlen.

Kommst du zu einem positiven Ergebnis, dann würde ich auch eine Pacht nicht ausschliessen wollen, klar muss dann aber sein, dass allein die unternehmerischen Entscheidungen allein bei dir liegen und nicht bei dm Alten oder gar den Geschwistern.

Auf keinen Fall würde ich irgendwelche Investitionen tätigen, ohne dass du diese in vollem Umfang ersetzt bekommst. Insofern ist Automatix zuzustimmen, der die Pacht für verlorene Jahre hält.

Besser wäre natürlich die Hofübergabe, aber dafür musst du vorab einmal die Modalitäten klären, insbesonders mit deinen Geschwistern. Dann gilt eigentlich das gleiche wie bei der Pacht. Ist das ganze zu schultern oder nicht. Wie werden dich notwendige Investitionen belasten, bei zurückgehenden Preisen und Prämien.

Auf keinen Fall würde ich aber, das ist ein ganz persönlicher Rat, mit der Familie auf den Hof ziehen und das Haus herrichten bevor er dir gehört.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Holgi1982 » Di Dez 29, 2009 11:20

automatix hat geschrieben:War bei uns das gleiche - mein Vater war (ist) fleißig, aber Wissen vermitteln usw., dazu war und ist er nicht in der Lage.
Dein Vater hat es (wie so viele Landwirte) versäumt, seinen Hofnachfolger an die Betriebsführung heranzuführen. Jetzt kommt quasi der Sprung ins kalte Wasser....


War bei mir derselbe Fall, mein Vater hat auch nie erklärt weshalb er was macht, nur gesagt mach jetzt mal dies und jenes.
Später hatte er, um Rente zu bekommen die Betriebsführung auf meine Mutter übertragen, jedoch die Grundstücke und Häuser nicht, sind daher Eigentum einer Erbengemeinschaft, was aber bisher kein Problem darstellt. (hoffe das das auch so bleibt)
Nachdem er vor 2 Jahren plötzlich verstarb War es auch ein Sprung ins kalte Wasser da ich im Grunde der einzigste war der von landwirtschaft ein wenig Ahnung hat, bei meiner Mutter oder meinen Geschwistern wäre das im Leben nicht gut gegangen da der Hof stark verschuldet war und durch einen Glücksfall konnten die Schulden auf null gebracht werden und ein neustart war somit möglich.
Desweiteren wollte ich nicht das alles was mein vater sein Leben lang aufgebaut hatte wieder verkauft wird und somit Biss ich ins Eis und übernahm den Hof, ich hab Wochenlang jegliche Infos über relevante, Landwirtschaftliche Dinge die unseren Hof betreffen gelesen und mithilfe meines damailgen Ausbilders die Sache angegangen.
Aller Anfang war schwer und ist es auch immer noch da viele Dinge noch aufzuarbeiten und zu renovieren waren, von ausgeschlagener Anhängekupplung vom hauptschlepper über zu Heftiger anbaumassnahmen Vaterseits bis hin zur Wirtschaftskrise diesen jahres geht es meiner Meinung nach langsam wieder voran.
Lehrgeld bin ich auch noch einiges losgeworden, aber mit der Zeit sollte es bergauf gehen. Auch wenn einiges anders gemacht werden muss als wie in der Vergangenheit. zb wo mein vater 9ha Kartoffeln angebaut hatte wobei wir die letzten jahre nur noch absätze für ~1,5ha hatten, Rest wurde schlichtwegs weggeschmissen und so weiter.

Naja nun bin ich voll vom Thema abgekommen :roll:

Mfg Holgi
Vegetarisch ist Indianisch
und bedeutet "zu faul zum Jagen"
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Re: Hofübergabe

Beitragvon truck-900 » Di Dez 29, 2009 11:52

Hat dein Bruder einen eigenen Hof oder spekuliert der auf den Hof der Eltern? Wenn dem so wäre wäre da Konfliktpotential da.

Hallo,
Ja mein Bruder ist 4 Jahre jünger wie Ich. Hat aber die selbe Ausbildung. Er hat ebenfalls die Höla besucht. Arbeitet zur auf einen anderen landwirtschaftlichen Betrieb.
Ich weiß, wenn Ich denn Hof nicht weiter mache,dann ist er sofort da. Und macht dies. Mein Vater hat dies auch schon mal gesagt.
Mit meinem Bruder habe ich jetzt eigentlich ein gutes Verhältnis. Er hilft sonst hier auch viel auf dem Betrtrieb.
Danke jetzt schon mal für die vielen tollen Beiträge. Sind sehr interesand.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Weinbauer » Di Dez 29, 2009 12:03

truck-900 hat geschrieben:Ja mein Bruder ist 4 Jahre jünger wie Ich. Hat aber die selbe Ausbildung. Er hat ebenfalls die Höla besucht. Arbeitet zur auf einen anderen landwirtschaftlichen Betrieb.
Ich weiß, wenn Ich denn Hof nicht weiter mache,dann ist er sofort da. Und macht dies. Mein Vater hat dies auch schon mal gesagt.
Mit meinem Bruder habe ich jetzt eigentlich ein gutes Verhältnis. Er hilft sonst hier auch viel auf dem Betrtrieb.
Danke jetzt schon mal für die vielen tollen Beiträge. Sind sehr interesand.


hoffentlich ist das Verhältnis zu deinem bruder wirklich so gut. nicht, dass dein/euer vater euch gegeneinander ausspielt. er könnte "wunderschön" druck ausüben ("wenn du nicht so und so, dann erhält alles dein bruder"). damit hat er euch beide gut in der hand. ok, weiss jetzt nicht, ob dein vater sowas tun würde, aber zumindest scheint es für einen aussenstehenden denkbar.
kenne so eine geschichte aus meiner gegend, da ist ein weingut am ende so zerschlagen worden...
schaff klare verhältnisse, d.h. vertraglich festlegen, zuvor möglichst mit deinem bruder absprechen, damit ihr mit "einer stimme" sprecht, wenn das verhältnis so gut ist.
Zuletzt geändert von Weinbauer am Di Dez 29, 2009 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Re: Hofübergabe

Beitragvon wäldervieh » Di Dez 29, 2009 12:20

Wenn der Betrieb finanziel gut dasteht und gut läuft Ihr könntet ja ne 3er GBR gründen (wenn die Chemie
stimmt).Dein Bruder und Du könnte sich ja jeder so nebenbei noch ein Nebenjob suchen beim lohner oder so .Wenn ne GBR funktioniert brinkt das doch jedem auch mehr Lebensqualität wie zb freie Wochenenden. Kann doch auch ein Glücksfall sein wenn zwei fähige junge Landwirte zu Verfügung stehn...
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Re: Hofübergabe

Beitragvon hans g » Di Dez 29, 2009 12:26

automatix hat geschrieben:
Erzähl mal, Hans, würdest du jetzt den Betrieb pachten und dann die 100 000 Euro für einen neuen Melkstand in die Hand nehmen?

es ging mir darum,darzustellen,WAS pachten bedeuted und dass der hofnachfolger sich dazu durchringen sollte, ein bisschen druck zu machen.
meine hofübergabe wurde beim BGH in KA entschieden :!:
der hof bestand damals aus nicht nutzbaren gebäuden,einem uraltschlepper,KEINEM vieh,ner vernachlässigten rübenquote und dem zu erfüllenden wohnrecht.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Di Dez 29, 2009 13:07

Guter Gedanke den Wäldervieh da einbringt.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon spielmann » Di Dez 29, 2009 13:11

truck-900 hat geschrieben:....
Zu meiner Person:
Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe eine kleine Tochter 1 1/2 Jahre.
........

:(

Wie lange arbeitest du schon auf dem Hof?, bestimmt nicht erst seit gestern, da hatten deine Eltern schon lange genug Zeit um dein Können zu beurteilen! Und mit 33 Jahren bist du auch alt genug den Betrieb eigenständig zu führen, womit haben deine Eltern denn Probleme, mit dir , deiner Frau?
Dein Vater wird nächstes Jahr 65 also auch schon eigentlich weise und alt genug um den Betrieb abzugeben, wovor hat er den Angst :?: Hat dein Vater den Hof auch erst mit 40 oder 50 übernommen. Hofübergabe ist Sache der Eltern, die sollten noch zu Ihren Lebzeiten dieses geklärt haben, einig mußt du mit deinen Geschwister werden damit die dir keine Steine in den Weg werfen.
So modern sind ja Teile vom Hof auch nicht mehr, ihr müßt in den nächsten Jahren schon einiges investieren (melkstand, Wohnhaus) um drann zu bleiben, und das wird in der momentanen Situation der Landwirtschaft nicht leicht!
Bei uns war es so das meine Eltern die Abfindung klärten mit meinen Geschwistern, und da jeder eine Ausbildung hatten und in dem Beruf arbeiteten,war die Hofübergabe nur halb so schlimm. Haben noch heute ein super Familienzusammenhalt (Einigkeit macht Stark) Die Eltern bekommen seit der Übergabe jeden Monat eine Rente ausbezahlt die sie zusätzlich zu der hohen Bauernrente dazubekommen!
Da deine Eltern schon einen neuen Altenteil haben ist das mit dem Wohnrecht auch schon geklärt.
mfg. Emilson
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Re: Hofübergabe

Beitragvon dima » Di Dez 29, 2009 13:53

Die Hofübergabe ist leider fast immer ein Herd für Konflikte.

Mit 33 solltest Du darauf pochen den Betrieb kpl. übernehmen zu können, wenigstens aber die Gebäude und Inventar/Tiere. Die Fläche könnte die ersten Jahre vielleicht gepachtet werden.
Wie automatix richtig geschrieben hat, bei allem anderen bist Du der Depp, und Knecht Deines Vaters.
Wenn das nicht klappt, würde ich mir ernsthaft nach einer Tätigkeit außerhalb des LW Betriebes umschauen.
Denn stell Dir mal vor, Du würdest mehrere Jahre Pachten, und beim Erben würde der Hof plötzlich doch zerschlagen...
...überleg mal wie Du vor Deiner Frau dastehen würdest, denn auch Sie hätte sicherlich zuvor Arbeit und Herzblut in den Hof gesteckt.

Auch das gute Verhältnis zu den Geschwistern wird im Erbfall schnell vergessen sein.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Di Dez 29, 2009 14:25

Hör auf Frankenvieh, der ist Fachmann und wird immer gerufen wenn eine solche Übergabe in die Hose gegangen ist und die Brocken müssen aufgeräumt werden!
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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Di Dez 29, 2009 15:39

@Frankenvieh, nicht dass du mich falsch verstanden hast, ich teile voll und ganz deine Meinung, die ist absolut richtig. Manchmal könnte auch meine Schreibe als leichte Ironie missverstanden werden, in diesem Falle aber absolut nicht. Ich denke der junge Mann sollte sich auch fachlichen Beistand holen und die Kohle nicht scheuen, allerdings sollte er zuvor die "menschlichen" Seiten des Falles klären, das kann ihm kaum jemand abnehmen.
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