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Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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288 Beiträge • Seite 5 von 20 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 20
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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Mi Jan 06, 2010 15:04

Da scheinen in einigen Teilen der BRD noch recht archaiche Zustände zu herrschen! Dass sich die Leute dann so heftig balgen ist schon erstaunlich.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon wäldervieh » Mi Jan 06, 2010 18:24

Währe doch gut wenn sich alle Geschwister balgen..................
um die Arbeit die auf dem Hof zu tun ist !
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Re: Hofübergabe

Beitragvon HL1937 » Mi Jan 06, 2010 18:39

Wenn man so mitliest und mit anderen spricht, bekommt man (leider) mit, daß die Alten fast überall die gleichen alten Deppen sind.
Auch wenn sie lange gearbeitet haben, haben auch sie die Welt nicht erschaffen und sollen wenn es an der Zeit ist endlich mal ihr selbstherrliches und egoistisches Maul halten und die Entscheidungen von den Übernehmern, welche ja meist auch nicht blöd in der Birne sind, akzeptieren.

Ich kann den künftigen Übernehmerinnen und Übernehmern nur raten, laßt Euch nix gefallen von den Alten, holt Euch fachkundigen Rat und schaltet wenns notwendig ist, einflußreiche Leute ein und verschafft Euch Gehör.
Eure Gesundheit wird es danken.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon hans g » Mi Jan 06, 2010 21:20

HL1937 hat geschrieben:Ich kann den künftigen Übernehmerinnen und Übernehmern nur raten, laßt Euch nix gefallen von den Alten, holt Euch fachkundigen Rat und schaltet wenns notwendig ist, einflußreiche Leute ein und verschafft Euch Gehör.

alle ALTEN sind bestimmt nicht so---nur dein rat des DRUCK MACHEN hilft überhaupt nix---verhärtet nur die fronten und kostet nen haufen GELD.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon HL1937 » Mi Jan 06, 2010 22:00

mein lieber hans g, sollen die jungen Übernehmer sich von den alten Deppen alles gefallen lassen und bei Unverschämtheiten noch den Hofknicks machen????????? Mit Sicherheit nicht.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Holgi1982 » Mi Jan 06, 2010 22:07

Naja aber wenn die sich verstreiten kann er es doch gleich abhaken oder nicht?
Vegetarisch ist Indianisch
und bedeutet "zu faul zum Jagen"
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Re: Hofübergabe

Beitragvon liddle_tomtom » Mi Jan 06, 2010 22:12

Holgi1982 hat geschrieben:Naja aber wenn die sich verstreiten kann er es doch gleich abhaken oder nicht?


Richtig.
Solange einem nichts sicher gehört, sollte man tunlichst nicht auf Krawall gebürstet sein.
Am Ende schaut man selber nämlich in die Röhre und die Geschwister freuen sich.

Gruß

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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Mi Jan 06, 2010 22:22

Da scheinen ja fast überall ordentliche Tellerminen vergraben zu sein, die jeden Tag zur Explosion kommen können!
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Re: Hofübergabe

Beitragvon liddle_tomtom » Mi Jan 06, 2010 22:31

Die Glücklichen sind die, die wissen, dass es die Tellerminen bei Ihnen gibt und sich darauf vorbereiten können.
Doch Viele wissen nicht, dass es diese Minen auch bei Ihnen in der Familie gibt und eines Tages kommt das böse Erwachen. :regen:

Gruß

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Re: Hofübergabe

Beitragvon CarpeDiem » Do Jan 07, 2010 5:58

Wenn man liddle tomtom die kleine Ironie in meinen Bemerkungen beiseite lässt, dann kann man doch erkennen, dass ich eigentlich bei diesen Fragen zur Realität neige und zwar in dem Sinne das Ganze gelassen zu betrachten.

Warum?? Die Landwirtschaft so wie sie heute bei uns existiert ist in allen ihren Facetten nüchtern betrachtet ertragslos und zwar dann wenn man das ganze mit industriellen Masstäben misst.

Wenn jemand diesen Standpunkt einnimmt, dann kann man doch jeder Auseinandersetzung in dieser Hinsicht beruhigt entgegensehen. In dieser Frage sind doch auch die Differenzen bei der Hofübergabe begründet. Weichende Erben denken, der Hofübernehmer bekommt das grosse Los und die Gier der (angeheirateten) ist gross. Der Übernehmende bekommt eine Schuldenlast aufgebürdet, oft in Läden die seit Jahren nichts mehr abwerfen, die er gar nicht tragen kann. Die Abgebenden haben nur die sogenannte "Bauernrente" unter Hartz IV Niveau und auch sonst nichts auf der Kralle.

In diesem Spannungsfeld spielt sich das ganze ab. Da müssen die Fakten auf den Tisch, mit Papier untermauert und dann kann die Kugel in alle Richtungen rollen nicht nur auf schwarz oder rot.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon MTX-Driver » Do Jan 07, 2010 14:29

Ich frage mich warum jemand einen Hof übernehmen will wenn er jetzt schon weis das es Probs geben wird? Da wird doch keiner glücklich mit!
Weltmeister im einbeinigen Holzklotzumtreten und Testfahrer für Gasfeuerzeuge auf einer Zuckerrübenkolchose bei Minsk! :D

Mähdrescher werden in Landkreisen mit 130 Biogasanlagen völlig überbewertet!
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Re: Hofübergabe

Beitragvon liddle_tomtom » Do Jan 07, 2010 15:11

CarpeDiem hat geschrieben:Wenn man liddle tomtom die kleine Ironie in meinen Bemerkungen beiseite lässt, dann kann man doch erkennen, dass ich eigentlich bei diesen Fragen zur Realität neige und zwar in dem Sinne das Ganze gelassen zu betrachten.



Ist jetzt vielleicht ein anderes Thema, aber egal.
Meine Eltern waren die letzten Jahre auch ganz gelassen, da meine Oma immer wieder gesagt hat, dass meine Mutter (die auf dem Hof geblieben ist) den Hof erben würde, die anderen Töchter wären schon abgefunden worden.
Wieso sollte man das dann nicht einfach glauben??

Seit Herbst sind wir uns zu 99% sicher, dass da ein ganz mieses Spiel mit meinen Eltern gespielt wird. Das Positive ist: Sie können sich jetzt schon auf alle Eventualitäten vorbereiten und holen sich gerade rechtlichen Beistand, damit die 25 Jahre auf dem Hof am Ende nicht für die Katz waren. Es ist auch nicht auszuschließen, dass meine Eltern Mitte diesen Jahres plötzlich verkünden: WIR ZIEHEN AUS UND ZWAR SOFORT!

Gerade wenns ums Thema ERBEN geht, sollte man sowas nicht zu gelassen sehen. Das Thema kann früher als man denkt und sehr unerwartet auf einen zukommen und es kann einen am Ende ganz schön ansch****n.
Gibt genug Leute, die davon ein leidvolles Lied singen können.

Gruß

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Re: Hofübergabe

Beitragvon truck-900 » So Aug 01, 2010 20:26

Moin Moin, das letzte mal, dass wir hier etwas geschrieben haben ist ja schon ein bisschen her. Bei uns hat sich die Lage geändert. Ab dem 01.07. bin ich nun als Angestellter auf einem Milchviehbetrieb mit 250 Kühen tätig und uns geht es richtig gut dabei.Ich habe jedes 2 Wochenende ab Freitag Abend bis Montag Morgen frei (das hatte ich in den letzten 5 Jahren, seit dem ich mit meiner Frau zusammen bin noch nie).Nun habe ich auch mal Zeit für die Familie und meine kleine Tochter, die nun gerade 2 geworden ist. Endlich keine Bauchschmerzen mehr wegen der Hofübergabe/-verpachtung. Nachdem wir im April einen Berater der Landwirtschaftskammer im Haus hatten, um uns über die Hofübergabe/ - verpachtung, Altenteilerleistungen etc. zu beraten, und dabei nicht erfolgreich waren, habe ich meinem jüngeren Bruder das Feld überlassen. Die Altenteiler wollten partu nicht auf den hohen Betrag von 1500,- € monatlich verzichten. Im alten Wohnhaus ging es auch gar nicht weiter (warum steht ja in den alten Beiträgen). Damit war für uns klar, das hohe Altenteil kann sich der Betrieb nicht leisten, wenn der Betrieb noch weiter wachsen muss (Melkstand etc). Der Berater der Kammer sah das genauso. Der Gewinn hätte nicht gereicht um 2 Familien + Investionen in Haus und Hof zu bezahlen. Nun kann sich mein Bruder sich da austoben. Der ist solo, will nicht renovieren und nur arbeiten. Wat für`n Leben?
Mal sehen wie es weiter geht. Bisher habe ich den Schritt nicht bereut und mir gehts besser als vorher.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Mo Jun 06, 2016 12:59

Das Thema ist zwar schon älter und auch seit langem nicht mehr aktiv, aber meine Problematik ist die selbe.

Hallo erstmal, ich bin neu hier.

Ich bin Anfang 30, seit 5 Jahren verheiratet. Mein Mann hat seit 9 Jahren den elterlichen Hof gepachtet. Damals war sein Vater 65 und hatte eben nur Anspruch auf seine Rente, wenn er den Hof 9-10 Jahre verpachtet. Ich selbst habe von Anfang an gesagt, ich bin mit der Pacht und auch Übernahme des Hofes einverstanden, aber nur unter anderen Bedingungen für die Tiere. Der Betrieb ist klein, wird von meinem Mann auch nur im Nebenerwerb geführt. Es gibt Ständerhaltung für 30 Milchkühe, eine Laufbox für einen Bullen und weitere Laufboxen für ca. 70 Kälber, Rinder und Jungbullen. Das Jungvieh hat es recht schön in den Laufboxen. Aber für die Milchkühe sehe ich diese Art der Haltung nicht als tiergerecht an. Auch mein Mann möchte das nicht so.

Wir haben einen extremen Generationenkonflikt. Das kennt hier bestimmt fast jeder.
Die letzten fast 7-8 Jahre war es so, dass der Hof zwar offiziell auf meinen Mann lief und er die ganze Feldarbeit gemacht hat sowie alles andere, was sonst so rund um den Stall herum anfiel. Gefüttert hat sein Vater, gemolken seine Mutter. Seine Mutter ist noch keine 65, ist über einen Mini-Job angestellt. Die beiden Geschwister meines Mannes interessieren sich absolut nicht für den Hof.

Vor nicht ganz 2 Jahren sagten seine Eltern, es müsse sich etwas ändern. Die Mutter wollte nicht mehr so oft in den Stall, maximal nur noch ein Mal am Tag melken, am Wochenende gar nicht mehr. Mein Mann willigte ein, ohne dass der Betrag für den Mini-Job angepasst wurde. Sein Vater sagte zu dem Zeitpunkt von sich aus, dass er körperlich nicht mehr viel könnte, er möchte den Hof überschreiben. Auf diese Aussage reagierte allerdings meine Schwiegermutter empört, da sie total gegen eine Hofübergabe ist. Hintergrund: Sie ist raffgierig und möchte den Hof selbst haben. Sie kann allerdings nicht sagen, wozu sie den Hof haben möchte. Sie möchte ja nicht mehr im Stall arbeiten. Ihr geht es einfach um das Besitzen. Zu dem Zeitpunkt äußerte sie auch, dass sie den Hof nie an ihren Sohn hätte verpachten wollen, sich aber dem Druck ihres Mannes gebeugt hatte.
Alleine das lässt mich einfach nur mit dem Kopf schütteln...

Eigentlich wollte man sich mit der gesamten Familie an den Tisch setzen, damit sich auch die Geschwister dazu äußern konnten. Es kam nie dazu. Meine Schwiegermutter weigert sich strikt über das Thema zu sprechen. Der Schwiegervater sagte, er möchte den Hof auf meinen Mann schreiben, die Geschwister sollten je einen Bauplatz und einen Wald bekommen - sofern sie das möchten. Wir im Gegenzug, sollten weiterhin den gleichen Betrag wie für die Pacht bezahlen, damit die Senioren weiterhin gut leben können. Das Haus hätten wir allerdings nicht bekommen.

Mein Schwiegervater ist stur und starrsinnig. Er macht auf dem Hof weiter. Nicht wie bisher, sondern schlimmer. Er reißt alles an sich. Körperlich und geistig kann er nicht mehr. Er steht mindestens ein Mal am Tag verwirrt auf dem Hof, weiß nicht mehr wo er ist, wer die Leute um ihn herum sind. Aber er gibt keine Arbeit ab. Überall mischt er mit, kontrolliert jeden (meinen Mann und mich), kommt mit Veränderungen nicht klar. Wenn ich füttere geht er hinterher um zu kontrollieren, ob ich es richtig mache - was natürlich nie der Fall ist...

Ein anderes Beispiel ist, dass mein Mann über den Winter in einem Wald Holz geschlagen hat, zugegebenermaßen recht viel, was aber auch nötig war. Dann bekam er Anpfiff von seiner Mutter (es ist ihr Wald), dass er das ohne ihr Einverständnis gemacht hätte. Doch der Wald unterliegt dem Pachtvertrag.

Ich bin vor einem Jahr aus dem Haus ausgezogen, weil ich die täglichen Kontrollen nicht mehr ausgehalten habe. Seine Eltern kamen fast täglich unangemeldet nach oben in unsere Wohnung, ohne anzuklopfen. Dann die fast täglichen Streitereien zwischen meinem Mann und seinem Vater. Seine Mutter ging auf mich los. Ich zog 10km weiter, kam aber täglich auf den Hof um meinem Mann zu helfen.
Inzwischen haben wir uns mit Nachbarn geeinigt, die ihr Haus verkaufen wollen. Das Formular für den Kaufvertrag ging letzte Woche an den Notar.

Gestern gab es einen neuen Höhepunkt in den Streitigkeiten. Der Schwiegervater fing wieder mehrere Arbeiten an, machte nichts zu Ende, brachte ein Chaos in den Stall. Dann platzte meinem Mann der Kragen und er sagte, sein Vater solle doch langsam machen, eines nach dem Anderen und uns doch auch einfach mal machen lassen. Da reagierte der Schwiegervater nur wie ein verletztes Tier und biss um sich. Er würde nur kritisiert werden, er würde sich jetzt umbringen... Keinerlei Einsicht, dass die Aufgaben ihn absolut überfordern. Dann schritt noch die Schwiegermutter ein, stimmte uns zu, dass ihr Mann weniger machen sollte.

Es ist nur auch so, dass mein Schwiegervater u.a. so viel im Stall macht, weil er nicht bei seiner Frau sein will...
Jedenfalls beleidigte der Schwiegervater meinen Mann weiter, dass der den Stall und den Hof nicht im Griff hätte, dass man besser das Vieh verkauft. Er wirft meinem Mann eine Überforderung vor. Das stimmt zu einem kleinen Teil. Denn die umständliche Arbeitsweise in dem Stall kostet viel Zeit. Ebenso würde mein Mann sich nicht um den Erhalt des Hofes kümmern. Die Dächer von zwei Schuppen seien seit Jahren undicht und er würde sich einfach nicht darum kümmern. Da entgegnete mein Mann, dass er die Dächer sofort reparieren würde, wenn ihm der Hof überschrieben werden würde. Aber nicht während des Pachtverhältnisses.
Auf das reagierte dann seine Mutter wieder hysterisch, der Hof würde nicht an ihn gehen!

Wir stehen beide perplex da, wissen kein bißchen, was die Zukunft für uns bringt. Wir möchten beide den Hof übernehmen, ihn etwas umbauen. Das Milchvieh weg. Der Nachbar nebenan möchte mehr Milchvieh haben, braucht aber durch das Jungvieh zu viel Platz. Gedanke wäre, dass wir dessen Jungvieh aufziehen. Das wäre auch mit unseren Hauptberufen sehr gut zu vereinbaren. Die Nachzucht hätte Laufställe mit Innen- und Außenbereich. Wir könnten die Dächer reparieren, etwas umstrukturieren, was die Arbeit vereinfachen würde.
So, nun können wir aber nicht sagen, ob der Pachtvertrag nächstes Jahr ausläuft oder nicht. Wir können uns auf nichts einstellen. Nun zweifeln wir sogar, ob der Kauf des Nachbarhauses richtig war.

Ich persönlich vertrete die Meinung, dass den Schwiegereltern mal gezeigt werden sollte, was auf sie zukommt, wenn der Hof nicht übergeben wird, der Pachtvertrag ausläuft. Ich kenne mich nicht so gut aus, aber es ist doch bestimmt so, dass zum Ende des Pachtvertrages aufgerechnet wird, inwiefern sich der Wert des Hofes in den letzten 10 Jahren verändert hat. Da mein Mann relativ minderwertige Fahrzeuge, Geräte usw. übernommen und aufgrund von Defekten erneuert hat, fällt dies schon sehr ins Gewicht.

Bin mir nicht sicher, wie es jetzt weitergehen soll... Natürlich können wir seine Eltern nicht zu einer Übergabe zwingen. Aber da mein Mann sich mit einem Lohnunternehmen noch ein Gewerbe aufgebaut hat, für das er die Landwirtschaft benötigt, sollten wir einfach wissen, was die Zukunft bringt.

Ich hatte die Idee, einen Betrater vom Bauernverband einzuschalten. Als Vermittler, neutraler Gutachter, wie auch immer. Das will mein Mann allerdings nicht. Kann ich mich an eine andere Stelle wenden, die mir beratend zur Seite steht, wie wir am besten weiter vorgehen sollen?
Ich habe nicht die große Ahnung von der Landwirtschaft. Ich kann im Stall und auf dem Feld helfen, kenne mich gut mit Tieren aus. Aber von der ganzen Verwaltungssache habe ich keine Ahnung.
Kann mir jemand helfen?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon marius » Mo Jun 06, 2016 13:23

Mein ehrlicher Rat. Hört mit dem landwirtschaftlichen Betrieb auf. Geld würde ich da sowieso keins mehr investieren, auch wenn es dringend nötig wäre, denn das seht ihr nicht wieder.
Entweder den Betrieb übernehmen, sofort aufhören, verpachten und den Altenteiler jeden Monat einen fixen Betrag bezahlen, oder noch besser den Betrieb garnicht übernehmen, dann sollen die Schwiegereltern aufhören. Dann müßt ihr keine Altenteilerleistungen zahlen und auch keine Wirtschaftsgebäude unterhalten denn das geht über die Jahre richtig ins Geld, auch wenn sie leer stehen kosten die Unterhalt.
Der Lohnbetrieb läuft auch ohne Landwirtschaft, bzw könnte dein Mann einige ha pachten und den landw. Betrieb so auf dem Papier weiterführen.

Wird das befolgt lösen sich die Streitereien sehr schnell in Luft auf und die Probleme sind gelöst.

Ansonsten könnte man noch einige Jahre weitermelken, aber der LEH hat bereits angekündigt das er in Zukunft keine Milch mehr aus Anbindeställen kaufen werde und wenn dann nur billiger.
Wann und ob das letztlich umgesetzt wird, wird man sehen, aber euer Betrieb in derzeitiger Form hat ohnehin keine Überlebenschance.
Es sei denn als Hobby und viehlos.
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