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Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 12:20

Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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288 Beiträge • Seite 7 von 20 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 20
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Welfenprinz » Di Jun 07, 2016 10:50

Pinzgauer,falsche Rücksichtnahme "weils ja die Familie ist" ist genau der Kardinalfehler der in so eine Situation wie die beschriebene führt. Man muss Scheisse als Scheisse benennen können. Egal gegenüber wem,sonst bleibt man in der Scheisse sitzen.

Mit meinem Vater hatte ich zum Glück nie Probleme. Meine Mutter kriegte so seltsame Anwandlungen als meine Frau zu mir zog. Und ich so"stell dir einfach vor meine Frau und ich wohnen in Koln. Und genau soviel wie du dich da in unsere Wohnung -Leben- einmischen kannst,kannst du hier auch".
Türlich war sie sauer.
Aber die eigene Familie geht vor.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Di Jun 07, 2016 10:59

@pinzgauer: Dein Beitrag ist unverschämt! Alles was ich geschrieben habe, ist nicht mal geschimpft, sondern entspricht nur der Wahrheit. Meine Schwiegereltern haben beide keinen Schulabschluss, was auch keine Wertung sein soll. Doch sie können nur die nötigsten Dinge schreiben, mit dem Lesen haben sie Probleme und auch bewegen Sie sich mathematisch nicht mal im kleinen 1x1 sicher.
Sie haben sich ihr Leben lang nur auf dem Hof aufgehalten. Etwas übertrieben gesagt wissen sie nicht mal, was auf der anderen Straßenseite vor sich geht. Sie sind noch nie einer normalen Arbeit nachgegangen, die Schwiegermutter hat erst vor kurzem angefangen, selbst einkaufen zu gehen. Für die bedeutet die große weite Welt Angst und vor Veränderungen haben sie sichtlich Angst.
Und ja, mein Mann weiß was ich von seinen Eltern halte, wie ich über sie rede. Und er sieht das selbst so.
Unser Nachwuchs tut hier nichts zur Sache. Warum auch? Dennoch, damit Du beruhigt bist, es wird keine Kinder auf unserer Seite geben. Den Grund dafür muss ich Dir nicht nennen. Aber diese Tatsache ist den Schwiegereltern schon seit mehr als 10 Jahren bekannt.

Nun habe ich die Schwiegereltern doch wieder in Schutz genommen, so wie es @Estomil auch erwähnt hat.
Ich will nichts Schlechtes für die. Sonst würde ich mir nicht die Gedanken machen, was nach Auslauf des Pachtvertrages an Kosten auf sie zukommen wird.

@Estomil: Soweit ich weiß, ist der Hof schuldenfrei. Für meinen Mann läuft dieses Jahr noch ein Kredit aus, den er für neue Maschinen benötigt hat. Dann ist maschinell auch alles schuldenfrei und auf einem recht guten, technischen Stand. Eigentlich ideal um weiterzuarbeiten.
An Fläche ist fast alles in Eigenbesitz, kaum gepachtet. Insgesamt sind es ca. 18ha Grünfläche, ca. 10ha Ackerfläche und ca. 8ha Wald. Wald ist alles eigen.
Das waren auch sehr aufschlussreiche Worte von Dir. Dafür bedanke ich mich!

@berlin: Noch mein Beileid zu Deiner Frau. Deine weiteren Anregungen mit dem notariellen Vertrag mit den Geschwistern und auch dem Link zu dem anderen Thread ist sehr hilfreich. Herzlichen Dank.

Ich habe eine Freundin in einem anderen Bundesland, deren Freundin widerum die gleiche Situation hat wie wir. Diese hat jedoch zwei Kinder mit ihrem Mann, sie haben ein Haus gebaut, sie bewirtschaften den Hof, die Alten machen nichts mehr - außer sich einmischen. Auch dieser Pachtvertrag läuft im nächsten Jahr aus und die stehen schon "in Verhandlungen". Hier wurde von den Schwiegereltern auch schon ein Entwurf vorgelegt, in dem wirklich böse Dinge stehen. Im Todesfall des Mannes soll die Schwiegertochter jeden Rechtsanspruch am Hof an die Eltern verlieren, ebenso auch das selbstgebaute Haus. Nicht zu akzeptierende Bedingungen. Dort ist auch noch kein Ende in Sicht.

Und gerade weil ich weiß, dass wir nicht allein mit diesem Generationen-Problem stehen, frage ich hier um Hilfe, erhoffe Ratschläge, Beratungsstellen usw. Das nur noch mal als Anmerkung an @pinzgauer.
*Julia*
 
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Re: Hofübergabe

Beitragvon berlin3321 » Di Jun 07, 2016 10:59

Welfenprinz hat geschrieben: [...] als meine Frau zu mir zog.[...]


Welche? :mrgreen:

Duck und wech....
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Re: Hofübergabe

Beitragvon berlin3321 » Di Jun 07, 2016 11:09

Julia, nö, ist ok. Es ist besser so. Besser für uns beide, in jedem Fall besser für sie.

Liest sich evtl hart aber das ist eine Tatsache. Es waren 10 Jahre....harte Jahre, selten gute Zeiten zwischen den Chemos. Die guten Zeiten, die Abstände wurden immer kürzer, immer kleiner....wir hatten bis zur Erstdiagnose ganze 5 ! Monate die wir unbeschwert geniessen konnten....aber sie war wunderschön, ein Traum von Frau...ein ungewöhnlich sanftes Wesen....und die Liebe meines Lebens....

Ich könnte hier noch einen Satz anfügen, lasse ich aber....wenn es Dich interessiert gern per PN.

MfG Berlin
berlin3321
 
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Re: Hofübergabe

Beitragvon bauer hans » Di Jun 07, 2016 11:45

Pinzgauer56 hat geschrieben:Weiss dein Mann Bescheid, wie du über seine Eltern denkst, u. hier schreibst, schäm dich was, ich würde dich gleich aus dem Haus jagen, .... !

Ähhm, Julia, gibt´s keine Kinder, Enkel für die Übergeber ?.....( nächste Generation.... ? )
Du schreibst nix von deinen, euren Kindern, merkwürdig ? Du bist Ü 30, evtl. machen sich deine Schwiegereltern Sorgen ?, so primitiv sie ja deiner Meinung nach sind ! Wegen der 3. Generation !
Also, Ball flach halten, jeder schauen was machbar ist, nicht immer nur den Fehler anderer suchen.....
meint der Pinzgauer !


typischer beitrag aus BAYERN :mrgreen: :mrgreen:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Hofübergabe

Beitragvon 108fendt » Di Jun 07, 2016 13:17

@ Julia

Was wollen den eigentlich deine Schwiegereltern ?
Was soll eigentlich, in denen ihren Köpfen mit dem Hof werden ? Zukunft gesehen !
Wisst ihr das ?

So richtig schlau bin ich bei dem geschriebenen bisher nicht geworden !
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Di Jun 07, 2016 14:01

@108fendt: Sehr gute Frage. Mit genau dem Wortlaut habe ich die Frage auch schon gestellt.
Schwiegervater: "Ich will nicht, dass der Hof verfällt und an einen Fremden verkauft wird."
Schwiegermutter: "Den Hof bekommt ihr nur über meine Leiche. Was danach ist, ist mir egal."

Die Aussage vom Schwiegervater ist ja positiv (für uns). Nur würde er sich immer noch überall einmischen wollen. Hier aber mein Standpunkt: Wenn der Hof übergeben wäre, würde man das schon sehen. Und dann kann man auch mal ganz anders mit ihm reden. Ich persönlich hätte ihm dann "Aufgaben" zugeteilt, was er gerne macht, was er noch kann (er spaltet gerne Holzscheite). Das soll er machen, den lieben langen Tag. Und wenn er keine Lust darauf hat, dann eben nicht. Wenn er noch Lust darauf hätte und sich dazu in der Lage fühlt, dann soll er eben die Tiere füttern. Aber ich möchte nicht, dass er weiterhin mit dem Radlader am Straßenverkehr teilnimmt, weil er die Übersicht nicht mehr hat.
Ich wäre ihm ja sogar dankbar, wenn er noch kleinere Aufgaben übernehmen würde. Er soll sich nicht überflüssig vorkommen. Er hatte nie was anderes außer dem Hof. Der Hof gehörte seinem Onkel und seiner Tante, wohin er in ganz jungen Jahren "abgeschoben" wurde, weil seine Eltern ihn nicht wollten. Er hängt auch an dem Hof. Deshalb tut ihm das mit dem defekten Dach weh. Verständlich. Mir auch. Denn es geht ja auch alles darunter kaputt.

Was die Aussage von der Schwiegermutter soll weiß ich nicht... Sie äußerte diesen Satz mehrmals. Woraufhin sie von ihrem Mann und ihrem Sohn, sowie auch von mir zum Hintergrund der Aussage befragt wurde. Sie kann darauf nichts sagen. Ihr Mann sagte dann zu ihr, sie sei raffgierig, wie ihre Mutter. Dass sie nur Streit vom Zaun brechen wolle. Sie kam dann mit Sätzen wie "meine Kinder sollen es nicht besser haben als ich" und da konnte ich mich nicht zurückhalten zu fragen, was sie denn eigentlich für eine Mutter sei?! So was geht doch gar nicht!
Nochmal ganz ruhig darauf angesprochen, kann sie absolut nicht sagen, was ihrer Meinung nach aus dem Hof werden soll.

Meine Hoffnung wäre, dass wenn man mit z. B. einem Steuerberater kommt, die Schwiegereltern, wir und auch die Geschwister von meinem Mann sitzen mit dem an einem Tisch, dass dann die Sache anders aussehen würde. Die Idee mit der finanziellen Aufstellung, mit den Ideen, wie der Hof gestaltet werden soll, finde ich richtig gut. Ich möchte das auch sehr gerne umsetzen. Aber ich muss zugeben, dass ich es nicht alleine schaffe. Ich habe noch genug mit meinem Beruf, meinem Zweitjob, dem Hof und auch dem Hauskauf zu tun. Es ist nicht so, dass ich nur faul herumliege. Auch meine Tage sind voll. Ruhiger wird es, wenn der Hauskauf über die Bühne ist, wenn wir umgezogen sind. Das wird wohl im August der Fall sein. Leider erst.

Mein Mann ist genervt von der Situation. Auch verständlich. Er arbeitet auch sehr viel. Ihm liegen solche Planungs-Sachen gar nicht. Die lässt er gerne mir. Doch ich, als "Reingeschmeckte" in der Landwirtschaft, habe das Hintergrundwissen nicht. Ich kann auch nicht über seinen Kopf einfach den Steuerberater bestellen, er muss dabei sein, die Dinge erläutern. Ich kann kein Planungsbüro beauftragen, das die Umstrukturierung des Stalls in Bilder fasst.
Natürlich kann man jetzt auch sagen, dass wenn mein Mann das auch will, dann findet er die Zeit. Ganz so einfach ist es aber nicht. Er arbeitet vollzeit in einem Betrieb, geht einmal am Tag melken, in der restlichen Zeit bis zur/nach der Arbeit mistet er die Laufställe, fährt Gülle, macht Futter, oder arbeitet in seinem Lohnunternehmen bzw. in seiner GbR, die er mit dem Nachbarn zusammen hat. Lohnunternehmen hat er das Einholen von Grassilage, Vermietung vom Dungstreuer, teils Schwaden von Gras/Heu/Stroh. In der GbR werden Ballen gepresst, Flächen gemulcht, Holzarbeiten etc.

Anmerkung: Die GbR soll nach und nach ausgebaut werden, damit er von der Anstellung im Betrieb wegkommt. Er möchte gerne max. 50% im Betrieb arbeiten, wenn nicht gar komplett aufhören. Die Chancen stehen extrem gut. Er bekommt von der Gemeinde stets Aufträge zum Mulchen, Bäume schneiden, Forstarbeiten, Schneeschieben uvm und auch schon Gemeinden drum herum haben die GbR "gebucht".

Mein Mann hat mir erklärt, dass er die Subventionen für die Flächen nur bekommt, wenn er auch Viehhaltung hat. Da kennt ihr euch besser aus als ich. Und wie gesagt, der Nachbar wäre froh, wenn er sein Jungvieh in einem anderen Stall unterbringen könnte. Man könnte sogar eine Treibgasse zwischen dem Stall vom Nachbarn und uns errichten, damit das alles sehr einfach und relativ stressfrei gemacht werden könnte.
Zudem haben wir wirklich schon seit 2 Jahren im Kopf, dass wenn es so kommen sollte, mein Schwiegervater sich nicht nutzlos vorkommen sollte. Er könnte in dem Fall echt die Tiere füttern. Von uns aus auch den ganzen Tag über, hier eine Schaufel voll, da eine Gabel voll. Und wenn er es nicht machen will/kann, dann können wir das innerhalb von 30-60 Minuten machen. Das wäre mit jedem Vollzeitjob zu vereinbaren.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon 108fendt » Di Jun 07, 2016 14:24

*Julia* hat geschrieben:@108fendt: Sehr gute Frage. Mit genau dem Wortlaut habe ich die Frage auch schon gestellt.
Schwiegervater: "Ich will nicht, dass der Hof verfällt und an einen Fremden verkauft wird."


Ich denke der Hof ist doch schon verfallen ? :shock:

Oder hat der Schwiegervater noch keinen anderen Hof gesehen ? :mrgreen:

*Julia* hat geschrieben:Schwiegermutter: "Den Hof bekommt ihr nur über meine Leiche. Was danach ist, ist mir egal."


Warum ? :shock:
Warum sagt die sowas ? Ist da mal was vorgefallen ? Oder ist die vielleicht auch krank ?

*Julia* hat geschrieben:Aber ich möchte nicht, dass er weiterhin mit dem Radlader am Straßenverkehr teilnimmt, weil er die Übersicht nicht mehr hat.


Da solltet ihr extrem Radikal sein (Schlüssel abnehmen), ansonsten passiert da was ( Unfall) irgendwann.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Di Jun 07, 2016 14:49

Nein, verfallen ist der Hof nicht. Von zwei Strohlager-Schuppen ist das Dach teilweise kaputt. Die Dachziegel und Dachlatten haben wir schon. Doch möchte mein Mann die Arbeit nicht investieren, solange er nichts in der Hand hat.
Stall, weitere Schuppen, Werkstatt etc. ist noch gut. Nicht modern, aber mit guter Bausubstanz. Für unsere Vorstellungen der Viehhaltung müssten eben die Ständer der Milchkühe raus. Nur ist das ein relativ geringer Aufwand, möchte ich mal behaupten. Ich bin mir sicher, dass man mit vergleichsweise wenig Aufwand (finanziell + materiell) schnell ganz gute Laufboxen schaffen könnte. Da diese eh schon auf der einen Seite des Stalls bestehen.

Bin mir nicht sicher, wie Du den Satz, ob mein Schwiegervater noch keinen anderen Hof gesehen hätt, meinst...
Er kennt die Höfe der Gemeinde. Arg viel mehr nicht. Und wenn einer neu gebaut oder umgebaut hat, hielt er es erst für nicht richtig. Old fashioned. Als dann aber auch die ältere Generation des erneuerten Hofes gesagt hat, dass die Arbeit leichter wurde, fand er es gut. Nur sind es zwei Paar Stiefel, bei Anderen und bei einem selbst...

Mit der Schwiegermutter vorgefallen in dem Sinn ist nichts. Mir gegenüber war sie noch nie aufgeschlossen, eher miesepetrig. So die typische Schwiegermutter eben. Ich nahm ja ihren Sohn weg. Erst bemühte ich mich sehr um ein gutes Verhältnis. Aber mit jeder Beleidigung ihrerseits nahm mein Verlangen, Kontakt mit ihr zu haben, ab. Man grüßt sich, mehr ist nicht mehr. Mehr ist von ihr auch nicht gewünscht.
Als ich anfing, meinen Job von zu Hause aus auszuüben, wurde ich nur als fauler Schmarozer dargestellt, ich würde mich durchfüttern lassen. Auch wenn detailliert beschrieben wurde, was ich arbeite, das galt nichts für sie.
Zunächst gingen ihre Schüsse immer gegen mich. Vor zwei Jahren warf sie auch meinem Mann an den Kopf, dass er nichts arbeiten würde, dass er sich nicht um den Hof kümmern würde, nicht mit Vieh umgehen könnte... Wie schon ganz zu Beginn gesagt: Wir konnten nichts recht machen. Man kann ruhig mit ihr reden, man kann ernst mit ihr reden, man kann böse mit ihr sein. Ihr Gesichtsausdruck bleibt immer gleich, sie scheint es auch gar nicht verarbeiten zu können. Auch deshalb meine Aussage, dass die geistige Entwicklung früher stehengeblieben ist.

Der Trost ist, dass die Schwiegermutter ihren berühmten Satz auch bei den anderen Kindern äußern würde. Es liegt also nicht nur an uns persönlich.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon automatix » Di Jun 07, 2016 14:53

1. Julia, du musst dir im klaren sein, auch wenn der Hof übergeben wird, er wird für die Schwiegereltern immer das ein und alles sein. Die werden sich immer einmischen und immer alles besser wissen. Die haben nichts anderes außer den Bauernhof. Das ist ihr Lebensmittelpunkt und Lebenshinhalt.
2. Keine Kinder kann für die Schwiegermutter schon ein Grund sein, sich zu sperren. Siehe Punkt 1.
3. Ansonsten müsst ihr euch erstmal mit den Geschwistern einigen - wenn die Schwiegereltern keine Alternative haben, dann müssen sie entweder übergeben oder selber verkaufen - und das - siehe Punkt 1

(ich hätte nie gedacht, mein Vater hätte einen Zwilling, aber dein Schwiegervater kommt da recht nah ran - allerdings war bei mir meine Mutter der ausgleichende Pol)
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Di Jun 07, 2016 15:14

automatix hat geschrieben:(ich hätte nie gedacht, mein Vater hätte einen Zwilling, aber dein Schwiegervater kommt da recht nah ran - allerdings war bei mir meine Mutter der ausgleichende Pol)


Musste doch mal spontan lachen. :lol:


Nun ja, es war von Anfang an bekannt, dass ich keine Kinder bekommen werde. Eine Gebärmutter kann ich mir nicht zaubern.

Was ich meiner Schwiegermutter zugute halte ist, dass sie sich aus den Angelegenheiten im Stall ganz rausnimmt seit sie gesagt hat, sie möchte dort nicht mehr so viel arbeiten. Sie hält sich daran. Sie geht zwar nicht wirklich weg, aber sie nistet sich in das haus ein bzw. im Garten. Das ist mir auch ganz egal. Nur kann ich nicht mit ihr zusammen im Haus wohnen, da sie mich da ständig belästigt, beschimpft, bevormundet... Sie kommt nicht damit klar, dass ich sage, dass auch mein Mann ein paar Hausarbeiten erledigen muss. So muss er eben auch ein Mal pro Woche kochen, wenn ich meinen Büro-Tag habe. Oder auch er darf mal einen Putzlappen in die Hand nehmen. Meine Schwiegermutter lebt im 17. Jahrhundert und sieht Männer bei der Hausarbeit als Ding der Unmöglichkeit an. Doch auch hier waren mein Mann und ich uns einig, das wird so gemacht.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Estomil » Di Jun 07, 2016 15:33

Der Hauskauf sowie der Abstand zum hof ist sicherlich gold werd. Nah genug um den Hof zu bewirtschaften, den Eltern im Zweifel helfen zu können und weit genug weg um seine Ruhe zu haben.
Meine Frau und ich sind letztes Jahr ebenfalls in ein nachbarhaus gezogen, dass meinem Schwiegervater gehört. Er Vertrag wurde allerdings bereits gemacht.
Wir haben uns dazu entschieden, nachdem es immerwieder Streitereien zwischen meiner Frau und meinen Eltern gab und sie einfach oftmals ungluecklic war. Ich muss jedoch auch dazu sagen, dass unsere hofhaus eines grösseren Umbaus bedurft hätte um die Räumlichkeiten zu trennen.

Nachdem wir in den letzten Jahren ne Siebe stellige Summe investiert hatten waere uns das allerdings kurzfristig auch zu viel geworden.

Aktuell geht's uns allen super. Wir haben unsere ruhe, meine Frau ist öfter am Tag mit unserer kleinen Tochter aufm Hof und der Betrieb läuft. Vor allem diese hohe Erwartungshaltung die meine Frau immerwieder spürte (die von meinen Eltern sicher nicht böse gemeint sind) ist nun verflogen. Meine Eltern haben kapiert, dass wir Ei Stück weit unser eigenes Leben Leben wollen (soweit das als Landwirt hält möglich ist). Wer immer zusamme arbeitet, finanziell zusammengefasst ist und Entscheidungen meist im Team trifft sollte wenigstens seine kleine rückzugsecke haben.
Der Umzug war somit gold wert und nach aktuellem Stand werden wir auch nicht wieder direkt auf de hof ziehen. Sinnvoller waere eher ein Haus tausch, bei dem meine Eltern in unser Haus ziehen, und wir wieder auf den hof. Wobei sie sich aktuell noch davor straeuben, da unser Haus halt vom Schwiegervater noch nicht überschrieben wurde. Das kann ich sogar verstehen.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon kaltblutreiter » Di Jun 07, 2016 21:22

Hmmm, mein Schwiegervater ist teilweise auch so. Heute hüh, morgen hott, alles Neue ist sowieso erstmal Mist. Wenn Leute was anders machen als er, dann ist das verkehrt. Nicht viel Ahnung vom "Leben da draußen".

Ich bin gerade (nach 20 Jahren auf dem Hof!) dabei, mich innerlich von ihm zu emanzipieren. Das fällt mir teilweise sehr schwer. Weil er auch zu allem seinen Senf dazu gibt, und der ist meist negativ. Ich möchte ein gutes Klima hier auf dem Hof, aber bin auf dem Weg, seine Meinung nicht mehr zu berücksichtigen. Mein Mann steht zum Glück voll und ganz auf meiner Seite und hat auch das Sagen auf dem Hof.

Das ist auch das, was ich Dir rate, Julia: Mach Dich innerlich von deren Meinung frei. Entscheide Du für Dein Leben. Laß nicht zu, daß sie Dir reinreden und über Dich bestimmen wollen. Das läßt man ab einem gewissen Alter den eigenen Eltern nicht mehr durchgehen. Welches Recht haben dann erst die Schwiegereltern, sowas zu machen?
Es sind im Grunde fremde Menschen, die Du halt zu Deinem Mann mit dazu bekommen hast.
Das muß ja nicht heißen, daß es nur noch im Bösen geht. Aber ignorieren hilft in manchen Fällen sehr viel. Wir Frauen machen uns manchmal viel zu viele Gedanken ums Wohlergehen Anderer. Du kannst und wirst diese Leute NICHT ändern.

Dein Schwiegervater wird aber auch keine Almosen von Dir haben wollen:
*Julia* hat geschrieben:Zudem haben wir wirklich schon seit 2 Jahren im Kopf, dass wenn es so kommen sollte, mein Schwiegervater sich nicht nutzlos vorkommen sollte. Er könnte in dem Fall echt die Tiere füttern. Von uns aus auch den ganzen Tag über, hier eine Schaufel voll, da eine Gabel voll. Und wenn er es nicht machen will/kann, dann können wir das innerhalb von 30-60 Minuten machen. Das wäre mit jedem Vollzeitjob zu vereinbaren.


Ich würde mir da jetzt keine Gedanken drum machen. Wenn es soweit sein sollte und er kann loslassen, dann ergibt sich das evtl.

Natürlich sind damit Eure konkreten Probleme nicht gelöst. Aber wenn Du Dir sicher bist, daß Du die Entscheidungen triffst, die Dich angehen, und nicht auf das Einsehen Deiner Schwiegereltern hoffst, dann ändert sich vielleicht generell das Klima bei Euch.

Ich wünsche Dir eine gute Lösung und viel Selbstvertrauen und auch ne gewisse Portion Egoismus.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon 108fendt » Mi Jun 08, 2016 5:37

Das wichtigste ist immer das du und dein Mann euch einig seit.
Würde es auch so machen, einfach die Schwiegerleute mal links liegen lassen.
z.B. wenn ihr den Stall gemacht und der alte Herr fummelt dann nach euch nochmal rum.
Einfach zu ihm sagen : Wir wissen das wir faul sind !
Das hilft schon viel, aber dann auf Diskussionen eingehen würde ich nicht, einfach links liegen lassen.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Mi Jun 08, 2016 7:02

Ein Wunder über Nacht?
Vor einer Stunde kam mein Schwiegervater zu mir und lud mich für Sonntag in 8 Tagen zu einem Gespräch ein. Da sollen auch die Geschwister meines Mannes kommen. Er hat gesagt, er merkt jeden Tag mehr, dass er nicht mehr kann. Er hätte die Angelegenheit schon viel früher klären müssen, aber da es ein unangenehmes Thema sei (warum???), hätte er es immer von sich geschoben. Aber gestern hätte er zu seiner Frau gesagt, es müsse jetzt endlich geklärt werden.

Ich hab mich darüber gefreut und ihm das auch zu verstehen gegeben.
Er will was über seine Vergangenheit erzählen, was sein Handeln evtl. erklären könnte... naja, ehrlich gesagt, interessiert mich das nicht, es hat auch nichts mit mir zu tun, es ist für mich nicht wichtig. Wie auch immer, soll er machen. Ich wette, dass er dann gestern richtig Ärger mit seiner Frau hatte.

Nun kann es natürlich sein, dass er tatsächlich die Hofübergabe verkünden möchte, bzw. anfrägt, ob es jemand machen möchte und dann schon mal mündlich "verteilt". Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass die Kündigung vom Pachtvertrag von deren Seite kommt. Weil ja die Schwiegermutter nicht mit der Übergabe einverstanden ist. Warten wir mal ab.

Hatte dann auch kurz mit meinem Mann gesprochen. Seine Aussage hat mich enttäuscht. Er steht dem Treffen negativ gegenüber und meint, da würde nichts dabei herauskommen und es würde nur im Streit enden. Das kann ich nicht verstehen. Er sollte ebenso froh sein, dass sein Vater einsichtig ist und zu dem Treffen aufruft. Die ganze Zeit verlangte das mein Mann, und jetzt ist er nur negativ eingestellt. Das ist so schade. Vielleicht wirkt der letzte Vorfall vor zwei Tagen noch nach und er ist deshalb noch verletzt...

Schade ist aber auch, dass er die nächsten Tage erst mal verschlossen sein wird. Ich meinte, wir müssten nun auch mal konkret sprechen, was wir denen evtl. "vorlegen" können. Wie ihr schon sagt, WIR müssen uns einig sein, nicht jeder einfach sein Ding machen. Dazu neigt mein Mann jetzt leider... Aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit für die Vorbereitung. Ich hoffe nur, dass in der Zwischenzeit nichts vorfällt, dass sich mein Schwiegervater zurückhält, sonst sind die Fronten noch mehr verhärtet.
*Julia*
 
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