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Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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288 Beiträge • Seite 6 von 20 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 20
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Re: Hofübergabe

Beitragvon simmal1 » Mo Jun 06, 2016 13:51

Hast du nicht gelesen, dass beim Vieh was anders laufen soll, aber erst NACH der Übernahme... :roll:
Erst lesen, dann deine Parolen raushaun. Bitte, danke! :idea:
"Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher"- Vito Corleone
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Re: Hofübergabe

Beitragvon marius » Mo Jun 06, 2016 13:58

simmal1 hat geschrieben:Hast du nicht gelesen, dass beim Vieh was anders laufen soll, aber erst NACH der Übernahme... :roll:


Klar. Deshalb meine Aussage

marius hat geschrieben: Geld würde ich da sowieso keins mehr investieren, auch wenn es dringend nötig wäre, denn das seht ihr nicht wieder.
euer Betrieb in derzeitiger Form hat ohnehin keine Überlebenschance.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon elchtestversagt » Mo Jun 06, 2016 14:21

Mal ganz ehrlich: Vergesst das Thema.
Ihr selber geht an der Situation kaputt, wenn ihr so weitermacht, zu 120%.
Das sieht man alleine an der Tatsache,dass du schon ausserhalb wohnst, dein Mann aber ( anscheinend) nicht.
Einen "Zwei-Fronten-Krieg" wird dein Mann auf Dauern nicht verkraften.
Entweder ihr seit euch schon zu 100% einig und auch für Kompromisse bereit ( sprich dein Mann zieht erstmal zu dir) und ihr tretet gemeinsam auf, oder aber du verschwendest Energie weil, so hart wie das auch klingen mag, eurer Ehe eh bald den Bach runter ist.
Wenn ihr sowieso Pachten zahlen müsst, warum dann an die Schwiegereltern?
Gibt es da für dasselbe Geld nicht was besseres, wenn man das Hobby Landwirtschaft gerne betreiben möchte?
Habt ihr überhaupt vollen Einblick in das ganze zuhause, auch dem Finanziellen?
Nicht das ihr euch in der Hoffnung den Arsch aufreisst und da ist nicht mehr viel zu holen...
Wie sieht das mit den Geschwistern aus, seit ihr euch mit denen einig?
Habt ihr da auch mal ohne Eltern über die Hofübergabe und die eventuellen Erbansprüche gesprochen?

Wie heisst es hier doch so schön: Wenn du Verwandschaft hast, brauchst du für Feinde nicht zu sorgen...
Fazit: Ich halte es wie Marius ( aber aus anderen Gründen): Das ist verschwendetes Geld, Zeit, Gesundheit und Friede im Haus....

Da helfen nur Fakten auf den Tisch...Und wichtig bei "Pachten" ist: kleine Reparaturen bezahlt ihr, grosse Sachen der Verpächter, sprich ein defektes Dach geht nicht auf euer Konto....
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Gigasgagasmann » Mo Jun 06, 2016 14:28

@Julia: Ich würd Unterstützung von außen holen ... in Ö. haben wir zb. http://www.lebensqualitaet-bauernhof.at/
Vielleich gibts für D. auch was in diese Richtung.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Estomil » Mo Jun 06, 2016 15:23

Also fuer mich klingt das so, dass dein Schwiegervater bereits an einer Demenz oder aehnlich leidet. Da wuerden bei mir alle alarmglocken leuten! Gut möglich, dass er schon bald seine geschäftfähigkeit verliert. Und damit könnte er ohne vormund den Hof nicht mehr übertragen!

Wenn ich das richtig verstehe, dann wuerde dein Schwiegervater den Hof sogar übertragen. Es ist also durchaus Vernunft vorhanden.

Ich wuerde in erster Mine den Steuerberater sofern er gut ist und ein vertrauensvolles Verhältnis vorhanden ist ins Boot holen. Viele alte bauern lassen sich nur von sehr sehr wenigen Leuten überhaupt was sagen. Steuerberater, Pastor und mit viel Glück der arzt....

Hierbei sollte aber auch mal eine sinnvolle Bestandsaufnahme gemacht werden. Sprich die finanzsituation sowie die Wirtschaftlichkeit von betriebszweigen.

Anders herum sollte man vieleicht auch etwas guten Willen zeigen. Ein kaputtes Dach kann man auch mal reparieren ohne gleich den ganzen hof bekommen zu muessen. Eurem Schwiegervater muss auch gezeigt werden, dass euch am erhslt des Hofes was liegt. Er verlangt keiner hohe Summe hineinzustecken.
Sich um absolut notwendige sachen zu kümmer kann aber schon verlangt werden.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon elchtestversagt » Mo Jun 06, 2016 15:39

Der Schwiegervater wird hier aber nicht als das wahre "Problem" dargestellt, sondern eher die Schwiegermutter.
Und bei einer Vererbung hat auch sie was dazu bei zutragen...
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Re: Hofübergabe

Beitragvon T5060 » Mo Jun 06, 2016 15:57

Liegt am Wetter und an der Schwiegertochter ..... :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Mo Jun 06, 2016 16:25

Vielen Dank für eure Beiträge bis hierhin. Es ist gut zu hören, was ein neutraler Betrachter davon hält.

Wie gesagt, ich kenne mich zu wenig aus, weiß nicht mal, was mit Altenteilerleistungen gemeint ist...
Dass der Betrieb so keine Chance hat ist klar. Also so jedenfalls nicht. Mit der Kooperation mit dem Nachbarn und dem Jungvieh schon. Der Betrieb hält sich jetzt noch ganz gut durch Mastvieh, Anbau, Forstwirtschaft. Den Milchverkauf kann man ja schon seit Jahren nicht mitrechnen.

Nur einen Teil verpachten werden seine Eltern nicht zulassen. Mein Mann benötigt aber die Flächen für sein Lohnunternehmen. Er möchte zudem den Betrieb weiterführen. Anders eben.

Das Dach ist eine große Sache und wird nicht von uns repariert, wenn sich nichts an der Situation ändert. Im Vertrag ist auch festgehalten, dass alle baulichen Maßnahmen bei Auslauf des Vertrages in den Ursprungszustand zurückgebaut werden müssen. Daher auch keine Veränderung an der Aufstallung.

Es ist richtig, der Schwiegervater hat deutliche Anzeigen von Demenz. Seit er vor ein paar Jahren einen Unfall mit Jungbullen hatte (er meinte, einem 2 jährigen Jungbullen in einer Gruppe von 6 Stück auf die Beine helfen zu müssen und die Tiere gingen auf ihn los, schleuderten ihn durch den Laufstall), geht es mit ihm bergab. Eigentlich möchte er übergeben. Aber etwas, vielleicht seine Frau, hält ihn. Er kann auch so nicht loslassen. Selbst wenn der Hof übergeben wäre, könnte er wohl doch nicht akzeptieren, dass er nicht mehr "Chef" ist. Doch darauf würde ich es ankommen lassen.
Auch richtig, dass die Schwiegermutter der Klotz am Bein ist. Sie kommt aus einem Elternhaus, in dem die Erbsache auch nie geregelt wurde und die Geschwister mussten sich um das Erbe streiten. Das will sie auch bei ihren Kindern haben. Völlig unverständlich. Aber sie hat es 1:1 so gesagt.
Mit den Geschwistern wären wir uns einig. Die sahen den Hof schon immer als Ballast an, wollten nie etwas davon wissen. Ein Teil lebt weiter weg, der andere Teil liegt lieber auf dem Sofa als etwas zu tun (was keine Wertung darstellen soll).

Auch mir liegt etwas an dem Hof. Mit relativ wenig Einsatz könnte so viel erreicht werden.

Mein Mann und ich sind uns einig, deshalb haben wir ja auch gemeinsam das Haus gegenüber gekauft. Er konnte letztes Jahr nicht mitkommen. Meine Wohnung ist zu klein. Es war auch so, dass er sich darüber klar werden musste, dass es so nicht weitergehen konnte. Seit Monaten hat er es begriffen. Nun sind wir wieder in der Spur. Aber die Hofsache hält eben fest.

Der Tipp mit dem Steuerberater ist gut. Allerdings müssten wir hier erst mal einen suchen. Wir hatten einen vom Bauernverband, der seine Arbeit extrem schlecht gemacht hat. Durch ihn entstand ein größerer Schaden. Aufgrund dessen ist mein Mann dem Bauernverband auch abgeneigt.
Für mich persönlich ist es absolut klar, dass man einen externen Berater holen muss, dafür auch mal etwas Geld in die Hand nehmen muss. Aber das ist bei der Familie nicht so leicht. Nach außen hin muss immer alles glänzen. Es gibt keine Probleme! Da geht man auch nicht zum Arzt, egal wie schlecht es einem geht. Früher gingen die Schwiegereltern in die Kirche, heute nicht mehr. Der Pfarrer ist dunkelhäutig, das passt ihnen nicht.
Von daher ist es echt schwierig, jemand Externes ins Boot zu holen. Ich müsste das alleine organisieren. Aber wie gesagt, ich kenne mich zu wenig aus und bräuchte erst mal Hinweise, an wen ich mich wenden kann.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon emskopp33 » Mo Jun 06, 2016 17:15

Auch wenn die abgehenden Geschwister jetzt den Hof als Ballast ansehen; aber wenn der Tag X eintritt haben alle immer gern auf dem Hof oder den Eltern geholfen.
Meist war es das dann mit der Einigkeit... Da würde ich es nicht drauf ankommen lassen.

Abgesehen davon, würde ich mir so ein Spektakel nicht antun wollen bzw. mitmachen. Entweder gibt es eine klare Regelung die für beide Parteien passt, oder ich würde nicht lange warten und abziehen um mir was Vernünftiges eigenes aufzubauen. I-wann sind 10 Jahre weg, und wofür?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Welfenprinz » Mo Jun 06, 2016 17:34

Wenn deine Schwiegereltern unangemeldet in eure Wohnung latschen, gibt es nur einen, der da rechtzeitig versäumt hat, die Möbel quer zu rücken:

deinen Mann.
und der arbeitet soviel , damit er einen Anlass hat dem Konflikt aus dem Wege zu gehen.
Entweder er räumt auf und zwar einmal richtig oder es geht immer so weiter.

Mein bester Freund hat als seine Mutter einfach in seine Wohnung gelatscht kam sich auf seine Frau drauf geworden und beide haben ganz laut gestöhnt.
Danach hat die nie wieder einen Fuss unangemeldet da rein gesetzt. :mrgreen:
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Holmer 91 » Mo Jun 06, 2016 18:29

*Julia* hat geschrieben:Der Tipp mit dem Steuerberater ist gut. Allerdings müssten wir hier erst mal einen suchen. Wir hatten einen vom Bauernverband, der seine Arbeit extrem schlecht gemacht hat. Durch ihn entstand ein größerer Schaden. Aufgrund dessen ist mein Mann dem Bauernverband auch abgeneigt.


BBV-Leute haben für mich in solchen Angelegenheiten auch immer einen leichten beigeschmack.
Wer noch helfen könnte wäre evtl. ein sehr guter Bekannter oder Verwandter der Familie von deinen Schwiegereltern. Optimalfall wäre, wenn derjenige schon ne Übergabe hinter sich hat.
Knackpunkt ist aber, dass derjenige absolut vertrauenswürdig sein sollte, was solche Interna angeht, sonst macht es keinen Sinn.
Wenn sich so jemand auch nicht finden lässt bliebe noch ein Rechtsanwalt. Aber das man den einschaltet sollte man den Schwiegereltern evtl auch vorher mitteilen. Vllt in der Art: Ob sie mal die nächsten wochen Zeit hätten, ihr wollt nen Termin beim Anwalt machen, euch in der Übergabesache beraten lassen und hättet sie gerne mit dabei.
Wenn alles nichts hilft bleibt immer noch die Variante mit Komplettauszug und auslaufen lassen des Pachtvertrags zu drohen bzw. das ganze auch dann so durch zu ziehen.

mfg, Holmer
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Mo Jun 06, 2016 23:07

Eigentlich würde ich darauf wetten, dass die Geschwister nichts vom Hof wissen wollen. Aber wenn's um eine Auszahlung davon gehen würde, dann sähe es anders aus. Da würden alle die Hände aufhalten.
Daher sehe ich es als absolut wichtig an, dass die Geschwister nun auch endlich mal mit einbezogen werden. Ich hab's gerade heute nochmal nachdrücklich gesagt. Doch diese Familie kann nicht miteinander reden. Das fällt jedem Einzelnen schwer. Die Kinder bekamen nie so was wie Zuwendung in ihrer Kindheit, die Eltern demnach auch kein Vertrauen.

Klar, mein Mann hat jahrelang den Fehler gemacht, alles zu tolerieren und keinen Riegel vorzuschieben. Ehrlich gesagt, hat er mir nicht mal geglaubt, als ich ihm von den Bosheiten erzählt habe, die seine Mutter mir persönlich angetan hat. Doch als ich dann wegzog hat er es live miterlebt. Und seither ist bei ihm ein Schalter umgelegt. Aus diesen Gründen stellt er sich quer, besteht auf seine Rechte sowie auch seine Pflichten, seine Freiheiten. So kam der Wunsch nach einem Eigenheim zustande. Er ist sich der Probleme bewusst, die der Auszug mit sich bringen wird. DAS wird mit ein großer Knackpunkt in Sachen der Übergabe werden.

Doch muss ich auch aus meiner persönlichen Sicht sagen: Wenn der Umzug in das Haus gegenüber den Ausschlag gibt, dass der Hof nicht übergeben wird, dann wird das Wohnen ein Graus sein. Wir sind uns einig, dass wir nicht jeden Tag beim Verfall des Hofes zuschauen möchten, dass wir nicht täglich seine Eltern sehen möchten. Dennoch habe ich tief im Inneren die Hoffnung, dass gerade dieser Umzug ein Statement ist.

Ich selbst sage auch, man sollte seinen Eltern wirklich ganz deutlich machen, dass wir den Pachtvertrag auch einfach auslaufen lassen können. Aber sie sollten auch mit den daraus folgenden Konsequenzen konfrontiert werden. Vorher, nicht erst wenn es dann soweit ist. Deshalb möchte ich gerne dieses Aufrechnen vom Inventar, Zustand etc. des Hofes bei Abschluss des Vertrags und z.B. zum jetzigen Zeitpunkt. Wir wissen, dass sich die Schwiegereltern absolut nicht darüber im Klaren sind, dass sie meinem Mann dann ziemlich viel zurückzahlen müssten - was sie wahrscheinlich nicht können.
Zwar bin ich nicht der große Freund meiner Schwiegereltern. Aber ich habe etwas gegen Unfairness. Und ich hielte es nicht für fair, wenn man ihnen nicht vorher Konsequenzen aufzeigt. Es sind nicht die hellsten Leute. Sie haben eine minderwertige Schulbildung und haben auch so fast keine Ahnung vom "normalen" Leben. In meinen Augen sind sie wie große Kinder, denen man noch viel von der Welt zeigen muss. Das soll nicht meine Aufgabe sein, aber ich will nicht unfair handeln. Das machen die, weil sie es nicht besser/anders kennen.

Ein Gut-Zureden von Freunden oder Verwandten ist leider auch nicht drin. Die beiden Schwiegereltern leben in ihrer kleinen Welt, haben keinen Blick für die Außenwelt. Da kann leider keiner Ratschläge geben.
Interessant ist, dass ähnliche Situationen rund um uns herum schon stattfanden. Jedesmal sagte der Schwiegervater, die Anderen seien ja blöd, dass sie es so weit kommen lassen. Dass es aber in den eigenen vier Wänden nicht anders ist, realisiert er nicht.

Wie schon erwähnt, mein Mann hängt sehr an dem Hof. Seit 20 Jahren ist er sehr intensiv dabei. Er übernahm sofort eigenständig alle Feldarbeiten, sobald er die Fahrerlaubnis für den großen Traktor hatte. Sein Vater musste sich nicht mehr darum kümmern. Er baute eine Werkstatt auf dem Hof auf, lernte Landmaschinenmechaniker, reparierte alles auf dem Hof, steckte damals schon Geld in alles hinein. Natürlich wollte er das, auch wenn das für Außenstehende blöd klingt. Er hat schon immer Interesse für den Hof gezeigt. Seine Geschwister wollten das noch nie. Aber nun behaupten seine Eltern tatsächlich, er hätte doch nie wirklich Interesse gehabt. Sie machen das anhand der Arbeiten im Stall fest. Da hat er sich, zugegebenermaßen, zurückgehalten. Warum sollte er auch dort eingreifen? Das war von seinen Eltern abgedeckt, die Feldarbeit jedoch nicht. Seit zwei Jahren macht er einfach alles auf dem Hof. Das wird aber immer noch nicht anerkannt.
Doch, er möchte den Hof haben. Ich will nicht sagen "um jeden Preis", aber er wäre sehr verletzt, wenn seine Mühen und seine Leistungen nicht mit der Übergabe gewürdigt werden würden. So einfach ist es nicht, einfach alles hinter sich zu lassen und abzubrechen...
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Pinzgauer56 » Mo Jun 06, 2016 23:15

Weiss dein Mann Bescheid, wie du über seine Eltern denkst, u. hier schreibst, schäm dich was, ich würde dich gleich aus dem Haus jagen, .... !
Es sind nicht die hellsten Leute. Sie haben eine minderwertige Schulbildung und haben auch so fast keine Ahnung vom "normalen" Leben. In meinen Augen sind sie wie große Kinder, denen man noch viel von der Welt zeigen muss.

Ähhm, Julia, gibt´s keine Kinder, Enkel für die Übergeber ?.....( nächste Generation.... ? )
Du schreibst nix von deinen, euren Kindern, merkwürdig ? Du bist Ü 30, evtl. machen sich deine Schwiegereltern Sorgen ?, so primitiv sie ja deiner Meinung nach sind ! Wegen der 3. Generation !
Also, Ball flach halten, jeder schauen was machbar ist, nicht immer nur den Fehler anderer suchen.....
meint der Pinzgauer !
P.S. und wenn es nach deiner, eurer Meinung keinen Sinn macht, nächstes Jahr nach Ablauf Pacht, nix wie weg, wenn ihr das solange ( gemeinsam ) durchhaltet.... !
Bei der Leni, auf der Zenzi, überall ist dieser Pinzi... 8)
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Re: Hofübergabe

Beitragvon berlin3321 » Di Jun 07, 2016 4:50

Morjen....

Da kommen mir einige "Passagen" verdammt bekannt vor, z.T. vom Hörensagen, zum Teil aus eigenem Erleben.

Hofübergabe ja, aber Chef bleibt der Bauer. Streit und Zank weil nichts richtig gemacht wird...

Mit den Geschwistern muss geklärt werden wer was und wieviel im Erbfall bekommt und zwar mit notariellem Vertrag.

Denn diese Geschichte erlebe ich gerade. Meine Frau starb vor 2,5 Jahren mit 55. Auf die Frage nach Unterstützung bei der Pflege habe ich von den Geschwistern nicht mal ´ne Antwort erhalten. Aber nach dem Tod werden Forderungen gestellt die meilenweit von damaligen Besitzstand entfernt sind.

Es wird nur die Aktiva gesehen, man verlangt eine Aufstellung der persönlichen Wertgegenstände (bedeutet im Klartext: Jedes T- Shirt, Hose, etc). Die Passiva interessieren nicht, es wird um 20 € gestritten (Trinkgeld für den Pfledienst), jegliche Kosten die durch die Pflege entstanden sind mein Privatvergnügen.

Bezüglich der jetzigen Situation, Julia: Finger weg, Pacht auslaufen lassen...so bitter wie es ist, zusehen wie alles verfällt und dann ggfs. zuschlagen.

Gibt hier übrigens so einige Fred´s die genau die gleichen Zustände schildern die Du auch beschreibst....und nicht wenige die genau das gemacht haben, den "Alten hängen lassen" und damit die Kuh vom Eis bekommen haben.

Viel Glück....

MfG Berlin

Edit: Guck mal hier:

14-jahre-nun-ist-schluss-t65533.html

Ist so ziemlich eure Situation. Nicht 1:1 aber man erkennt mehr als eine Parallele.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Estomil » Di Jun 07, 2016 9:24

Zunächst einmal zu den wenig schmeichelhaften Äusserungen zu den schwiegereltern:
Wir sind hier in einem anonymen Forum weswegen hier auch Aussagen erlaubt sein sollten die eventuell verletzten sind. Hier gibt's die Möglichkeit ähnlich eines sorgentelefons mal nen paar Sachen loszuwerden. Das sollte man so hinnehmen. Ich finde genauere Beschreibungen auch recht hilfreich da man nur so Lösungsansätze erarbeiten kann. Zudem schreibt Julia ja in keinerweise boshaft sondern eher beschönigend.

Zum Thema hof.
Es wäre mal sinnvoll überhaupt eine finanzübersicht des Hofes zu haben. Haben die schwiegereltern schulden? Wenn ja wie hoch? Wieviel Fläche ist eigentum und wieviel ist pacht? Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die familären Probleme massiv mit der Finanzlage zusammenhängen. Deswegen auch der Vorschlag mit dem steuerberater.

Vor einigen Jahren war mein grossvater ebenfalls nicht mehr in der Lage seinen kleinen hof zu halten (10ha). Mit einer seiner Tochter hatte er sich bereits 15 Jahre zuvor unwiederruflich zerstritten. Wie der Hof finanziell dastand wusste niemand. Erst als es gesundheitlich massiv bergab ging liess er zu, dass meine Mutter mal den Betrieb genauer unter die Lupe nehmen konnte. Um es kurz zu machen. Wir haben ne huebsche Summe in die Tilgung der Verbindlichkeiten gesteckt, haben massiv in instandhaltung investiert, eine Mietwohnung ausgebaut und einiges mehr. Ab dem Tag der hofübergabe waren füer meine grosseltern das erstemal überhaupt die Sorgen verschwunden. Heute trägt sich Dank der mieteinahmen und nen paar anderen Sachen der Hof inkl. Der altenteilsleistungen selbst. Wir verdienen zwar nicht am hof und haben zudem Geld reingesteckt, er beleibt aber erhalten und wird zukünftig was abwerfen.

Ich glaube heute noch fest daran, dass mein grossvater die Übernahme nur zuliess, nachdem wir ihm einen kleinen Einblick über unsere Finanzkraft gegeben haben und meine Mutter zudem sehr sehr schnell System und Übersicht in die Buchhaltung gebracht hatte. Das hat den alten Herren tief beeindruckt.

Auf unserem stammbetrieb haben meine Frau sowie meine Eltern keine finanziellen geheimnisse. Jeder von uns Vieren hat Zugriff auf alle konnten! Wenn's uns finanzielle geht, wird private Eitelkeit und Gier ganz hinten angestellt. Der Betrieb wurde so strukturiert, dass das Optimum an steuerlast fuer das gesamtgebilde erreicht werden kann. Und ich kann dir sagen, dass da dann auch mal hübsche Summen von a nach b fliessen. Nen Kredit aufnehmen obwohl beim Senior massig barvermögen vorhanden ist wäre für uns undenkbar. Hohe altenteilsleistungen von mir an die alten zahlen? Gern wenn man Steuern spart! Ne pv anlage dem Senior deutlich über dem buchwert abkaufen? Na klar doch wenn man dafüer die betriebsaufgabe im ganzen Nutzen kann.

Ich kann hier jedem garantieren, dass durch solches gemeinsames Handeln locker in jeder Generation 500000-1000000 Mio Euro mehr verdient werden kann!

Eure Aufgabe muss sein den alten klar zu machen, dass nur mit euch der Hof weiter existieren kann und weiter aktiv bleibt oder sogar zu neuer Blüte erwacht. Gebt den alten einen Einblick was aus dem nichts erschaffen werden kann und was noch möglich wäre!
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