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Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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39 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon carraro-holzer » Fr Okt 18, 2019 19:57

Obelix hat geschrieben:
thoka1 hat geschrieben: … Ich habe noch Fichtenbestände die ich gerne durchforsten möchte. Was auch sinnvoll ist.
Bekommt man Frischholz noch los?

Ich finde es asozial, jetzt ohne Not Frischholz einzuschlagen.
Bei uns in der Gegend vergammeln Unmengen von fertig aufgearbeiteten Holz auf Poltern.
(d.h. Fäll-, Entastungs- und Rückekosten wurden von den Waldbesitzern in Vorleistung
gezahlt, und es kommt kein Holzverkaufserlös rein)

Und Du willst noch zusätzlich frisches Holz auf den Markt werfen?

Mir fehlen die Worte für so ein Verhalten.



Obelix hau mal nicht so aufm Putz wenn du die Gegebenheiten nicht kennst.
Unsere kleineren Sägewerke in der Gegend wollen kein Käferholz. Warum?
Weil die Zimmereien beliefern und die Zimmereien ihren Kunden auch kein blaues Holz verkaufen können.
Unsere regionalen Säger wollen frisches, gesundes Holz. Am liebsten lang ausgehalten und
zahlen auch annehmbare Preise dafür.
Willst du jetz dein vergammeltes Käferholz durch die halbe Republik fahren und es
unseren Sägern zwangs verkaufen?
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Okt 18, 2019 21:23

Die Staatsforsten haben hier die Woche schon Frischholzeinschlag gemacht und nicht gerade wenig.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Südheidjer » Fr Okt 18, 2019 21:35

Von unserer FBG gab's schon Anfang des Jahres (oder war es Ende letzten Jahres) die Mitteilung, daß möglichst jeder die nächste Zeit vom (geplanten) Holzmachen absehen sollte, da der Markt übersättigt ist. Die LWK veröffentlicht seit Anfang des Jahres auch keine Preisinformationen mehr, da der Markt aktuell recht "turbulent" ist:

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/forstwirtschaft/nav/292/article/34058.html
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon NAJA » Sa Okt 19, 2019 7:51

Obelix hat geschrieben:
thoka1 hat geschrieben: … Ich habe noch Fichtenbestände die ich gerne durchforsten möchte. Was auch sinnvoll ist.
Bekommt man Frischholz noch los?

Ich finde es asozial, jetzt ohne Not Frischholz einzuschlagen.
Bei uns in der Gegend vergammeln Unmengen von fertig aufgearbeiteten Holz auf Poltern.
(d.h. Fäll-, Entastungs- und Rückekosten wurden von den Waldbesitzern in Vorleistung
gezahlt, und es kommt kein Holzverkaufserlös rein)

Und Du willst noch zusätzlich frisches Holz auf den Markt werfen?

Mir fehlen die Worte für so ein Verhalten.


Servus,

schick mir bitte eine Mail, wann dir der Preis wieder hoch genug ist :lol: n8

Vielleicht sollte man sich Gedanken machen über den Vermarktungsweg.
Langholz ist bei uns gut vom Preis und um meine Käferlöcher mache ich noch einen Ring weg zur Sicherheit.

Nicht Bewirtschaften und Käfer züchten ist assozial!

MFG
Zuletzt geändert von NAJA am Sa Okt 19, 2019 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon thoka1 » Sa Okt 19, 2019 19:40

Das ist aber genau unser Problem warum wir so viele Käfer haben. Weil Ihr eure Bestände nicht durchforstet und auslichtet. Würden alle hier ordentlich Wirtschaften dann gäbe es weniger Käfer.
Hab gestern die Info vom Lokalen bekommen: Kiefer analog letztes Jahr und frische Fichte auch. Hab nun mal 30Fm Fichte und 20 Kiefer angemeldet.
MFG thoka
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon wald5800 » Sa Okt 19, 2019 20:41

[quote="thoka1"]Das ist aber genau unser Problem warum wir so viele Käfer haben. Weil Ihr eure Bestände nicht durchforstet und auslichtet. Würden alle hier ordentlich Wirtschaften dann gäbe es weniger Käfer.

Das kann man nicht so stehen lassen den Vorwurf!
Wenn man sich so umsieht in der Umgebung, trifft der Käfer genauso auch solche Betriebe, die auch dahinter sind mit der Waldpflege! Das hat mit auslichten sehr wenig zu tun! In meiner näheren Umgebung gab es viel Schneebruch (Seehöhe um die 1000 m). Aber interessanterweise ist dort kein Käferbefall zum erkennen, obwohl die Bäume noch kreuz und quer drinnen liegen. Die Umgedrückten sind schon dürr, daneben sind die gesunden Fichten. Kommen einfach nicht nach mit dem aufarbeiten. Generell sind wir "noch" verschont von dem Schädling abgesehen von einzelnen Bäumen. Aber 20 km weiter schauts nicht mehr so schön aus. Aber noch immer besser als im Donauraum ab Passau abwärts!
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon xaver1 » So Okt 20, 2019 10:09

Ich würde auch meinen, das durchforstete (oder von Schneebruch ausgelichtete) Bestände durch weniger Wasserkonkurenz etwas länger durchhalten, ob 1,2 oder 5 Jahre weiß ich auch nicht. :?

mfg
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Staffelsteiner » So Okt 20, 2019 11:13

Ich habe auch ca 120 Fm sich schon verfärbende bzw nicht mehr zu rettende Fichten rausmachen lassen..... (wurden noch mit als Frischholz vermarktet)....
Teils waren Sie vom Kupferstecher befallen, teils waren es Trockenschäden... L
letztlich half eben alles zusammen.... ohne Wasser kein Leben !
Da tut einem das Herz weh. Drei Generationen pflegten den Wald und die schönen Fichten hoch und dann werden sie plötzlich dürr und sterben ab.....
Einige hätten sogar für die Submission getaugt... Aus Zeitgründen habe ich sie von einem Unternehmen rausmachen und rücken lassen....
Vermarktet wurden sie von der WBV..... Kürzlich erhielt ich die Abrechnung .... Nach Abzug der Fällungs- und Bergekosten verbleiben ca. 1,- € pro Festmeter im Durchschnitt.

Überall in den Wäldern bei uns lagern riesige Holzpolder.....
Wenn da noch jemand glaubt, noch gesundes Frischholz einschlagen zu müssen, handelt er verantwortungslos und ist ihm nicht zu helfen...
(Ich hätte vielleicht besser die Fichten stehen lassen sollen, denn da wären diese besser aufgehoben als bei Lagerung auf den Bodenklima....) Und für 1 Euro hätte ich diese vielleicht später immer noch verkaufen können.....
Schlimmer bzw. schlechter es wohl nicht mehr werden.... (und vielleicht wären es ja auch noch Höhlenbäume geworden.)
Ich wünsche nur den jetzigen manischen Frischholzmachern "angepasste" Verkaufserlöse.....
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Staffelsteiner » So Okt 20, 2019 11:32

Stoapfälzer hat geschrieben:Die Staatsforsten haben hier die Woche schon Frischholzeinschlag gemacht und nicht gerade wenig.


Die Staatsforsten haben ja wohl entsprechende Vorverträge mit Festpreisen mit ihren Abnehmern abgeschlossen...
Da müssen die ja dann liefern und werden das auch zu den damaligen Preisen tun....
Aber ich glaube nicht, dass die Frischholz zu den jetzigen Preisen verarkten......
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Obelix » So Okt 20, 2019 12:09

carraro-holzer hat geschrieben: … Unsere kleineren Sägewerke in der Gegend wollen kein Käferholz. …

Was definiert man als Käferholz?
Wenn man den Käfer frühzeitig erkennt (Bohrlöcher, Bohrmehl usw.), hat das Holz keine bzw. kaum
Verfärbungen. Ist es dann kein "Käferholz"?

carraro-holzer hat geschrieben: … Unsere regionalen Säger wollen frisches, gesundes Holz. Am liebsten …

Wir haben eine sehr dramatische Situation.
Mit enormen Verlusten bei den Waldbesitzern.
Da geht es nicht um "wollen" und "am liebesten", sondern bei vielen Waldbauern um das nackte Überleben.
Die laufen in die Insolvenz. Auch viele Landwirte, bei denen der Wald als Nebeneinkunft den Hof mitgetragen
hat, funktioniert die Selbständigkeit nicht mehr, weil die Einnahmen aus Forst fehlen. Da geht es um die
Existenz.

Richtig ist, das die Säger einen gewissen Anteil an frischem Holz benötigen. Den bekommen sie aber bei den
Harvester-Rundumschlägen, die überall stattfinden, eh mit.

carraro-holzer hat geschrieben: … Willst du jetzt dein vergammeltes Käferholz durch die halbe Republik fahren und es
unseren Sägern zwangs verkaufen?

Ich bin mit der Aufarbeitung dicht dran und habe i.d.R. kein vergammeltes Käferholz.
Der Käfer muss schnell erkannt werden und dann muss kurzfristig gehandelt werden.
Das vergammelte Käferholz, wie Du es nennst, bzw. das vergammeln von aufgearbeitetem Holz im Wald
muss möglichst vermieden werden. Das erreicht man nur, wenn am Markt Nachfrage vorhanden ist und
kurzfristig abgefahren bzw. weiterverarbeitet wird. Da kann man Frischeinschlag nicht gebrauchen.

Findest Du das richtig, das meine Säger Käferholzerzeugnisse nicht los bekommen, weil Dein Säger von
Dir Frischholz bekommt und damit am Markt vorteilhafter dastehen kann? Das kann es in der momentanen
Situation ja nicht sein.
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon NAJA » So Okt 20, 2019 12:50

Staffelsteiner hat geschrieben:Wenn da noch jemand glaubt, noch gesundes Frischholz einschlagen zu müssen, handelt er verantwortungslos und ist ihm nicht zu helfen...
(Ich hätte vielleicht besser die Fichten stehen lassen sollen, denn da wären diese besser aufgehoben als bei Lagerung auf den Bodenklima....) Und für 1 Euro hätte ich diese vielleicht später immer noch verkaufen können.....
Schlimmer bzw. schlechter es wohl nicht mehr werden.... (und vielleicht wären es ja auch noch Höhlenbäume geworden.)
Ich wünsche nur den jetzigen manischen Frischholzmachern "angepasste" Verkaufserlöse.....


Servus,

wer Käferbäume stehen lassen will, weil bei ihm ja e alles zu spät ist, ist nicht "assozial" ? (das Wort nur weil es im Zusammenhang gefallen ist)
Genau das sind die Probleme der Waldbesitzer.
Zuviele machen zuwenig, zu spät, reden aber schlau! (Ist nicht persönlich gegen dich gerichtet)


Wenn ich die Geschichten z.T. aus dem Bekanntenkreis höre, nur noch zum kot... :oops:
Auszüge:
"Ich mache in jetzt in Wertholz und Naturwald, mit dem Pferd gerückt, nachhaltig, bla bla ... Elsbeere ". " Ach ja Plenterwirtschaft sowieso, das heißt ich entnehme nur so viel wie nachwächst!" :lol:
Der Herr war aber jetzt 2 Jahre gar nicht draußen und musste heuer erst wieder Schutzusrüstung kaufen.
"Gehst du schon wieder ins Holz ? Ich muss jetzt auch langsam mal die Gipfel vom Schneedruck rausziehen" . Ende August n8
"Ich geh gar nicht erst raus, sonst muß ich mich nur ärgern."
"Wenn ich jetzt Holz machen lasse zahle ich sowieso drauf, mach ich im Winter" Is da was anders ? "äääh, ja, äääh, Winter"
"Der Wald wurde vererbt, die Kinder wohnen irgendwo, der Nachbar ruft dann schon an"
"Das mit so Rückewagengemeinschaften klappt sowieso nie, ich muß dann arbeiten wenn ich Zeit habe, immer Stress, Beruf, Familie ..." Braucht dann 6 Wochen für 3 Käferbäume, mit dem alten Eicher an 3 ganzen Samstagen.
"Ich bekomme nur die Hälfte pro m2, aber wir haben schon immer an XY verkauft."
"Ich habe schon genug Brennholz zuhause und Holz haben wir noch nie verkauft, da kriegt man e nix und wird nur beschissen, lieber lass ich es verfaulen"

Mein Favortit: "Im Sommer geht man nicht ins Holz! Ist auch zu warm / Der Förster hat mich gelobt wegen dem vielen Todholz / Da fällt die Rinde runter, den kann ich stehen lassen, da ist der Käfer schon weg"

Aber hier im Forum is es z.T. schlimmer.

MFG
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Falke » So Okt 20, 2019 13:50

Wenn ich (wie jetzt) zu einer Viertel-LKW-Fuhre Käferholz, das sich aus meiner und aus vielen umliegenden Nachbarsparzellen über den Sommer angesammelt hat,
den Rest auf eine ganze Fuhre mit Frischholz aus großteils kränkelnden oder zu dicht stehenden Fichten ergänze, fühle ich mich nicht asozial! Sollte ich?

Außerdem regelt das der Markt. Ich wäre ja ein Depp, wenn ich für die trotz allem noch guten 80 € / Fm mehr Frischholz als unbedingt nötig fällen würde, wenn in
paar Jahren möglicherweise wieder 100 € oder mehr zu erzielen sein werden. Oder wäre es vernünftig, die Gunst der Stunde verstärkt zu nutzen, und möglichst viel
Holz noch als Frischholz zu vermarkten, ehe auch hier bei mir die Käferproblematik voll zuschlägt und die Preise verfallen?

Fragen über Fragen.

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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Kupferstecher93 » So Okt 20, 2019 14:12

Ich habe nicht vor heuer größere Mengen Frischholz zu schlägern, Käferbäume hab ich nicht (zum Glück).
Preisniveau ist ähnlich wie bei Falke. Käferholz ist Ramsch, leider auch dann, wenn noch nicht verfärbt, frühzeitig erkannt und aufgearbeitet. Da machen die Holzhändler und Sägewerke keinen Unterschied, sobald es Anzeichen vom Käfer gibt wird runter Klassifiziert. Fördert auch nicht gerade die Disziplin der Waldbesitzer, wenn ich für frühzeitig erkanntes Holz noch den vollen Preis bekomme, dann ist klar das ich mich auch mehr bemühe die Käferbäume schnell zu erkennen bzw. aufzuarbeiten.

Man muss den Holzmarkt schon in gewisser Weise regional auch betrachten. In den großen Käferschadensgebieten ist derzeit Ausnahmezustand. Trotz allem sollte es den Markt in Deutschland nicht tangieren, wenn Falke in Kärnten Frischholz macht. Gerade kleine Sägewerke, die Bauholz für regionale Zimmerer schneiden sind auf kontinuierliche Lieferungen von frischem, regionalen Langholz angewiesen. Denen hilft ein billiges Tschechisches Käferholz mit 3/4m Fixlängen nicht weiter, auch wenns geschenkt wäre. Sicher sind das Randerscheinungen am Holzmarkt, aber gerade darauf sollten sich die kleinen Waldbesitzer konzentrieren. Ein Holzhändler in meiner Nähe bezahlt derzeit für Fichten ab 5a, B Qualität 113€, da soll mir einer sagen dass frisches, Hochwertiges Holz keine Nachfrage hat...
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon xaver1 » So Okt 20, 2019 14:48

@Kupferstecher93
Der N..h...r hat Verträge mit Fensterherstellern, Parkettproduzenten, ....der muß liefern.
Wird Zeit, das blaue Holzfenster in Mode kommen, beim Parkett ist die Untenansicht auch relativ egal, nur wenn der m2 Parkett 3-stellig kostet, soll auch die Untenansicht hell sein.

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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon carraro-holzer » So Okt 20, 2019 16:39

Der Harvester darf also Frischholz einschlagen aber ich nicht?
Ich hab einen kleinen Fleck, der endgenutzt werden sollte, Naturverjüngung da,
ringsum schon Käfer. Der Fleck kommt jetz weg. Ich und der Falke fühlen uns asozial, Asche
auf unser Haupt.
Du könntest ja eine Volksbegehren starten dass alle Sägewerke gezwungen werden
nur noch Käferholz zu verarbeiten und wenn regional nicht genug verhanden dann müssen sie
es eben von 500 km herholen.

Obelix hat geschrieben:Richtig ist, das die Säger einen gewissen Anteil an frischem Holz benötigen. Den bekommen sie aber bei den
Harvester-Rundumschlägen, die überall stattfinden, eh mit.

carraro-holzer hat geschrieben: … Willst du jetzt dein vergammeltes Käferholz durch die halbe Republik fahren und es
unseren Sägern zwangs verkaufen?

Ich bin mit der Aufarbeitung dicht dran und habe i.d.R. kein vergammeltes Käferholz.
Der Käfer muss schnell erkannt werden und dann muss kurzfristig gehandelt werden.
Das vergammelte Käferholz, wie Du es nennst, bzw. das vergammeln von aufgearbeitetem Holz im Wald
muss möglichst vermieden werden. Das erreicht man nur, wenn am Markt Nachfrage vorhanden ist und
kurzfristig abgefahren bzw. weiterverarbeitet wird. Da kann man Frischeinschlag nicht gebrauchen.

Findest Du das richtig, das meine Säger Käferholzerzeugnisse nicht los bekommen, weil Dein Säger von
Dir Frischholz bekommt und damit am Markt vorteilhafter dastehen kann? Das kann es in der momentanen
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