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Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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39 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon DST » So Okt 20, 2019 18:28

Asozial?

Es wird immer einen Menschen geben dem man es nicht Recht machen kann.


Bis jetzt hatte ich überschaubare Dürre- und Käferschäden, aber das was noch steht ist durchweg nicht mehr gesund und hat die besten Zeiten hinter sich.

Bei den Nachbarn sieht es teils noch schlechter aus.
Es ginge schneller die paar noch wirklich vitalen Fichten zu zählen...

Die WBV kommt mit dem Harvester nicht mehr nach, dann liegen die Polter noch monatelang bis zur Abholung.

Auch wenn es 2020 durchgehend regnen würde, haben wir in unserem Raum enorme Folgeschäden der letzten Jahre zu erwarten.

Vor zwei Wochen habe ich alleine als dem Auto heraus beim einem Nachbarn 70 und beim andern 20 wieder frisch abgestorbene Fichten zählen können.
Aber bei dem einen liegt noch Holz von Ostern. :-(

Es ist bei mir bis jetzt nur das eine Waldstück betroffen, und es ist auf die nächsten Jahre absehbar dass das Ende naht.

Anstatt Scheibchenweise den Totengräber zu spielen, und ständig und Umständlich absterbende Einzelbäume zu entnehmen, die aufgrund der Kleinmenge nicht mal mehr abgeholt werden, werde ich bei passendem Preis auch Frischholz verkaufen.

Wenn ein anständiger Preis geboten wird dann heißt das, dass der Säger Frischholz braucht.

Der Säger wäre doch dämlich wenn er teueres Frischholz kauft, wenn er seinem Kunden auch mit deutlich günstigeren Käferholz bedienen könnte.

Wer sowas Asozial nennt der hat keine Ahnung von freier Marktwirtschaft.

Steigt der Preis für Frischholz dann ist auch Bedarf da.


Bei dem Preis wie ihn Adi bekommt würde ich nicht lange fackeln, da lägen dann zwei Züge Langholz.


In beinahe jedem Thread wo es um Anschaffungskosten von Forstmaschinen und Geräten geht wird auf der Wirtschaftlichkeit herumgetrampelt.

Wo ist es denn wirtschaftlich auf das offensichtliche Absterben der Fichten zu warten und dann das Holz zum Schleuderpreis zu verschenken,
wenn man mit gleichem Aufwand das Holz als Frischholz zu einem deutlich besseren Preis vermarkten kann?

Was ist daran Asozial???


Der Säger wird sein Frischholz bekommen. Zur Not kommts aus dem Ausland.


Zur Klarstellung:
Ich rede nicht von Panikverkäufen sondern von Holz das Augenscheinlich nicht mehr zu retten ist.

Dies ist bei mir nur auf einem von neun Flurstücken der Fall.

Auf diesem einen Flurstück werde ich bei einem vernünftigen Frischholzpreis definitiv Langholz machen, anstatt nur zuzuschauen.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
DST
 
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Obelix » So Okt 20, 2019 18:46

carraro-holzer hat geschrieben: … Der Harvester darf also Frischholz einschlagen aber ich nicht? …

Natürlich darf der Harvester auch kein Frischholz einschlagen. Nur kann man in der Praxis bei den Mengen,
die hier in Deutschland derzeit anfallen, nicht jeden einzelnen Stamm sichten und markieren. Dafür gibt
es gar nicht genug Leute.

Ich stelle immer wieder fest, dass selbst Fachleute überhaupt nicht wissen und sich überhaupt nicht
annähernd vorstellen können, was hier bei uns in Deutschland an Käferschäden derzeit abgeht.
Wir haben demnächst hier überhaupt keinen Fichtenwald mehr!

Dann hast Du Dein frisches Holz ohne Not für 80 €/fm. verkauft und könntest 150 oder 200 €/fm.
bekommen. Wenn Du noch 2-3 Jahre mit Deiner Verjüngung gewartet hättest.

carraro-holzer hat geschrieben: … Ich hab einen kleinen Fleck, der endgenutzt werden sollte, Naturverjüngung da,
ringsum schon Käfer. Der Fleck kommt jetz weg. …

Es kommt doch bei der Endnutzung nicht auf 1 oder 2 Jahre an.

carraro-holzer hat geschrieben: … und wenn regional nicht genug verhanden dann müssen sie es eben von 500 km
herholen. …

Wo ist das Problem mit einem Transport von 500 km, wenn es ansonsten verrotten würde?
Wir haben heute Weltmärkte.
Viel Holz bei uns geht nach China oder ins Baltikum. Warum soll man keine 500 km transportieren können?

Im übrigen erledigt sich das Ganze von selbst. Wie will Dein Säger mit 80 € kalkulieren, wenn bei uns mit
30 - 40 € eingekauft wird? Der schießt sich doch selbst die Lichter aus, wenn er nicht günstiges Käferholz
nutzt.
Obelix
 
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon dappschaaf » So Okt 20, 2019 18:53

Hallo,

hier der Bericht der Baysf von der Bilanzpressekonferenz.
https://www.baysf.de/de/ueber-uns/zahle ... -2019.html

Interressante Zahlen...

Gruß
Dappschaaf
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon carraro-holzer » So Okt 20, 2019 19:02

Na klar werd ich noch warten, ringsrum Käfernester. Ich könnt den
Käfer ja auch gleich zum Tee einladen.
die 150-200 Euro sind auch nur reine Spekulation. Ich glaube nicht dass
in 2 Jahren kein billiges Holz mehr aus Tschechien kommt.

Dann hast Du Dein frisches Holz ohne Not für 80 €/fm. verkauft und könntest 150 oder 200 €/fm.
bekommen. Wenn Du noch 2-3 Jahre mit Deiner Verjüngung gewartet hättest.



Im übrigen erledigt sich das Ganze von selbst. Wie will Dein Säger mit 80 € kalkulieren, wenn bei uns mit
30 - 40 € eingekauft wird? Der schießt sich doch selbst die Lichter aus, wenn er nicht günstiges Käferholz
nutzt.[/quote]

Du kapierst es ned oder? Hier hat jedes 2te Haus einen Sichtdachstuhl, die wollen
halt schönes Holz haben. Außerdem sieht mann ja wie lang die Käferpolter liegen.
Ein Bekannter von mir hat sein Frischholzpolter nach 2 Tagen abgeholt gehabt, 5km
ins Sägewerk, so solls gehen
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Obelix » So Okt 20, 2019 19:32

DST hat geschrieben: … Es ist bei mir bis jetzt nur das eine Waldstück betroffen, …

Ja, die Betroffenheit des Einzelnen ist extrem unterschiedlich.
Daher kann ich Deine bzw. Falkes Auffassung auch verstehen.

DST hat geschrieben: … Bei dem Preis wie ihn Adi bekommt würde ich nicht lange fackeln, da lägen dann zwei Züge Langholz. …

Das beim eigenen Portemonnaie die Solidarität aufhört - ist so. Hab ich kein Problem mit.

Nur 2 Punkte:

a.) Jeder LKW Frischholz, irgendwo eingeschlagen wird, hat einen LKW Käferholz der vergammeln wird, zur Folge.
Und damit 1 LKW-Ladung Totalverlust zzgl. bereits gezahlter Fäll-, Rücke- und Aufarbeitungskosten des Waldbesitzers.

Überlegt Euch am eigenen Leib was das bedeutet. Ihr habt 20 - 25 €/fm. also 700 - 1.000 € fürs aufarbeiten vorgeschossen und
bekommt Null Einnahme, da die Ladung nicht vermarktet bzw. abgeholt wird.

b.) Welchen Vorteil haben die Frischholzeinschläger? Die bekommen doch in Zukunft viel mehr Geld als heute für Ihre Ware.

DST hat geschrieben: … Wo ist es denn wirtschaftlich auf das offensichtliche Absterben der Fichten zu warten und dann das Holz zum
Schleuderpreis zu verschenken, wenn man mit gleichem Aufwand das Holz als Frischholz zu einem deutlich besseren Preis
vermarkten kann? …

Wenn einige mehr unter den Waldbesitzern so eine Denke hätten, würde der Frischholzpreis zusammenbrechen.
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Obelix » So Okt 20, 2019 19:44

carraro-holzer hat geschrieben: … Du kapierst es ned oder? Hier hat jedes 2te Haus einen Sichtdachstuhl, die wollen
halt schönes Holz haben. …

Bei uns geht das meiste Holz in die Fertighausindustrie, in die Leimbinderproduktion
oder KVH-Holzproduktion (Kronstruktionsvollholz, keilverzinkt verlängert usw.).

Da spielt Farbe eine nachrangige Rolle oder kann rausgeschnitten werden.

Die Frage ist, ob Sichtdachstuhl in schönem Holz noch zeitgemäß ist oder eher als
Umweltschädigung angesehen werden muss.

carraro-holzer hat geschrieben: … Außerdem sieht mann ja wie lang die Käferpolter liegen.
Ein Bekannter von mir hat sein Frischholzpolter nach 2 Tagen abgeholt gehabt, 5km
ins Sägewerk, so solls gehen.

So muss es gehen. Wenn Käferholz schnell aufgearbeitet und abgefahren wird, ist eine
WIN-WIN-Situation für Waldbesitzer und Säger.
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon DST » So Okt 20, 2019 20:37

Obelix hat geschrieben:

DST hat geschrieben: … Bei dem Preis wie ihn Adi bekommt würde ich nicht lange fackeln, da lägen dann zwei Züge Langholz. …

Das beim eigenen Portemonnaie die Solidarität aufhört - ist so. Hab ich kein Problem mit.

Nur 2 Punkte:

a.) Jeder LKW Frischholz, irgendwo eingeschlagen wird, hat einen LKW Käferholz der vergammeln wird, zur Folge.

b.) Welchen Vorteil haben die Frischholzeinschläger? Die bekommen doch in Zukunft viel mehr Geld als heute für Ihre Ware.

DST hat geschrieben: … Wo ist es denn wirtschaftlich auf das offensichtliche Absterben der Fichten zu warten und dann das Holz zum
Schleuderpreis zu verschenken, wenn man mit gleichem Aufwand das Holz als Frischholz zu einem deutlich besseren Preis
vermarkten kann? …

Wenn einige mehr unter den Waldbesitzern so eine Denke hätten, würde der Frischholzpreis zusammenbrechen.



Wenn der Säger zwingend Frischholz für seine Aufträge benötigt dann hilfts nicht wenn überall Käferholz rumliegt.
Zum Apfelsaft Pressen braucht man Äpfel. Da verrotten dann die Birnen auch.

Ich sehe keinen Solidaritätskonflikt.

Wer hat etwas davon wenn ich im Winter 19/20 kränkelndes aber noch Gewinnbringendes Frischholz NICHT verkaufe, dieses Holz dann aber im Sommer '20 zusätzlich mit auf den fast wertlosen Käferberg kommt.?

Beim Preis meine ich aber die von Adi genannte Richtung von ~80€.

Liegt der Preis für Frischholz nur wenig über Käferholz dann ist es sinnvoller die Bäume stehen zu lassen.

Gesunde Fichten in Käferfreien Waldstücken bleiben bei mir für die wünschenswerte hochpreisige Zukunft.
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon Kormoran2 » So Okt 20, 2019 20:42

Ich denke, beide Parteien hier haben teilweise Recht. Weil eben die regionalen Unterschiede auch unterschiedliches Marktverhalten bewirken.

Man könnte ja denken, dass man knappes Frischholz auch durch Käferholz teilweise substituieren kann. Ich führe damit mal einen wichtigen Begriff in die Diskussion ein. MUSS es denn überall immer Frischholz sein? Ok, bei Sichtdachstühlen ist das klar. Aber mancher Bauherr wäre vielleicht bereit, den Dachstuhl um 30 % günster zu bekommen, wenn er ihn später sowieso in weiß streicht. Beim Konstruktions-Vollholz spielt die Bläue auch keine Rolle, bei den Leimbindern auch nicht.

Dann ist zu überlegen, wie man auf die anzunehmende zukünftige Entwicklung reagieren sollte. Sollte man da, wo noch gut bezahlt wird, so viel wie möglich auf den Markt werfen, weil es ja wohl in Zukunft alles ganz schlimm wird? Ich denke, man vergrößert damit nur die Panikverkäufe und ist somit selbst schuld an sinkenden Holzpreisen.

Sollte man sich absolut solidarisch verhalten, kein unnötiges Frischholz einschlagen, damit dann die Preis für andere Holzanbieter noch schön hoch bleiben? Und die lachen sich dann ein Loch in den Bauch über dein Verhalten und gehen mit dem Harvester dran und machen tabula rasa?

Jeder muß das für sich entscheiden. Ich sehe auch, dass dort, wo der Staat Käferschäden beseitigt, anschließend totaler Kahlschlag ist. Das wäre sicherlich nicht nötig gewesen. Wir gucken ständig nach Käferbäumen. Sehen wir 3 Käferbäume, werden die schnellstens entfernt und vielleicht noch 5 Stück drumherum. Aber wir machen keinen Kahlschlag. Warum macht das aber der Staatswald? Ich sage es deutlich: Weil da Beamte am Werk sind. Herzlose Typen, die sich die Arbeit einfach machen und die die Not der kleinen Waldbauern nicht interessiert. Und wenn der Staatswald sogar Verlust dabei macht - ist den Beamten egal. Der Staat springt dafür ein.

Ein privater Waldbesitzer denkt da ganz anders. Da wird um jeden verloren Stamm gekämpft. Warum? Weil die Hoffnung als letztes stirbt. Die Hoffnung, noch einige Waldflächen in die Zukunft retten zu können und dann gut zu vermarkten. Und der private Waldbesitzer - soweit er engagiert ist - steht mit Tränen in den Augen in seinem Wald. Der staatliche Forstbeamte aber guckt auf die Uhr, wann endlich Feierabend ist.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Holzeinschlag Fichte/Kiefer in 2019 sinnvoll

Beitragvon xaver1 » Mo Okt 21, 2019 9:15

@Obelix
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Hier wird die regionale Lage von Ö beschrieben.

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