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Hordengatter

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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64 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Hordengatter

Beitragvon WupperFuchs » Do Jan 28, 2021 19:35

Wegen der Nachfrage mache ich hier mal ein neues Thema auf.
Wir bauen die Hordengatter als Schutz gegen Wildverbiss statt der üblichen Knotengeflechte.
Der größte Vorteil ist, dass die nicht wieder abgebaut werden, sie zerfallen nach geschätzen 10 Jahren und dann ist es auch egal, dass die zuwachsen und Brombeeren reinwachsen. Auch keine Entsorgungs, die hier ja auch schon Thema war.
Ich habe heute mal meine Schablone nachgemessen, die unteren Latten haben einen Abstand von 10cm, die oberen von 15cm. Gesamthöhe ist ca. 165-170cm. Dazu brauche ich also 4 senkrechte Latten und waagerecht sind es 8-9 Latten (je nach Kundenwunsch).
Die Gatter werden in der Halle gebaut und mit Klammern zusammen geschoßen, wenn wir Gas geben, brauchen wir keine 3min pro Feld bis es auf dem Anhänger liegt.
Aufgebaut werden die an Pfählen aus Fichte und jedes zweite Feld an den Scheren, also weitere 2 Latten.

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Re: Hordengatter

Beitragvon F.H. » Do Jan 28, 2021 20:38

Was stellst du da pro Meter in Rechnung?
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Re: Hordengatter

Beitragvon Platz-hirsch » Do Jan 28, 2021 20:38

Moin,
sehr interessant!
Welche Abmessungen haben die Latten?
Gruß
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Re: Hordengatter

Beitragvon WupperFuchs » Do Jan 28, 2021 20:44

Platz-hirsch hat geschrieben:Moin,
sehr interessant!
Welche Abmessungen haben die Latten?
Gruß



Das sind eigentlich normale Dachlatten, also 24x48mm. Ich säge die inzwischen selbst und dann haben die 25x50mm +-2mm.
Die ersten habe ich gekauft für 0,17€/m, liegen aber inzwischen bei 0,49€/m, das war mir zuviel.

@ F.H.
Preise schreibe ich hier nicht öffentlich

Gruß
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Re: Hordengatter

Beitragvon F.H. » Do Jan 28, 2021 21:13

Ok hast du Recht. Und als PN?

Bei uns gibts es nämlich 12€/m Förderung für Hordengatter.
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Re: Hordengatter

Beitragvon TMueller » Do Jan 28, 2021 21:59

9 horizontale Latten + 4 vertikale Latten + 1 Latte für die Schere (auf JEDES Feld gerechnet) ergibt stolze 14 Latten pro Feld. 14!

Ich habe jetzt nicht nachgerechnet, mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass ich mit einem normalen Zaun günstiger fahre.

Das Hordengatter zerfällt nach 10 Jahren? Und die verrosteten Nägel und Schrauben bleiben einfach auf dem Boden liegen ...?
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Re: Hordengatter

Beitragvon WupperFuchs » Do Jan 28, 2021 22:04

TMueller hat geschrieben:9 horizontale Latten + 4 vertikale Latten + 1 Latte für die Schere (auf JEDES Feld gerechnet) ergibt stolze 14 Latten pro Feld. 14!

Ich habe jetzt nicht nachgerechnet, mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass ich mit einem normalen Zaun günstiger fahre.


Das stimmt, Knotengeflecht ist günstiger aber wer baut es dann wieder ab und was kostet das inkl. der Entsorgung? Wieviele Zäune verbleiben im Wald, fallen um und Wild verfängt sich darin (oder meine Säge Jahre später).
Es sind meist 12 Latten pro Feld inkl. der Scheren, die Senkrechten sind ja nur halbe, die Scheren auch.
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Re: Hordengatter

Beitragvon Sottenmolch » Do Jan 28, 2021 22:44

WupperFuchs hat geschrieben:
Das stimmt, Knotengeflecht ist günstiger aber wer baut es dann wieder ab und was kostet das inkl. der Entsorgung? ....



Hier im örtlichen Wald werden bisher alle Zäune abgebaut, per Hand und wiederverwendet! Wüsste nicht warum man sie entsorgen sollte.
Ja. Kostet Zeit, sonst nichts.
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Re: Hordengatter

Beitragvon Kormoran2 » Fr Jan 29, 2021 1:21

Nach Kyrill haben wir etliche Gatter mit Knotengeflecht gebaut. So ab etwa 2008. Die müssen jetzt abgebaut werden, was eine Heidenarbeit ist. Da sind Weiden und Ginster durchgewachsen, sodaß man oft das Geflecht durchschneiden muß. Wiederverwendung von 5 m langen Stücken ist Unsinn. Ich denke, dass ein solches Hordengatter sehr sinnvoll sein kann, wenn man unter dem Strich zusammenrechnet. Werden rostende Nägel und Krampen verwendet, findet dieses Material seinen natürlichen Kreislauf und ist nach 15 Jahren nur noch rotbrauner Staub.
Für eine wellige Bodenstruktur würde ich dann auch kürzere Elemente anbieten. Mir könnte das durchaus gefallen.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Hordengatter

Beitragvon WupperFuchs » Fr Jan 29, 2021 8:00

Also alle Zäune aus Knotengeflecht, die ich abgebaut habe, waren so eingewachsen, dass man nichts mehr verwerten konnte. Oft stehen die auch zu lange, weil keiner Lust hat, dass zu beauftragen oder selbst zu machen.
Deswegen finde ich die Idee aus Holz viel besser.
Wenn man das Abbauen mit einrechnet, ist das Gatter sogar deutlich günstiger als Metall.

@Komoran
kann dir gerne welche mitbauen

Gruß
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Re: Hordengatter

Beitragvon Sottenmolch » So Jan 31, 2021 13:05

Servus,

ich möchte die Hordengatter keinesfalls schlecht machen, aber einige Vorteile die ihr genannt habt, sehe ich keinesfalls so positiv wie ihr.
Man kann im Netz zwar immer lesen, dass es beim Hordengatter keinen Abbau bedarf. Es ist jedoch auch zu lesen, allerdings nur in Verbindung mit Drahtgeflechtzaun, dass der Zaun abzubauen ist, nachdem er seine Aufgabe erfüllt hat. Dies kann je nach Baumart wenige Jahre (3) bis hin zu 15+ Jahre, bei langsam wachsenden oder durch Fege gefährdete Baumarten, dauern. Meine Meinung hierzu ist, dass deshalb auch das Hordengatter abzubauen ist nachdem es seinen Zweck erfüllt hat und der Wald für das Wild wieder zugänglich sein muss!
Zudem ist es ja nicht so, dass nur der Drahtzaun einwachsen kann. Es kann genauso Gehölz durch den Lattenzaun hindurch wachsen. Holz vergammelt ja nur an den Stellen, an denen Trockenheit und Feuchtigkeit sich in regelmäßigem Abstand abwechseln (am Übergang zur Bodenoberfläche). Alles was keinen Kontakt zur Erde hat, kann noch viele Jahre bestand haben!
Das heißt, das Hordengitter fällt nicht zwangsläufig nach fünf oder acht Jahren zu Boden und kann vergammeln. Außerdem würde es dann in die Aufforstung oder zum Waldnachbarn fallen und dort Schaden anrichten. Man müsste also auch wieder Hand anlegen.

In den Links sind auch ein paar Zahlen zu den Kosten. Drahtgeflechtzaun wird von den Bayer. Staatsforsten im günstigsten Fall inkl. Abbau mit 2000€/Ha angegeben. Hordengatter wird beim Aufbau mit Netto 3-4€ Mehrkosten pro lfm. gegenüber Drahtgeflechtzaun angegeben (Link WBV Berching-Neumarkt).

https://wbv-berching-neumarkt.de/assets ... r-2020.pdf
https://www.alf-dg.bayern.de/cms10/aelf ... /index.php
http://www1.bayern.landtag.de/www/ElanT ... 011011.pdf
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Re: Hordengatter

Beitragvon WupperFuchs » So Jan 31, 2021 16:08

Hallo,
man ist ja auch hier um über sowas zu schreiben.

Also ich baue seit 3 oder 4 Jahren so Gatter, auch für die Stadt oder Forstämter. Da wird immer gesagt, es sollte 10 Jahre halten und wird definitiv nicht abgebaut weil es umfallen und verroten wird. Natürlich wächst es auch zu.
Die ältesten Gatter sehen auch schon schlechter aus, ich denke, das kommt schon hin.
Drahtgeflecht muss natürlich abgebaut werden aber wird es das auch? Meiner Erfahrung nach nicht und dann liegt es Wald und schadet der Natur.
Das es sich bei den Hordengattern um nicht behandeltes Holz handelt, könnte man die auch schnell runterschneiden und dann liegen lassen, auf jeden Fall muss ich nicht mit Winde oder Bagger entlang fahren und es rausreißen.
Von den Kosten her stimmt das genau, die Gatter sind teurer aber eben nur der Aufbau, spätestens beim Abbauen rechnet es sich also.
Die meisten empfinden aber auch die Optik bei Holz wesentlich besser.

Gruß
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Re: Hordengatter

Beitragvon Waidla66 » So Jan 31, 2021 16:36

Hallo,

wie schauts da eigentlich mit Schnee aus?
Ein Winter mit einem Meter Schnee und alle Latten sind ab?

Was gibt es da an Erfahrungen?
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Re: Hordengatter

Beitragvon WupperFuchs » So Jan 31, 2021 16:44

Hallo,
also das letzte mal so viel Schnee habe ich gesehen, da war ich 15 oder so. Dieses Jahr gab es 10cm, das ist gar kein Problem. Ich glaube nicht, dass es so viel Schnee geben kann, dass die Gatter zusammenbrechen.

Gruß
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Re: Hordengatter

Beitragvon Kormoran2 » So Jan 31, 2021 18:35

Ich sagte ja schon, man muß beim Kostenvergleich Auf- und Abbau zusammenrechnen. Beim Knotengeflecht kommen noch Unterhaltskosten dazu. In den ersten Jahren bin ich alle Gatter praktisch wöchentlich abgefahren. Ich hatte um die Gatter eine geländewagentaugliche Trasse geschoben. Die vielen Stunden Gatterkontrolle mußt man bewerten und die vielen, vielen Reparaturen auch. Denn die Sauen heben den Draht immer wieder an, reißen dabei sogar Pflöcke mit heraus. Und die Rehe sind nicht doof, sie gehen durch diese Sauenlöcher hindurch bzw. sie kriechen hindurch und nachher finden sie nicht mehr heraus, bleiben wochenlang im Gatter und genau das wollte man ja verhindern. Sie richten dann mehr Schaden an, als hätte man gar kein Gatter gebaut.

Abbaukosten beim Knotengeflecht sind hoch, wenn man den Draht retten möchte. Wenn man ihn einfach nur rausreißt, ist es dennoch sehr viel Mühe. Einen Lattenzaun, der nicht schnell genug verrottet, kann ich mit der Säge in wenigen Minuten platt machen.

Das Unterkriechen durch Sauen und Rehe könnte meiner Meinung nach durch Latten auch eher verhindert werden als durch Draht.

Holz zur Lattenherstellung ist zur Zeit massenhaft billig verfügbar. Wird auch in den nächsten Jahren noch so bleiben, schätze ich.

Vielleicht kommen wir mal ins Geschäft, Wupperfuchs. Ist ja nicht weit von dir bis hierher.
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