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Hydraulikschläuche - Rechtliche Apekte

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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68 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 24, 2024 12:04

Nix mi mi mi...

Mein Hydrauliker des Vertrauens macht das im Notfall auch mal.
Und der schreibt eine ordentliche Rechnung , auf der " Waschschlauch" steht.
Dann ist er ganz legal aus der Haftung raus und ich zahle ihm keine Schwarzarbeit. :wink:

Für das ganze, was wir hier diskutieren, gibt es gültige Normen.
Wer innerhalb dieser entsprechend passende Bauteile ersetzt, hat nichts zu befürchten.
Da gehören auch die richtigen Anzugsmomente dazu.
Die These vom Engelberger, eine Schneidringverschraubung mit einem Maulschlüssel nicht richtig fest zu bekommen, halte ich für sehr gewagt.
Da taugen die Schlüssel nichts. :lol:
Richtig installierte Schneidringverschraubungen werden oft bei unqualifizierten Reparaturen durch zu hohe Anzugsmomente geschädigt.
Aber das gehört eigentlich alles in einen anderen Faden.
Wir sind schon wieder zu weit oT. . Entschuldigung für meine Abschweifungen! 8)
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon SF3400 » Sa Feb 24, 2024 12:08

Das ist alles okay solange nichts passiert.

Einem Bekannten ist bei Reinigungsarbeiten der Schlauch des Hochdruckreinigers geplatzt.
Der Strahl, der ihn getroffen hat, hat nur Millimeter die Halsschlagader verfehlt.

Ich muss dazu sagen es handelte sich dabei um einen Arbeitsunfall.

Was bei der Aufarbeitung dieses Vorfalls dann alles relevant war……,

Alter des Schlauches, Herkunft, wo wurde der Schlauch gefertigt, wurden die Wartungsprotokolle eingehalten,
war der Mitarbeiter entsprechend geschult, usw..

Eines ist doch mal sicher, auch wenn es die landwirtschaftliche BG ist!

Da werden ähnliche Fragen gestellt.
In dem von mir beschriebenen Fall hat der Verunfallte über längere Zeit eine BG- Rente erhalten.

Ein weitere Konsequenz aus den Vorfall war übrigens das Hochdruckreinigungsarbeiten nur noch zu zweit ausgeführt werden dürfen.
Bei dem Unfall meines Bekannten war gerade niemand in der Nähe. Er war bereits bewusstlos als er von einem Kollegen gefunden wurde.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon Gazelle » Sa Feb 24, 2024 12:43

.
Wahrscheinlich hätte eine simple optische Kontrolle den Unfall vermieden.
So ein HD-Schlauch platzt nicht 'einfach so'.
Oft geht eine rüde Behandlung der Sache voraus.
Alterungsrisse mit verrosteter Bewehrung sind auch deutlich zu sehen.

In dem Zusammenhang:
Es geistert immer noch die Meinung umher, man dürfe an verpressten HD-Schläuchen nix ändern.
Das ist falsch.
Im Bereich der Zuständigkeit der BG darf man HD-Schläuche nicht reparieren !
Also z.B. einen Kabelschrupfschlauch mit Innenkleber auf einen undichten Schlauch schrumpfen.
Wenn bei uns eine Pressung nicht mehr 'koscher' erscheint, säge ich sie ab,
und es wird ein neuer Anschluss eingepresst (So denn die Länge es erlaubt.).
Und komme mir niemand mit einem fixen Alter für die Verwendung.
Die DIN 20066 spricht nur Empfehlungen aus.

.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon Homer S » Sa Feb 24, 2024 13:18

Redriver hat geschrieben:Hallo,
Wenn man keine Ahnung hat,
Homer S hat geschrieben:Sind wir jetzt im Mimimi Modus? Wenn im Sommer der JD Mährescher steht und der Händler für nen 30cm Schlauch der den Spreuverteiler antreibt 100€+ haben will dann greift man eben zu einer pragmatischen Lösung damit es einfach weitergeht. Wenn die Dinger sauber vom Schlauch getrennt werden sehe ich dann kein Sicherheitsrisiko.

Es ist eben schon so das der Fitting eine lange Zeit was ausgehalten hat und deshalb auch über Materialermüdung zu reden ist ebenso geht es hier an der Einbindung um Korision, des weiteren ist nicht Sicherzustellen das die verwendete Presshüllse auch zum Fitting Passt. Und ebenso ist bei der Erstpressung der Fitting schon zusammengedrückt worden und hat beim zweiten mal nicht mehr die Orginal Parameter, und wer weis wie oft hier schon ein neuer Schlauch draufgepresst wurde. Also lasst es einfach und wenn der Haydrauliker so unverschämt ist dann sieht der mich nicht mehr.


Doch Mimimi, hab ich im meiner Lehrzeit schon zusammen mit einem Kundendienstmann gemacht. Außerdem ist das ja auch kein Standard sondern wird gemacht um weiterzumachen wenn es gilt. Klar, du wartest lieber wenn du noch 6 Stunden dreschen kannst auf das Ersatzteil wenn dann wieder 3 Tage Regen gemeldet ist.

Beim Schlauch mache ich keine Kompromisse, der kommt neu.

Noch ein Beispiel aus der Lehre. Renault Schlepper Leitung defekt. Verschraubungen waren nicht aufzutreiben, weder im Lager noch bei 2 großen Hydraulikern im Umkreis. Angeblich französisches Zollgewinde, wurde vor über 25 Jahren neu eingepresst, hällt noch heute.

Wenn ich diese Amazone Leitungen sehe und die dann vorschriftsmäßig sind, dann mach ich mir übers neu einpressen keine Gedanken.

Außerdem gibt es selbst für das Anziehen von Hydraulikleitungen Normen, lies dir diese mal durch, danach sind 98% aller Leitungen zu fest angezogen. Trotzdem ziehe ich die Leitungen weiter nach meinem Verständnis an was auch zu fest ist.

Außerdem möchte ich den Betrieb hier im Forum sehen, der nicht im Glashaus sitzt!!!
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon SF3400 » Sa Feb 24, 2024 15:09

Gazelle hat geschrieben:Und komme mir niemand mit einem fixen Alter für die Verwendung.
Die DIN 20066 spricht nur Empfehlungen aus.


Da komme ich dir doch mit......!
Ja, es werden in der DIN 20066 für den Austausch Richtwerte angeben.
Um hier keinen falschen Eindruck zu vermitteln sollte man aber auch erwähnen was eine Abweichung davon bedeutet und welche zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Der Richtwert von zwei Jahren für Hydraulik-Schlauchleitungen mit erhöhten Anforderungen stellt die maximal zulässige Betriebsdauer dar.


Bei Hydraulikschlauch-Leitungen mit normaler Anwendung ist folgendes zu beachten.

Eine Verlängerung der genannten Richtwerte für Auswechselintervalle ist möglich, wenn entsprechende Prüf- und Erfahrungswerte seitens des Maschinenherstellers, des Hydraulik-Schlauch- bzw. Hydraulik-Schlauchleitungsherstellers oder des Betreibers der Maschine vorliegen, die eine gefahrlose Weiterverwendung über die empfohlene maximale Verwendungsdauer zulassen, und eine schriftlich dokumentierte Gefährdungs- bzw. Risikobeurteilung durch den Betreiber durchgeführt wurde, bei der auch Schutzmaßnahmen für den Fall des Versagens von Hydraulik-Schlauchleitungen berücksichtigt wurden, und die Prüfungen auf den arbeitssicheren Zustand in angepassten, erforderlichenfalls verkürzten Zeitabständen durch zur Prüfung befähigte Personen erfolgen.Aufgrund der Verlängerung der Auswechselintervalle darf keine gefährliche Situation entstehen, durch die Beschäftigte oder andere Personen verletzt werden können.Versagen Hydraulik-Schlauchleitungen im Betrieb oder werden bei den wiederkehrenden Prüfungen häufiger Schäden oder Mängel festgestellt, so sollten neben der Erforschung der Ursachen auch die Prüfungs- und Auswechselintervalle verkürzt werden.

Für Hydraulik-Schlauchleitungen aus Thermoplasten oder metallische Hydraulik-Schlauchleitungen können andere als die oben genannten Richtwerte der Verwendungsdauer maßgebend sein.


https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/5007d569-8a82-3c91-9d59-ba7eab192f4e.html

Steht übrigens auch alles in der DIN 20066......

Kommt es zu einem Personenschaden und der Schlauch hat die empohlenen Richtwerte überschritten muss alles lückenlos dokumentiert und nachvollziehbar sein. Ist das nicht der Fall hat man ein ernsthaftes Problem!!
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon Redriver » Sa Feb 24, 2024 15:54

Hallo,
ich habe kein Problem damit wenn jemand für sich selber solche Nachpressungen oder Nachsetzen von nHydraulikschläuchen macht. Aber wenn es zum Personenschaden kommt vorallem an dritten dann möchte ich nicht dabei sein, es ist vieles möglich was eigentlich Verboten ist. Und glaubt ja nicht das ihr eine Empfehlung der BG aushölen und für euch hinbiegen könnt, so lange kann keiner einen Prozess führen schon mal vom Finanziellen her. Ich denke man ist gut Beraten wenn man die Empfehlungen als Gebot auslegt und somit auf der Sicheren Seite ist. Wenn jemand , um seine Ernte noch einfahren zu können einen Schlauch nach den obigen Mitteln repariert und dann sobald wie möglich ersetzt soll dss jeder für sich entscheiden.
Aber bitte vermittelt hier nicht den Eindruck ,das geht schon ,wird offt gemacht ,was soll schon passieren.
Hydraulikdruck und vorallem Öl im Gewebe ist kein Spass, das kann ganze Gliedmaßen kosten.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon Ecoboost » Sa Feb 24, 2024 19:35

Servus,

mir hat es vor ca. 18 Monaten auch einen Hydraulikschlauch zerrissen, dies im Wald.
Ich dachte im ersten Augenblick der Karren brennt durch den ganzen Ölnebel.
Musste bei der Reparatur auch ein wenig improvisieren.
https://www.deutzforum.de/threads/druck ... eit.64429/

Gruß

Ecoboost
Wenn eine Frau schweigt soll man sie nicht unterbrechen. :roll:
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon xyz » Sa Feb 24, 2024 20:26

bitte lasst alle die Kirche im Dorf, ich habe das oben nur geschrieben, das sich jeder im klaren ist das kann auch nach hinten los gehen. Wenn mit dem Schlepper nur Personal fährt sollte man sich überlegen den Original Schlauch einzubauen, wenn der nur auf dem Hof fährt wo niemand fremdes gefährdet wird kann man auch den billigen einbauen, dazwischen ist es im Ermessensspielraum jedes einzelnen, dann aber keiner schreien das hat der Werkstattmeister gesagt das geht schon sondern auf die eigene Kappe nehmen! Und bei einer Notfallreparatur nach Möglichkeit einen Berstschlauch vorsehen! Ach so einen sollte ich auch noch beim Eicher einbauen da gehen die Schläuche rechts neben dem Lenkrad vom Steuergerät unterm Sitz nach hinten.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon 304 » Sa Feb 24, 2024 20:55

Redriver hat geschrieben: Ich denke man ist gut Beraten wenn man die Empfehlungen als Gebot auslegt und somit auf der Sicheren Seite ist.

Du bist zu 99,99% eh schon fällig.
Allein schon mit dem Alter der Schläuche ...
Gefährdungsbeurteilung auch griffbereit?
Unterweisung nachweisbar?

Empfehlen und vorschreiben kann man viel, aber außerhalb der Industrie ist das schlichtweg nicht leistbar, geschweige den sinvoll.
Da gibts dann auch extra Unterweisungen, z.b. zum Treppen steigen ... (nö kein Witz)

Hirn einschalten, Lage beurteilen und entsprechend handeln und gut ist.
Speziell in der Land- und Forstwirtschaft, sowie im Bau gibt es schlichtweg absolut keine Möglichkeit alles idiotensicher zu machen.

Also mach dir nicht zuviel Gedanken um die selbstgepressten Hydraulikschläuche. Es weiß jeder, worauf er sich einlässt.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon Groaßraider » Sa Feb 24, 2024 21:11

240236 hat geschrieben:
Steyrer8055 hat geschrieben: "Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein"!

mfg Steyrer8055

Hat letztens der Kaminkehrer auch gesagt. Feuerstättenbeschau bringt mehr, wie wenn er arbeitet (also Kamine kehrt)

Hatte letzten den Agroplus meines Bruders bei mir am Hof. Nach einem Tag Arbeit habe ich gesehen, daß es vorne an der Allradachse ein wenig Öl runter tropft. Habe nachgeschaut und gesehen, daß der Schlauch von der Lenkung (der Verbindungsschlauch der beiden Lenkzylinder) durchgescheuert ist. Das ist ca. 30cm gebogenes Hydraulikrohr, dann 50cm Gewebeschlauch und wieder 20cm Hydraulikrohr. Habe mir gedacht, daß dieser original nicht ganz billig sein wird, dann bin ich zu Hansaflex gefahren in dem Gedanken, daß ich mir eine Schlauch pressen lasse und den Gewebeschlauch rausschneide und den neuen mit Schneidringverschraubung wieder einbaue. Bei Hansaflex sagten sie mir, daß das ein Sicherheitsrelevantes Teil ist und sie da nichts machen. Bin dann abgezogen und zum örtlichen Deutz Händler gefahren. Diese sagten mir, daß dieses bisschen Rohr mit Schlauch 385€ + Steuer kosten soll. Habe dann noch kurz mit dem Werkstattmeiste geredet, und dieser meinte fahre zu einem anderen Hydrauliker und sage, daß das für irgend eine Maschine gehört, denn da würde überhaupt nichts passieren, wenn man den Schlauch mit Schneidringverschraubung einfügt. Habe ich gemacht. Der neue Schlauch mit pressen und 2 Schneidringverschraubungen hat dann 15,20€ + Steuer gekostet.


Rinnal und Lachner :roll:
Gruß R. M.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon langholzbauer » Sa Feb 24, 2024 21:43

Können wir das bitte mal abschließen?
Verantwortlich ist und bleibt der jenige, welcher eine " Bastellösung " einbaut! :klug:

Ein qualifizierter Hydrauliker weist den Kunden darauf hin oder verweigert den Pfusch, wenn er dem Kunden nicht genug Kompetenz zu traut.
Zum Ursprung dieser Diskussion ist es aber völlig egal, ob ein Schlauch mit den entsprechenden passenden Fittings an einer Lenkung , einem Kran oder Kipper verwendet werden soll.
Der Vorwand " sicherheitsrelevant" scheint da nur eine billige Ausrede dafür gewesen zu sein, dass er nichts passendes auf Lager hatte. :!:
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon DST » Sa Feb 24, 2024 23:49

So mancher Schlauchpresser hat die Hosen voll, sobald der Einbauort Lenkung oder Bremse genannt wird.

Dabei ist der genannte Betrieb durch und durch zertifiziert, und darf sogar Hydraulikschläuche für die heilige Deutsche Bahn anfertigen.
Da sind die Regeln nochmal deutlich "Deutscher" als im harmlosen Straßenverkehr, oder bei der allwissenden BG.

Das kommt aber aufs jeweilige Personal an.
Manche wissen aber schon was sie tun, und haben vertrauen ihre Arbeit.

Was mich etwas wundert - losgegangen ist es hier aufgrund eines aufgescheuerten Originalschlauchs an der Lenkung.

Original, und dennoch aufgescheuett?

Wer haftet eigentlich hier, im Falle eines Unfalls?
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon DST » So Feb 25, 2024 0:20

Gazelle hat geschrieben:
In dem Zusammenhang:
Es geistert immer noch die Meinung umher, man dürfe an verpressten HD-Schläuchen nix ändern.
Das ist falsch.
Im Bereich der Zuständigkeit der BG darf man HD-Schläuche nicht reparieren !
....
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Es sind grundsätzlich die Vorgaben der Pressarmaturen- und Schlauch Hersteller einzuhalten.

Als erstes muss man zum Schlauchpresser fachlich geeignet sein - dazu nimmt man an einer Schulung teil.

Hier wird einem gelehrt das man nur vom jeweiligen Armaturenhersteller freigegebenes Schlauchmaterial verwenden darf, denn die Gummierung muss zu den jeweiligen Presshülsen passen.
Nicht jeder Schlauch kann ungeschält oder geschält verpresst werden.
Auch weißt jeder Hersteller ausdrücklich darauf hin das KEINE gebrauchten Schläuche wiederverwendet werden dürfen.

Wenn man jetzt hier öffentlich schreibt dass man gebrauchte Schläuche neu verpresst, dann hat man den Schuß nicht gehört.

Bei Personenschaden interessiert irgendeine DIN weder den Staatsanwalt noch die zaglungspflichtige Versicherung, beide haben leichtes Spiel, wenn der Schlauchpresser grob fahrlässig die Herstellervorgaben missachtet hat.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon Gazelle » So Feb 25, 2024 0:46

.
Deutschland das Land der Bedenkenträger.

Ist schon klar, das die Tonne Weizen in der Herstellung in Polen nur 100,- EUR kostet,
und in der Ukraine nur 50,- EUR kostet.

Ich wäre sowieso für einen Trecker-TÜV in Deutschland alle 4 Wochen.
Daran angelehnt morgens technischer Dienst vor der Benutzung (wie bei der Bundeswehr)
unter Aufsicht eines Ingenieurs mit unverzüglicher Meldung an das KBA,
um 24 Stunden die Maschine nutzen zu dürfen.


.
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Re: Wieder mal Opfer von Ersatzteilverarsche geworden

Beitragvon DST » So Feb 25, 2024 1:34

Weiter oben hat ein User bereits darauf hingewiesen das es im normalen Leben Praxisnah gehandhabt wird.

Jedoch sollten die allgemein üblichen gesetzlichen Grenzen bekannt sein, und auch nicht mit (ungenannten) Spitzfindigkeiten verharmlost werden.

Wenn man daheim auf dem eigenen Grundstück Experimente macht, dann sollte man auch die Umstände deutlich nennen.

Daheim auf dem eigenen abgesperrten Grundstück darfst du auch mit drei Promille Auto fahren, das verbietet die DIN sonstwas - StVO auch nicht explizit.
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