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Kostengünstige Rinderställe

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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32 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Manfred » Mi Dez 24, 2025 23:52

Immer wieder interessant, was die Kollegen im Ausland so bauen.

Pultdächer mit selbst geschweißten Gitterträgern.
Säulen mit Beton in verzinkten Lüftungsrohren verkleidet.
Hohe Seite nach Süden, für Wintersonne bis tief in den Stall.
Tröge an beiden Längsseiten.
Auf der Nordseite ein überdachter Treibgang.
In der Mitte des Stalles ein Mistlager. Der Mist kann mit dem Lader von den Stallflächen her in das Mistlager geworfen werden.
Die Böden der Liegeflächen scheinen nur mit Kies befestigt zu sein.
Laderampe am Ende jeden Stalles, damit die Rinder eben aus den und in die LKWs können.

Stallbau:


Sortieren, Aufstallen, Verladen:



Ausmisten, Einstreuen:


Zuletzt geändert von Manfred am Do Dez 25, 2025 4:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon strokes » Do Dez 25, 2025 0:46

Ja diese Monoslopes (Pulthallen) hab ich auch schon vor Jahren auf YouTube im Netz entdeckt, hat mir damals schon gut gefallen. Gibt's auch als Spaltenställe.
Der Kostenvorteil liegt auch daran, dass bei klassischen Rinderställen in Deutschland der Futtergang mittig ist, und damit eigentlich 30% der Hallenfläche verbraucht. Bei einigen Monoslopes ist dieser Gang einfach aussen im freien. Somit volle Ausnutzung des gesamten überbauten Raumes.
Die Gebäude sind im allgemeinen sehr hoch gebaut, gut für lange Sonneneinstrahlung im Winter, wenn denn Sonne da ist. Der Wind kann dort auch gut rein.
Grossbuchten mit 100 Tieren erschwert aber auch etwas die Tierkontrolle.
Das tretmist System soll aber gut funktionieren, da am höchsten Punkt in der Boxenmitte eingestreut wird, und durch den Querverkehr (Barren an jeder Seite) ziemlich viel Bewegung in der Bucht ist um den Mist herunter zu treten. Buchten sind daher ohne Gefälle ausgelegt, und ideal um das Gebäude auch anderweitig zu nutzen. Die Barren sind auch Fertigteile und lassen sich ebenfalls bei Umnutzung wieder entfernen.
Die Buchten lassen sich durch die Größe auch komplett mit Lader befahren und mal komplett entmisten wenn's denn sein muss.

Das.System gibt's aber auch bei einigen Bullenmästern hierzulande. Weiss von 2 Betrieben, da ist der Stall ca 100m lang, und mit Spalten. Breite nur ca 8-10m. Quasi einreihig ausgelegt. Mit selbsttragendem Trapezblech als Pulthalle. Denke ebenfalls sehr günstig.
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon T5060 » Do Dez 25, 2025 1:24

Gutes, wichtiges und notwendiges Thema.
Teuer kann jeder Bauen, aber nicht Bezahlen und damit Erwirtschaften.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon MikeW » Do Dez 25, 2025 10:19

evtl ist das auch eine passende Lösung für den ein oder anderen, wenn man eigenes Holz, ein wenig Technik und etwas Begabung hat
Der Karl Hager bietet auch Hallenbau Seminare an. Ihn findet man auch bei Fb mit einigen Infos und Bildern.
Ich find den Rundstammbau interessant.

https://derblockhausbauer.com/

Grüße
Selbst Denken ist wichtig, ... wichtiger denn je.
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon langholzbauer » Do Dez 25, 2025 12:00

Grundsätzlich ja.
Aber das obige Konzept beruht m. E.n. durch die große freitragende Breite darauf, dass die Tiere trotz hoher Traufe und offener Bauweise, durch die große Breite in der Mitte selbst bei Schneegestöber noch halbwegs trockenes Lager und Tageslicht bekommen.
Das wird mit Rundholz und Stützen deutlich komplizierter zu erstellen sein.
Die Bewirtschaftung mit der Entmistung der belegten Boxen gefällt mit, obwohl dabei deutlich mehr Umsicht vom Fahrer verlangt wird, als bei kleineren Standard - Tiefboxen deren Belegung erst umgetrieben wird.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon strokes » Do Dez 25, 2025 12:35

Man muss auch bedenken, dass dort überwiegend Ochsen gehalten werden, die mit Hormoneinsatz wieder auf die Leistung von Bullen getrimmt werden. Der Umgang beim Entmisten per Lader bei belegten Buchten, sowie auch das Betreten des Personals beim Aussortieren oder Umsperren der Buchten mit einer Herdengröße von ca 100 Tieren je Bucht ist ein anderer, als mit Jungbullen wie bei uns. Da kann man nicht mitten in so eine große Herde mitten reingehen, vorallem nur mit so einem kleinen Fahnen-Wedel wie sie das im.video machen.
Was auch etwas problematisch ist, die Futterbarren bei Regen oder Schnee sind direkt dem Wetter ausgesetzt. Futter das nass wird, auch nicht optimal
Vorteil von einem hohen Futterbarren finde ich, man spart sich das ständige Nachschieben des Futters, da die Tiere bis an die Barrenwand heran kommen.
Was da bei uns für ein Aufwand betrieben wird, um das Futter nachzuschieben....
Von einfachen Reifenschiebern am Schlepper rede ich nicht. Ich meine die kostenintensive automatischen Futterroboter, die 20x am Tag den Futtergang auf und ab fahren. Kommt aber vermutlich auch auf das Futter an. Gras will aufgelockert werden, und dort in USA wird grossteils Mais in der Mast gefüttert.
Sogar das Kraftfutter wird "angewärmt", um nicht zusätzliche Körperenergie dafür zu verbrauchen. Ich glaube Maisflocken werden angewärmt
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Manfred » Do Dez 25, 2025 13:17

Seine Ration zeigt er in diesem Video:
-Stroh
-Maissilage
-Produce (Obst, Gemüse, Altbrot, aus Supermarktresten)
-Corn Screenings (Siebrest aus der Körnermaisproduktion, bestehend aus Bruchkorn, Unkrautsamen, etc.)
-Biertreber
-Mineralfutter
-DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles, also Trockenschlempe, die in Nordamerika ja reichlich bei der Bioethanolproduktion anfällt)

https://www.youtube.com/watch?v=r_TDMf_YAFE
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Marian » Do Dez 25, 2025 13:26

Die Feed Bunks (Hochtröge) als Fertigteile aus den USA hätte ich auch gern für den neuen Endmast Stall.
An sich bauen die Amis und auch GB und nahezu die ganze Welt deutlich zweckdienlicher als die Bauern in D wenn es um Rinder geht.
In den USA ist aber einiges anders. Die Tröge im Wetter, stehen oft in Regionen mit wenig Jahresniederschlag.
Zudem sind die meisten Ställe dort fürs Finishing.
Heißt dort wird dann 90-120 Tage unter Einsatz von Hormonen Tiere mit einer Ration wie für Mastschweine die Fettabdeckung erledigt und ab in die Schlachtung.
An Beton im Tier Bereich wird gern gespart. Verdichteter Lehm oder Schotter wird da als ausreichend angesehen.
Ich muss bei den Videos immer an die JGS Anlagen Kontrolle nach CC denken, als die Kammer Mitarbeiterin mit dem Walking Stock der als Spezialwerkzeug mitgeführt wurde, kontrolliert hat, ob Beton unter der Einstreu ist.
Den Blick wenn's nirgendwo richtig Widerstand hätte... :lol:
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Alla gut » Do Dez 25, 2025 13:49

Die Fahne am Fiberglasstock als Treibehilfe ist eine gute Idee .
Warum wir da nicht schon selbst drauf gekommen sind ?
Das ist ja sogar für die BG beratungsfähig .
Aber ich werde da statt Fiberglas heimische Haselstecken nehmen . :prost:
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Manfred » Do Dez 25, 2025 14:13

Diese Fähnchen sieht man bei den Amis oft. Scheint gut zu funktionieren.

In interessantes Detail fand ich das Stahlprofil stallseitig oben an den Wänden der Mistgrube, wohl als Anfahrschutz.

Wie werden die Futterreste aus diesen Trögen geräumt?

Beim neuen Stall sprach er von einem Fütterungsrobotor für den treibgangseitigen Trog, den er in einem zukünftigen Video zeigen will. Ich kann nur spekulieren, dass er durch mehrfach tägliche Vorlage die Futteraufnahme stimulieren will.
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Manfred » Do Dez 25, 2025 14:34

Manfred hat geschrieben:Wie werden die Futterreste aus diesen Trögen geräumt?


Sobald man den richtigen Suchbegriff findet...: bunk cleaner
Da finden sich auf youtube diverse Varianten.
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon BeKuB » Fr Dez 26, 2025 8:54

Jan Kielstra (Saskdutchkid auf YT) hatte letzte Woche solch ein Gerät zur Vorführung. Vom Arbeitsergebnis war ich gar nicht überzeugt: Der Trog war zwar leer, aber die Futterreste waren überall hin verstreut. Da lobe ich mir unsere Variante schnell und ohne Handarbeit die Futterreste mit dem Schiebeschild auf Schwad zu legen und später mit dem Mischwagen für die Jungviehmischung einzufräsen.

Was mich bei diesem Leichtbaustall abgeschreckt hat: Die husten die ganze Zeit. Kann aber natürlich nicht sagen, ob das am Stallklima in diesem Stall liegt oder die schon vorgeschädigt eingestallt wurden.
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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Manfred » So Feb 08, 2026 20:35

Fragestunde in einem Kompoststall in Neuseeland.
Der Stall dient der Überwinterung von Weide-Milchvieh bei nass-kalten Bedingungen (das Tal hat schweren Boden, der dann schnell matschig wird).
In anderen Landesteilen würden diese Ställe überwiegend im Sommer als Schattenhallen genutzt, sagt einer der Moderatoren.
Der Boden besteht aus verdichtetem Lehm. Es sei eine Durchlässigkeitsprüfung vorgeschrieben. Werden die Werte mit Lehm alleine nicht erreicht, wird bei diesem Stalltyp eine Folie als Abdichtung eingebaut.
Als Einstreu dienen Hackschnitzel mit einem C:N-Verhältnis von ca. 100:1.
Diese könnten im Stall bleiben, bis der Kompost ein Verhältnis von ca. 15:1 erreicht.

Mich würde interessieren, welche Holzart für die Säulen verwendet wird und ob und wie die Säulen im Erdbereich gegen Fäulnis geschützt werden.
Was mir nicht gefällt, sind die Futtertischabtrennungen mit den senkrechten Rundhölzern zum Futtertisch hin. Schwierig sauber zu halten...



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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Manfred » So Feb 08, 2026 21:00

Ein weiterer neuseeländischer Weide-Milchviehbetrieb. Es wird einmal am Tag gemolken. Ca. 2 kg milk solids pro Kuh.
Die Rinder werden im Stall mit Silomais zugefüttert.
Die Baukosten für die Halle beziffert er auf 350.000 N$ (180.000 Euro) für 250 Kühe, also 720 Euro / Kuh.
Die Einstreu sei ca. 1 m tief und halte ca. 2 Jahre.

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Re: Kostengünstige Rinderställe

Beitragvon Marian » Mo Feb 09, 2026 10:46

In dem Zuge Frage ich mich immer. Dürfte man in D speziell jetzt NRW denn überhaupt einfach Rundholz eingraben als Stützen/Säulen für ein Schutzdach?
Ohne Fundamente geht doch nichts, oder?
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