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Landtechnik finanzieren??

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Landtechnik finanzieren??

Beitragvon glaaheidnbaua » So Nov 25, 2018 11:22

Hallo miteinander,
Möchte hier mal ein Thema aufgreifen von dem ich hier bisher kaum gelesen hab. Finanzierung Landtechnik ...
Mit welcher Bank finanziert ihr? Wie zufrieden seit ihr?
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon Homer S » So Nov 25, 2018 11:54

Ich habe wenig Ahnung von Finanzierungen weil ich, wenn Möglich, nur das kaufe was ich mir auch leisten kann. Aber beim letzten Gebrauchtschlepper (70tsd) musste ich leider einen Teil finanzieren. Bin dann zur Hausbank, bei der ich fast 40 Jahre Kunde bin, und habe ganz höflich nach einem Kredit gefragt. Leider wurde ich hier behandelt wie der letzte Depp, Berater arrogant und genervt. Habe dann ein Angebot bekommen und gedach: Hausbank, 40Jahre Kunde, usw. = Gutes Angebot
Habe dann einen Berufskollen darüber gesprochen der Erfahrung mit Finanzierungen hat, der hat gesagt ich soll mal bei der Gefa Bank fragen. Gesagt getan, Anfrage gemacht, 1 Woche später bekam ich die Zusage mit 0,4% günstigerem Zins. Kommunikation 1A.

Bei Neumaschinen ist sicher die Hausbank des Herstellers am günstigsten.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon meyenburg1975 » So Nov 25, 2018 12:16

Gar nicht.
Sollte im "normalen" personengeführten landwirtschaftlichen Betrieb auch die Ausnahme sein.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon glaaheidnbaua » So Nov 25, 2018 13:31

Hatte vor einigen Jahren auch mal bei der Hausbank gefragt... unmöglich... gefa und dll machen bessere Konditionen und deutlich unbürokratischer.
Ich glaube kaum dass neue Schlepper (100 000 €Aufwärts) güllefass mit schleppschuh etc nicht finanziert wird. Kann mir keiner erzählen. Vor allem bei den zinsen
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon countryman » So Nov 25, 2018 13:44

glaaheidnbaua hat geschrieben:Ich glaube kaum dass neue Schlepper (100 000 €Aufwärts) güllefass mit schleppschuh etc nicht finanziert wird. Kann mir keiner erzählen. Vor allem bei den zinsen


Genau so ist es, bei Großanschaffungen macht es auch völlig Sinn die Belastung über eine überschaubare Anzahl von Jahren zu strecken, zumal wenn der Service nichts kostet.
Denn auf deine Geldbündel auf dem Tisch ist der Markenhändler nicht scharf, er verdient dasselbe wenn er mit Finanzierung verkauft.
Da "junge Gebrauchte" werthaltig sind ist es ein sicheres Kreditgeschäft für den Gläubiger. Hausbanken sind da schon wirklich borniert, wenn sie treue Kunden wie dumme Kunden behandeln (kenne ich übrigens auch genau so - Basarmaschen wo die Familie zu den Gründungsgenossen gehört, na prima).
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon Pegasus_o » So Nov 25, 2018 13:48

Nennt mich altmodisch, aber entweder ich habe die Kohle auf der Bank, dann kaufe ich oder ich habe sie nicht, dann warte ich. Denn die Investition soll ja vom Betrieb getragen werden, also muß die Kohle auch da sein, es geht nur um den Zeitpunkt. Klar kann es Notfälle geben, aber wenn die Bank dann jeden ersten die Rate sehen will, dann ist das ein Strick um den Hals, der sich beim nächsten Notfall zuzieht...

Ausnahme habe ich bei der PV gemacht, aber die verdient ja auch zuverlässig ihre Rate selber.

Gruß
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon HerrSchröder » So Nov 25, 2018 13:52

In dieser Hinsicht denke ich auch "altmodisch",
an einem finanzierten Teil, egal um was es sich handelt,
hätte ich sicher keine Freude.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon Hans Söllner » So Nov 25, 2018 14:46

Die meisten großen Anschaffungen in der Landtechnik werden heute finanziert. 100.000€ kostet heute schon der Mittelklasse Traktor und von einem Mähdrescher will ich nicht erst anfangen, auch wenn das seltenere Fälle sind. Häuft man solch hübsche Summen über Jahre an freut sich das Finanzamt und will seinen Teil (politischer Wille ist ja nun da daran etwas zu ändern). Momentan wird man aber noch bestraft wenn man hohe Rücklagen bildet.
Und dann gibt es da so nette Angebote wie echte 0,00% Zinsen, die Maschine 3-Jahre finanziert, jedoch mit 35% Anzahlung (die mit der Inzahlungnahme der Gebrauchtmaschine meist schon erreicht sind) und für die kommenden 3 Jahre die man dann überschaubare Beträge bezahlt, hat man schon kaum noch Steuerlast fürs Finanzamt.
Länger als 3-Jahre würde als Landwirt allerdings nichts finanzieren wollen, denn dafür ist die heutige Zeit zu unsicher. Für das kommende Jahr kann man noch mit brauchbaren Milchpreisen rechnen und ackerbaulich siehts gut aus und wird gute Vorverträge geben vor allem bei Braugerste, aber für 2020 kann man schon nur noch raten was kommt. Als Lohnunternehmer mit fester Stammkundschaft sind mehr als 3-Jahre dann eher etwas vor allem mit jährlichen Anschaffungen im Bereich 250.000€ aufwärts. Aber die Mieten heute auch viel.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon countryman » So Nov 25, 2018 15:16

Hans Söllner hat geschrieben:für die kommenden 3 Jahre die man dann überschaubare Beträge bezahlt, hat man schon kaum noch Steuerlast fürs Finanzamt.

Die Steuerlast wird aber nicht durch die Kreditrate gemindert sondern durch die Abschreibung der Maschine.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon Hans Söllner » So Nov 25, 2018 15:20

Da hast du Recht, hätte ich anders ausdrücken sollen.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon T5060 » So Nov 25, 2018 15:23

Meine Hausbank packt gar nichts unter 100.000 € an, was nicht immobilienbesichert ist, zu akzeptabeln Zinskonditionen. Das ist wenn dann immer eine Herstellerfinanzierung.
Und wenn man was in Blau kauft, dann muss der Schlepper nach Ende der Finanzierung ersetzt werden.

Idealerweise
hat man 1 - 2 Monatsumsätze Kreditlinie auf dem Kontokorrent
event. Kreditlinie beim Landhandel
ggf. Maschinen über Hersteller
und Gebäudeinvestitionen über Bank, KfW oder Rentenbank
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon meyenburg1975 » So Nov 25, 2018 15:32

glaaheidnbaua hat geschrieben:Hatte vor einigen Jahren auch mal bei der Hausbank gefragt... unmöglich... gefa und dll machen bessere Konditionen und deutlich unbürokratischer.
Ich glaube kaum dass neue Schlepper (100 000 €Aufwärts) güllefass mit schleppschuh etc nicht finanziert wird. Kann mir keiner erzählen. Vor allem bei den zinsen

Dass das eher die Regel als die Ausnahme ist, dessen bin ich mir wohl bewusst. Sollte mMn halt nicht so sein.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon countryman » So Nov 25, 2018 15:41

Und warum nicht? Oben wurde die PV Anlage als "Ausnahme" dargestellt, jedoch gilt für alle Investitionsgüter dass eine Finanzierung völlig in Ordnung ist, sofern wirtschaftlicher Betrieb mit gebotener Sicherheit erwartet werden kann.
Ungünstig sind Schulden für Konsum oder für schlecht gemanagte Risiken.
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Re: Landtechnik finanzieren??

Beitragvon T5060 » So Nov 25, 2018 16:00

Finanziert wird alles was bei der Bank in die "Schublade" passt ..... oder es sollte größer 2 Mill. € sein,
dann zimmern die Herrn für das Projekt ne eigene Schublade, die es der Bank ermöglicht das Risiko einzuschätzen.
Und Banken lassen für das Projekt des einen Landwirt auch schon mal einen anderen Landwirt
gegen die Wand laufen oder wie eine heisse Kartoffel fallen.
Das nennt sich dann der "Region verbunden". Muss man aufpassen. Niemals erpressbar werden !
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