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Lohnt es sich mit Weide zu heizen?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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49 Beiträge • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Lohnt es sich mit Weide zu heizen?

Beitragvon kärnten » Sa Mär 23, 2013 14:18

Mir kommt vor, Weidenholz ist das ertragreichste Brennholz überhaupt. Die Weiden wuchern richtig und der Zuwachs ist gewaltig. Es gibt offenbar auch keine Parasiten oder Krankheiten, Schnee und Sturm ist auch kein Problem. Eigentlich nicht totzukriegen.

Habe mal eine Parzelle vor 10 Jahren vom Weidenholz befreit. Alle Bäume sind bereits im selben Jahr wieder alleine nachgewachsen und sind heute größer als je zuvor. Die Weide treibt sogar aus einem bodennahen Schnitt wieder ohne Mühen aus. Manchmal wächst die fast 2 Meter im Jahr - unglaublich.

Bin mir echt am überlegen, schwierige Abbruch- und Geröllflächen mit Weiden zu bepflanzen und dadurch schnell zu sichern.
Meine Frage - Ist das Anpflanzen von Weiden in einem Nutz-Forst (was für ein Wort) überhaupt gestattet?
Der Baum ist ja fast wie ein Parasit und verbreitet sich sehr schnell, bekommt man da nicht Probleme?
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kärnten
 
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Re: Lohnt es sich mit Weide zu heizen?

Beitragvon Robiwahn » Sa Mär 23, 2013 14:48

kärnten hat geschrieben:...
Meine Frage - Ist das Anpflanzen von Weiden in einem Nutz-Forst (was für ein Wort) überhaupt gestattet?
Der Baum ist ja fast wie ein Parasit und verbreitet sich sehr schnell, bekommt man da nicht Probleme?


Da Weide ein normaler Waldbaum ist, wüsste ich nicht, was dagegen sprechen sollte, Wälder damit zu begründen. Evtl. gibt es bei euch in Ö. Beschränkungen was das Anlegen von Kurzumtriebsplantagen (falls du an sowas denkst) angeht. Niederwald wäre zudem eine traditionelle Nutzungsart, wenn auch meist mit anderen Baumarten. Und andere Bäume als Weide können je nach Standort sinnvoller sein und auch andere Nutzholzsortimente können sinnvoller sein, aber die Entscheidung über die gewünschte Hauptnutzung (und damit eine Entscheidung über eine zu pflanzende Baumart) fällt immer noch der Waldbesitzer.

Weide ist ein Pionierbaum, sobald die ein bisschen Schatten von oben bekommt, wars das. Sie verbreitet sich auch nicht per Wurzelbrut, wenn ich mich recht erinnere. An Flüssen+Bächen ist die Ausbreitungsstrategie das Wegschwemmen von Zweigen+Ästchen, die irgendwann wieder angeschwemmt werden und anwachsen. Sonst gibts noch die Samen mit diesen watteartigen Flugorganen, aber wenn kein Licht am Landeort ist, keimen die Samen auch nicht. In "normalen" Wäldern wird die Weide ziemlich schnell von anderen Bäumen eingeholt und überwachsen und stirbt danach ab bzw. spätestens in der 2. Baumgeneration kommt sie nicht wieder vor. Wir haben bei uns einige angeflogene Weiden im Oberbestand neben den Roteichen und Kiefern. Wenn wir die rausschneiden, treiben die zwar wieder aus, aber innerhalb eines Jahres vergehen die frischen Triebe wieder.

Grüße, Robert
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Re: Lohnt es sich mit Weide zu heizen?

Beitragvon kärnten » Sa Mär 23, 2013 17:06

Wald14.jpg
Vielen Dank für Deine Antwort.
Ich werde noch heuer einen Hangrutsch in einer hochlagigen (1000m) aber sehr sonnigen Parzelle (siehe Photo) versuchen mit Weide zu stabilisieren, bevor mir da noch mehr runterkommt.
Allerdings sehr steinig alles, aber ich sehe die Weide wächst eben besonders gerne an steinigen Bachläufen.

Blödsinn, oder machbar?
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kärnten
 
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Re: Lohnt es sich mit Weide zu heizen?

Beitragvon Robiwahn » Sa Mär 23, 2013 17:40

Puh, meine Gebirgswaldbau- oder gar Schutzwaldmanagement-Kenntnisse sind nicht so wahnsinnig groß, aber prinzipiell würde ich sagen: könnte funktionieren.

Aber zieh auch mal Erlenarten in Betracht, die sind in gerade in Alpen auf Schuttflächen recht weit verbreitet. Und ich weiß nicht, wie stabil dein Hang ist, ich hätte Bedenken, da mit größeren Maschinen zur Ernte reinzugehen. Sogar zu Fuß hätte ich da Bedenken. Und wenn dann noch ein paar Bäume (und entsprechend Gewicht) drauf stehen, könnte es auch wieder kritischer werden.

Damit kommen wir wieder zum Schutzwaldmanagement zurück: Einerseits werden in den Alpen ja Wälder als Schutzwälder gemanagt, andererseits kann das Gewicht des aufstehenden Holzvorrats auch Rutschungen und Murgänge verursachen. Frag da besser mal nen Spezialisten für Schutzwaldmanagement oder nen Förster, keine Ahnung wie bei euch die Privatwaldberatung organisiert ist.

Grüße, Robert
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