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Löschkalk - Angebliches Allroundwundermittel ohne Wirkung ?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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49 Beiträge • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Löschkalk - Angebliches Allroundwundermittel ohne Wirkung ?

Beitragvon Kalker » Sa Jan 26, 2013 11:37

Die Wirkung von Löschkalk gegen falschen und echten Mehltau an Weinreben ist überzeugend und eigentlich nur eine Nebenwirkung, wenn man regelmäßige Blattdüngungen mit MgO und CaO zur Stärkung des Zellgewebes und zur nachhaltigen Pufferung des intrazellulären pH-Wertes vornimmt. Diese wird bspw. zur Vermeidung der Stiellähme empfohlen.

Löschaklk desinfiziert die Blattoberflächen von Sporen, Sporenlagen, Bakterien und Schadinsektengelegen, fördert das Bodenleben und müsste sowieso auf den meisten Böden in großen Mengen zur Bodenausgleichskalkung verwendet werden; verursacht also trotz umfangreicher Wirkungen keine Mehrkosten.

Eine Blattdüngung mit Löschkalk im Obstbau vermeidet die Ausbreitung pflanzenpathogener Erreger, wie Feuerbrand, Pseudomonas, Xantomonas, usw. . Die Wirkung übertrifft dabei die von Streptomycin, da die Sonderzulassungen nur drei Anwendungen erlauben, was oft nicht mal im Frühjahr genügt.

Keine Monillia, keine Kräuselkrankheit, kein Schorf, keine Stielfäulen bei Gemüse, keine Phytophtora, keine Spinnmilben, keine Blattläuse, kein Gift und dennoch ausreichend Nützlinge.

Das die Düngung mit Löschkalk laut BBA eine Pflanzenschutzmaßnahme ist, stimmt nicht. Die Erkenntnisse des Zellstoffwechsels unserer Kulturpflanzen belegen eine Stärkung durch kationenreiche Blattdüngung. Bester und pflanzenverträglichster Dünger hierfür ist reines CaO.
Es gelten daher auch keine Richtlinien bezüglich Abdrifft, bzw. Pflanzenschutzzulassung der Blattdüngungsgeräte.

Die "Wissenschaftler" sollten nochmal ganz von vorne nachlesen, was in der "guten fachlichen Praxis" im Integrierten Anbau und vor allem in den Schulbüchern der Gärtner und Landwirte steht.
Erst düngen dann spritzen!
Kalker
 
Beiträge: 3
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Re: Löschkalk - Angebliches Allroundwundermittel ohne Wirkung ?

Beitragvon gluehstrumpf » Sa Aug 24, 2013 12:50

@Kalker:

ja, dazu findet man im Internet zahlreiche gute und fachlich qualifizierte Beiträge allerdings leider ohne weitergehende Hinweise wann und wieoft gespritzt werden sollte.
Genau diese Information wäre für mich wichtig.
Vielleicht kann hier jemand fachlich was dazu beitragen.

bitte erspart uns allen weitere polemische Antworten , dieser Threat ist schon genügend mit solchen Beiträgen "versaut".


Gruß Gluehstrumpf
gluehstrumpf
 
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Re: Löschkalk - Angebliches Allroundwundermittel ohne Wirkung ?

Beitragvon Maschbauer » Sa Aug 24, 2013 13:47

Fri-dolin???
Die schlimmsten Lobbyisten sind die Vertreter von Greenpeace,BUND etc
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Maschbauer
 
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Re: Löschkalk - Angebliches Allroundwundermittel ohne Wirkung ?

Beitragvon Kalker » So Aug 25, 2013 11:28

@ Glühstrumpf,
man kann die Wirkung von Löschkalk mit Kontaktfungiziden vergleichen.
Würde man Löschkalk als PSM einsetzen, könnte man sich bez. der Spritzzeiträume ebenfalls an entsprechenden Empfehlungen orientieren.
Da wir Blattdüngung betreiben, haben wir einen anderen Ansatz.

Unsere Kulturpflanzen wurden gierig auf N, P, K gezüchtet --> schnelle Aufnahme von Nährstoffen + , zügiges Wachstum +, hohe Krankheitsanfälligkeit - .
Ca und Mg werden dabei vernachlässigt --> kostet Zeit, welche man den Pflanzen nicht läßt.
Diese Kationen geben wir als Blattdüngung und gleichen den Mangel auf diese Weise aus.

Ein Vorteil von Kalzium ist seine Rolle in der Signalübertragung bei der Immunabwehr. Über die Vorteile von Magnesium braucht man nicht diskutieren, man sieht binnen zwei Tagen, wie das Laub sich mit Chlorophyll füllt und der Fruchtfall merklich nachlässt.

Wir beginnen also sehr früh mit der Stärkung der Pflanzen und gewöhnen sie damit auch an die alkalische Düngung. Je höher das Defizit, desto stärker die Aufnahme der Pflanze. Gut versorgte Pflanzen erleiden auch bei Spritzungen im Sonnenlicht keine Verbrennungen, während ich bei Juglans, Sorbus domestika und Malus Silvestris in Verbindung mit Sonnenlicht leichte Verbrennungen junger Blätter, bei der ersten Düngung entdecken konnte.

Bei einem Kartoffelanbauversuch 2013 (Südpfalz, Kartoffelanbaugebiet) habe ich, da keine Früchte getroffen werden, eine hohe Dosis von 25 gr/ liter gewählt, was dazu führt, dass Rückstände des Magnesiumkalkes auf dem Blatt haften bleiben. Ich habe keinen einzigen Kartoffelkäfer gesehen. Wahrscheinlich werden ihre Kauwerkzeuge zu stark beansprucht. Die Frequenz der Behandlungen war wöchentlich bis 14-tägig.
Bei den 14-tägigen Intervallen wurden Phytophthorainfektionen (Tagsüber trocken, Nachts Tau) sichtbar, die durch eine weitere Blattdüngung abgestoppt wurden.
Auch eine Parzelle Tomaten war nach 2 Wochen Aussetzen der Düngung befallen. Hier war die Infektion nicht mehr zu stoppen, konnte aber von anderen Parzellen ( 5 m entf. ) fern gehalten werden.

Falschen und echten Mehltau habe ich nicht, weder an Gurken, Wein, Zucchini, Kürbis, etc. . Bei echtem Mehltau würde ich an Tagen mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit öfters düngen.
Obwohl nur wenige hundert Meter Luftlinie von meinen Kulturen die letzten 3 Wochen mehrere ha Zuchini abgefault sind, habe ich keinen Befall. Offensichtlich waren diese Kulturen schlecht versorgt.

Weise Fliege an Kohl und Bohne verschwand nach einer Blattdüngung, ebenso Blattlauskolonien und Milben an Auberginen. Nutzinsekten, wie Weberknecht, Marienkäfer, Ameisen, bleiben am Leben, genauso wie Raupen, ab einer gewissen Größe.

Da Ca und Mg nur schwer in der Pflanze transportiert werden, kann man davon ausgehen, dass eine wöchentliche Blattdüngung für den Ausgleich der Nährstoffe in den nachgewachsenen Pflanzenteilen genügt.
@Laurentius
Die Wirkung des Löschkalkes zu erläutern, war Inhalt einer Studie (Dr.-Arbeit) zur Wirkung von alkalischen Düngemitteln gegen Apfelschorf. Auch die Wirkung zahlreicher Desinfektionsanwendungen von Löschkalk müsste allen "alten Hasen" bekannt sein.
Ein Liter Wasser löst 1,7 gr CaO. Nehmen wir das doppelte als Puffer für den Verbrauch bei der Reaktion, dann haben wir eben diese Desinfektionswirkung, wie im Stall, auf dem Blatt.
Bakterien und Pilze und auch Insekteneier haben nicht eine ausreichend dicke Schicht, um sich gegen den elektrochemischen Angriff von alkalischen und sauren Düngemitteln zu wehren. Sie müssen ja auch Atmen(umgangssprachlich)!
Um neben den Vorteilen einer Blattdüngung auch die Desinfektionswirkung zu nutzen, (dies ist kein Aufruf zum Pflanzenschutz) ist es notwendig, eine hohe Benetzungsrate und eine feuchte Wirkungszeit von 30 minuten zu erzielen. ( siehe Dr.-Arbeit Katja Schulze).
'Hoffe diese Informationen genügen, um mit Hilfe einer ausgeglichenen Düngung massenhaft Pestizide einsparen zu können.
Und "last but not least"
Beim Ausbringen von alkalsichen Düngemitteln immer Augenschutz tragen !!! Handschuhe und sonstige Schutzkleidung dto. .
Kalker
 
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