Die Wirkung von Löschkalk gegen falschen und echten Mehltau an Weinreben ist überzeugend und eigentlich nur eine Nebenwirkung, wenn man regelmäßige Blattdüngungen mit MgO und CaO zur Stärkung des Zellgewebes und zur nachhaltigen Pufferung des intrazellulären pH-Wertes vornimmt. Diese wird bspw. zur Vermeidung der Stiellähme empfohlen.
Löschaklk desinfiziert die Blattoberflächen von Sporen, Sporenlagen, Bakterien und Schadinsektengelegen, fördert das Bodenleben und müsste sowieso auf den meisten Böden in großen Mengen zur Bodenausgleichskalkung verwendet werden; verursacht also trotz umfangreicher Wirkungen keine Mehrkosten.
Eine Blattdüngung mit Löschkalk im Obstbau vermeidet die Ausbreitung pflanzenpathogener Erreger, wie Feuerbrand, Pseudomonas, Xantomonas, usw. . Die Wirkung übertrifft dabei die von Streptomycin, da die Sonderzulassungen nur drei Anwendungen erlauben, was oft nicht mal im Frühjahr genügt.
Keine Monillia, keine Kräuselkrankheit, kein Schorf, keine Stielfäulen bei Gemüse, keine Phytophtora, keine Spinnmilben, keine Blattläuse, kein Gift und dennoch ausreichend Nützlinge.
Das die Düngung mit Löschkalk laut BBA eine Pflanzenschutzmaßnahme ist, stimmt nicht. Die Erkenntnisse des Zellstoffwechsels unserer Kulturpflanzen belegen eine Stärkung durch kationenreiche Blattdüngung. Bester und pflanzenverträglichster Dünger hierfür ist reines CaO.
Es gelten daher auch keine Richtlinien bezüglich Abdrifft, bzw. Pflanzenschutzzulassung der Blattdüngungsgeräte.
Die "Wissenschaftler" sollten nochmal ganz von vorne nachlesen, was in der "guten fachlichen Praxis" im Integrierten Anbau und vor allem in den Schulbüchern der Gärtner und Landwirte steht.
Erst düngen dann spritzen!
