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Märchenstunde

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1369 Beiträge • Seite 91 von 92 • 1 ... 88, 89, 90, 91, 92
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Re: Märchenstunde

Beitragvon burgunder » Sa Jan 24, 2026 14:22

Winzer3.0: Diese Preise kann ich bestätigen für den BWK. Besonders Spätburgunder ist sehr enttäuschend! Daß MT schlecht sind war klar. Leider
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Re: Märchenstunde

Beitragvon grapedesigner » Sa Jan 24, 2026 18:23

Gutedel136 hat geschrieben:
burgunder hat geschrieben:Wie soll sich das rechnen? Außer Du hast weder Lohn noch Pachtkosten. Aber Deine Entlohnung ist dann bei max 5€ die Akh, eher weniger.


Die Entlohnung ist ja auch immer etwas davon abhängig wieviel Zeit investiert wird. Gibt es hier im Forum denn jemand der definitiv weiß wieviele Stunden Arbeitszeit er pro Ha aufwendet?
Ich meine dabei eigene Dokumentatione und nicht Zahlen die der Fachpresse (insbesondere vom Kollegen Ochsner) kommuniziert werden.


Ja, kann ich relativ genau für jeden Arbeitsschritt
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Steyr_80_Freak » Sa Jan 24, 2026 18:53

Ich glaube das wissen einige Winzer schon sehr genau.

Bei mir ist es so, dass ich im Normalfall bei Arbeitsbeginn meine Tracking App starte und diese dann bis zum Schluss mitläuft.
Danach kann ich dann ganz genau sehen, wie viel Zeit ich wo verbracht habe, es wird dort auch unterschieden ob es Wegezeiten sind oder nicht.

Wenn man sich auch noch die Mühe macht alle seine Maschinen und Verbrauchsgüter mit Stundensätzen bzw. Preise anzulegen, kann mann sehr genau die Kosten pro Parzelle für jede Arbeit nennen.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon freddy55 » Sa Jan 24, 2026 21:01

Gutedel136 hat geschrieben:
burgunder hat geschrieben:Wie soll sich das rechnen? Außer Du hast weder Lohn noch Pachtkosten. Aber Deine Entlohnung ist dann bei max 5€ die Akh, eher weniger.


Die Entlohnung ist ja auch immer etwas davon abhängig wieviel Zeit investiert wird. Gibt es hier im Forum denn jemand der definitiv weiß wieviele Stunden Arbeitszeit er pro Ha aufwendet?
Ich meine dabei eigene Dokumentatione und nicht Zahlen die der Fachpresse (insbesondere vom Kollegen Ochsner) kommuniziert werden.


Kann dir das auch genau sagen, wobei ich deinen zitierten Kollegen Ochsner in jedem Fall unterstützen muß, der ist sehr nahe an der Realität, es geht ja um Durchschnittswerte, daß es Unterschiede in den Parzellen gibt ist ja klar, und nicht jeder hat seine Flächen ums Haus, ich war z.b. auf 9 Gemarkungen in 2 Gebieten :lol:
Grobe Zahlen : Normalerziehung 250 Std. 50 davon Maschinenstunden, Vertiko 150 Std. 30 davon Maschine.
Reine Produktionskosten 6 - 7000,- erforderliches Traubengeld 13 000,- Euro :roll: :roll: das ist die Realität, wer mir was anderes erzählt, der soll mir das dann bitte mal vorrechnen.

.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Fendt 308 ci » So Jan 25, 2026 10:30

So sieht die Realität aus.
Warum hören dann nicht mehr Betriebe auf?
Ganz einfach, weil von den Abschreibungen gelebt wird, sprich es wird nicht mehr investiert in Neuanlagen, Technik und in Gebäude schon gar nicht. Dann bleibt das Girokonto trotz nur 5 oder 6000 Euro Umsatz pro ha noch im grünen Bereich.
Das geht gut, wenn das Ende ohnehin absehbar ist. Ist der Betriebsleiter ü50 dann braucht er Plan B.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon burgunder » So Jan 25, 2026 12:23

Habe schon 21 begonnen MT zu roden und in Ackerland umzuwandeln. Bei guten Böden und ausreichender Parzellengröße ist das durchaus eine Alternative.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Öchslemacher » So Jan 25, 2026 15:23

Wenn das alles soooo stimmt macht ein 15 ha Winzer im Jahr ca 100000 Euro kaputt ? Und wie lange kann das durchgehalten werden??
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Fendt 308 ci » So Jan 25, 2026 15:37

Öchslemacher hat geschrieben:Und wie lange kann das durchgehalten werden??


Hab ich doch geschrieben, so lange bis die "Substanz" aufgebraucht ist oder die Bank nicht mehr mitmacht.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon NH-T6.140 » So Jan 25, 2026 16:03

Fendt 308 ci hat geschrieben:
Öchslemacher hat geschrieben:Und wie lange kann das durchgehalten werden??


Hab ich doch geschrieben, so lange bis die "Substanz" aufgebraucht ist oder die Bank nicht mehr mitmacht.

Und bis alles versilbert ist.
Wer nicht mehrere Standbeine hat ist in naher Zukunft weg vom Fenster. Er weiß es nur noch nicht. Wenn wir für den Weinverkauf mehr Umsatz generieren können, wird das von den parallel steigenden Kosten aufgefressen.
Wie haben die Talsohle noch nocht durchschritten.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Öchslemacher » So Jan 25, 2026 17:04

Also hoffnungslos ! Wer noch keine 30 ist 2.Ausbildung machen.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon freddy55 » So Jan 25, 2026 17:22

Meine Worte, hören manche aber nicht gerne, ich hab Anfang der 80 er schon zur Absicherung nen 2. Abschluß gemacht, und als mein Junior in der Orientierungsphase war hab ich ihm ganz klar vorgegeben erst einen anderen Beruf zu lernen, dann kann er den Winzer machen. War vor kurzem in ner Versammlung, da haben 3 Geisenheimer, jeder für sich bekundet, man will in 20 in 30 ja gar in 40 Jahren noch Winzer sein :roll: :roll: da fällt mir nichts dazu ein, außer in 30 Jahren wieder :klug:

.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Fulcrum » So Jan 25, 2026 17:40

Öchslemacher hat geschrieben:Und wie lange kann das durchgehalten werden??


Wenn ausreichend Vernunft und Einsicht vorhanden ist , hört er auf bevor der finanzielle Verlust weh tut.
Den Anderen sagt es die Bank. :D

Vor einigen Tagen ein Gespräch mit einem Lohnunternehmer geführt, er hat auf der Ostseite von unserem Mittelgebirge einem Betrieb fast 7 Ha gerodet z.T. bis 250, 300m Zeilenlänge. Die Flächen werden nicht neu bepflanzt.
Zuletzt geändert von Fulcrum am So Jan 25, 2026 18:29, insgesamt 1-mal geändert.
Vinum bonum deorum donum.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon Fendt 308 ci » So Jan 25, 2026 17:47

Noch steht der Untergang des Abendlandes nicht überall bevor, so wie einige hier schreiben.
Und auch in 10, 20 oder 50 Jahren werden zumindest hier am Kaiserstuhl Reben kultiviert, davon bin ich überzeugt.Die Frage ist nur, in welchem Umfang.

Die Fläche schwindet jetzt ordentlich, selbst hier bei uns wo man noch auskömmliche Erlöse bekommt. Hab den Winter schon jede Menge schöne Parzellen gepflügt, auf denen von Kollegen 2025 noch Trauben gelesen wurden und in diesem Jahr der Mähdrescher fahren wird.

Es geht weiter, auch ohne zweite Ausbildung :mrgreen:
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Re: Märchenstunde

Beitragvon NH-T6.140 » So Jan 25, 2026 18:11

Fendt 308 ci hat geschrieben:Noch steht der Untergang des Abendlandes nicht überall bevor, so wie einige hier schreiben.
Und auch in 10, 20 oder 50 Jahren werden zumindest hier am Kaiserstuhl Reben kultiviert, davon bin ich überzeugt.Die Frage ist nur, in welchem Umfang.

Die Fläche schwindet jetzt ordentlich, selbst hier bei uns wo man noch auskömmliche Erlöse bekommt. Hab den Winter schon jede Menge schöne Parzellen gepflügt, auf denen von Kollegen 2025 noch Trauben gelesen wurden und in diesem Jahr der Mähdrescher fahren wird.

Es geht weiter, auch ohne zweite Ausbildung :mrgreen:

Das ist bei vielen, Auch bei mir das Problem. Die Flächen lassen sich nicht alternativ nutzen. (Also ackerbaulich) aufgrund der Zufahrt.
Obst Gemüse? Nee danke. Nicht meins. Bei vielen wird es auf brachen hinauslaufen.
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Re: Märchenstunde

Beitragvon freddy55 » So Jan 25, 2026 19:09

Natürlich wird der Weinbau in reduziertem Umfang weitergehen, aber in diesem Umfang nicht, auch in Zukunft nicht mehr :klug:
Ackerland hab ich auch, seit 2 Jahren wieder brach, weil das Wort verdienen, will ich auch da nicht gebrauchen, und Sozialhilfeempfänger hab ich nicht gelernt :lol:

.
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