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Massentierhaltung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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63 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5

Re: Massentierhaltung

Beitragvon Kyoho » Do Feb 14, 2013 14:38

Ein bedeutender Abflusskanal für Fleisch ist die Heimtiernahrung. Ein sehr lukrativer, wenn auch dekadenter Wirtschaftszweig. Für Hund und Katz' sind Massenschweine bald nicht mehr gut genug, müssen nach Meinung ihrer wohlhabenden Herrchen und Frauchen bald auch Premiumschweine sein.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Jochens Bruder » Do Feb 14, 2013 16:43

schimmel hat geschrieben:Globale Überproduktion kann es nicht geben, nur fehlende Finanzmittel zum Erwerb von Lebensmitteln in Teilen der Welt.


Was würde deiner Meinung nach passieren wenn in der EU die Großschlachtereien plötzlich sagen wir mal 10% der Tiere statt von heimischen Produzenten zu kaufen lieber importieren? Da reichen vermutlich wenige Wochen aus um die gesamte EU-Produktion ins Chaos zu stürzen obwohl das nur 1% oder weniger der gesamten Jahresproduktion ausmacht. 10% der Tiere können nicht ausgestallt und müssen weitergefüttert werden, es gibt keine freien Mastplätze für die neuen Ferkel und keine Einnahmen. Banken, Futtermittellieferanten, Personal usw. wollen aber weiter bezahlt werden. Also muß zu jedem Preis verkauft werden, die Preise fallen weit unter den Herstellungskosten.

Das ist kein fiktives Horrorszenario. Auf den Philippinen und vermutlich vielen anderen Ländern hat es solche Situationen schon öfters gegeben. Das Problem ist die Hebelwirkung bzw. Lawineneffekt. Als 2007/8 die Weltmarktpreise für Getreide explodierten war es ähnlich. Obwohl nur ca. 5% der Gesamtproduktion international gehandelt wird reicht eine geringfügige Verknappung dieser relativ geringen Menge über einen nur kurzen Zeitraum um alle Preise zu vervielfachen.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Kyoho » Do Feb 14, 2013 16:58

Jochens Bruder hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:Globale Überproduktion kann es nicht geben, nur fehlende Finanzmittel zum Erwerb von Lebensmitteln in Teilen der Welt.


Was würde deiner Meinung nach passieren wenn in der EU die Großschlachtereien plötzlich sagen wir mal 10% der Tiere statt von heimischen Produzenten zu kaufen lieber importieren? Da reichen vermutlich wenige Wochen aus um die gesamte EU-Produktion ins Chaos zu stürzen obwohl das nur 1% oder weniger der gesamten Jahresproduktion ausmacht. 10% der Tiere können nicht ausgestallt und müssen weitergefüttert werden, es gibt keine freien Mastplätze für die neuen Ferkel und keine Einnahmen. Banken, Futtermittellieferanten, Personal usw. wollen aber weiter bezahlt werden. Also muß zu jedem Preis verkauft werden, die Preise fallen weit unter den Herstellungskosten.

Das ist kein fiktives Horrorszenario. Auf den Philippinen und vermutlich vielen anderen Ländern hat es solche Situationen schon öfters gegeben. Das Problem ist die Hebelwirkung bzw. Lawineneffekt. Als 2007/8 die Weltmarktpreise für Getreide explodierten war es ähnlich. Obwohl nur ca. 5% der Gesamtproduktion international gehandelt wird reicht eine geringfügige Verknappung dieser relativ geringen Menge über einen nur kurzen Zeitraum um alle Preise zu vervielfachen.


Das nennt man auch Schweinezyklus. Aldi und Lidl würden Aktionen starten. Der Schweinehalter hätte Absatz, aber nichts verdient, aber dafür ist er ja Unternehmer, dass er solche Risiken trägt. Bei der Planwirtschaft im Sozialismus war Fleisch Mangelware. Soll das die bessere Lösung sein?
Schlimmer ist es, wenn die Kunden kein Fleisch mehr kaufen würden, weil BSE, Dioxin usw. und der Auslandsmarkt würde ebenfalls wegbrechen. Dann wäre Überlagerung wohl unumgänglich. Aber auch das haben wir schon überlebt.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Jochens Bruder » Fr Feb 15, 2013 8:49

Kyoho hat geschrieben:Bei der Planwirtschaft im Sozialismus war Fleisch Mangelware. Soll das die bessere Lösung sein?

Heute leben wir ja auch in einer Planwirtschft. Die Regierung plant und finanziert gewaltige Überkapazitäten in der Landwirtschaft und läßt die Steuerzahler dafür kräftig bluten. Deshalb bin ich für freie Marktwirtschaft mit vernünftigen Spielregeln die für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten. Alles Andere ist entweder Kommunismus oder Feudalismus.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Kerimo » Fr Feb 15, 2013 12:18

Es muß ja nicht gleich vegan oder vegetarisch sein. Aber Bioprodukte sind ein MUSS. Leider gibt es ein Problem. Die Bio Nachfrage in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. Die Nachfrage kann nicht mehr befriedigt werden.
Es wird also Zeit das der Staat endlich eingreift und die eingesetzten Fördergelder auch wirklich fördernd einsetzt. Also im Biosektor, und nicht die Maismonokulturen, bzw Massentierhaltungen subventioniert.

Die Grünen können laut Umfragen weiter zulegen. Ich glaube die Wähler verstehen langsam das die Uhr 5 vor 12 anzeigt. Meine Stimme haben sie.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon xyxy » Fr Feb 15, 2013 12:37

Kerimo hat geschrieben:Es muß ja nicht gleich vegan oder vegetarisch sein. Aber Bioprodukte sind ein MUSS. Leider gibt es ein Problem. Die Bio Nachfrage in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. Die Nachfrage kann nicht mehr befriedigt werden.

http://www.focus.de/finanzen/news/messe ... 19840.html

Aber wie kann das sein?
Warum macht der Kunde sein Herz (Portemonnaie) nicht auf :roll:
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon osmo » Fr Feb 15, 2013 13:48

Kerimo hat geschrieben:Es muß ja nicht gleich vegan oder vegetarisch sein. Aber Bioprodukte sind ein MUSS. Leider gibt es ein Problem. Die Bio Nachfrage in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. Die Nachfrage kann nicht mehr befriedigt werden.
Es wird also Zeit das der Staat endlich eingreift und die eingesetzten Fördergelder auch wirklich fördernd einsetzt. Also im Biosektor, und nicht die Maismonokulturen, bzw Massentierhaltungen subventioniert.

Die Grünen können laut Umfragen weiter zulegen. Ich glaube die Wähler verstehen langsam das die Uhr 5 vor 12 anzeigt. Meine Stimme haben sie.

manchmal kann man sich gar nicht entscheiden,ob man nun lachen oder weinen soll.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon SHierling » Fr Feb 15, 2013 14:44

Kerimo: es ist ein zugegeben weit verbreiteter IRRTUM, daß eine vorhandene Nachfrage ausreicht, um die nachgefragten Produkte auch produzieren zu können. Gerade Vegetarier sollten das wissen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Terrano » Sa Feb 16, 2013 12:20

Kerimo hat geschrieben:Es muß ja nicht gleich vegan oder vegetarisch sein. Aber Bioprodukte sind ein MUSS. Leider gibt es ein Problem. Die Bio Nachfrage in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. Die Nachfrage kann nicht mehr befriedigt werden.

Du bist ganz schlau :lol: :lol: :lol: :lol:
Hohe Nachfrage und dann noch ein knappes Angebot dazu, ergibt einen hohen Marktpreis. Hohe Gewinne hätten dann die Biolandwirte und bezahlen könnten die dann auch mehr Pacht als die BGA und Veredler. Aber das ist überhaupt nicht so :lol: :lol: :lol:
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Jochens Bruder » Sa Feb 16, 2013 12:34

Kerimo hat geschrieben:Es muß ja nicht gleich vegan oder vegetarisch sein. Aber Bioprodukte sind ein MUSS. Leider gibt es ein Problem. Die Bio Nachfrage in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr. Die Nachfrage kann nicht mehr befriedigt werden.


Ja, es gibt auf der Welt garantiert 3 Milliarden Menschen die sich gerne einen Daimler kaufen würden, aber nur wenige Millionen können sich das auch leisten. Die Nachfrage muß also auch mit Kaufkraft unterlegt sein. Bei den teuren Bio-Produkten ist das wohl so ähnlich gelagert.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Kerimo » Sa Feb 16, 2013 13:46

Ihr seht das falsch. Bioprodukte sind nicht teuer wenn endlich die Subventionen vom umweltschädlichen Mais weg, hin zu Bio verschoben werden. Allgemein muß bei Konventionell gestutzt werden und hin zu Bio verschoben werden. Das kommt neben gesunden Nahrungsmitteln ohne Rückstände v.a. der Nachhaltigkeit zugute und nicht zu vergessen den Tieren bei verschärfter Biohaltung mit Freilauf.
Lest mal das Parteiprogramm der Grünen. Die haben das verstanden.
Subventionen ja, aber nur in Verbindung zur Umwelt, Tierschutz. Ansonsten würde ich keine meiner Steuergelder opfern.

Wird das umgesetzt dürften Bioprodukte beim Discounter eher günstiger sein als konventionelle Ware.

Und zum Thema Knappheit von Nahrungsmittel : Man muß endlich begreifen das Biogasanalgen eine Fehlinvestition war/ist.
Man kann nicht täglich tausende Tonnen bester Nahrungsmittel in Gruben entsorgen und das wird auch noch subventioniert.
Strom muß über Wind, Wasser oder Sonnenkollektoren erzeugt werden, einspeisen läßt er sich inzwischen problemlos.
Strom über 1a Nahrungsmittel zu erzeugen ist absoluter Unfug. Bin mal gespannt wann das die breite Mehrheit endlich kapiert. Das war übrigens einer der wenigen Fehler, der Grünen. Aber, wer ohne Fehler, werfe den ersten Stein.
Nur wäre jetzt wichtig das wieder auszubügeln.
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon MTX-Driver » Sa Feb 16, 2013 14:14

Kerimo hat geschrieben:Und zum Thema Knappheit von Nahrungsmittel : Man muß endlich begreifen das Biogasanalgen eine Fehlinvestition war/ist.
Man kann nicht täglich tausende Tonnen bester Nahrungsmittel in Gruben entsorgen und das wird auch noch subventioniert.
Strom muß über Wind, Wasser oder Sonnenkollektoren erzeugt werden, einspeisen läßt er sich inzwischen problemlos.
Strom über 1a Nahrungsmittel zu erzeugen ist absoluter Unfug. Bin mal gespannt wann das die breite Mehrheit endlich kapiert. Das war übrigens einer der wenigen Fehler, der Grünen. Aber, wer ohne Fehler, werfe den ersten Stein.
Nur wäre jetzt wichtig das wieder auszubügeln.


Also die biogasanlage sichert meinen arbeitsplatz. Vielleicht da auch mal dran denken bevor man immer nach verboten schreit! Es werden keine Nahrungsmittel in biogasanlagen verwertet die noch für den Verzehr geeignet wären! Und Lebensmittel die nicht für den Verzehr mehr geeignet sind können nur in kofermenteranlagen verwertet werden.

Vielleicht das nächste mal erst informieren und dann posten :evil:
Weltmeister im einbeinigen Holzklotzumtreten und Testfahrer für Gasfeuerzeuge auf einer Zuckerrübenkolchose bei Minsk! :D

Mähdrescher werden in Landkreisen mit 130 Biogasanlagen völlig überbewertet!
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Rumpsteak » Sa Feb 16, 2013 14:35

Kerimo hat geschrieben:Strom über 1a Nahrungsmittel zu erzeugen ist absoluter Unfug.


Stimmt, deswegen tut es ja in Deutschland auch niemand. In Biogasanlagen werden Lebensmittel verwertet, die für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet sind, oder in unser umweltbewussten Gesellschaft nicht mehr dem "Standard" deutscher Lebensmittel bzw Verbraucherwünsche entsprechen. Ohne Biogasanlagen würden diese dann im Müll entsorgt werden, da nutze ich lieber den Strom :wink:.

Was schlägst Du eigentlich für eine Haltung der Biotiere vor, wenn Deine Träume war werden und die Bionachfrage so sehr ansteigt, dass die Discounter ihr Sortiment auf Bio umstellen ? Doch nicht etwa Massentierhaltung ? :shock:
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon wespe » Sa Feb 16, 2013 15:26

Kerimo hat geschrieben:...Strom muß über Wind, Wasser oder Sonnenkollektoren erzeugt werden,...


Wenn ich das Lese... , Diese Vermaledeide Windenergie, da macht man mal einen Ausflug auf die Augustusburg und will auch von dort die Landschaft genießen und was sieht man? :evil: WINDPARKANLAGEN :evil: .
DAS gehört zuallererst Abgeschafft und die Solarparks sowieso, vor allem wenn die noch auf Landwirtschaftlicher Nutzfläche errichtet werden.
Und zu allem Übel erschlagen die Windanlagen mehr Vögel und Fledermäuse als durch Straßenverkehr ums Leben kommen.
Zuletzt geändert von wespe am Sa Feb 16, 2013 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Stachel
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Re: Massentierhaltung

Beitragvon Rumpsteak » Sa Feb 16, 2013 16:19

Hobbit-Hunter hat geschrieben:Ach ehrlich, die würden den ganzen Mais, den GPS-Roggen und die Zuckerrüben sonst auf die Müllkippe fahren? :shock: :shock:


Bin gespannt zu sehen, wie Du demnächst im Feld stehst und die Maiskolben abknabberst, oder den Zucker aus den Rüben lutscht :roll:. Du beschwerst Dich einerseits dass zuviel Nahrungsmittel produziert werden, andererseits aber das zu viel "Lebensmittel" in der BGA landen ? Man hat schon mal sinnvolleres von Dir gelesen..
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