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Mega Kuhstall in BW.

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon LUV » Fr Apr 10, 2015 12:03

Speeder hat geschrieben: Dann wird die Milchviehhaltung eh aufgegeben, bzw. durch Kooperation dann halt 10 Jahre später aufgegeben. Es geht nicht um Zeit anhalten. Aber wer nicht erkennt, dass durch den propagierten Wachstumswahn die Zahl der Bauern so rapide sinken wird, dass wir am Ende NULL gehör und Lobby in der Gesellschaft haben werden, der darf sich nicht wundern wenn am Ende PETA und Co. die Meinungsführerschaft in der Tierhaltung haben.

Speeder, niemand propagiert einen Wachstumswahn, die Betriebe denken nach, sie analysieren, sie sehen sich um, sie entscheiden. Diese ständigen von dubiosen Mächten initiierten Wachstumszwänge existieren nicht, es sei denn der Betriebsleiter ist nicht Herr der eigenen Sinne und Rechenkünste....
Seit Einführung der Quote sind tausende von Betrieben aufgegeben worden, bzw. die Milcherzeugung. Dazu gehören auch Betriebe, die nur keine Kühe mehr halten, aber noch da sind und anderes produzieren bzw. sich spezialisiert haben. Es wird keinen Stillstand geben und es wird keine Stopp bei den Betriebsgrößen geben. Das ist Fakt!
Die Meinungsführerschaft ist bereits abgegeben.......siehe TA: 90% aller bei Schlachthof ankommenden Schweine haben Gelenkschäden....und nun? Mehr kleine Betriebe?
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon T5060 » Fr Apr 10, 2015 12:46

Und wer guckt nach den menschen ?

99 % aller auf dem Friedhof abgegeben Menschen, hatten schwerwiegende gesundheitliche Mängel, der Rest einen an der Murmel.

Die Zahl finde ich besorgniserregend.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon LUV » Fr Apr 10, 2015 13:10

T5060 hat geschrieben:Und wer guckt nach den menschen ?

99 % aller auf dem Friedhof abgegeben Menschen, hatten schwerwiegende gesundheitliche Mängel, der Rest einen an der Murmel.

Die Zahl finde ich besorgniserregend.


Es ist wie es ist.....es passt zur derzeitigen landw. Außenwirkung und hilft allen, die dabei sind, die Landwirtschaft und besonders die Tierhaltung aus diesem Lande zu verdrängen.
Deshalb ist es vollkommen egal, ob ein 1000er oder 200er Kuhstall gebaut werden wird, es ist aus Sicht der Gesellschaft schon falsch!
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon T5060 » Fr Apr 10, 2015 15:12

Ohne Milchvieh, stirbt das Dorf !

Lässt sich in Osthessen sogar statistisch und sicher belegen ....
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon Paule1 » Fr Apr 10, 2015 15:54

Es schließt sich immer mal wieder der Kreis, auch bei uns war die Kuh der Garant gegen den Hunger und für den Wohlstand .

Bei uns hört der Spaß mit Milchkühen auf ob es nun 20 oder 120 sind, in anderen Länder beginnt der Wohlstandund die Ernährungssicherheit mit einer Kuh, dazwischen ist alles möglich und vorhanden.

http://www.worldvision.de/_formhandler.php?id=366&gift_id=65

Afrikas großes Experiment mit der Gratis-Kuh

http://www.welt.de/wirtschaft/article134199442/Afrikas-grosses-Experiment-mit-der-Gratis-Kuh.html


PS.
mir ist eine Kuh zum leben lieber als 100Kühe :klug:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon T5060 » Fr Apr 10, 2015 16:38

Die Norddeutschen hätten nur Lilliputställem, wenn die nicht von haus so große Eigentumsflächen hätten und zudem noch jährliche Einnahmen von 100.000 € aus Windkraft oder eben Kosteneinsparungen wegen Hafennähe.
Aber die Produkte die die Norddeutschen aus Milch machen, da kannst bestenfalles ein Zusatzstoff für Mörtel in der Denkmalpflege draus machen, aber fressen kannst das nicht wirklich.

Eine Laib Käse von der DMK, den kann man als Rohrendverschluß von einem Abwasserkanal nehmen. Soviel Schnaps kann man gar nicht trinken, bis man sowas runter bekommt. :mrgreen:
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon Piet » Fr Apr 10, 2015 17:35

T5060 hat geschrieben:Die Norddeutschen hätten nur Lilliputställem, wenn die nicht von haus so große Eigentumsflächen hätten und zudem noch jährliche Einnahmen von 100.000 € aus Windkraft oder eben Kosteneinsparungen wegen Hafennähe.
Aber die Produkte die die Norddeutschen aus Milch machen, da kannst bestenfalles ein Zusatzstoff für Mörtel in der Denkmalpflege draus machen, aber fressen kannst das nicht wirklich.

Eine Laib Käse von der DMK, den kann man als Rohrendverschluß von einem Abwasserkanal nehmen. Soviel Schnaps kann man gar nicht trinken, bis man sowas runter bekommt. :mrgreen:


Du hast heute mit dem Schnaps zu früh angefangen, soviel ist mal klar! :prost:
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon LUV » Fr Apr 10, 2015 17:48

Paule1 hat geschrieben:Es schließt sich immer mal wieder der Kreis, auch bei uns war die Kuh der Garant gegen den Hunger und für den Wohlstand .

Bei uns hört der Spaß mit Milchkühen auf ob es nun 20 oder 120 sind, in anderen Länder beginnt der Wohlstandund die Ernährungssicherheit mit einer Kuh, dazwischen ist alles möglich und vorhanden.

http://www.worldvision.de/_formhandler.php?id=366&gift_id=65

Afrikas großes Experiment mit der Gratis-Kuh

http://www.welt.de/wirtschaft/article134199442/Afrikas-grosses-Experiment-mit-der-Gratis-Kuh.html


PS.
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Das ist richtig Paule! Und es hört auch nicht auf mit der Wanderung der Milch vom Süden in den Norden und danach vom Norden in den Osten...ganz weit nach Osten...das wird unweigerlich so kommen, dauert nur etwas.
@Jupp: Deine Geschmackssinne sind aber nicht der Maßstab für den Markt, sonst würde alle Welt den von dir gelobten Käse essen wollen....Die Amis essen Chedar, der schmeckt nach noch weniger, dennoch frisst ihn die Mehrheit. Es gibt noch kein Geschmacksdiktat, noch nicht. Wenn die Menschen im Laden unter tausenden von Marken und Qualitäten aussuchen können, was hindert sie an der Wahl der Wahl?
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon Welfenprinz » Fr Apr 10, 2015 19:07

T5060 hat geschrieben:Die Norddeutschen hätten nur Lilliputställem, wenn die nicht von haus so große Eigentumsflächen hätten und zudem noch jährliche Einnahmen von 100.000 € aus Windkraft oder eben Kosteneinsparungen wegen Hafennähe.


Kleine Nachhilfestunde in Wirtschaftsgeographie, oder was?
und der Begriff Realteilung sagt dir sicher auch etwas.
Aber die Produkte die die Norddeutschen aus Milch machen, da kannst bestenfalles ein Zusatzstoff für Mörtel in der Denkmalpflege draus machen, aber fressen kannst das nicht wirklich.

Eine Laib Käse von der DMK, den kann man als Rohrendverschluß von einem Abwasserkanal nehmen. Soviel Schnaps kann man gar nicht trinken, bis man sowas runter bekommt. :mrgreen:


http://www.wzonline.de/nachrichten/wilh ... rport.html
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon T5060 » Fr Apr 10, 2015 20:27

Der JadeWeserPort ist auch so eine norddt. Fehleinschätzung.
Wieviel tausend Hektar wurden dort zerstört ? Wieviel Mrd. hat das Ding gekostet ?

Der Molkerei Rücker war die meldung eher peinlich. Aber in der Tat werden dort in einem Hafen wie Rotterdam
einzig in der Woche 2 Container Käse verschifft. Selbst wenn der Hafen voll liefe, ginge auch nix.
Die einzigen Verkehrsanbindungen ins Land sind ne Kreisstraße und ne Regionalbahn. :-)
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon T5060 » Sa Apr 11, 2015 1:21

Glaubt ihr wirklich es ist so zielführend, durch immer mehr, durch immer effizienter
die Existenz eines Betriebes oder Familienbesitzes am Leben halten zu können,
wenn man glaubt einen anderen Landwirt ausgebootet zu haben,
sich dann von der Öffentlichkeit als Umweltverschmutzer, Tierquäler, Lebensmittelvergifter und Subventionsbetrüger feiern zu lassen,
damit das Volk beim Essen sparen kann, für Dinge wo der Politik das Überleben sichert ?

Wir haben international mit die höchsten Kosten, bei den weltweit schlechteren Preisen.

Die Qualität an Jungbauern, die es braucht dieses System aufrecht zu erhalten,
dass sind leute die wo anders im jahr mehr als 50.000 € Lohn erhalten.

Nehme ich jetzt die berechende Logik von LUV, dann reicht es aber einfach auch aus,
jedes Jahr 1 - 2 ha Land dazu zu kaufen ohne wirklich richtig Landwirtschaft zu machen,
um das Familienvermögen und die Stellung im Umfeld auszubauen.

Wirklich sind es z.Zt. die gutverdienenden Nebenerwerbler, die ihr nettovermögen deutlich schneller
und besser mehren als die "Wachstumsbetriebe" die mit eigener Arbeit und eigenem Risiko
auf Flächen wirtschaften, mit fremden Leuten und Geld was alles ihnen nicht gehört.

So das war frech und das etwas peinliche gern propagierte "gewinnstreben" der bauern hinterfragt.

Aldi.jpg
Aldi.jpg (39.75 KiB) 912-mal betrachtet
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon Welfenprinz » Sa Apr 11, 2015 5:30

Du laberst rum, kreuz und quer wie es dir gerade in den Kram passt.
Wenn das zeug nicht schmeckte , würde es nicht containerweise exportiert. VW ist ja nicht deshalb erfolgreich, weil DAF die besseren Autos baut, oder? und dass der Kirgise ne andere Rezeptur frisst als der Hesse........... kann dem melkenden Bauern doch wohl egal sein, oder?

zu den Liliputställen:
Den Begriff Realteilung/Erbfolge muss ich in einem Landwirtschaftsforum ja wohl nicht erläutern.
Und, ebenfalls Wirtschaftsgeographie: die Variante " der Mann geht beim Daimler schaffe , und die Frau melkt die 8 Kühe"........ gabs in weiten Teilen Norddeutschlands mangels "Daimler" nun mal nicht(wobei sich das in den letzten 30 Jahren auch gewaltig geändert hat)

zum anderen: die Entwicklung des Veredlungsraums Weser/Ems (und Holland) reicht in ihren Wurzeln bis zum Beginn der Industrialisierung zurück. Futtermittelimport über die Seehäfen(Rotterdam, Bremerhaven) , das Ruhrgebiet als grösster geschlossener Absatzraum Europas(auch das muss ich jedem , der noch die Ankerpunkte der alten EU Interventionsmassnahmen kennt nicht erläutern), dazwischen die Produktion und !!!! die Verarbeitung: die ersten Wurstfrabriken (herta etc. ) entstanden dazwischen in Tecklenburg.
ich hab hier in Grossvaters Bücherschrank Beschreibungen aus den 20er jahren , wo von Grossmästereien für Fleischschweine(damals wurde noch nicht so uniform gedacht sondern viel marktgerechter differenziert) mit 1000 Plätzen die Rede ist.

Daraus ergibt sich schlicht und ergreifend ein struktureller-zeitlicher Vorsprung in der Entwicklung. Egal ob Wiesenhof, Big Dutchman oder belafarm oder ne simple Ferkelerzeugergemeinschaft....... die waren alle in den 80er Jahren schon auf die Erweiterung des Exports ausgerichtet. Eigentlich auch keine grosse hirnleistung...... die Stagnation der Bevölkerungszahlen in Europa waren ja nun jedem, der lesen kann, bekannt.
und sowie in Süddeutschland die Industrie über Clusterbildung Synergieeffekte hat, hast Du die im Weser Ems Raum eben in der Landwirtschaft/Verarbeitung, wodurch sich dann eben eine immer weitergehende Spreizung der Entwicklung ergibt.(akls ich noch Schweine hatte , hatte ich Vorkosten von 8-12 DM, mein Kommilitone in Calveslage 4 DM :mrgreen: ..... das alleine reicht ja schon dafür aus, dass der eine aufhört und der andere wächst).

Aber gut... du meinst, dass dort die grossen Ställe stehen, weil die Geld von den Windkraftanlagen kriegen................ okay, dann ist das zweifellos so.
Amen.
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon Welfenprinz » Sa Apr 11, 2015 5:53

T5060 hat geschrieben:Glaubt ihr wirklich es ist so zielführend, durch immer mehr, durch immer effizienter
die Existenz eines Betriebes oder Familienbesitzes am Leben halten zu können,
wenn man glaubt einen anderen Landwirt ausgebootet zu haben,


Zum Ausbooten gehören zwei.
Man kann den wachsen Betrieb nicht dafür verantwortlich machen, dass in einem anderen Betrieb die Entscheidung "ich hör mit dem Betriebszweig/der Landwirtschaft auf" fällt.
sich dann von der Öffentlichkeit als Umweltverschmutzer, Tierquäler, Lebensmittelvergifter und Subventionsbetrüger feiern zu lassen,


vollkommen falsches Feindbild.
Der grösste Förderer des Strukturwandels in der Landwirtschaft ist die Denke im Berufsstand. Egal ob Ausbildung, Beratung, Verband oder das familiäre Gespräch am Frühstückstisch. "hast du nicht so und so viel ha/Stallplätze musst Du aufhören".
totale Uniformität. Milch, Getreide, Rüben, Fleisch.
jegliche Kreativität, Phantasie, Querdenke wird erstickt , niedergebügelt und den jungen leuten irgendwas zu versuchen der Mut genommen. Sieht man ja hier im Forum. Egal ob Pensionspferdehaltung, Bio, Direktvermarkter......... alles Spinner, Blödmänner, keine richtigen Bauern.
Die letzetn 30 Jahre hätten vollkommen anders verlaufen können, wenn man den jungen Leuten nicht "du hast soundsoviel ha " sondern " du hast einen kopf , 2 Hände und 2500 + Arbeitsstunden" gesagt hätte.
Diese scheiss ReichsnährstandsBlutundboden einstellung in den köpfen ist der grösste Feind unseres Berufsstandes.
zum Glück ändert sich das meiner Beobachtung nach bei den u 25 Leuten etwas.




Die Qualität an Jungbauern, die es braucht dieses System aufrecht zu erhalten,
dass sind leute die wo anders im jahr mehr als 50.000 € Lohn erhalten.


Mein Sohn hat in der Landwirtschaft seit er 19 ist , niemals weniger verdient als ein -in der Ausbildung vergleichbarer - Industriearbeiter.
Das was in meiner Ausbildungszeit noch ein Schwerpunktthema war- die Erzielung eines Arbeitseinkommens in der Landwirtschaft , das mit anderen Wirtschaftszweigen vergleichbar ist - ist heute erreicht. :D
Übrigens........ arbeite der Junge exportorientiert. Täglich 4-5 Lkws voll nach Russ........ ähhh, Weissrussland und Kasachstan. :mrgreen:



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und besser mehren als die "Wachstumsbetriebe" die mit eigener Arbeit und eigenem Risiko
auf Flächen wirtschaften, mit fremden Leuten und Geld was alles ihnen nicht gehört.



Einkommenskombinationen sind auch in anderen Bereichen üblich und werden mehr und mehr . Teils selbstständig und angestellt findest du in IT-Berufen, Beratertätigkeiten undundund. Das wird/ist Normalität. hat nix mit Landwirtschaft zu tun.

im übrigen kommst Du da in Bereiche persönlicher Entscheidungen, die nicht mehr 100%ig rational begründbar und erfassbar sind.
Das schöne Geld im Angestelltenverhältnis......... inklusive der Aussicht gekündigt und arbeitslos zu werden. :D Gegen die zwänge und Nöte der Selbstständigkeit mit finanziellen Engpässen, aber der Gewissheit immer das Ruder möglichst stark selbst ind er Hand zu halten.

ich hätte 1985 nach meinem Studium zwischen 3 Stellen auswählen können. und hab mich für den Betrieb entschieden.
Und ich würds wieder so machen.
Aber nciht wegen des Geldes. :D
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon schweinefreund » Sa Apr 11, 2015 7:10

Aber eines steht ja wohl fest! In fast jedem Ort gibt es ein paar Baulandgeschädigte Landwirte (eigentlich ein Unwort ) die der Meinung sind sie hätten mit ihrer Hände Arbeit was geschaffen ! Anfang der 80er war ich auf einem Lehrbetrieb in der Stader Geest , dort hat die DOW 10 Jahre vorher die Salzstöcke im Nachbardorf aufgekauft ! Um die 2 DM wurden pro m2 Oberfläche bezahlt . Wenn dieser Geldregen nicht gekommen wäre bei einigen die Talfahrt nicht mehr zu stoppen gewesen ! Mitte der 80er ging es hier in ein paar Dörfern mit der Gas Förderrung los EInmahmen von 8-15 cent pro m2 im Jahr ! Und nun gibt welche die meinen so etwas hilft nicht Strukturen zu schaffen ! Geile Einstellung ......... :gewitter:
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Re: Mega Kuhstall in BW.

Beitragvon Welfenprinz » Sa Apr 11, 2015 7:18

Wenn man ehrlich ist.... es fällt schwer , unser Hof hat in den 60ern selber mal von Bauland profitiert- :mrgreen: .... gehört dieser Baulandkram mit zu der BlutundBodenscheisse.
Da wurden irgendwann in der Vergangenheit mal eine steuerliche Ausnahmeregelung geschaffen, die den ach so hehren grünen Berufsstand gegenüber anderen Wirtschaftszweigen privilegiert.Würde die Wertsteigerung steuerlich normal behandelt, gäbe es den Druck auf die Bodenpreise nicht und diese würden sich stärker an der Rentabilität orientieren.
Was langfristig defin8itv für einen gesunden Berufsstand- mit der Möglichkeit für Neueinsteiger und Betriebsgründungen- von Vorteil wäre.
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