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Millionenschaden in Schwedt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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49 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 16:29

Moin,

T5060 hat geschrieben:So hab mirs angeschaut. Der Hauptgitterträger war zu schwach.
Der war sehr mutig konstruiert.
Der hätte nach oben abgespannt werden müssen und die Stützen, dann nach links und rechts.
70 m Spannweite ist für eine Brücke schon weit und als Halle schon gewagt.


Also mit anderen Worten:

Überlast beim Durchbiegen.

Die Statik war falsch - außerhalb der DIN 1052,
und der Prüfer der Statik hat die diesbezüglichen Grüneinträge nicht angebracht.

Na, dann ist ja alles klar.


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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon langholzbauer » Mo Jul 12, 2021 16:38

Gerichte, Anwälte und Gutachter werden sich da drüber streiten.
Und gut dran verdienenden.
Aber dass da irgend einer bei der Konstruktion versagt oder (geschlampt )hat, beweist ja das Ergebnis!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon T5060 » Mo Jul 12, 2021 16:43

So hätte das aussehen müssen ( @@Isarland + DWEWT schematisch sehr einfach skizziert )
Die Stadträte würde ich auch in die Haftung nehmen, wegen kollektiver Blödheit.

asde.jpg
(37.09 KiB) Noch nie heruntergeladen
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[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 16:51

Moin,

T5060 hat geschrieben:So hätte das aussehen müssen ( @@Isarland + DWEWT schematisch sehr einfach skizziert )
Die Stadträte würde ich auch in die Haftung nehmen, wegen kollektiver Blödheit.

asde.jpg


Also hätten die besser eine Hängebrücke gebaut ?

Die Stadträte sind unschuldig.
Die haben nur den Auftrag vergeben.
Gerechnet hat es ein Ingenieurbüro.
Geprüft hat es im Auftrag der Bauverwaltung Schwedt ein externes Büro.
Gebaut hat den Träger eine Holzbaufirma.
Und zwar vor Ort aus den BSH-Einzelteilen.

Schwedt liegt in Brandenburg.
Da hat man ja Erfahrung mit Großbauwerken.


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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 17:19

Moin,

ich habe mal die Stelle rausgesucht, die versagt hat.

Der rote Kringel zeigt die Stelle.
.
Schwedt_Aquarium_Holz_a.jpg
Schwedt_Aquarium_Holz_a.jpg (20.66 KiB) 4479-mal betrachtet




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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Barbicane » Mo Jul 12, 2021 17:35

Wenn die Statik grundsätzlich falsch war, wieso hält das dann so lange und bricht nicht im Winter mit zig Tonnen Schnee drauf zusammen sondern jetzt im Sommer?

Diese zusammengeleimten Träger scheinen durch wechselnde Feuchtigkeit schneller ihre Eigenschaften zu verlieren als gedacht.
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 17:43

Moin,

Barbicane hat geschrieben:
Wenn die Statik grundsätzlich falsch war, wieso hält das dann so lange und bricht nicht im Winter mit zig Tonnen Schnee drauf zusammen sondern jetzt im Sommer?

Diese zusammengeleimten Träger scheinen durch wechselnde Feuchtigkeit schneller ihre Eigenschaften zu verlieren als gedacht.


Weil es ein Stabilitätsproblem war.

Der Fachwerkbinder hat mit Biegedrillknicken unter Ausweichen des Obergurtes versagt.
Das deckt sich mit den Zeugenaussagen, daß der Binder ohne Vorwarnung
zusammengebrochen ist.

Die 22 Jahre, die der Fachwerkträger gehalten hat, hat nichts mit dem Schnee im
Winter zu tun.
Wir sprechen hier von einem Stabiltätsproblem.

Wenn das BSH seine Werkstoffeigenschaften verloren hätte, hätte sich der Bruch angekündigt.
Z.B. durch Risse oder Durchbiegung.
Das war hier nicht der Fall.


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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Barbicane » Mo Jul 12, 2021 18:09

Nach Zeugenaussagen waren stunden vorher mehrmals laute Knackgeräusche zu hören...

Keine Ahnung wie ihr euch ohne Kenntnisse von genauen Maßen, Material, Lasten, evtl.Vorschäden durch Feuchtigkeit, gescheiten Bildern des gebrochenen Trägers und Kenntnisse der Vorgänge auf der Baustelle usw. so sicher sein könnt dass der Statiker ein Pfuscher ist.

Ruft da mal an, der Fall ist schon geklärt...
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 18:22

Moin,

Barbicane hat geschrieben:Nach Zeugenaussagen waren stunden vorher mehrmals laute Knackgeräusche zu hören...



Genaugenommen zweimal.

Beim zweiten Mal ist der Fachwerkträger dann runtergekommen.

Das Knacken beim ersten Mal war das Abreißen der unterspannten Träger
von den Mittelknoten des Hauptträgers.
Das war dann das Todesurteil.
Die waren nämlich für das Aussteifen vom Obergurt zuständig.


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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Isarland » Mo Jul 12, 2021 18:26

T5060 hat geschrieben:So hätte das aussehen müssen ( @@Isarland + DWEWT schematisch sehr einfach skizziert )
Die Stadträte würde ich auch in die Haftung nehmen, wegen kollektiver Blödheit.

asde.jpg


Was fegst da mich an? hab ich zu dem Thema was geschrieben? Es reichen die anderen, die ihren Senf dazugeben, ohne Hintergrundwissen....du natürlich ausgenommen. :lol: :lol: :lol:
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon T5060 » Mo Jul 12, 2021 18:46

Isarland hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:So hätte das aussehen müssen ( @@Isarland + DWEWT schematisch sehr einfach skizziert )
Die Stadträte würde ich auch in die Haftung nehmen, wegen kollektiver Blödheit.

asde.jpg


Was fegst da mich an? hab ich zu dem Thema was geschrieben? Es reichen die anderen, die ihren Senf dazugeben, ohne Hintergrundwissen....du natürlich ausgenommen. :lol: :lol: :lol:


70 m Spannweite, nicht abspannt verhält sich wie mit 140 durch die Innenstadt. Da braucht man nicht lange rechnen, das ist nur eine Frage der Zeit bis es knallt. Das ist Allgemeinwissen.
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 18:50

Moin,

T5060 hat geschrieben:70 m Spannweite, nicht abspannt verhält sich wie mit 140 durch die Innenstadt.
Da braucht man nicht lange rechnen, das ist nur eine Frage der Zeit bis es knallt.
Das ist Allgemeinwissen.


Ob das mein Professor für Holzbau weiß ?


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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon T5060 » Mo Jul 12, 2021 18:56

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

T5060 hat geschrieben:70 m Spannweite, nicht abspannt verhält sich wie mit 140 durch die Innenstadt.
Da braucht man nicht lange rechnen, das ist nur eine Frage der Zeit bis es knallt.
Das ist Allgemeinwissen.


Ob das mein Professor für Holzbau weiß ?


Olli


Was dein Prof. weis, juckt mich nicht. Mein Zimmermann sagt sein Disto und sein Maßband macht bei 50 m Schluß.
:google: mal Brückenspannweiten, Herr Obereisenbahnbauingenieur
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Barbicane » Mo Jul 12, 2021 19:48

T5060 hat geschrieben:
70 m Spannweite, nicht abspannt verhält sich wie mit 140 durch die Innenstadt. Da braucht man nicht lange rechnen, das ist nur eine Frage der Zeit bis es knallt. Das ist Allgemeinwissen.


Ingenieurbüros planen und rechnen das, das Bauamt genehmigt's, die Baufirma führt's ohne Mucken aus und ein Sachverständigenbüro nimmt's am Ende ab.

Und du schaust ein unscharfes Foto von der Ruine an und weißt sofort aus'm Bauch raus dass sowas nicht geht.

Nicht schlecht Herr Specht!
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Re: Millionenschaden in Schwedt

Beitragvon Neo-LW » Mo Jul 12, 2021 19:56

Moin,

nun habe ich eben mit meinem Statikprofessor telefoniert.

Ja, 70 Meter ist eine lösbare Aufgabe im Holzbau, aber an der oberen Grenze.

Wir beide sind uns einig hinsichtlich dem Ablauf des Versagens.
Es war ein Stabilitätsproblem.
Die einzige Frage, die derzeit noch im Raum steht,
ist ob vor 22 Jahren das Beulen von Fachwerkträgern schon rechnerisch ermittelt wurde.
Es kann sein, daß es zu der Zeit noch 'konstruktiv' zu lösen war.
Das wissen wir nächste Woche,
wenn er seine wissenschaftliche Mitarbeiterin befragt hat.


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