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Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfertig

Wie der Name schon sagt ein Treffpunkt für unsere Erwachsenen Mitglieder wo über Gott und die Welt gequatscht werden kann.
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51 Beiträge • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfe

Beitragvon Redriver » So Apr 05, 2026 10:33

Hallo,
ich habe jetzt hier nur Quer gelesen, aber manche hier sind schon sehr verbissen und ein Stückweit auch verbittert so lese ich es zwischen den Zeilen.
Nur wenn ich als Chef und Unternehmer mit meinen Arbeitern auch auf Augenhöhe komuniziere , und mich ihnen gegenüber Gebührend verhalte kann ich auch eine Gewisse loalität erwarten. Wer hinter jeden Baum steht und in jeden Baustellenbesuch Mistrauen mitbringt der erzeugt beim Mitarbeiter immer schlechte Stimmung. Klar gibt es welche die mal die Situation ausnutzen , wer aber dauerhaft nicht ins System passt muß halt wieder gehen. Ich kenne da Heizungsbauer und Elektriker die sagen ich habe kein Problem wenn der am Wochenende beim Kumpel was schaft , er kauft Material bei mir und ich weis was er Treibt. Brauchts da dann noch eine Fachhandwerker Unterschrift dann muß der Kumpel halt was bezahlen und fertig. Aber genau hier geht es schon los mit Vertrauen und Wertschätzung des Mitarbeiters, wer im Angestellten nur einen Kostenfaktor sieht hat grundsätzlich ein Problem. Dieses, die sind alle Faul, und wollen nicht kenn ich auch aus dem engsten Familien Kreis Schwiegervater hatte ein Elektrogeschäft,
so lange der Arbeiter mit Hungerlohn zufrieden war gab es wenig zu nörgeln, wollte er aber was vom Erfolg abhaben dann wurde es schwierig. Ende vom Lied als es in der Industrie wieder besser wurde sind die guten innerhalb eines Jahren verschwunden, und plötzlich waren halt nur noch 8 von 15 Kräften da. Und hier auch nur die Zweitbesten. Das ist immer ein geben und nehmen. Ich bin seit jetzt 39 Jahren im gleichen Betrieb und immer am selben Gewerk als Instandhalter. Mein besonderes Wissen und herangehensweis habe ich aber bei einem Kumpel gelernt bei dem ich über 10 Jahre nebenbei an Landmaschinen im Hinterhof oder beim Bauern vor Ort geschraubt habe . Diese Zeit war meine lehreichste im Leben, und das auch durch das enorme Wissen meines Kumpel. Ich wurde aber auch immer Wertgeschätzt und die Freundschaft besteht bis heute.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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Re: Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfe

Beitragvon T5060 » Mi Apr 08, 2026 19:57

So war das bei uns um 1980 als Azubis ....https://youtu.be/mMfreYpPmmk?si=ExzbAjBc3cseyYZ8
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfe

Beitragvon urw » So Apr 19, 2026 14:46

landtreff.de/post2247383.html#p2247383
Oberpfälzer hat geschrieben: ... (Arbeiter/Handwerker heißt ja heutzutage nicht automatisch weniger Kohle als ein Studierter mit Laberfach, eher im Gegenteil) ...

Könntest Du bitte hierzu ein paar Beispiele nennen ?
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
Rudolf Z. (z. Berliner Morgenpost)
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Re: Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfe

Beitragvon DST » Di Apr 21, 2026 20:40

Zurück zum Thema.

Das Lohnniveau ist regional sehr unterschiedlich, somit ist es schwierig das ganze in Zahlen zu beziffern.

Ähnlich wie bei Grundstückspreisen.

Fakt ist aber das es überall gute Leute gibt, aber halt zu wenig.

Dann kommt das Prinzip der freien Marktwirtschaft - Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage.

Bei wenigen guten Arbeitnehmern steigt automatisch der Preis(Lohn).

Das Jahr hat 52 Wochen x 40 Std, macht 2080 Arbeitsstunden die bezahlt werden wollen.

Für 1 € mehr Brutto-Stundenlohn kann man so manchen Arbeitnehmer schon motivieren, das bringt dem AN 2080€ Brutto/Jahr, und kostet dem Arbeitgeber im Jahr grob geschätzt 3000€.

Von den 2080 Arbeitsstunden sollte man abziehen:
30 Tage Urlaub
10 Feiertage
10 Tage Fortbildung
10 Tage krank

Macht 60 Tage x 8Std = 480 Stunden.

2080 - 480 macht 1600 Std die der AN tatsächlich Anwesend ist.

Die Produktivität sollte wenigstens bei 75% liegen, also was an den Kunden verrechnet werden kann.

75% von 1600Std/a macht dann 1200Std/a.

In den 1200 Std müssen die 3000€ Mehrausgaben wieder reinkommen, also muss rein für die 1€ Lohnerhöhung der Verrechnungssatz um 2,50€/Std angehoben werden.

Die ganze Rechnung ist linear -
1€ Mehr Lohn macht 2,50€ mehr Verrechnungssatz
2€ Mehr macht 5€
3€ Mehr macht 7,50€ mehr für den Endkunden.

In Zeiten von Handwerkermangel wäre so mancher Kunde bereit 7,50 netto Je Stunde mehr zu bezahlen wenn im Anschluß ein motivierter Arbeiter einen ordentlichen Job macht.

Nebenbei hat der Handwerksbetrieb zufriedene Kunden mit weiterempfehlung und weniger Reklamationen, also unterm Strich auch nochmal mehr davon.

So einige Handwerksbetriebe beherzigen diesen Weg schon, und machen mit weniger - aber guten und gut bezahlten Mitarbeitern einen ähnlichen Gewinn wie andere mit schlecht bezahlten.
Und so nebenbei muss dann auch nicht jeder Auftrag angenommen werden.
Wer einen guten Ruf hat der kann mittlerweile wählen.

Es gibt die Positivspirale - gute Mitarbeiter - gutes Ergebnis - zufriedene Kunden - mehr Folgeaufträge als der Betrieb schaffen kann - guter Gewinn.

Oder die Negativspirale - schwache Mitarbeiter - schwaches Ergebnis - unzufriedene Kunden - Folgeaufträge nur wenn der Preis niedrig ist - kaum Gewinn.

Für einen guten Ruf muss ein Betrieb hart arbeiten, und auch um diesen Aufrecht zu erhalten,

Einen schlechten Ruf hat ein Betrieb schnell und leicht, es wird aber noch ein vielfaches schwieriger diesen wieder loszuwerden.


Zum Eingangsthread:

Zwei starke und zwei schwache Mitarbeiter bringen dem Betrieb am Ende 100% Umsatz, bei 100% Aufwand.

Aber für die beiden schwachen brauchts 70% Aufwand und für die guten nur 30%.

Welche zwei sind am Ende Gewinnbringender?

Wäre ich der Unternehmer so würde ich Downsizing betreiben, stark reduzierter Aufwand bei gering reduziertem Gewinn, dann nur noch die guten Kunden raussuchen und immer ordentlich bedienen.

Unterm Strich auch gut für die Work-Live - Balance.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfe

Beitragvon 240236 » Di Apr 21, 2026 20:51

Habe mal gelesen, daß die durchschnittliche Arbeitszeit von Vollzeitkräften ein wenig über 1300h liegt.


DST: Bist mit deiner Rechnung nicht allzu weit entfernt
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Re: Mitarbeiter Arbeitsmoral, Stundenlohn, was ist Gerechtfe

Beitragvon T5060 » Di Apr 21, 2026 22:01

Früher war ein Unternehmer Unternehmer, heute ist guter Unternehmer ein sehr guter Lehrer und Coach.
Der Techniker und der Vertriebler sind heute nur noch die zweite Ebene. Hat sich ein wenig gedreht die Welt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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