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Neue Baumarten - Erfahrungen

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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56 Beiträge • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon DMS » So Mai 31, 2026 5:07

FeFa2s/Hickory:

Bis vor wenigen Jahren galt ja noch die Schwarzkiefer als d i e Alternative. Allerdings kam diese nahezu immer aus der "österreichischen" Herkunft. Im Raum Würzburg fielen aber nun selbst die alten Schwarzkiefer der Trockenheit zum Opfer, ging durch die Sendung "Unser Land". Deshalb habe ich umgestellt auf eine andere Herkunft, die mittlerweile (!) auch zu bekommen ist, es ist die Korsische/Kalabrische Schwarzkiefer. Soll auch schneller/geradliniger wachsen.

Zu den Atlaszedern. Die sollen auch nicht s o trockenresistent sein (angeblich leider nur wie Douglasie - also anders als man auf den ersten Blick vermutet -). Bei sandigen/sehr trockenen Standorten evtl. die Libanonzeder, die soll aber ja nicht so frostfest sein. Ja, es ist und bleibt schwierig, die genaue Abgrenzung was richtig ist, wird sich wohl leider nur im Lauf der Jahre rausstellen und nicht zuletzt gehört Glück oder eben Pech dazu.
Zuletzt geändert von DMS am So Mai 31, 2026 8:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon frafra » So Mai 31, 2026 8:10

danke baer für die ausführungen

ich bin neuen herkünften sehr offen

aber es ist ein glücksspiel

mit ein schlüssel für mich ist runter mit den umtriebszeiten und stammzahlen !
es gibt immer was zu tun , jabajaja........
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon 240236 » So Mai 31, 2026 10:52

Die kalabrische Schwarzkiefer war bei mir die erste, die den Spätfrösten zum Opfer fiel. Libanonzedern hat es auch erfroren. Atlaszedern halten sich wacker 8).

Bei uns ist das Problem der Boden. Ist fast überall schwerer frischer Lehm. Die Tanne und Japanlärche als Nadelbaum kommt damit am besten klar.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon DMS » So Mai 31, 2026 11:07

240236 hat geschrieben:Die kalabrische Schwarzkiefer war bei mir die erste, die den Spätfrösten zum Opfer fiel. Libanonzedern hat es auch erfroren. Atlaszedern halten sich wacker 8).

Bei uns ist das Problem der Boden. Ist fast überall schwerer frischer Lehm. Die Tanne als Nadelbaum kommt damit am besten klar.


Um genau solche E r f a h r u n g e n aus der Praxis geht es (mir) ! Meinst du damit, die korsischen Schwarzkiefern haben früh ausgetrieben und dann sind die "Kerzen" abgefroren, oder ist das ganze (junge) Pflänzchen erfroren. Und haben diese ggf. wieder ausgetrieben, haben es einige (dennoch) geschafft?
Ich frag deshalb, weil bei meinen Weisstannen es einige sehr ungeduldige Frühstarter gibt, denen es dann den frischen Leittrieb hinwegraffte, die Tanne ist da s e h r empfindlich. Aber komischerweise hält sich die Mehrheit mit dem frischen Austrieb zurück und es ist heuer gutgegangen.......

Bei den Libanonzedern hab ich auch v e r e i n z e l t Frostschaden, aber die haben wieder ausgetrieben. Ja, bei den Atlaszedern gibt es gar keine Spätfrostschäden - bei mir. Dafür ist die Libononzeder wesentlich trockenresistenter als die Atlaszeder.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon 240236 » So Mai 31, 2026 11:28

Die Schwarzkiefern und Libanonzedern sind ganz abgestorben
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Owendlbauer » Mo Jun 01, 2026 8:12

240236 hat geschrieben:
Owendlbauer hat geschrieben:Jeder, der die Augen aufmacht, kann sehen, dass es bei uns (Südostbayern) zu trocken ist. Was soll das mit Panikmache zu tun haben und was soll der Vergleich mit der Atacama-Wüste? Man könnte auch mit dem Mond vergleichen...

Ich betreibe ein Kleinwasserkraftwerk und kann die Wassermengen über die letzten Jahrzehnte daher schon einschätzen. Und die Tendenz geht eindeutig nach unten. Nicht nur bei mir, sondern bei allen kleineren Gewässern hier in der Gegend, man unterhält sich ja auch mit anderen Betreibern. Es gibt vermehrt Starkregenereignisse, die recht schnell bei den kleinen Bächen zu lokalen Ausuferungen/Überschwemmungen führen, aber die kaum zur Grundwasserneubildung beitragen. Von daher sind die reinen von den Wetterstationen gemessen Regenmengen (siehe https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10875&yr=2026&mo=-1=2024&mo=-1) noch nicht mal zu 100 % ausschlaggebend, da ein erheblicher Teil einfach abfließt und zudem recht viel Mutterboden von den Feldern mitnimmt, aber kaum in den verhärteten ausgetrockneten Boden eindringt.

Off topic. Mit diesen Niederschlagsereignissen und dem Grundwasser gebe ich dir Recht. Das Problem liegt aber, meiner Meinung, nach an der ganzen Wasserwirtschaft. Wir pumpen Unmengen von Grundwasser aus dem Boden und leiten dies dann einfach über Kläranlagen in die Flüsse ein. Dort fließt es ab und bleibt nicht in der Fläche.

Natürlich spielen die deutlich zu hohen Grundwasserentnahmen, regional unterschiedlich, auch eine wesentliche Rolle, ganz klar. Das ändert aber nichts an den viel zu geringen Niederschlagsmengen.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon langholzbauer » Mo Jun 01, 2026 15:09

...
Und ein biologisch aktiver Waldboden mit Strauchschicht und NV hat eine deutlich höhere Infiltrationsrate gegenüber der toten Nadelstreu oder alternativ Laubschichten aus fremdländischen Herkünften in dunklen Monokulturen.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Obelix » Do Jun 11, 2026 13:19

Bei mir nach den Erfahrungen aus Neuanpflanzungen Kyrill 2009 und Borkenkäfer 2023:
Regen/Niederschlag eher wenig, 400 - 500,
lange Trockenphasen von 6-8 Wochen im Frühjahr ohne jeglichen Regen, die den Pflanzen und Bäumen zusetzen, gerade in der Zeit, wo sie
Wasser fürs Wachstum benötigen. Bei uns vertrocken inzwischen Eichenbestände, die seit über 100 Jahren geschlossen im Bestand stehen.
(Also Begründung für das Vertrocknen wg. plötzlichen Freistehen durch fehlende Fichten zieht hier nicht.)

Lärche: geht sehr gut. Problem Schneebruch/Windbruch, wachsen m.E. zu schnell.
Buche: geht gut.
Douglasie: geht auch gut, hat aber Probleme mit Schütte/Rost. Pflanze ich nicht mehr, da zuviel Douglasie gepflanzt wird und damit Krankheiten.
Küstentanne: befriedigend
Weißtanne: ausreichend, kümmert eher
Riesenmammut: ausreichend, kümmert eher, mal abwarten
Fichte: mangelhaft, geht zwar an, wird aber wieder vom Borkenkäfer befallen, Pflanze ich nicht mehr, kommt ausreichend über Naturverjüngung.
Nordmanntane: eingegangen
korsische Schwarzkiefer: eingegangen
Eiche: eingegangen

Ahorn: Pflanze ich nicht wg. bekannter Krankheit (Ahorn-Rußrindenkrankheit), kommt aber hier und da ausreichend über Naturverjüngung.
Esche: Pflanze ich nicht wg. bekannter Krankheit (Eschen-Triebsterben), kommt aber hier und da ganz gut über Naturverjüngung.
Birke: Pflanze ich nicht, da über Naturverjüngung mehr als ausreichend Birken kommen. Entwickeln sich gut. Sollte man pflanzen, wenn man
die nicht in ausreichendem Maße über Naturverjüngung eh bekommt.
Kiefer: Pflanze ich nicht, da bei uns der Boden nicht tief genug. Ferner zu Wind-/Schneebruchanfällig.

Fazit:
a.) Auf Grund der enormen Lohnkosten rechnet sich eine Anpflanzung, im Gegensatz zu früher, m.E. heute nicht mehr. Auch mit Förderung nicht.
Vielleicht in 10 Jahren wieder, wenn humanoide Roboter das Pflanzen, Pflegen und Freischneiden übernehmen.
b.) Ferner rechne ich durch zunehmende Hitze sowie immer längere Trockenphasen im Frühjahr - gerade in der Zeit, wo der Baum Niederschlag
benötigt - nicht damit, dass die Bäume ein erntereifes Alter erreichen. Vielleicht wird das mit neuer Genetik in den nächsten Jahren besser.
Sehe ich aber noch nicht ansatzweise.
c.) Naturverjüngung bewächst die meisten Flächen bei mir ganz gut. Auf Südhangflächen, die in der Sonne liegen, wächst nichts, nicht mal
die verhasste Brombeere. Da müssen Photovoltaikanlagen hin, auch zur Beschattung. Vielleich kann man dann etwas drunter oder dazwischen
anbauen. Ist derzeit staatlich/poltitisch nicht erwünscht.

d.) Bodenprobem: Man müsste wie in der Landwirtschaft umfangreich Bodenproben entnehmen und analysieren lassen, um zu entscheiden,
welche Baumarten zu pflanzen sind. Hier besteht m.E. auch staatlicherseits Nachholbedarf.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon DMS » Do Jun 11, 2026 16:38

Obelix: An was sind denn die korsischen Schwarzkiefern eingegangen - Frost (Spätfrost?) oder vertrocknet bzw. was auch immer. Wär nett wenn du das noch schreiben könntest, oder auch einschätzt, was denn die Ursache war. Auch die ungefähre Höhenangabe der Wälder (ca.) wäre interessant. Ich hab die ja (als Versuch) erst heuer gepflanzt, weil die ja nun sehr oft empfohlen wird....... Auch bei "240236" sind die ja eingegangen.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Owendlbauer » Fr Jun 12, 2026 6:15

Obelix hat geschrieben:Birke: Pflanze ich nicht, da über Naturverjüngung mehr als ausreichend Birken kommen. Entwickeln sich gut. Sollte man pflanzen, wenn man
die nicht in ausreichendem Maße über Naturverjüngung eh bekommt.

Birke kommt bei uns mehr als genug per Naturverjüngung, ebenso die Espe. Ich lasse die auch zuerst stehen, es ist ein schöner Vorwald und sie sorgen in jungen Jahren für Beschattung der anderen Baumarten bei Sommerhitze. Dann dünne ich Jahr für Jahr aus, damit die eigentlich gewünschten Bäume nicht zu sehr beschattet werden. Im Endeffekt aber überleben Birken bei mir nur ganz vereinzelt. Der ganz große Teil stirbt in einem Altern von ca. 20-25 Jahren ab, sobald mal ein trockenes Jahr ist. Der Boden ist hier offensichtlich nicht tiefgründig genug, nach einer dünnen Humusschicht kommt Kies. Die Birken sind bei mir die ersten, die sterben und verdorren, selbst die Fichte lebt länger wenn kein Käfer oder Wind kommt. Zum Teil werden sie natürlich auch überwachsen.

Sehr gute Erfahrungen habe ich bisher mit der europ. Lärche. Ein Nachbar allerdings hat einen nahezu ausgewachsenen kleinen Lärchenbestand mit Fichten unterpflanzt!?! Nach rund 20 Jahren sind in einem Trockenjahr die großen Lärchen alle abgestorben. Ich nehme an, der dichte Fichtenbestand unter dem Lärchenschirm hat das geringe Niederschlagswasser bereits oberflächennah mit seinen Flachwurzeln weggesaugt und die tiefgründigeren Lärchen verdursten lassen.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Alla gut » Fr Jun 12, 2026 18:11

Fördern, schützen ,pflanzen , verpflanzen ?
Mit Laubholz mach ich nix mehr .Außer zu Spaß paar Roteichen und Eichen
Wenn es mal Laubholz alleine schafft ok aber extra Arbeit mit machen , nein .
Mit Nadelholz Do, Ta ,Fi , Ki , Lä haben wir doch alles da was die Zukunft braucht und irgendwo immer auch passt.
Da helfe ich ,da pflanze ich .Bauholz wird immer gefragt sein .
In großen Abständen ,zwischendrin darf die Natur wirken .
Das zwischendrin geht in 30 Jahren meist eh durch den Hacker oder ins Brennholz .
Was braucht es da noch was Neues was Fremdes ?
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
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