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Neue Baumarten - Erfahrungen

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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56 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Höffti » Di Mai 26, 2026 14:04

Südheidjer hat geschrieben:Was kommt bei der Grafik nach tiefdunkelrot?


Da kommt nix mehr. Extreme Dürre ist schon das Extremste, was vorgesehen ist:
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Screenshot 2026-05-26 150117.jpg
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon barneyvienna » Di Mai 26, 2026 14:19

Nananana ! Da kommt doch noch was: rechts unten bei der Grafik, da kommt Österreich. Und obwohl wasserreich, schauts da wirklich gelegentlich dunkelrot aus.
Bei mir Niederösterreich sterben die 100-jährigen Weisskiefern einfach so ab, Schwarzkiefern halten sich (bisher) besser.
Ich schütze jetzt vermehrt den Eichen-Aufwuchs, diese Baumart wird öfters unter den am wahrscheinlichsten Überlebenden genannt.Die wachsen zwar langsam (insbesondere unter Schirm), sind aber auch gefragt.
@südheidjer : Österreich mißt seit 250 Jahren, und hat daher Daten von 100 Jahren vor der industr. Revolution.
Was interessiert mich das Klima von vor 150 Jahren, wenn JETZT in den letzten ca. 25 Jahren die 20 Heissesten aller (menschengemessenen) Jahre waren. Brauchst du sonst noch was, um Panik zu kriegen, oder bist du immun ? (ich hoffe, die Wasserversorgungsprobleme sind noch nicht bis zu dir vorgedrungen, in Österreich derzeit sehr aktuell, obwohl eines der wasserreichsten Länder in Europa.)
Zuletzt geändert von barneyvienna am Di Mai 26, 2026 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Höffti » Di Mai 26, 2026 14:23

barneyvienna hat geschrieben:Nananana ! Da kommt doch noch was: rechts unten bei der Grafik, da kommt Österreich. Und obwohl wasserreich, schauts da wirklich gelegentlich dunkelrot aus.


Das eingestellte Bild zeigt nix von Österreich sondern ist auf Deutschland begrenzt. Aber ich habe die Legende dazu genommen. Da sieht man, dass dunkelrot für Extreme Dürre steht und das die höchste Stufe laut Legende hierzu ist.
Einfach mal auf das Bild klicken, das ich in meinem Beitrag reingestellt habe...
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Südheidjer » Di Mai 26, 2026 14:25

Wie ist extreme Dürre definiert?

Für mich ist z.B. die Atacama-Wüste eine extreme Dürre-Region: https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama-W%C3%BCste

Wikipedia hat geschrieben:Die Atacama ist eine Küstenwüste und die trockenste Wüste der Erde außerhalb der Polargebiete.[1] In ihrem zentralen Bereich besteht schon seit wenigstens 15 Millionen Jahren ein hyperarides Klima. Es gibt Orte, an denen jahrzehntelang kein Regen registriert wurde, mit durchschnittlichen jährlichen Niederschlagshöhen von nur 0,5 mm.[2]

Von so einer Dürre sind wir in Deutschland aber noch sehr weit weg.

barneyvienna hat geschrieben:Bei mir Niederösterreich sterben die 100-jährigen Weisskiefern einfach so ab, ...

Sind vor 100, 200 oder 500 Jahren bei dir keine Weisskiefern verreckt? Verrecken sie ausschließlich wegen Trockenheit oder z.B. auch weil sie vorher durch Schädlinge (Insekten, Pilze etc.) geschwächt wurden?
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Höffti » Di Mai 26, 2026 14:37

Südheidjer hat geschrieben:Wie ist extreme Dürre definiert?

Für mich ist z.B. die Atacama-Wüste eine extreme Dürre-Region: https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama-W%C3%BCste



Du könntest eigentlich auch selbst mal recherchieren:
https://dürremonitor.info/duerrekarten-deutschland/

Hier ist aufgezeigt, dass man sich ggü. der langjährigen Situation in unserer Region vergleicht und nicht mit den trockensten oder nassesten Gegenden dieser Erde.

Und aktuell sind wir halt bei einem 50-jährl. Dürreereignis in weiten Teilen Niederbayerns angelangt. Das ist auch für den Wald von Relevanz und nicht nur aufgebauscht.
Dass der Rasen schon so früh im Jahr verbrannt ist, daran kann ich mich nicht erinnern. Liegt wohl daran, dass ich auch noch nicht über 50 bin.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Owendlbauer » Mi Mai 27, 2026 6:40

Jeder, der die Augen aufmacht, kann sehen, dass es bei uns (Südostbayern) zu trocken ist. Was soll das mit Panikmache zu tun haben und was soll der Vergleich mit der Atacama-Wüste? Man könnte auch mit dem Mond vergleichen...

Ich betreibe ein Kleinwasserkraftwerk und kann die Wassermengen über die letzten Jahrzehnte daher schon einschätzen. Und die Tendenz geht eindeutig nach unten. Nicht nur bei mir, sondern bei allen kleineren Gewässern hier in der Gegend, man unterhält sich ja auch mit anderen Betreibern. Es gibt vermehrt Starkregenereignisse, die recht schnell bei den kleinen Bächen zu lokalen Ausuferungen/Überschwemmungen führen, aber die kaum zur Grundwasserneubildung beitragen. Von daher sind die reinen von den Wetterstationen gemessen Regenmengen (siehe https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10875&yr=2026&mo=-1=2024&mo=-1) noch nicht mal zu 100 % ausschlaggebend, da ein erheblicher Teil einfach abfließt und zudem recht viel Mutterboden von den Feldern mitnimmt, aber kaum in den verhärteten ausgetrockneten Boden eindringt.

Aber zurück zum Thema: Aus Sicht der Resistenz gegen Klimaveränderungen und Schädlinge empfiehlt es sich, möglichst viel zu mischen. Aus Sicht der Wirtschaftlichkeit ist dies natürlich zunächst mal kontraproduktiv, weil es die Ernte und Vermarktung erschwert, bei Kleinmengen u. U. unmöglich macht. Mischt man aber nicht, muss man mit dem Risiko von Totalausfällen leben. Da ich wirtschaftlich nicht vom Wald abhängig bin, entscheide ich mich mit gutem Gefühl für ersteres. Ein Vollerwerbs-Forstbetrieb wird sich vielleicht anders entscheiden und parzellenweisse auf verschiedene, aber auf einer Parzelle nur auf eine oder höchstens zwei Baumarten setzen. Dem Umweltgedanken trägt natürlich ersteres besser Rechnung.
Claas Elios 210 * Eicher EKL 15/IIg4 * Schötz 5to Einachs-Dreiseitkipper * Winde Uniforest 65Hpro * Spalter Krpan CV18K * Stihl MS 044 * Stihl MS 201C
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Höffti » Mi Mai 27, 2026 6:56

Bei uns kommt als Naturverjüngung hauptsächlich Tanne, Fichte und Eiche sowie auf sonnigen Flächen Kiefer und Birke.
Wir versuchen durch Unterpflanzen noch folgende Baumarten einzumischen: Douglasie, Hybridlärche, Küstentanne und vereinzelt Bergahorn.

Obs was wird, wissen mal meine Enkel. Aber zumindest hab ich meine Fichten-Monokulturen weitgehend eliminiert. Wenn schon mal Fichte, Kiefer und Tanne in etwa gleichem Verhältnis da stehen, ist schon was gewonnen, finde ich.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon 240236 » Mi Mai 27, 2026 8:42

Owendlbauer hat geschrieben:Jeder, der die Augen aufmacht, kann sehen, dass es bei uns (Südostbayern) zu trocken ist. Was soll das mit Panikmache zu tun haben und was soll der Vergleich mit der Atacama-Wüste? Man könnte auch mit dem Mond vergleichen...

Ich betreibe ein Kleinwasserkraftwerk und kann die Wassermengen über die letzten Jahrzehnte daher schon einschätzen. Und die Tendenz geht eindeutig nach unten. Nicht nur bei mir, sondern bei allen kleineren Gewässern hier in der Gegend, man unterhält sich ja auch mit anderen Betreibern. Es gibt vermehrt Starkregenereignisse, die recht schnell bei den kleinen Bächen zu lokalen Ausuferungen/Überschwemmungen führen, aber die kaum zur Grundwasserneubildung beitragen. Von daher sind die reinen von den Wetterstationen gemessen Regenmengen (siehe https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10875&yr=2026&mo=-1=2024&mo=-1) noch nicht mal zu 100 % ausschlaggebend, da ein erheblicher Teil einfach abfließt und zudem recht viel Mutterboden von den Feldern mitnimmt, aber kaum in den verhärteten ausgetrockneten Boden eindringt.

Off topic. Mit diesen Niederschlagsereignissen und dem Grundwasser gebe ich dir Recht. Das Problem liegt aber, meiner Meinung, nach an der ganzen Wasserwirtschaft. Wir pumpen Unmengen von Grundwasser aus dem Boden und leiten dies dann einfach über Kläranlagen in die Flüsse ein. Dort fließt es ab und bleibt nicht in der Fläche. Bei Landwirten ist das Nachhaltiger. Das geförderte Grundwasser bleibt dur die Ausbringung der Gülle in der Region
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Höffti » Mi Mai 27, 2026 8:45

240236 hat geschrieben:
Owendlbauer hat geschrieben:Jeder, der die Augen aufmacht, kann sehen, dass es bei uns (Südostbayern) zu trocken ist. Was soll das mit Panikmache zu tun haben und was soll der Vergleich mit der Atacama-Wüste? Man könnte auch mit dem Mond vergleichen...

Ich betreibe ein Kleinwasserkraftwerk und kann die Wassermengen über die letzten Jahrzehnte daher schon einschätzen. Und die Tendenz geht eindeutig nach unten. Nicht nur bei mir, sondern bei allen kleineren Gewässern hier in der Gegend, man unterhält sich ja auch mit anderen Betreibern. Es gibt vermehrt Starkregenereignisse, die recht schnell bei den kleinen Bächen zu lokalen Ausuferungen/Überschwemmungen führen, aber die kaum zur Grundwasserneubildung beitragen. Von daher sind die reinen von den Wetterstationen gemessen Regenmengen (siehe https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10875&yr=2026&mo=-1=2024&mo=-1) noch nicht mal zu 100 % ausschlaggebend, da ein erheblicher Teil einfach abfließt und zudem recht viel Mutterboden von den Feldern mitnimmt, aber kaum in den verhärteten ausgetrockneten Boden eindringt.

Off topic. Mit diesen Niederschlagsereignissen und dem Grundwasser gebe ich dir Recht. Das Problem liegt aber, meiner Meinung, nach an der ganzen Wasserwirtschaft. Wir pumpen Unmengen von Grundwasser aus dem Boden und leiten dies dann einfach über Kläranlagen in die Flüsse ein. Dort fließt es ab und bleibt nicht in der Fläche. Bei Landwirten ist das Nachhaltiger. Das geförderte Grundwasser bleibt dur die Ausbringung der Gülle in der Region


Verstehe ich Dich richtig: Du regst die Grundwasserneubildung durch Abwasser und Gülle an?
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Wald-vor-Wild » Fr Mai 29, 2026 10:30

Dass die Anzahl der Bewohner in Oberbayern kontinuierlich steigt, und damit auch der Wasserverbrauch, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Dieser liegt bei ca. 45.000 l pro Bewohner pro Jahr.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon 240236 » Fr Mai 29, 2026 10:58

Wald-vor-Wild hat geschrieben:Dass die Anzahl der Bewohner in Oberbayern kontinuierlich steigt, und damit auch der Wasserverbrauch, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Dieser liegt bei ca. 45.000 l pro Bewohner pro Jahr.

Genau. Das Wasser für München wird im Mangfalltal gefördert und das Abwasser fließt über die Isar in die Donau. Es ist einfach weg aus der geförderten Region.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Fahrer412 » Fr Mai 29, 2026 11:06

Wald-vor-Wild hat geschrieben:Dass die Anzahl der Bewohner in Oberbayern kontinuierlich steigt, und damit auch der Wasserverbrauch, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Dieser liegt bei ca. 45.000 l pro Bewohner pro Jahr.



Genau das sind auch Punkte, die beim Waldumbau berücksichtig und eigentlich in Geld entschädigt gehören. Die Grundwasserneubildung ist unter Laubwäldern einfach höher als unter Nadelwäldern.

Aber auch ansonsten muss man sich immer Gedanken machen beim Waldumbau und Laubgehölze miteinbringen, alleine schon um das Bodenleben zu fördern, Humusaufbau zu fördern und der Versauerung des Bodens entgegenzuwirken. Insbesondere sollte man bei den Laubbaumarten darauf achten, das sie für das Bodenleben gut zersetzbares Laub abwerfen.

Trotzdem bin ich kein Verfechter des reinen Laubwalds. Nadelholz wird immer gefragt bleiben, es muss nur so viel Laub miteingemischt werden, dass die Wälder fit sind für die nächsten 100 Jahre und darüber hinaus.
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 29, 2026 18:34

Der Beitrag gefällt mir.
Jeder" dumme Städter" kann sehen, dass unter Immergrünen Bäumen weniger wächst, als unter Laubbäumen.
Allerdings hat es die Forstwirtschaft im Laubholz mit den Monokulturen selten so übertrieben, wie bei Fi und Ki.
Bestes Beispiel ist die Hainbuchenunterpflanzung zur Eichenpflege.
Wir haben in Mitteleuropa doch deutlich mehr Laub- als Nadelbaumarten zur Auswahl! :klug:
Deshalb favorisiere ich weiterhin die maximale Nutzung der Potentiellen Natürlichen Vegetation = PNV.
Alles, was ins Holz wachsen will, hat im Wald seine Daseinsberechtigung.
Bevor wir mit Exoten experimentieren, hätten wir genug damit zu tun, durch scharfe Bejagung und verkürzte Auslese der schlechten Wuchsformen, eine Vielfalt an einheimischen Baumarten in verwertbare Sortimente zu erziehen.
Das Schlechtere soll gern dem Besseren weichen...
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon barneyvienna » Sa Mai 30, 2026 7:05

langholzbauer hat geschrieben:Jeder" dumme Städter"

Rückfrage: warum nennst du Städter dumm ? (ich frage aus der Stadt...)
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Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon langholzbauer » Sa Mai 30, 2026 7:18

Gegenfrage:
Warum ziehst du dir den Schuh jetzt selbst an?
Ich schreibe ja nicht, dass alle Städter dumm wären.
Deshalb stand das auch absichtlich in " .

Es gibt nunmal in städtischen Ballungsräumen mehr Leute, die außer der Schulbildung nichts über Bäume und Vegetation wissen.
Unsere Neubürger haben teilweise noch nichtmal diese.
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