Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • Druckansicht
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mo Jun 29, 2026 15:39

Neue Baumarten - Erfahrungen

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

Antwort erstellen
56 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
  • Mit Zitat antworten

Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon DMS » So Mai 24, 2026 6:23

Wegen den abnehmenden Niederschlägen und den höheren Temperaturen bleibt es ja nicht aus, neue Baumarten zu pflanzen -zumindest bei mir. Hier hatte man ja zu 95% nur Fichten, und der Rest war Kiefer.
Also ich hab vor 10 Jahren Douglasien gepflanzt, die sind auch was geworden. Aber im letzten sehr trockenen Frühjahr hatten manche dann sichtbaren Nadelverlust. Also ob das d i e Alternative wird, muss sich dann doch noch erst rausstellen. Aber es könnten mal stattliche Bäume werden, also mit Einschränkung zu empfehlen.
Dann hab ich Traubeneichen gepflanzt, die haben dann in der Mehrzahl (!) den Haupttrieb bei den Frösten im Frühjahr eingebüßt, bei meiner Höhenlage von 600 Metern, ist also überhaupt nicht zu empfehlen. Und das, obwohl aus Herkunftsgebiet fränk. Hügelland.
Zedern hab ich seit 3 Jahren, die wachsen recht gut und auch halbwegs gerade-zügig. Hab ich aber noch keine Langzeiterfahrung. Aber bis jetzt siehts sehr gut aus.
Jetzt pflanz ich gerade Kiefer -die Korsische/italienische=kalabrische-. Das ist angeblich die selbe Art, meine wurden in Frankreich angeblich geerntet. Die sind ja längst frisch ausgetrieben (Kerzenbildung). Die wachsen sehr gerade und sehen sehr kräftig/gut aus. Mal schauen wie die sich machen, evtl. stell ich noch ein Bild ein von meiner Fläche ein, wenns jemand interessiert. Den nach Pflanzung folgenden leichten Bodenfrost haben die problemlos überstanden (hatte schon befürchtet die frierts ab). Die sehen auch sehr schön aus. Mal schauen. Wie sind eure Erfahrungen, Laub hab ich nur die Stiel-Trauben-amerik. Eiche noch (aber wenig, ich will keinen Laubwald, auch wenn die Eichen im Jung-Jugendstadium hier sehr gut kommen, bis auf die Traubeneiche wegen den Frösten). Deshalb ist es bei uns sehr schwierig, Südländer zu importieren, wegen der Fröste. Auch meine Weisstannen hat es wieder mal zu 20% bei den Frösten erwischt, aber das ist ja eine heimische Baumart.
Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Ich bin kein Untertan.
Es braucht weder Herrn noch Knecht, dann ist die Welt gerecht.
DMS
 
Beiträge: 2476
Registriert: Sa Okt 19, 2013 15:41
Wohnort: Nordostoberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Falke » So Mai 24, 2026 7:41

Hmm, das sind ja alles keine "neuen" Baumarten - nur die Baumartenzusammensetzung ist eine andere.

Ich hab' wie schon paar mal geschrieben, noch keine einzige gekaufte Baumpflanze gesetzt.
Ich hab' aber schon tausend(e) Walnüsse von den Bäumen im Obstgarten in den Waldboden gesteckt - hundert(e) sind angewachsen, und entwickeln sich als Bäumchen gut.
(z.B. hier rechts vom Traktor resources/image/thumb/178936 )

Weil die (als einzige) nicht von den Rehen verbissen werden!

(verfegt werden die Walnussbäumchen wohl auch, aber wenn die mal dafür ausreichend hoch sind, funktioniert ein Einzelschutz ganz gut ...)

Alles andere ist bei den hiesigen Boden- und Klimaverhältnissen ohne großflächige Zäunung vergebene Liebesmüh'.

"Schießt mehr, ihr schießberechtigten Jäger!"

A. aus Ö.
Benutzeravatar
Falke
Moderator
 
Beiträge: 26289
Registriert: Mo Dez 15, 2008 20:15
Wohnort: SüdOst-Kärnten, AUSTRIA
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Steyrer8055 » So Mai 24, 2026 19:39

Hallo Falke!
Bei Dgl. werden bei uns Fegebleche am Stämmchen angebracht, anderst sind sie nicht zu retten.

mfg Steyrer8055
Steyrer8055
 
Beiträge: 3742
Registriert: Mi Nov 09, 2016 13:23
Wohnort: Vorarlberg / Austria
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Herr Merkel » Mo Mai 25, 2026 5:59

Auf keinen Fall werden wir neue Baumarten pflanzen , der Brot und Butter Baum ist und bleit die Fichte , Der Weizen des Waldes, mit keiner anderen Baumart lässt sich überhaut Geld im Wald Verdienen. Urwald kann der Staat betreiben - wir nicht
Herr Merkel
 
Beiträge: 65
Registriert: Mi Sep 08, 2021 5:29
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon baer » Mo Mai 25, 2026 11:33

Hallo zusammen

Das ist ein spannendes Thema. die ersten kleinen Erfahrungen mit den gepflanzten Bäumen sind da bei gut 300 Höhenmetern und Sandsteinboden in Südwesthanglage. Bäume alle im Einzelschutz durch Drahthosen.
Ergänzung: Niederschlag liegt bei 700mm. In den Dürrejahren waren es aber unter 600mm.

Tannen:
Mein Favorit ist die Küstentanne. Die wächst schnell und übersteht die Trockenheit. Nach 10 Standjahren habe ich eine Oberhäöhe von 8 bis 10 Metern. Die Weißtanne kommt da nicht mit. Dafür ist die Weisstanne noch besser für den Unterstand geeignet; Stichwort Unterbau. Die türkische Tanne braucht lange bis sie anfängst in die Höhe zu wachsen. Scheint aber mit trockenen Ecken gut klar zu kommen. Sie treibt spät und ist damit besser geeignet bei Spätfrösten. Schlechte Erfahrungen hinsichtlich Wuchs habe ich mit der Felsengebirgstanne gemacht. Die wächst im Zeitlupentempo!

Douglasie:
Ist eine schwierige Baumart. Nadelverlust, anfällig bei Nasschnee ähnlich den Kiefern, extrem gefährdet durch Wild, und bei Trockenheit auch kein Joker. Ganz schlimm ist die Graudouglasie. Total empfindlich bei Trockenheit, Schneebruch, Mäusen. Für mich nicht die Ersatzbaumart für die Fichte.

Lärchen:
Heimmische Lärche wächst zügig;braucht aber viel Licht. Besser ist die Hybridlärche, weil sie einfach gerade wächst. Beide Lärchenarten kommen mit Trockenheit gut zurecht und wachsen in der Jugend zügig. Abraten kann ich von Japanlärchen. Die brauchen einfach Wasser, mindestens 800mm pro Jahr.

Eichen:
Stileichen trocknen im hohen Alter ein; Stockdurchmesser von knapp einem Meter. Naturverjüngung kommt vereinzelt mit. Braucht halt viel Licht und das Glück, dass kein Reh/Bock kommt. Die Roteiche wächst ähnlich scnell hoch wie die Küstentanne. Braucht aber zwingend viel Licht, am besten auf einer Freifläche. Sonst besteht die Gefahr, dass sie schief ins Licht wächst. Außerdem Pflege durch Astungen, damit die eine schönen Stamm ausbildet. Kann man eher im Hobbybereich machen. Bei großen Fächen sicherlich nicht wirtschaftlich darstellbar.

Kiefer:
Die Waldkiefer hat die Trockenheit leidlich überstanden. Die Wuchsleistung ist schwächer als bei Lärchen oder Küstentannen. Kiefer scheint in der Jugend sehr empfindlich bei Nassschnee zu sein. Da gibt es dann kleine Bogenlampen. Die Schwarzkiefer ist da etwas stabiler. Soll mit der Trockenheit gut klar kommen. Die Wuchsleistung ist aber nur die Hälfte der Küstentanne. Ich nehme sie nur für trockene Ecken und mageren Boden.

Von Natur aus vorhanden sind auf meinem Standort die Hainbuche und die Wildkirsche sowie der Ahorn und Stileiche. Hainbuche kann die Trockenheit sehr gut vertragen. Habe noch keine eingetrocknete Jungpflanze gesehen. Der Zuwachs ist aber eher bescheiden. Die Wildkirsche wächst toll und macht schnell Holz. Außderdem haben die Tiere was von den Blüten und Früchten. Deswegen habe ich immer mal wieder eine im Bestand stehen und lasse sie mitwachsen. Einige sind geastet in der Hoffnung auf Schnittholz. Den Ahorn nehme ich gerne als Lückenbüßer mit. Er schafft es auch mal hinterher zu wachsen. Habe einen Ahorn, der hat sich von 2 auf 4 Meter verdoppelt um in die "Kronenschicht" aufzuschließen innerhalb eines Jahres.

Meine Exoten wie Zedernarten (Atlas, Libanon und Himalaya) wachsen alle gut. Gleiches gilt auch für die Mammutbäume (Berg, Küsten und Urwelt). Nüsse (Wallnuss, Butternuss, Hickory und Baumhasel) funktionieren auch, brauchen aber Licht ähnlich einer Roteiche. DIe Exoten stehen aber auch unter besonderer Beobachtung. Ich will keine verlieren.

Abschließend möchte ich anmerken, dass ich nur im Hobbybereich unterwegs bin und mein persönlicher Gewinn die Erhohlung in meinem "Waldgarten" ist. Freue mich aber über Brennholz und jährlich einen Weihnachtsbaum. Es ist sehr schön mit der Familie in den Wald zu gehen zum Aussuchen und Schlagen. Die dicken Eichen sind aufgeschnitten worden zu Bohlen. Daraus kann ich dann was bauen.

Es grüßt der baer
Zuletzt geändert von baer am Mo Mai 25, 2026 13:23, insgesamt 2-mal geändert.
baer
 
Beiträge: 231
Registriert: Di Dez 30, 2008 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon DMS » Mo Mai 25, 2026 12:02

Danke für den ausführlichen Bericht, baer ! Wie viel mm Regen fällt bei dir ca.? Das ist ja d i e entscheidende Größe für das Gedeihen. Ich habs in meinem Beitrag auch vergessen, deshalb schieb ichs jetzt nach, bei mir ca. 700 mm, also unter dem Durchschnitt. Auch deshalb ist hier Waldbau schwierig. Mich wundert dass bei dir die Küstentannen so gut kommen, weil du doch Sandboden hast. Ich kann mich noch erinnern an einen Beitrag, der schrieb die Küstentannen brauchen dann schon viel Wasser - um dann so schnell/gut zu wachsen - wofür die Küstentanne ja bekannt ist.
Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Ich bin kein Untertan.
Es braucht weder Herrn noch Knecht, dann ist die Welt gerecht.
DMS
 
Beiträge: 2476
Registriert: Sa Okt 19, 2013 15:41
Wohnort: Nordostoberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Waldmichel » Mo Mai 25, 2026 12:21

Herr Merkel hat geschrieben:Auf keinen Fall werden wir neue Baumarten pflanzen , der Brot und Butter Baum ist und bleit die Fichte , Der Weizen des Waldes, mit keiner anderen Baumart lässt sich überhaut Geld im Wald Verdienen. Urwald kann der Staat betreiben - wir nicht


Das ist ja schön und gut, bringt dir aber nichts, wenn du die Fichte aufgrund Trockenheit und Käfer nicht durch bekommst!

Bei mir im Südwesten (auf 400m mit ca. 750mm Niederschlag) hatte ich das Glück, dass mein Schwieger-Großvater schon Douglasien in den Fichten/Tannen-Wald beigemischt hat. Die sind teils prächtig gewachsen. Ich hatte diesen Plan lange weiter verfolgt und nur Douglasien nachgepflanzt, bis vor 4-5 Jahren erste Zweifel bzgl. Klimawandel gekommen sind. Nicht weil die Douglasie geschwächelt hat, aber einfach um etwas breiter aufgestellt zu sein. Nach langem hin und her habe ich mich dann für den Tulpenbaum als zweites Standbein entschieden. Weitere Standbeine machen aus meiner Sicht mit Blick auf spätere Vermerktung bei nur 5 Hektar Waldbesitz keinen Sinn. Erste Versuchspflanzungen gab es dann vor 4 Jahren, die kamen recht gut durch und so habe ich im Laufe der letzten 4 Jahre ca. über 500 Tulpenbäume gepflanzt.

Grüße Mathias
Waldmichel
 
Beiträge: 1565
Registriert: Sa Mär 18, 2006 9:28
Wohnort: Nähe Lahr/Schwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon 240236 » Mo Mai 25, 2026 12:33

Das größte Problem wird in Zukunft die Vermarktung des vielen Laubholzes sein. Bauholz und "Brotholz" ist halt meist Nadelholz und dadurch pflanze ich wenig Laubholz
240236
 
Beiträge: 10622
Registriert: Mi Aug 28, 2019 10:24
Wohnort: Niederbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon baer » Mo Mai 25, 2026 13:16

Habe den Niederschlag oben im Beitrag ergänzt. Es sind wohl um die 700mm. Nichts dolles.

Tulpenbaum habe ich auch einen. Kommt spät und geht früh. Daher der Spitznahme Beamtenbaum! :lol: Braucht auch viel Licht.

Hinsichtlich Vermaktbarkeit des Laubholzes bin ich auch kritisch eingestellt. Die Tanne (Unterarten blende ich mal aus) wird ja schon nur aus der Not heraus als Ersatz für Fichtenbauholz akzeptiert. Wer soll sowas wie Zedern verarbeiten? Wer hat das Wissen und die Erfahrung? Die Römer haben wohl aus Zedern Schiffsmasten gebaut. Der eine oder andere Stamm von den jetzt gepflanzten Exoten wird dann wohl zu Brennholz. Niemand weiß etwas damit anzufangen. Daher lasse ich auch Fichten mitkommen. Aber nur einzeln. Fällt die Fichte aus, kann ein Nachbarbaum den Lichtraum nutzen.

In Summe ist es sehr spannend zu sehen, wie die verschiedenen jungen Baumarten aufwachsen. Leider hat man als Mensch nicht so viel Lebenszeit, um mehrere Baumgenerationen begleiten zu können. Daher: Waldbau ist Teamarbeit in der Familie. Ohne begeisterte Nachkommen geht es nicht; egal ob exotische Baumarten oder heimische Naturverjüngung.

Es grüßt der baer
baer
 
Beiträge: 231
Registriert: Di Dez 30, 2008 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon langholzbauer » Mo Mai 25, 2026 13:26

Eine Mehrzahl von Usern hier im LT betreiben ihre "Forstwirtschaft" nur zur Brennholzversorgung.
Da spielt ein sinnvoll höherer Anteil an Laubholz praktisch keine Rolle in der Wirtschaftlichkei. :wink:
Nebenbei hat z.B. Pollmeier mit seiener Baubuche schon vorgelegt.
Ebenfalls ist in Skandinavien die Birke und in Frankreich die Seekirfer schon lange auch in der stofflichen Verwertung integriert.

Wir Waldbesitzer sollten uns weniger auf einzelne Baumarten, als vielmehr auf geradschaftigen Wuchs für alles, was uns der Standort anbietet , konzentrieren.
Wenn wir dabei noch aufpassen, dass uns die Politik- als Handlanger der Energiekonzerne- nicht die energetische Verwertung der Nebensortimente aus der Hand nehmen will, findet die Industrie auch neue Nutzungs- und Vermarktungswege für alle Laubholzarten.
Einige Technologien zu Holzgas oder/ und Biokohle, Kunststoffen aus Holzfasern bzw. den Nebenprodukten aus deren Nutzung etc. sind schon lange verfügbar und nur durch billigeres Erdöl vom Markt verdrängt .
Das kann sich auch in absehbarer Zeit wieder ändern, wenn das Öl eben nicht mehr so billig und zuverlässig verfügbar ist....


Und nebenbei bemerkt, kann man auch beim Laubholz das " sägefähige" Angebot über Vereinigungen bündeln, wie es ja plötzlich bei frischer Käferfichte auch funktionierte. :wink:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14170
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon yogibaer » Mo Mai 25, 2026 20:15

baer hat geschrieben:Tulpenbaum habe ich auch einen. Kommt spät und geht früh. Daher der Spitznahme Beamtenbaum! :lol: Braucht auch viel Licht.

Ich glaube du verwechselst da etwas. Als Beamtenbaum oder auch Trompetenbaum wird Catalpa bignonides bezeichnet. Als Tulpenbaum wird Liriodendron tulipifera bezeichnet der weit vor der Catalpa austreibt. Wenn gewünscht folgen morgenBilder.
Gruß Yogi
yogibaer
 
Beiträge: 4385
Registriert: Mo Mär 24, 2008 12:03
Wohnort: Anhalt
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon baer » Di Mai 26, 2026 9:52

Danke yogibaer für die Richtigstellung. Habe einfach eine Verwechslung gemacht.

Es grüßt der baer
baer
 
Beiträge: 231
Registriert: Di Dez 30, 2008 21:28
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Manfred » Di Mai 26, 2026 10:07

yogibaer hat geschrieben: Wenn gewünscht folgen morgenBilder.
Gruß Yogi


Ich würde mich darüber freuen.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 14805
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Owendlbauer » Di Mai 26, 2026 11:02

Es ist leider mehr als schwierig mit der Baumartenwahl. Für unsere Gegend (Südostbayern, 400 m üNN) kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass jedenfalls die Waldkiefer und die gemeine Fichte keine große Zukunft mehr haben. Bei doch immer wieder vorkommenden (Spät-)Frösten müssen die Bäume mit Trockenheit und auch großer Hitze zurechtkommen, also man bräuchte totale Allrounder, die auch später noch angemessen vermarktet werden sollen. Fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Man braucht sich nur mal die aktuelle Dürre-Karte anschauen:
SM_Lall_v2_aktuell.png
Quelle: Helmholz-Institut

Gepflanzt habe ich bisher europ. Lärche, Rotbuche, Douglasie, Weißtanne, Eßkastanie, Roteiche. An Naturverjüngung habe ich zum größeren Teil Fichte, Waldkiefer, Bergahorn, Stieleiche, Sandbirke. Irgendwelche Probleme haben alle. Ich gehe nach dem Prinzip vor, dass ich zunächst alle Baumarten mit hochkommen lasse. Bis sie sich gegenseitig bedrängen. Dann durchforste ich und sortiere aus, lasse das stehen, was sich bis dahin am besten entwickelt hat. Waldkiefer und gemeine Fichte aber nur da, wo sonst nix steht. So enwickelt sich ein besser durchmischter Wald, als wenn man alles der Natur überlassen würde. Hier wäre das Ergebnis nämlich wieder ein fast reiner Fichten-/Kiefernbestand.

Was davon sich wirklich gut entwickelt und auch vermarktbar ist, werden frühestens meine Kinder, wahrscheinlich erst meine Enkel, feststellen können. So ist es halt.
Claas Elios 210 * Eicher EKL 15/IIg4 * Schötz 5to Einachs-Dreiseitkipper * Winde Uniforest 65Hpro * Spalter Krpan CV18K * Stihl MS 044 * Stihl MS 201C
Benutzeravatar
Owendlbauer
 
Beiträge: 1250
Registriert: Mi Dez 29, 2021 10:29
Wohnort: Noricum ripense
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Neue Baumarten - Erfahrungen

Beitragvon Südheidjer » Di Mai 26, 2026 13:55

Owendlbauer, wenn ich die Farben der Grafik des Helmholtz-Dürremonitors sehe, dann beschleicht mich das Gefühl, daß damit Panik gemacht werden soll.
Wir gucken uns beim "Klimawandel" immer nur die letzten 150 Jahre an und für die Zeit davor werden sogenannte Proxydaten aus Eisbohrkernen, Jahresringen, Pollenanalyse usw. genutzt. Wie groß ist da der Fehler?
Was kommt bei der Grafik nach tiefdunkelrot?

Nvj laufen lassen und eventuell mal etwas "lenken".

Andere Baumarten kann man natürlich mal ausprobieren. Aber ich glaube auch die Herkünfte spielen eine Rolle. Da kann man auch ins Klo greifen. Ich würde eher zu heimischen Herkünften tendieren.

Ich hab' noch die Naturfreunde von Grünen, NaBu und Co. im Ohr, wie sie die Buche noch vor vielleicht 10 Jahren für die Heide gehyped haben. Ich weiß von Totalausfällen und meine eigenen Beobachtungen hatten die letzten Jahre gezeigt, daß die Buche recht früh bei Trockenheit rumkrepelt.
Man kann nichts erzwingen. Natur beobachten und Laufen lassen ist eher meine Devise.
Südheidjer
 
Beiträge: 13536
Registriert: Sa Nov 15, 2014 22:45
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
56 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4

Zurück zu Forstwirtschaft

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], DrHammer, Google [Bot], Google Adsense [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki