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Nun doch Rache aus dem Stall?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon H.B. » Sa Feb 21, 2015 16:25

Mit Argumenten auch nicht. Sollten wir jetzt Anzeige erstatten, um dann vor einem grün angehauchten Bananenrichter zu landen?
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon racker » So Feb 22, 2015 8:34

Richtig !
Man muß jede Woche eine andere Sau durchs Dorf jagen !
MfG
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Einhorn64 » So Feb 22, 2015 8:49

Oh Gott,
wir werden alle sterben...

Das nenne ich mal eine tolle und neue Erkenntnis.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon H.B. » So Feb 22, 2015 8:52

Thema passt hier: unter-seines-gleichen-bauern-t103640.html
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon LUV » So Feb 22, 2015 10:54

Turbomäster hat geschrieben:
Einhorn64 hat geschrieben:Oh Gott,
wir werden alle sterben...

Das nenne ich mal eine tolle und neue Erkenntnis.


Dumme Menschen sterben nicht aus. Genau so wie die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln ernten und kerngesund sind und eine starke Immunabwehr haben.

Diese Arte Video konnte ich als ich es verlinkt habe wegen schlechter Internetverbindung nur bis Minute 16 sehen. Erst spät am Abend war es mir möglich den Rest zu sehen. Das letzte Drittel war natürlich schlecht.

Insgesamt sehe ich aber neue Erkenntnisse die mich dazu veranlassen vorsichtiger zu argumentieren. Ich sage sogar, dass es einen Warnhinweis auf Verpackungen des Geflügelfleisches geben müsste. Die Amis sind klüger und schreiben eine Chlorbehandlung vor. Könnte ein Exportschlager werden.

Jeder kann natürlich anders darüber denken und weiter schreien.


Du hast erkannt, dass die Verhinderung des Chlorhühnchens die Aufrechterhaltung des Feindbildes der deutschen Landwirtschaft ist! Die wollen alle leben und ihre Millionen behalten, die NGOs.....
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Todde » So Feb 22, 2015 11:16

Turbomäster hat geschrieben: Ich sage sogar, dass es einen Warnhinweis auf Verpackungen des Geflügelfleisches geben müsste. Die Amis sind klüger und schreiben eine Chlorbehandlung vor. Könnte ein Exportschlager werden.


Schon mal gelesen was auf einer Verpackung von Wiesenhof Hänchen steht?
Das man bei Geflügel anständige Küchenhygiene betreiben muss, das wussten schon meine Großeltern.

Das TTIP Maskottchen ist in der Tat lange überfällig, warum sich da seit fast 20 Jahren nichts tut ist sehr fraglich.

Das in der Landwirtschaft natürlich auch gegen Keime mehr gemacht werden kann, hat ja nichts damit zu tun, wenn man sich gegen unsachliche Propaganda wehrt.
Wie in anderen Bereichen auch, Problem erkennen, Problem angehen, die größten Erfolge werden in der Regel nicht durch Hetze und unsachliche Gesetze gelöst.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon LUV » So Feb 22, 2015 11:25

Todde hat geschrieben:
Turbomäster hat geschrieben: Ich sage sogar, dass es einen Warnhinweis auf Verpackungen des Geflügelfleisches geben müsste. Die Amis sind klüger und schreiben eine Chlorbehandlung vor. Könnte ein Exportschlager werden.


Schon mal gelesen was auf einer Verpackung von Wiesenhof Hänchen steht?
Das man bei Geflügel anständige Küchenhygiene betreiben muss, das wussten schon meine Großeltern.

Das TTIP Maskottchen ist in der Tat lange überfällig, warum sich da seit fast 20 Jahren nichts tut ist sehr fraglich.

Das in der Landwirtschaft natürlich auch gegen Keime mehr gemacht werden kann, hat ja nichts damit zu tun, wenn man sich gegen unsachliche Propaganda wehrt.
Wie in anderen Bereichen auch, Problem erkennen, Problem angehen, die größten Erfolge werden in der Regel nicht durch Hetze und unsachliche Gesetze gelöst.


DAS ist eigentlich das Grundproblem der Differenzen zwischen den Lagern. Die Verallgemeinerung und das Überstülpen von abgegrenzten Problemfeldern auf die gesamte Landwirtschaft und deren Beteiligte und das "Nichterkennen" des Verhaltens der Masse der Bevölkerung ist der Ursprung der Streitigkeiten. Man nutzt dann auch noch NGO´s und deren Propaganda als Hilfsmittel und suggeriert, die gesamte deutsche Landwirtschaft vergifte die Bevölkerung, Wasser und Boden. Aber die Legitimation politischer Allgemeinplätze hat die Landesvorsitzende der Grünen gestern ja eindeutig als notwendig, zum Aufrütteln der Bevölkerung genannt....insofern wird sich an der Agitation nichts ändern.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Manfred » So Feb 22, 2015 11:37

Desinfektionsbäder vor der Verpackung sind der Abschluss dieser Entwicklung.
Wenn die Landwirtschaft und die verarbeitende Industrie sich in einer Weise entwickelt haben, dass man ihre Produkte nur noch vorgekocht oder anderweitig desinfiziert in den Handel bringen und "genießen" kann, dann ist das nicht mehr die Landwirtschaft, die ich will.

Und der Reihenschluss in der Form, dass ich mich aktiv gegen unsachliche Argumente gegen diese Form der Landwirtschaft und Verarbeitung stelle, wird mir von einigen Betreiben eben dieser Wirtschaftsweisen auch hier im Forum immer mehr vermiest.
Sie selbst treten die von mir bevorzugten Alternativen bei jeder ihnen sich bietenden Gelegenheit mit Freude in den Unterleib, fordern aber für sich selbst ohne Unterlass konsequente Solidarität von ihren Opfern. Ich kann da keinerlei Reihenschluss erkennen.

Was den Antibiotikaeinsatz angeht:
Die konsequente Lösung wäre ein Totalverbot des Antibiotikaeinsatzes in der Tiermedizin, und zwar sowohl in der Landwirtschaft als auch im Heimtierbereich. Natürlich nur in Kombination mit einem entsprechenden Außenschutz (sprich: kein Import mehr von tierischen Produkten aus Ländern, die noch Antibiotika in der Tiermedizin zulassen).
Für die Einführung des Totalverbotes sollte es eine Übergangsfrist von ca. 25 Jahren geben, als Schutz für das bereits investierte Kapital.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon LUV » So Feb 22, 2015 11:52

Manfred, du musst auch die ideologische Brille absetzen.....weil sich die Welt dahingehend geändert hat, dass....
1. Sich die Ernährungsgewohnheiten der Menschen komplett geändert haben, u.a. hat sich der Bereich Geflügel aufgrund von Empfehlungen der Ernährungsbesserwisser und der zunehmenden Beschleunigung der Gesellschaft vermehrt.
2. Hat sich das Wissen um die Verarbeitung aufgrund der immensen gesellschaftlichen Umbrüche dahingehend geändert, dass junge Leute die konservative Zubereitung von Lebensmitteln gar nicht mehr kennen, oder aber auch gar nicht mehr will.
3. Hat sich die Medizin dahingehend gewandelt, dass man heute Babys am Leben erhalten kann, die früher evolutionsgemäß nicht überlebten. Diese Aufrechterhaltung ist aber so komplex und so anfällig gegen z.B. Keime von außen, dass man diese Entwicklung nicht der Landwirtschaft als Problem anlasten kann und darf.
3. Das Gleiche gilt für die erhöhte Lebenserwartung der Menschen und die damit verbundene Intensivmedizin, mit den gleichen Folgen für die Keimproblematik.
4. Es werden heute riesige Mengen resistente Keime aufgrund der Reisefreudigkeit der Gesellschaft importiert, die wiederum der Landwirtschaft angelastet werden.
5. Es werden immer noch zu viele Antibiotika verschrieben oder falsch angewendet.
6. Es wird so gut wie gar nicht auf dem Gebiet der Antibiotika geforscht, weil es sich finanziell nicht lohnt!

All die vorgenannten Gründe sind Gegenargumente gegen die Diffamierung einer Landwirtschaft, die alles versucht sich dem Problem zu stellen, und zwar den Teil, den sie leisten kann und der ihr zukommt. Und wenn die Amis es mit Chlorhühnchen versuchen, dann haben sie die Verbraucher im Blick und sie werden es auch schaffen, das Problem vor uns zu erledigen. Wir werden bis dahin alle Tierhalter kaputtgemacht haben und dazu wird der Verbraucher liebend gerne auf importierte und "sichere" Ware zurückgreifen.....sie werden der Ideologischen Diskussion keine Sekunde Beachtung schenken.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Manfred » So Feb 22, 2015 12:08

Welche ideologische Brille?

Was kommen wird, ist doch klar: Neben den Desinfektionsbädern für Rohgeflügel (anders ist die Keimverschleppung in den Großschlachthöfen eh nicht mehr zu lösen, außer man macht sie dicht), wird es eine wuchernde Kontrollindustrie geben, die wieder von der Landwirtschaft zu bezahlen ist.
Die Verbraucher werden sich wie in den USA immer stärker in zwei Gruppen aufspalten. Die einen futtern die Industriehähnchen, die anderen suchen Alternativen.
Aber ich muss mich ja wohl wirklich nicht hinstellen und gegen meine Überzeugung behaupten, dass ich für die Industrievariante wäre.

Und was meine These zum Antibiotikaverbot angeht: Kannst du die widerlegen?
Welche andere Maßnahme würde denn mit der selben Sicherheit die Bildung von Resistenzen in der Tierhaltung und deren anschließendes Überspringen auf Humankeime verhindern?
Da kannst du so viel Schleusen einrichten und desinfizieren, wie du willst. Selbst wenn du für diese Sicherheitsmaßnahmen jährlich Milliarden ausgibst, werden sie nie die Sicherheit eines Totalverbotes erreichen.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon H.B. » So Feb 22, 2015 12:15

@LUV:
7. Es wird ausgeblendet, dass sich die Hygine-Situation und somit auch die Keimbelastung gegenüber früher ernorm verbessert hat, und sich auch weiterhin verbessern wird. Millionen von Jahren hatten Menschen und ihre Vorfahren doch auch überlebt (mal mehr, mal weniger) Von daher kann ich solche Sätze in der Zeit der besten, gesündesten und unbedenklichsten Lebensmittel aller Zeiten kaum verstehen:
Wenn die Landwirtschaft und die verarbeitende Industrie sich in einer Weise entwickelt haben, dass man ihre Produkte nur noch vorgekocht oder anderweitig desinfiziert in den Handel bringen und "genießen" kann, dann ist das nicht mehr die Landwirtschaft, die ich will.

Was hat Manfred früher gegessen? Sprossen allein waren doch auch nicht das Allheilmittel?
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Manfred » So Feb 22, 2015 12:20

Ich habe kein Problem mit Keimen an und für sich. Jeder von uns hat mehr "fremde" Mikroorganismen im Körper als körpereigene Zellen.
Dass der Hygienewahn der Gesundheit oft mehr schadet als er nutzt, ist ja hinlänglich belegt.
Das Problem sind die Antibiotikaresistenzen.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Todde » So Feb 22, 2015 12:38

Manfred hat geschrieben:Welche ideologische Brille?

Was kommen wird, ist doch klar: Neben den Desinfektionsbädern für Rohgeflügel (anders ist die Keimverschleppung in den Großschlachthöfen eh nicht mehr zu lösen, außer man macht sie dicht),

War das vor 40 Jahren besser?
Ich behaupte NEIN, Rohgeflügel war auch damals schon ein Problem und wer die hygienischen Zustände beim guten alten Metzger von früher kennt, der dürfte auch nicht davon überzeugt sein, dass das heute in einem Schlachthof nur annähernd so keimfreudig ist.
In der "guten alten Zeit" hat man das nur wenig bis gar nicht überprüft und der Verbraucher war auch nicht so anfällig, bzw wurde da kein Thema draus.

Die Verbraucher werden sich wie in den USA immer stärker in zwei Gruppen aufspalten. Die einen futtern die Industriehähnchen, die anderen suchen Alternativen.

In der USA hat Organic Faming bis heute keine 1% erreicht und wird auch in Zukunft keine großen Marktanteile haben.
Was Tierprodukte angeht wird das eh eher ein Problem der Alternativen sein, denn Keime in der Nahrung, da herrscht in der USA 0 Toleranz.

Aber ich muss mich ja wohl wirklich nicht hinstellen und gegen meine Überzeugung behaupten, dass ich für die Industrievariante wäre.

Pauschal zu behaupten, das Industrie negative Auswirkungen hat, ist Unsinn.
Würde man die heutigen Standards in die Zeit vor 30, 40 Jahren transportieren, dann wären die Regale halb leer gewesen.
Heute hat die Fleischereiverkäuferin oder der Bäcker keine Handschuhe an, weil die Gefahr durch Keime höher ist, sondern weil man die weiter reduzieren will.

Und das für Ärzte Weiterbildungsmaßnahmen laufen wie man sich die Hände richtig wäscht, dann muss man schon fragen was die studiert haben und wo der reine Menschenverstand geblieben ist.
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon H.B. » So Feb 22, 2015 12:48

Manfred hat geschrieben:Das Problem sind die Antibiotikaresistenzen.

Ja, aber genau deswegen ist es doch so fragwürdig, das in Zusammenhang mit Landwirtschaft zu erwähnen? Dürfen wir vom eigentlichen Problem ablenken?
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Re: Nun doch Rache aus dem Stall?

Beitragvon Manfred » So Feb 22, 2015 12:56

Todde hat geschrieben:War das vor 40 Jahren besser?
Ich behaupte NEIN, Rohgeflügel war auch damals schon ein Problem und wer die hygienischen Zustände beim guten alten Metzger von früher kennt, der dürfte auch nicht davon überzeugt sein, dass das heute in einem Schlachthof nur annähernd so keimfreudig ist.
In der "guten alten Zeit" hat man das nur wenig bis gar nicht überprüft und der Verbraucher war auch nicht so anfällig, bzw wurde da kein Thema draus.


Die hygenischen Zustände von damals waren (solange halbwegs vernünftig gearbeitet wurde) kein Problem und wären es auch heute in damaligen Größenmaßstab nicht.
Wie oben geschrieben: Es geht nicht um Keime an und für sich, sondern um die Verschleppung von antibiotikaresistenten Keimen. Und da ist nun mal belegt, dass die Geflügelschlachthöfe eine große Rolle spielen. Selbst das Geflügel, dass da ohne Belastung rein geht, kommt mit den Keimen wieder raus, weil sie auf den Schlachtstraßen während des Betriebs verteilt werden, trotz täglicher Desinfektion.
Der Metzger vor 40 Jahren hatte nie solche Mengen Geflügel aus verschiedensten Herkünften in der Hand. Selbst wenn das Geflügel damals schon resistente Keime getragen hätte, hätte er diese nicht in dem Umfang verteilen können, sondern allenfalls auf seine bescheidene Schlachtmenge.
Großschlachtereien und der heutige Handel sind neue Keim-Vektoren, die es damals einfach nicht gab.

Den kleinen Schlachter und Direktvermarkter mit immer höheren Hygieneauflagen zu gängeln, löst das Problem der neuen Vektoren nicht, sondern stärkt nur deren Monopolstellung.
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