Intensive Mutterkuhhaltung auf guten (ertragreichen) Standorten ist meist witzlos, weil die Opportunitätskosten zu hoch sind. Da ist wirtschaftlich besser zu verpachten und die Arbeitskraft anderweitig zu verwerten.
Und auf extensiven Standorten braucht man nichts ans Produzieren zu denken. Da muss das Futter Geld mitbringen und die Rinder sind das Werkzeug und dürfen mögl. wenig vom Geld verbrennen. Leider kriegen viele Mutterkuhhalter diesen Schalter nicht umgelegt und produzieren zu viel, was ihre Kosten massiv treibt und die Gewinne reduziert.
Liefe der Betrieb noch auf die Eltern, könnte man bei einer Aufgabe wenigstens Sonderregelungen für über 55-jährige Betriebsaufgeber nutzen.
Was hättest du denn mit dem Betrieb vor, falls das Milchvieh geht?
Ackerbau?
Verpachten?
Verkaufen?
Die Perspektive bauen und dann in 10 Jahren evtl. mit einem Stall vom Milchvieh und zwei Pflegefällen alleine da zu stehen, ist auch nicht besonders rosig.
