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Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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34 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Alla gut » Mo Mär 16, 2026 20:23

35 ha /Fleckvieh .....
Schöne Flächen verpachten ,bzw abgeben wenn sie gepachtet waren .
Pächter /Nachpächter findet sich immer .
Mit den letzten Fleckviehfärsen/Kälber kann man sich noch eine schöne kleine Mutterkuhherde aufbauen .

Wenn man das will , die Zeit und Arbeitskraft noch dafür hat !

Absetzer sind momentan jedenfalls gesucht und teuer .
Alte Maschinen und alter Stall reichen dann locker für die ca. 10 Mutterkühe .
Aufwendige Umbaumaßnahmen fallen da kaum an ,paar Texasgitter kaufen .

Wenn man noch mit Vieh was machen will ?
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Stoapfälzer » Mo Mär 16, 2026 20:53

Hört doch auf mit dem Mutterkuh Scheiß. Kostet Zeit und Arbeitskraft und bringt kaum Einnahmen. Das kommt gleich nach Färsenmast nachdem man aufgehört hat zu melken. :lol:

Entweder wenn man bei den Milchkühen bleiben will und es von der Örtlichkeit und den Altgebäuden geht eine Liegehalle in low Budget dran bauen, alter Stall wird Fressbereich und dazwischen einen kleinen Laufhof mit Melkstand oder gebrauchtem Robbi. Du brauchst nicht in Fläche Silo oder Güllelager investieren wenn du bei etwa der gleichen Anzahl Tieren bleibst und bekommst Haltungsform 3.

Das ganze ist realisierbar für 200 bis 300 000 Euro mit viel Eigenleistung.

Oder ganz aufhören!

Ersteres machen hier immer wieder Betriebe und das sind dann Laufställe mit teils nicht mal 30 Kühen.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon strokes » Mo Mär 16, 2026 20:59

Der Titel fragt nach ökonomischer sinnvoller Strategie für den Ausstieg. Also Tierhaltung Ende
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Alla gut » Mo Mär 16, 2026 21:17

Wer Färsenmast machen will sollte erst mal schauen wo er den in Zukunft überhaupt noch bezahlbare ,geeignete Färsen her bekommt .
Färsenaufzucht in Grünlandgebieten für Milchviehhalter wollen auch viele machen .
Die große Nachfrage dafür ist aber gar nicht da .
Zuletzt geändert von Alla gut am Mo Mär 16, 2026 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon langholzbauer » Mo Mär 16, 2026 21:21

Und das geht selten ohne qualifizierte Beratung gut.
Bei der genannten Intensität war bisher keine Jahresfinanzplanung notwendig, weil monatlich genug Milchgeld für alle laufenden Kosten rein kam und nicht selten erst nach Kontostand im Januar über Investitionen nachgedacht bzw. entschieden wurde. :wink:

@Alla gut
Und der gut bezahlte Absatz für das Färsenfleisch wird auch immer anspruchsvoller.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon T5060 » Mo Mär 16, 2026 21:23

strokes hat geschrieben:Der Titel fragt nach ökonomischer sinnvoller Strategie für den Ausstieg. Also Tierhaltung Ende


Einfach alle Kälbchen verkaufen und bei den Anderen die normalen Abgänge, so brauchen sich auch die Futtervorräte auf.
Aufs Belegen täte ich nicht verzichten, nach 2-3 Jahren ist dann irgendwann auch der Stall leer. So ist das mental auch zu ertragen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Manfred » Mo Mär 16, 2026 21:36

Meinem Vater hat die gestreckte Übergangszeit auch gut getan. Er hatte Zeit, das gedanklich zu verarbeiten und sich in seine neuen Beschäftigungen Garteln und Holzbasteln hineinzufinden. Wir haben zwar noch Vieh, aber die Weidehaltung hat ihn nie interessiert.
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Einhorn64 » Mo Mär 16, 2026 21:37

Zuerst mal muss da eine Einigkeit bestehen das es so nicht mehr lange weitergeht, und das die Tierhaltung beendet werden soll, dann den Steuerberater ins Boot holen.
Möglicherweise wäre es recht günstig(steuerlich) den Bestand, vor der endgültigen Aufgabe, über 3-4 Jahre auf ca 10 Milchkühe zu verkleinern, zb durch verkauf einiger Färsen bzw Jungkühe, falls die Mast noch weiterlaufen soll, mit gesext männlich besamen. Ansonsten Kälber verkaufen. Die sinkenden Einnahmen sollten die auflösung der Bestände und stillen Reserven, weitgehend ausgleichen und das strecken über mehrere Jahre( wenn das so möglich und gewollt ist) kann größere Gewinnspitzen verhindern, mit dem Verkauf von nicht mehr benötigten Geräten/ Maschinen nicht zu hastig sein.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Stoapfälzer » Di Mär 17, 2026 8:59

In über 20 Jahren als Viehhändler mit im Schnitt 4 bis 5 Betriebsaufgaben pro Jahr (100% Fleckvieh Gebiet) habe ich nur einmal erlebt das ein Betrieb binnen 2 Tagen den kompletten Tierbestand geräumt hat. 2 bis 3 haben dann noch mit Mutterkühen weiter gemacht aber dann ganz schnell mit Angus oder Limousin gekreuzt da das heutige Fleckvieh viel zu viel Milch als Mutterkuh gibt.


Der ganze Rest hat dann halt mal mit besamen aufgehört dann kannst noch 2 Jahre melken bis einem die ständig rindernden Kühe auf die Nerven gehen und dann kommt auch plötzlich der Punkt wo die Zellzahlen durch die Decke gehen. Wenn dann auch noch die Gitterroste brechen weil 900kg Kühe im Stall stehen fällt das abgeben schon leichter. :prost:

Das Jungvieh mästet man noch mit den Futterresten aus und gut verpachtet war dann auch schon ein Jahr.

Der ganze Prozess zieht sich über 3 Jahre.

Anderes Zenario.

30 Kuhbetrieb mit 10 000 Liter Herde überwiegend auf eigenem Land und überschaubarer Technik ist schon rentabel und man kann die Frau oder wenn diese zu Hause ist selbst noch etwas nebenbei arbeiten gehen. Da brauch ich keine 100 Kühe im Vollerwerb um auf das gleiche Geld zu kommen.
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon 210ponys » Di Mär 17, 2026 9:21

Stoapfälzer hat geschrieben:Hört doch auf mit dem Mutterkuh Scheiß. Kostet Zeit und Arbeitskraft und bringt kaum Einnahmen. Das kommt gleich nach Färsenmast nachdem man aufgehört hat zu melken. :lol:


das dürfte dem geschuldet sein das die eigene Fläche verwertet ist, und man mit niemand rum tun muss. Viele der Kollegen haben die Trockenen Jahre bereits vergessen...
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon JonnyD2250 » Di Mär 17, 2026 9:24

Wie ich das verstehe, bist du ledig?
Wenn da 50000+× brutto im jahr aus der Arbeit in der Industrie heim geschleppt werden, dann wird deine landwirtschaft doch sowieso zum spitzensteuersatz on top versteuert. Da brauchst du dir auch keine Gedanken um "schrittweises" aufhören machen. Kostet ja immer 40%+ x einkommensteuer, egal ob du über 10 Jahre aufhörst oder von heute auf morgen. Mit dem unterschied, dass du in 10 Jahren für deine Maschinen auch kein Geld mehr bekommst z.b.
Also von heute auf morgen aufhören, das Geld nehmen und ein Mietshaus bauen + Hausverwalter. Land für 500 euro+× verpachten.
Dann 2 tage die Woche in der industrie arbeiten gehen, damit es nicht so langweilig beim Geld zählen wird.
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Alla gut » Di Mär 17, 2026 10:26

210ponys hat geschrieben:
Stoapfälzer hat geschrieben:Hört doch auf mit dem Mutterkuh Scheiß. Kostet Zeit und Arbeitskraft und bringt kaum Einnahmen. Das kommt gleich nach Färsenmast nachdem man aufgehört hat zu melken. :lol:


das dürfte dem geschuldet sein das die eigene Fläche verwertet ist, und man mit niemand rum tun muss. Viele der Kollegen haben die Trockenen Jahre bereits vergessen...


Viehzahlen nehmen ständig ab ,Leistungen beim Milchvieh steigen ständig .
Woher sollen die Färsen für Pensionsviehhaltung oder Mast den kommen ?
Schlachtvieh ist und bleibt teuer .

Biogas läuft aus ,Schäfer gibt es nicht mehr viele , Grünland auch Hanglagen wird immer mehr frei .
Wer soll das Grünland den bewirtschaften ?
Die letzten Jahre hatten wir auch viel Regen mit hohem Aufwuchs .

Wohl oder übel brauchts in Zukunft halt mehr "Mutterkuhscheiß "
Oder Mulchgeräte ?
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon jo2008 » Di Mär 17, 2026 10:29

Hallo,

Vielen Dank für den Input.
Ich bin Betriebsleiter seit 2 Jahren, die Mutter ist nicht über den Betrieb versichert.
Ich bin ledig, und muss sagen meine Freizeit hält sich momentan auch recht in Grenzen.
Eigenfläche sind 20 Ha Feld+ 7Ha Forst.
Es wären zwar 3 Ha arrondiert am Betrieb, nicht als Weide genutzt, aber ganz ehrlich die Milchwirtschaft, eine Hohe Leistung, Zahlen,
dass gefällt mir mehr als eine Hand voll Tiere zur Erzeugung von Nachkommen.
Ich liege natürlich aktuell im Spitzensteuersatz, aber das Kaufen von Maschinen, die nicht ausgelastet werden, dass hat mich bisher nicht ganz überzeugt.

Thema Steuerberatung; hat leider nicht die Welt mit Beratung zu tun, weshalb ich mal andere Sichtweisen hören möchte.

MfG
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon 240236 » Di Mär 17, 2026 11:29

Bei uns ist die Umstellung der Betriebe von Milchvieh auf Färsenmast oder Mutterkuhaltung der Einstig zum Ausstieg
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Re: Ökonomisch sinnvoller Ausstieg aus der Rinderhaltung

Beitragvon Höffti » Di Mär 17, 2026 12:01

jo2008 hat geschrieben:Hallo,

Vielen Dank für den Input.
Ich bin Betriebsleiter seit 2 Jahren, die Mutter ist nicht über den Betrieb versichert.
Ich bin ledig, und muss sagen meine Freizeit hält sich momentan auch recht in Grenzen.
Eigenfläche sind 20 Ha Feld+ 7Ha Forst.
Es wären zwar 3 Ha arrondiert am Betrieb, nicht als Weide genutzt, aber ganz ehrlich die Milchwirtschaft, eine Hohe Leistung, Zahlen,
dass gefällt mir mehr als eine Hand voll Tiere zur Erzeugung von Nachkommen.
Ich liege natürlich aktuell im Spitzensteuersatz, aber das Kaufen von Maschinen, die nicht ausgelastet werden, dass hat mich bisher nicht ganz überzeugt.

Thema Steuerberatung; hat leider nicht die Welt mit Beratung zu tun, weshalb ich mal andere Sichtweisen hören möchte.

MfG


Den Ausstieg aus der Milchviehhaltung habe ich bisher nicht einen Tag bereut.
Es mag aktuell dank Melkroboter anders sein, aber das Gebundensein an feste Melkzeiten kostet enorm Lebensqualität.
Wenn das Ganze noch im Nebenerwerb läuft, umso mehr.

Ich würde die Viehhaltung ganz aufgeben und mich wenn's Spaß macht den Feldern und vor allem dem Wald widmen.
Die arrondierte Fläche kann bei Interesse die Liebste später einmal als Pferdekoppel verwenden.
So kriegste auch eine Frau auf den Hof.

Dazu 1,5 bis 2 außerlandwirtschaftliche Einkommen und Passiveinkommen generieren.
Dann kannst Du Dich auch von den Vorschriften aus Brüssel am A... lecken lassen.
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