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Pachtpreis????

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Pachtpreis????

Beitragvon 818er » Di Mai 24, 2011 12:27

Moin,

Ich hätte die Möglichkeit eine Fläche von 8,4 ha zu pachten, welches direkt an meinem liegt!
Nun ist nicht sicher ob der alte Pächter die ZA wieder mit rüber gibt, weshalb der Verpächter ein Pachtangebot für die Fläche inkl. Za haben will und ein Angebot ohne ZA.

Wenn ich nun 600 €/ha inkl. ZA biete, wieviel muss ich dann ohne ZA bieten?

Wie berechne ich das? :oops: :oops:

Laufzeit wären 12 Jahre.

Vielen dank

Gruß
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon Kreuzschiene » Di Mai 24, 2011 12:38

Also ich würde mal schauen, was Dich ein ZA zum Kauf kosten würde. Bei uns hier kosten die nur noch ca. das 1,5fache des "Nennwertes". Also für einen 300€-ZA zahlt man ca. 450€.
Diese 450€ könnte man jetzt z.B. auf die zwölf Jahre "abschreiben", dann würd dich das pro Jahr 40€ "kosten". Hättest dann noch den "Restwert", falls es bis dahin noch Förderung gibt...
Andererseits ist eben diese Förderung vorerst mal nur bis 2013 gesichert. Wer weiß, was danach kommt...

Also ich würd maximal 30€ mehr bezahlen, und eine Anpassungsklausel für sich ändernde Prämien. Dann bist du auf der sicheren Seite. Alternativ einfach mal bei einem ZA-Händler anfragen. Da jedes Jahr Fläche aus der Produktion genommen wird, sind die Preise nicht allzu hoch...

Allerdings ist ja das Preisniveau bei Euch eh recht tief... Bei uns wurde letzens ein 20 ha-Acker (ist rießig für unsere Gegend) für 2.000€ neu verpachtet. Hauptproblem ist, dass mittlerweile fast alle Verpächter "öffentlich versteigern", d.h. einfach das maximale rausholen wollen (was ja auch legitim ist). Aber da werden dann halt Pachtverträge, die über Generationen liefen, einfach nicht mehr verlängert. Und weiteres Problem ist, dass die Biogas-Anlagen wie Pilze im nassen Spätsommer wachsen, und zudem eine hohe Viehdichte herrscht. Da werden dann die Pachtpreise durch Biogasanlagen oder Schweineställe "subventioniert", obwohl man natürlich rein ackerbautechnisch draufzahlt, dass es raucht... Aber man "erkauft" sich damit halt das Recht, seine Schweinchen zu halten oder seine Biogasanlage bauen/betreiben zu dürfen...
Aber normal kann das nicht mehr sein...

Gruß K.
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon 818er » Di Mai 24, 2011 12:45

Danke für diese Blitzantwort.
So ähnlich habe ich mir das auch gedacht. Da lässt schonmal mit arbeiten.

Danke dir
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon Mister M » Di Mai 24, 2011 16:39

Da hab ich jetzt mal ne kleine Frage du schreibst da 600 Euro/ha inklusive ZA, was baust du denn auf der Fläche an ? bei uns liegt das Pachtpreisniveau ca bei nem Euro/ar = 100 für ein Hektar in der Getreideproduktion. Auf den besseren Böden liegts dann auch mal bei 2 Euronen/ar aber 600 is schon ein dickes Ding, ok ZA drinne aber die 50 Euro ZA/Jahr machen das ja nicht fett.

Sind die Pachtpreise bei euch grundsätzlich so hoch ??

Gruß MM
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon Quattrodevil » Di Mai 24, 2011 17:06

Bei uns werden ZA nur noch mit 1,1 gehandelt
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon bona terra » Di Mai 24, 2011 18:51

Der Kauf von ZA´s ist wirklich kein großer Faktor mehr im Pachtpreis-Spiel!

Unsere "Groß-Landwirte" hier zahlen auch zwischen 700 und 900 €, manchmal hört man schon das 1000 € gezahlt und sogar überboten werden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass beim hier üblichen Getreideanbau dass auf Dauer gutgehen kann, selbst wenn über Biogas oder Schweinezucht/-mast da quer subventioniert wird.

Hat man da zuviel teures Pachtland an der Backe blutet doch der Betrieb über die Jahre finanziell aus, er muß von der Substanz leben und wenn Gebäude/Maschinen abgeschrieben sind, ist kein Geld mehr für Neuanschaffungen da! Also sollen sie ruhig mal machen, ich kann warten!
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon automatix » Di Mai 24, 2011 21:00

Marion99 hat geschrieben:Hallo Jungs hier,
ihr solltet mal etwas Unterricht nehmen in Betriebswirtschaft und im Förderwesen.
Wenn der bisherige Pächter Eigentümer der ZA ist, dann stehen diese nach Beendigung der Flächenpacht dem Flächeneigentümer gar nicht zur Verfügung. Sprich die ZA bleiben bei Pächter.
Die Frage stellt sich dann wohrl gar nicht, ob du die Fläche mit ZA pachten kannst. Pachte die Fläche so, die notwendigen ZA kannst Du erwerben auf dem Markt udn bist dabei auch flexibel welchen Wert an Direktzahlungen Du haben willst.
Im übrigen das Verfahren mit den ZA geht bis 2013, evtl. auch bis 2015, weil die in Brüssel sich nicht einigen können und was dann geschieht ist offen.


da hast du im Prinzip recht - aber wenn der bisherige Pächter die ZA mit abgibt, dann kann er ja mit ZA pachten.
weißt ja nicht, wenn der aufhört kann er z.b mit seinen ZA nichts mehr anfangen und wirklich viel Wert sind sie jetzt ja auch nicht mehr.
Badaboom
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon 818er » Mi Mai 25, 2011 6:49

Mister M hat geschrieben:Da hab ich jetzt mal ne kleine Frage du schreibst da 600 Euro/ha inklusive ZA, was baust du denn auf der Fläche an ? bei uns liegt das Pachtpreisniveau ca bei nem Euro/ar = 100 für ein Hektar in der Getreideproduktion. Auf den besseren Böden liegts dann auch mal bei 2 Euronen/ar aber 600 is schon ein dickes Ding, ok ZA drinne aber die 50 Euro ZA/Jahr machen das ja nicht fett.

Sind die Pachtpreise bei euch grundsätzlich so hoch ??

Gruß MM


Das sind nunmal die Preise hier.
Wir bauen WR-WW-WG.
Da kommen wir hier noch sehr gut mit klar, ok wenn der Weizen 10 € Kostet dann nicht. Bei den derzeitigen Preisen und der etwas schlechteren Ernte dieses Jahr haben wir im Durchschnitt noch gute 300 €/ha über + Prämie.
Es werden bei uns grundsätzlich Klausen in den Pachtvertrag reingenommen, wo der Pachtpreis an den Weizenpreis gekoppelt wird.
Hier ist es eigentlich normal das die ZA auf den Flächen bleiben!

Gruß Kai
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon rettel » Mi Mai 25, 2011 9:04

818er hat geschrieben:Es werden bei uns grundsätzlich Klausen in den Pachtvertrag reingenommen, wo der Pachtpreis an den Weizenpreis gekoppelt wird.


Na das kommt einem aber dieses Jahr unter Umständen teuer zu stehen, wenn die Pachtpreise nicht auch an den Erträgen gekoppelt werden...
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon Joehännes » Mi Mai 25, 2011 9:28

300 €/ha über und dann noch die ZA drauf?
Naja dann kann ich nicht richtig rechnen! In einem anderen Threat schreibst du das du Ernteerwartung von 75 dt hast! Das würde wohl einen Umsatz von 1400-1500 € ergeben!
Nun rechnen wir mal:
1400
- 600 Pacht
- 180 € N Düngerkosten
- ca.100 € andere Düngerkosten ( knapp geschätzt weil hier gerne gespart wird)
- 120 € Herbizid + Fungizid
- 75 € Saatgut

Macht Summa Sumarum 325 € Rest und nun fangen wir mal an zu Ackern ;-) und zu Ernten ;-)
also bei uns kostet alleine dreschen 110 €/ha!
Zusätzlich wirst du wohl noch Berufsgenossenschaft bezahlen müssen!

Also manchmal rechnen sich Landwirte die lustigsten Deckungsbeiträge zusammen
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon Mister M » Mi Mai 25, 2011 9:37

Du weisst ja jetzt nicht wieviel Pacht er für die Flächen hinblättert die er mit den 300 betitelt zudem isses auch nicht genannt wie die Kultur geführt (intensiev , extensiv , besondere Bearbeitungsformen etc. ) wird, es gibt durchaus Sparfüchse da oben die auch ohne großen Aufwand mächtig gut im Geschäft sind, dazu fällt mir ein Namen ein wenn man den nenne darf ( Riewe ^^ ).

Also ganz abwegig sind die Zahlen von 818 da nicht, kommt nun eben immer drauf wie produziert wird. Wenns der Boden hergibt ist schon vieles möglich.

Mich hat eigentlich nur die hohe Pacht von 600 Euro gewundert , das verlangt man bei uns hier nicht mal für Sonderkulturflächen. Aber nu denn die Nordlichten sind ja bekannt dafür das sie so einiges von Acker ziehen ^^.

Gruß MM
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon steel. » Mi Mai 25, 2011 10:01

Mister M hat geschrieben:
Mich hat eigentlich nur die hohe Pacht von 600 Euro gewundert , das verlangt man bei uns hier nicht mal für Sonderkulturflächen. Aber nu denn die Nordlichten sind ja bekannt dafür das sie so einiges von Acker ziehen ^^.

Gruß MM

In Süddeutschland sollen sie mittlerweile fast schon das Niveau vom Norden erreicht haben. Neuverpachtungen der letzten 12 Monate liegen zwischen 600 -1100 Euro sollte es umbruchfähig sein. Darunter gibt es nichts mehr. Abgesehen von Hängen, Moorwiesen oder kleinen Teilflächen. Weiter Richtung Norden gibt es unter 1000 ohnehin nichts mehr teilweise wird deutlich mehr bezahlt. Bei uns hat sich der Preis innerhalb weniger Jahre verdreifacht.
Keiner muss diese Preise bezahlen, man kann die Fläche ja zurückgeben.
Mit der Konsequenz das viele der selbsternannten Zukunftsbetriebe schneller verschwinden als sie es je für möglich gehalten hätten. Vor allem wenn die bestehenden Pachtverträge auslaufen und die Fläche ein " Kollege " wegschnappt.
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Re: Pachtpreis????

Beitragvon Bodenseefarmer » Mi Mai 25, 2011 10:49

Stiel..... bist du Verpächter oder woher kommt das Geschwätz????

Im März auf der örtlichen Bauernversammlung hat unser Amtsleiter erzählt, dass auf dem Amt nicht ein einziger Pachtvertrag mit über 500€ zur Genehmigung vorgelegt wurde. Du wirst mir doch nicht erzählen, dass die alle schwarz zig 100 Euronen drauf legen.... :prost: :prost: :prost:
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