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Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon Paule1 » Do Mär 22, 2018 22:23

So ein Schmarrn n8
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon Sönke Carstens » Do Mär 22, 2018 22:27

Ich höre von fast allen Maisanbauern das die Pflügen müssen da sonst zu viele Probleme mit Schädlingen auf einen zukommen.
Ich baue dieses Jahr zum ersten mal Mais an und werde es Pfluglos probieren da ein Landwirt in der nähe das schon seit 20 Jahren macht.
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon böser wolf » Fr Mär 23, 2018 8:54

Sönke Carstens hat geschrieben:Ich höre von fast allen Maisanbauern das die Pflügen müssen da sonst zu viele Probleme mit Schädlingen auf einen zukommen.
Ich baue dieses Jahr zum ersten mal Mais an und werde es Pfluglos probieren da ein Landwirt in der nähe das schon seit 20 Jahren macht.



ich habe auch silomais in der ff den ich für eine bga baue , und ich habe seit über 20 jahren weder einen pflug geschweige einen grubber oder eine kse auf dem hof und die einzigen schädlinge die bei mir ertragsverluste machen sind wildschweine !
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon böser wolf » Fr Mär 23, 2018 9:00

marius hat geschrieben:
Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten


Anhand er deutlichen Zunahme an Maisschädlingen, ist eine pfluglose Bearbeitung des Maisfeldes ( Bereitstellung eines Winterquartiers ) fast schon eine lebenslängliche Straftat. 8)



und das ist in meinen augen eine generationsübergreifende straftat !

dort wurde im november 2017 kö-mais gedroschen und letzte woche winderrosion in einem ausmaß das auf dem foto zu sehen ist
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon JueLue » Fr Mär 23, 2018 9:46

Das (mit den Schädlingen) hängt ja wohl auch sehr von der Maislastigkeit der Fruchtfolge ab.

Wir haben so alle 3-4 Jahre Silomais, und der spät gesäte Weizen nach Silomais pfluglos steht um längen besser als der nach Pflug, weil es auf den pfluglos Schlägen einfach fast keine Verschlämmung gab.

Wenn die Maisstoppeln vernünftig gemulcht sind, sehe ich da keine Probleme.

Allerdings arbeiten wir schon mit Grupper und Kreiselgrubber-Drillkombination, weil ohne eine tiefe Lockerung kommen wir auf unseren Böden nach Silomais nicht zurecht.

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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon broitbeil » Fr Mär 23, 2018 11:12

Da spricht die Praxis aber eine andere Sprache.

Im Rheintal wird in vielen Gemarkungen seit 40-50 Jahren Mono Körnermais angebaut.
Zünslerdruck ist sehr gering. Warum? 100% Pflugfurche.

Der Pflug hat viele andere Nachteile, deshalb wird er auch von von offizieller Seite weniger beworben.

Aus der Zünslerlarve schlüft ja ein kleiner Schmetterling. Dessen Fähigkeit zu graben ist nunmal seh gering. Ein paar cm unter dem Boden und der kommt da einfach nicht raus.
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon böser wolf » Fr Mär 23, 2018 11:47

JueLue hat geschrieben:Das (mit den Schädlingen) hängt ja wohl auch sehr von der Maislastigkeit der Fruchtfolge ab.

Wir haben so alle 3-4 Jahre Silomais, und der spät gesäte Weizen nach Silomais pfluglos steht um längen besser als der nach Pflug, weil es auf den pfluglos Schlägen einfach fast keine Verschlämmung gab.

Wenn die Maisstoppeln vernünftig gemulcht sind, sehe ich da keine Probleme.

Allerdings arbeiten wir schon mit Grupper und Kreiselgrubber-Drillkombination, weil ohne eine tiefe Lockerung kommen wir auf unseren Böden nach Silomais nicht zurecht.

JueLue


ja mit dem lockern nach der silomaisernte hast du natürlich recht !
das war neben der rapssaat ein grund warum wir uns von der direktsaat zur streifensaat (striptill ) ähnlich claydon/mzuri bewegt haben .
im vergangenen jahr gab es auf unseren leichten böden selbst nach herkömlicher mulchsaat große probleme mit verschämmung im wintergetreide nach mais
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon Fendt 515C » Fr Mär 23, 2018 13:40

Falsch der Pflug ersetzte nicht die Walze oder den Mulcher. Der Zünsler kommt wohl aus 30cm Boden raus.. er kann nur aufgehalten werden indem man ihm seinen Überwinterungsbereicht nimmt, die Heilen Maisinternodien. Durch das zerquetschen geht der Frost dort rein und er überlebt den Winter nicht. Beim unterpflügen würde man ihm eine wohltat tun da es ja noch mehr isoliert ist. Desweiteren sollte man keine heilen Maisstängel unterpflügen um keine (extrem gesagt) "silierung" im Boden zu haben und in 2 Jahren noch wieder Maisstoppel hoch zu Pflügen.

Wir haben im 2. Lehrjahr eine Arbeit über die Biologie des Zünslers geschrieben.. 4-9Seiten. Wohnen in LK Rotenburg Wümme, 80% Maisanbau... und wir haben hier fast keinen Zünsler, eben weil fast alle die Stoppeln vor dem Winter zerstören, notfalls fahrne sogar die kleinsten bei Frost mit der leeren Glattwalze rüber.

Desweiteren machen wir schon ewig Mulchsaat vor und nach Mais, auch Mais nach Mais(auf welchen Standorten 3Jahre). Wir mulchen die Maisstoppeln weil bei 50cm wäre alles andere unschön, denn KSE oder gleich der Mulchgrubber,Fertig.
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon Paule1 » Sa Mär 24, 2018 6:48

Endlich mal ein Bericht aus der Praxis für die Praxis und nicht das leere Geschwätz mit dem Pflug ist alles gut, da istviel mehr zu beachten :idea:
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon böser wolf » Sa Mär 24, 2018 11:27

Fendt 515C hat geschrieben:Falsch der Pflug ersetzte nicht die Walze oder den Mulcher. Der Zünsler kommt wohl aus 30cm Boden raus.. er kann nur aufgehalten werden indem man ihm seinen Überwinterungsbereicht nimmt, die Heilen Maisinternodien. Durch das zerquetschen geht der Frost dort rein und er überlebt den Winter nicht. Beim unterpflügen würde man ihm eine wohltat tun da es ja noch mehr isoliert ist. Desweiteren sollte man keine heilen Maisstängel unterpflügen um keine (extrem gesagt) "silierung" im Boden zu haben und in 2 Jahren noch wieder Maisstoppel hoch zu Pflügen.

Wir haben im 2. Lehrjahr eine Arbeit über die Biologie des Zünslers geschrieben.. 4-9Seiten. Wohnen in LK Rotenburg Wümme, 80% Maisanbau... und wir haben hier fast keinen Zünsler, eben weil fast alle die Stoppeln vor dem Winter zerstören, notfalls fahrne sogar die kleinsten bei Frost mit der leeren Glattwalze rüber.

Desweiteren machen wir schon ewig Mulchsaat vor und nach Mais, auch Mais nach Mais(auf welchen Standorten 3Jahre). Wir mulchen die Maisstoppeln weil bei 50cm wäre alles andere unschön, denn KSE oder gleich der Mulchgrubber,Fertig.


so weit die theorie !
bitte versteh mich nicht falsch , ich arbeite extrem extensiv im bereich bobenbearbeitung aber in einem jahr/ herbst wie 2017 kommt man schnell an seine grenzen .
das foto zeigt streifensaat direkt nach dem häckseln auf einem schweren standort .
der boden war dank minimalbodenbearbeitung bei der ernte sehr tragfähig , so das es keine tiefen spuren gab .
der mais hatte starke sturmschäden .
mit dem mulcher haben wir nicht alle stoppeln und restpflanzen erwischt weil die in den boden gefahren wurden .
ein anwalzen nach der saat um die pflanzen/intermodien zu quetschen wäre aus ackerbaulicher/ pflanzenbaulicher sicht nicht zurechtfertigen gewesen , obwohl wir in " normalen " jahren versuchen alles nach der saat anzuwalzen , nässe bedingt haben wir wärend der herbstbestellung sogar die duo-walze aus der stripdrille verbannt um den boden "offen" zu halten und gegen verschämmung und dichtlagerung zu schützen .
dieser anblick mag eineigen die zoresröte ins gesicht treiben , aber im anbetracht der hier herschenden bedingungen spielt es aus zünslersicht keine rolle , denn hier stehen noch 90% aller stoppel weil durch die tiefen sputen kein mulchen/befahren möglich war ,
selbst ganze maisschläge bzw teilflächen stehen noch auf dem halm
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon Fendt 308ci » Sa Mär 24, 2018 21:45

In unserem Betrieb wird schon seit Generationen Körnermais angebaut (Südbaden).
Eine saubere Pflugfurche ist einfach unverzichtbar.
Und das allerwichtigste zur Zünslervorbeugung ist eine vorherige ordentliche Zerkleinerung der Erntereste und Stoppeln.
Die Frostgare sollte unbedingt genutzt werden, sprich Herbstfurche, dann zerfällt der schwerste Boden im Frühjahr bei einer einmaligen Überfahrt mit der schlagkräftigen Gareegge.

Auch bei uns in der Region gibt es ein paar "Pfluglose" :D
20180324_181354-816x459.jpg
Stroh -Klärschlamm - Gemisch


Aber die Mehrheit schafft sich aber einen sauberen Tisch, denn in dem Strohwulst ist eine saubere Saatgutablage mit ordentlichem Bodenschluss kaum möglich.

Mein Rat: Unmittelbar nach dem Drusch Zerkleinerung der Erntereste und Stoppeln mit dem Schlegelmulcher und anschließend eine saubere Pflugfurche mit Maisstroheinlegern.

Viel Erfolg für die kommende Saison :prost:
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon lama-bauer » So Mär 25, 2018 9:00

Servus,
schöne Fusarium Vermehrung auf den Fotos !
Beim einarbeiten des Maisstrohs geht es doch nicht nur um den Zünsler,sondern bei WW Folgefrucht auch um den Fusariumbefall.
Ich verwende grundsätzlich Mulcher und Grubber vor dem einackern von Körnermaisstroh.
Der Weizen steht wesentlich gesünder da als der von Kollegen,die auch noch meinen sie können Körnermaisstroh ohne mulchen einackern.
Entsprechend krank sind dann deren Weizenbestände durch obenliegende Stängel und Stroh.
Auch die Wirkungen mancher Fungizide lassen bereits nach.
Resistenzen sind also vorprogrammiert.
Dabei ist es doch so einfach, Maisstroh muß unter die Erde.
Hieß es nicht mal "Gute Fachliche Praxis",davon sind manche wohl schon abgekommen.
MFG
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon Fendt 515C » So Mär 25, 2018 9:16

Körnermais haben wir halt garnicht bloß die langen Stoppeln von 50cm, desweiteren auch leichte Böden. dort ist es halt wesentlich einfacher.
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon elchtestversagt » So Mär 25, 2018 10:01

Jungs, ich geb euch einen Tipp: Macht das blos nicht.
Nicht, das sich der Boden danach verbessert, das geht überhaupt nicht....( denn dann fehlt euch die Argumentationsgrundlage....)
Sicher, die ersten Jahre muss man auf der Hut sein wg. den Fusarien, aber nach einer gewissen Zeit....
Für eine Rotte müssen die Ernterückstände in den ersten 5(10) cm eingearbeitet sein, nicht in 25(30)cm...
Mit der Zeit stellt sich ein intakter Boden ein, und bis Mai hat man quasi keine Stoppelreste mehr oben auf liegen, die sind alle verrottet, dafür aber ein Boden reich an Organismen und Pilzen.
Aber wie gesagt, das dauert 5 bis 10 Jahre.
Es ist immer schön zu sehen, die paar, die noch pflügen haben nach dem ein "Parallelfahrsystem für Arme", denn im Zweijahresrythmus liegen die Maisstoppeln genau so wieder oben auf...

Wie schon angesagt, wichtig ist eine ordnungsgemässe Zerkleinerung, sprich Mulchen (Chefsache und Zeitintensiv) und vernünftig oben einmischen, aber nicht vergraben...
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Re: Pfluglos Maisfeld bearbeiten

Beitragvon lama-bauer » So Mär 25, 2018 10:19

Servus,
Das solltest Du mal unseren amtlichen Beratern erzählen,den die forcieren die Einarbeitung per Pflug wegen der Fusarien.
Denen werde ich mal deinen Vorschlag machen :)
Mal sehen was es zu hören gibt.
MFG
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