Hallo,
ich war gestern auf einem Vortrag der Seminarreihe "Bildungsprogramm Wald" zum Thema Waldpflege und Verjüngung. Dabei ging es jedoch hauptsächlich um den typischen Altersklassenwald. Am Ende wurde (auf meinen Wunsch) kurz mal das Thema Plenterwald angesprochen. Allerding hat der Revierleiter, der den Vortrag gehalten hat, dann auch gleich gesagt, dass diese Form der Waldbewirtschaftung eigentlich nur im Alpenraum vertreten ist. Dort würden vorallem Fichten, Kiefern und Douglasien wachsen die in etwa gleich konkurrenzstark sind. Da bei uns (Mainfranken, Grenze zum Spessart) aber vornehmlich Buchen wachsen, die sehr konkurrenzstark sind, eignet sich diese Form der Waldbewirtschaftung hier nicht so sehr.
Ich habe gestern noch etwas über diese Aussage nachgedacht und kann (nach meinem Wissenstand) ihm nicht so zustimmen. Gerade Buchen müssten doch für den Plenterwald gut geeignet sei, da sie sehr schattenverträglich sind, sodass unterschiedliche Altersklassen in einem Bestand gleichzeitig wachsen können. Natürlich muss man ggf. andere lichtbedürftige Baumarten etwas freistellen, da sie der Buche unterlegen sind, aber des muss man in einem klassischen Altersklassenwald doch wohl auch.
Gruß,
Lukas
