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Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Pegasus_o » Mi Jul 17, 2019 8:57

Ich hatte eine angeregte Diskussion mit einem Biolandwirt, der behauptet hatte, jedes Problem ohne den Einsatz von PSM lösen zu können. Ich brachte das Beispiel Quecke in Ackerland, da kam er etwas ins stottern und konnte letztlich nichts sagen, weil die Standardmethoden hacken&Kleeegras da nichts bringen.

Ich dachte ich frag mal nach, ob es da wirklich nix gibt...Im konventionellen Bereich würde man ja ein bekanntes Total-Herbizid einsetzen :D

Gruß
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon wastl90 » Mi Jul 17, 2019 8:59

Pegasus_o hat geschrieben:.Im konventionellen Bereich würde man ja ein bekanntes Total-Herbizid einsetzen :D

Gruß

Nur wie lange noch?!
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Cheffe » Mi Jul 17, 2019 9:11

früher hat man die Rhizome im Sommer so oft hochgeeggt, bis sie vertrockneten - so erzählt mein Vater jedenfalls.
Ob das ökologisch (Auswirkungen für Humusabbau, Bodenstruktur etc) besser ist als einmal Roundup brauchen wir hier glaub ich nicht zu diskutieren, in der öffentlichen Diskussion hat sowas wie sachliche Argumente aber leider keinen Platz.
Am saubersten sind die Flächen nach ein paar Jahren stramm Ackergras. Wird glaub ich auch bei nicht mehr bekämpfbaren AFU so gemacht.
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Mad » Mi Jul 17, 2019 9:12

Ich habe da vor Jahren mal etwas beobachtet, was ich wahrscheinlich mal nach dem Glyphosatverbot ausprobieren werde. Allerdings wird auch das keinen absoluten Erfolg haben, aber bei trockenem Wetter wäre damit immerhin ein nicht zu unterschätzender Teilerfolg gegeben sein:

Den verqueckten Boden möglichst gut lockern, sofern es technisch machbar ist (verstopfender Grubber). Am besten 2 Überfahrten. Der Boden muss dafür schon ziemlich locker sein und auch nicht mehr so stark anhängen.

Anschließend mit dem Kreiselgrubber drüber, den etwas spitz nach vorne laufen lassen und damit die Rhizome an die Oberfläche "wenden", wo sie dann vertrocknen können.

Ich habe diesen Effekt, dass er nahezu alle Rhizome obendrauf wirft, bisher zwar nur einmal erlebt, aber das wäre mein Ansatz. Der KG müsste dazu allerdings umgebaut werden, denn die nachlaufende Walze ist dabei das Problem, denn wenn die Rhizome wieder in den Boden gedrückt werden, hat man nichts gekonnt. Deshalb überlege ich, die Walze zu demontieren und den KG auf vorderseitig angebrachten Stützrädern laufen zu lassen.

Vielleicht erstelle ich dazu mal in 2024 oder 2025 einen Exklusivbericht.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon speeder » Mi Jul 17, 2019 9:42

Mad hat geschrieben:Ich habe da vor Jahren mal etwas beobachtet, was ich wahrscheinlich mal nach dem Glyphosatverbot ausprobieren werde. Allerdings wird auch das keinen absoluten Erfolg haben, aber bei trockenem Wetter wäre damit immerhin ein nicht zu unterschätzender Teilerfolg gegeben sein:

Den verqueckten Boden möglichst gut lockern, sofern es technisch machbar ist (verstopfender Grubber). Am besten 2 Überfahrten. Der Boden muss dafür schon ziemlich locker sein und auch nicht mehr so stark anhängen.

Anschließend mit dem Kreiselgrubber drüber, den etwas spitz nach vorne laufen lassen und damit die Rhizome an die Oberfläche "wenden", wo sie dann vertrocknen können.

Ich habe diesen Effekt, dass er nahezu alle Rhizome obendrauf wirft, bisher zwar nur einmal erlebt, aber das wäre mein Ansatz. Der KG müsste dazu allerdings umgebaut werden, denn die nachlaufende Walze ist dabei das Problem, denn wenn die Rhizome wieder in den Boden gedrückt werden, hat man nichts gekonnt. Deshalb überlege ich, die Walze zu demontieren und den KG auf vorderseitig angebrachten Stützrädern laufen zu lassen.

Vielleicht erstelle ich dazu mal in 2024 oder 2025 einen Exklusivbericht.

MFG


Dann nimm gleich den Kehrer, da hast Du wenigstens Arbeitsbreite. Oder Du lässt es den Altenteiler machen, der muss für diesen Einsatz nicht mal seine Standardeinstellung des Oberlenkers ändern... :lol:
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon AEgro » Mi Jul 17, 2019 10:30

[quote="Cheffe"]früher hat man die Rhizome im Sommer so oft hochgeeggt, bis sie vertrockneten - so erzählt mein Vater jedenfalls.

Mir wurde das nicht nur erzählt, ich hab das so erlebt und auch selbst in in meinerr Jugend/Ausbildungszeit machen dürfen.
Es gab zwar schon Round up, Konzentration weiß ich nicht mehr, es wuden gegen Quecke 7 l/ ha aufgewendet,
Kosten damals ca. 350 DM pro ha.
Deshalb auch der Versuch der mechanischen Bekämpfung.
Der Erfolg war meist sehr zweifelhaft.
Ackeregge nach Pflug o. Schälpfug ging gar nicht, Kultiegge halbwegs, und wenn man Pech hatte, und es nicht lange genug trocken war, was in 4 von 5 Jahren der Fall war, war der Effekt, daß man die Quecke schön gleichmäßig auf den vorher sauberen Teilen des Acker verteilte.
Im Jahr nach der Neuzuteilung der Flurbereinigung, haben manche Kollegen sogar mit dem Kreiselschwader die Queckenwurzeln rausgeschwadet und entweder per Hand, Fontlader oder mit dem Ladewagen abgesammelt und in Wald und Hecken gekippt.
Ich konnte, frisch nach dr Ausbildung, zum Glück meien Vater davon überzeugen, daß die einzige nachhaltige Möglichkeit der Queckenbekämpfung
Pflanzenschutzmittel sind.
Entweder Round up ( inzw. billiger geworden und durch Zusatz von SSA Aufwandwenge auf 5 l / ha reduziert )
oder Nata ( Natriumessigsäuresalz ) 40 kg /ha mit dem Nachbau von Raps oder Senf als Zwischenfrucht.
Hauptursache für die starke Verqueckung in den 70-er u. 80-er Jahren in unserer Gegend war m.M. nach, der starke Einsatz von Ackerfräsen, die die Q.rhizome zerschitten und damit zusätzlich vermehrt haben.
Aus diesem Grund setze ich auch keine Scheibeneggen/Kurzscheibenegge ein.
Die Vermehrung von Winden basiert auf dem gleichen Prinzip.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Pegasus_o » Mi Jul 17, 2019 10:34

Cheffe hat geschrieben:Am saubersten sind die Flächen nach ein paar Jahren stramm Ackergras. Wird glaub ich auch bei nicht mehr bekämpfbaren AFU so gemacht.


AFu ja, weil der gegen andere Gräser nicht konkurrieren kann, wenn häufiger gemäht wird. Quecke sehe ich keine Chance, die wächst auch bei häufigem mähen super. Sonst könnte man ja so Quecke in Grünland bekämpfen.


Gruß
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Hosenträger » Mi Jul 17, 2019 10:57

Da es den Anschein hat, daß es im Sommer immer trockener wird, wird Quecke vermutlich bald zu den aussterbenden Pflanzen gehören. :D Wer dann noch die Stoppeln ein mal wöchendlich mit dem Tiefgrubber bearbeitet, wird dieses Gras noch schneller los. Also bei uns ist nicht die Frage, wie bekomme ich Quecke los, sondern wo bekomme ich Bodenfeuchte her! :oops:
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Kyoho » Mi Jul 17, 2019 13:37

Queckenwurzeln wurden früher wie das Kartoffelkraut auf dem Acker verbrannt. Wegen der Krautfäule bzw. damit sie nicht mehr anwachsen. Das hat gut geraucht und gestunken aber was genutzt.
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Unkonventionell » Mi Jul 17, 2019 13:49

Beste Alternative: Ernten - einmaischen - Sprit brennen :prost:
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon böser wolf » Mi Jul 17, 2019 14:47

AEgro hat geschrieben:
Cheffe hat geschrieben:früher hat man die Rhizome im Sommer so oft hochgeeggt, bis sie vertrockneten - so erzählt mein Vater jedenfalls.

Mir wurde das nicht nur erzählt, ich hab das so erlebt und auch selbst in in meinerr Jugend/Ausbildungszeit machen dürfen.
Es gab zwar schon Round up, Konzentration weiß ich nicht mehr, es wuden gegen Quecke 7 l/ ha aufgewendet,
Kosten damals ca. 350 DM pro ha.
Deshalb auch der Versuch der mechanischen Bekämpfung.
Der Erfolg war meist sehr zweifelhaft.
Ackeregge nach Pflug o. Schälpfug ging gar nicht, Kultiegge halbwegs, und wenn man Pech hatte, und es nicht lange genug trocken war, was in 4 von 5 Jahren der Fall war, war der Effekt, daß man die Quecke schön gleichmäßig auf den vorher sauberen Teilen des Acker verteilte.
Im Jahr nach der Neuzuteilung der Flurbereinigung, haben manche Kollegen sogar mit dem Kreiselschwader die Queckenwurzeln rausgeschwadet und entweder per Hand, Fontlader oder mit dem Ladewagen abgesammelt und in Wald und Hecken gekippt.
Ich konnte, frisch nach dr Ausbildung, zum Glück meien Vater davon überzeugen, daß die einzige nachhaltige Möglichkeit der Queckenbekämpfung
Pflanzenschutzmittel sind.
Entweder Round up ( inzw. billiger geworden und durch Zusatz von SSA Aufwandwenge auf 5 l / ha reduziert )
oder Nata ( Natriumessigsäuresalz ) 40 kg /ha mit dem Nachbau von Raps oder Senf als Zwischenfrucht.
Hauptursache für die starke Verqueckung in den 70-er u. 80-er Jahren in unserer Gegend war m.M. nach, der starke Einsatz von Ackerfräsen, die die Q.rhizome zerschitten und damit zusätzlich vermehrt haben.
Aus diesem Grund setze ich auch keine Scheibeneggen/Kurzscheibenegge ein.
Die Vermehrung von Winden basiert auf dem gleichen Prinzip.
Gruß AEgro

mit den mengen brigst du einiges durcheinander 5l war die max aufwandmenge .
später wurde 3l +15kg ssa von monanto sogar beworben .
bei uns wurde damals flach geschält und dann mit der federzinkenegge ohne nachläufer mehrmals bei trockenheit bearbeitet und zur bestellung wurde eine saubere saatfurche mit vorschälern gepflügt .
seit 25 jahren arbete ich pfluglos und davon die letzten 10-12 jahre nur noch notill mintill und striptill bei einem durchschittlichen jährlichen aufwand von 1,5l glyphos ha/jahr und habe trotzdem keine quecke .

für die zeit nach glypohs sehe ich nur die möglichkeit der mechanischen bekämpfung .
und da sollten wir konvis mal schauen öb wir bei den bios etwas lernen können , die haben unter anderen spezielle flachschneidene grubber ohne walzennachläufer .
ich habe mir soetwas schon mal vorsorglich gekauft und in die brenneseln gestellt , denn haben ist besser als brauchen , weil ich inzwischen davon ausgehe , das wir den wirkstoff noch vor 2023 verlieren werden .
Zuletzt geändert von böser wolf am Mi Jul 17, 2019 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
böser wolf
 
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Pegasus_o » Mi Jul 17, 2019 14:50

böser wolf hat geschrieben:seit 25 jahren arbete ich pfluglos und davon die letzten 10-12 jahre nur noch notill mintill und striptill bei einem durchschittlichen jährlichen aufwand von 1,5l glyphos ha/jahr und habe trotzdem keine quecke .



Naja, wenn ich im Durchschnitt jedes zweite Jahr 3L/ha aufbringe, wo soll dann die Quecke herkommen? Das ist also kein Kunststück.
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon T5060 » Mi Jul 17, 2019 16:23

Früher ging die Queckenbekämpfung mit Mais und 3 l Atrazin ganz gut. Mit dem Verbot von Atrazin war dann aber auch Glyphos bezahlbar.
Geht aber heute im Maisanbau mit Gräsermitteln auch noch ganz gut, wenn man das Zeug maisverträglich auf den Acker bekommt.
Bei 25 % Mais in der Fruchtfolge sind Ungräser eigentlich kein Problem.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon Birlbauer » Mi Jul 17, 2019 16:49

Wickroggen bei ausreichend Feuchtigkeit unterdrückt Quecke ganz gut - zumindest auf ein erträgliches Maß.
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Re: Queckenbekämpfung. Gibt es Alternativen?

Beitragvon elchtestversagt » Mi Jul 17, 2019 17:30

Ich hab das als Jugendlicher auch wochenlang machen dürfen...
Mit dem guten Ford 5000 und Federzinkenegge hab ich mit 9 das fahren gelernt.
Nur ein kleines Regenschauer, und das ganz war für den Arsch.
Hier auf Sandboden ist die Quecke immer präsent, das beste Mittel gegen Quecke sind dichte Bestände, dichte Bestände und dichte Bestände. Also nix mit 300 Körner beim Weizen, besser 450 oder 220 Kö bei Hybridroggen.
Damals kostete Glyphos ich meine 100 DM je ha, Diesel kostete 5 DM/ha /Überfahrt, mal 7 Überfahrten waren das 35 DM, der junior kostete nichts..
Quecke kann man heute auch ohne Glyphos noch gut bekämpfen, z.B. im Raps mit Agil S, oder im Mais mit Maister oder Motivell oder Cato...
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