Hallo Bauerntrampel,
ja beim 2. Bild wollt ich eig ein anderes hochladen, ist nur ein Wiederaustrieb.
Aber woran machst du Verticillium am ersen Bild fest? Ich hätte auf Phoma getippt.
Schöne Grüße
Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 9:16
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
Schmeckt nicht!
Vitalinio hat geschrieben:Die Rapsernte ist gelaufen und man hört von Erträgen von 10 bis 50 dt vom ha.
Die von der Botrytis geplagten Bestände, die nicht umgebrochen wurden, waren im Bereich von 10 bis 20 dt zu finden. Ich habe bei meinen stehengebliebenen Flächen einen Durchschnittsertrag von 15 dt generiert, Ölgehalte von 38 Prozent und jede Menge Unkrautsamen vermehrt. Erntbar war der Raps nur durch komplette Sikkation.
Was lerne ich daraus und an welchen Stellschrauben kann ich drehen????
-Rapsanbaudichte von 3 auf 4 Jahresrhytmus reduziern?
-Ältere winterhärtere Sorten anbauen?
-Saatzeitpunkt auf den 10. September verschieben?
-Fungizidbehandlung nach Kahlfösten im Frühjahr vorsorglich einplanen?
-Fungizidbehandlung im Herbst gegen Botrytis?
Mein Betrieb liegt in einer Niederungsregion in der immer wieder Kahlfröste auftreten. Ich möchte das nicht mehr erleben und mich für die Zukunft wappnen. Als erste Maßnahme werde ich vor dem 5. September keinen Raps mehr drillen und mir was in den Keller stellen.
Wie geht ihr mit der Situation um?
kimba1809 hat geschrieben:Weitermachen wie bisher, trotz Befall.
Dieses Jahr war ein Ausnahmejahr. Meine Anbauweise hat sich über mehere Jahre bewährt, nur die Spätfröst in diesem Jahr führten zu Ertragsverlusten. Warum soll eine langjährige Praxiserfahrung wegen eines Winters vergessenwerden?
Ich baue bisher alle 4 Jahre Raps, bleiobe bei meinen Sorten, mache eine Wachtumsregulierung im Herbst und Frühjahr und führe eine Blütenbehandlung durch. Aussaat erfolgt wie bisher wenn möglich als Mulchsaat Ende August.
Vitalinio hat geschrieben:kimba1809 hat geschrieben:Weitermachen wie bisher, trotz Befall.
Dieses Jahr war ein Ausnahmejahr. Meine Anbauweise hat sich über mehere Jahre bewährt, nur die Spätfröst in diesem Jahr führten zu Ertragsverlusten. Warum soll eine langjährige Praxiserfahrung wegen eines Winters vergessenwerden?
Ich baue bisher alle 4 Jahre Raps, bleiobe bei meinen Sorten, mache eine Wachtumsregulierung im Herbst und Frühjahr und führe eine Blütenbehandlung durch. Aussaat erfolgt wie bisher wenn möglich als Mulchsaat Ende August.
Es war schon ein extremer Kälteeinbruch, aber wir hatten das schon des Öfteren, auch diese tiefen Temperaturen. Der abgefrorene Raps ist immer wieder ausgetrieben und hat einen ordentlichen Ertrag gebracht. Botrytis war in diesen Jahren noch nie ein Problem. Daher kann das "weiterso" für mich nicht sein.

Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Vitalinio hat geschrieben:Was lerne ich daraus und an welchen Stellschrauben kann ich drehen????
-Rapsanbaudichte von 3 auf 4 Jahresrhytmus reduziern?
macht Sinn, die Erträge gehn bei enger Fruchtfolge zurück, was sich auch mit PS nicht wettmachen lässt
-Ältere winterhärtere Sorten anbauen?
Nein, Raps ist schon ne sehr winterharte Kultur. Du verschenkst Züchtungsfortschritt
-Saatzeitpunkt auf den 10. September verschieben?
Nein, macht imho keinen Sinn, die Spätsaaten waren bei mir den frühen (trotz Botrytis) deutlichunterlegen
-Fungizidbehandlung nach Kahlfösten im Frühjahr vorsorglich einplanen?
macht wiederum sinn, weil man damit die Wundheilung unterstützt
-Fungizidbehandlung im Herbst gegen Botrytis?
Womit? Dazu muss erstmal ein PSM zugelassen sein!
Mein Betrieb liegt in einer Niederungsregion in der immer wieder Kahlfröste auftreten. Ich möchte das nicht mehr erleben und mich für die Zukunft wappnen. Als erste Maßnahme werde ich vor dem 5. September keinen Raps mehr drillen und mir was in den Keller stellen.Ich fange idR auch erst in den allerletzten Augusttagen an, aber Du kannst nicht alle Regionen von Flensburg bis Passau über einen Kamm scheren.
Vitalinio hat geschrieben:Die Rapsernte ist gelaufen und man hört von Erträgen von 10 bis 50 dt vom ha.
Die von der Botrytis geplagten Bestände, die nicht umgebrochen wurden, waren im Bereich von 10 bis 20 dt zu finden. Ich habe bei meinen stehengebliebenen Flächen einen Durchschnittsertrag von 15 dt generiert, Ölgehalte von 38 Prozent und jede Menge Unkrautsamen vermehrt. Erntbar war der Raps nur durch komplette Sikkation.
Was lerne ich daraus und an welchen Stellschrauben kann ich drehen????
-Rapsanbaudichte von 3 auf 4 Jahresrhytmus reduziern?
-Ältere winterhärtere Sorten anbauen?
-Saatzeitpunkt auf den 10. September verschieben?
-Fungizidbehandlung nach Kahlfösten im Frühjahr vorsorglich einplanen?
-Fungizidbehandlung im Herbst gegen Botrytis?
Mein Betrieb liegt in einer Niederungsregion in der immer wieder Kahlfröste auftreten. Ich möchte das nicht mehr erleben und mich für die Zukunft wappnen. Als erste Maßnahme werde ich vor dem 5. September keinen Raps mehr drillen und mir was in den Keller stellen.
Wie geht ihr mit der Situation um?
Crazy Horse hat geschrieben:Wenn man nur noch alle 4 Jahre Raps anbauen will, sollte man zwischendrin mal eine leguminosenbetonte Zwischenfrucht und danach eine Sommerkultur anbauen.
Es ist ja weniger eine "Rapsmüdigkeit", die die Erträge begrenzt, sondern vielmehr ein ansteigender Unkraut- und Schädlingsdruck, sowie die ausgeprägte Frühjahrstrockenheit der letzten Jahre.
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