rettel hat geschrieben:Crazy Horse hat geschrieben:Natürlich spielt bei Trockenheit die Bodenqualität und Feldkapazität ne große Rolle, aber glaub mal nicht, dass der Weizen auf einem 40er Boden nach 50mm Regen schlechter dasteht als auf einem 80er Boden, der nur 10mm abbekommen hat. Das ist blanker Unsinn.
Aber nehmen wir mal an, auf beiden Böden haben sich die Bestände zunächst gleichermaßen entwickelt, so setzt bei anhaltender Trockenheit der Trockenstress auf dem schwächeren Boden vielleicht 3-4 Tage früher ein, aber der gute Boden bleibt davon auch nicht verschont. Dort erleiden die Pflanzen das gleiche Schicksal, auch wenn sämtliche Degenerierungsprozesse etwas langsamer ablaufen. Ein 80er Boden kann aber keine gut verteilten 40mm mehr auf dem schwächeren Boden ausgleichen. Das ist einfach Unsinn.
Trockenstress auf schlechteren Boden 3 bis 4 Tage früher? Weißt du eigentlich wovon du sprichst? Ein 80er Boden kann locker mindestens 100 l Wasser pro m² mehr speichern als ein 40er Boden und du meinst also diese 100 l sind nach einer halben Woche verbraucht? Und es geht ja noch nicht mal nur um das Wasserspeicherbarkeit. Auch das Durchwurzelungsvermögen und die Nährstoffverfügbarkeit sind auf einem 80er Boden viel besser als auf einem 40er Boden.
Das seh ich auch so. Tiergründige Böden mit 90 Punkte sind in der Lage bis zu 200 Liter Wasser zu speichern. Das ist doch ein riesen Unterschied zu unseren Kiesböden die wir teilweise haben die oben 25 cm Humus haben und dann folgt Kies. Wenns da mal bei Sommerhitze eine Woche nicht regnet lassen die Pflanzen schon die Flügel hängen. Das wesentlich bessere Nährstoffhaltevermögen der genannten besseren Böden kommt dann noch dazu oder genauer gesagt verschärft die Situation bei 40er Böden.
Hatte mal in einem trockenem Jahr dieselbe Maissorte auf einem Kiesboden und einem 60er Boden. Düngung, Saatzeit alles gleich. Der auf Kiesböden hatte seinen TS Gehalt 3 Wochen früher erreicht bei gleicher Niederschlagsmenge. Dessen Qualität war dann selbstverständlich schlechter.

