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Rote Gebiete Deutschlandweit

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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93 Beiträge • Seite 5 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon Todde » Di Apr 26, 2022 9:16

Und dafür müssen dann die Ackerbauern der Region dann den guten Mineraldünger kaufen?
Welche Stickstoffüberschüsse hat eigentlich Rostock?
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Düngerpreise machen rote Gebiete überflüssig

Beitragvon adefrankl » Di Apr 26, 2022 11:30

Also realistisch betrachtet sind bei den aktuellen Düngerpreisen und Versorgungsproblemen alle Regelungen zu roten Gebieten doch völlig überflüssig (*). Ziemlich sicher dürfte es in diesen Jahr schon zu einer negativen Stickstoffbilanz, zumindest in vielen Gebieten, kommen. Dies eben weil die Düngung aufgrund der Kosten deutlich eingeschränkt wird.
Gleichzeitig bedeutet das auch, dass der Düngewert von Gülle massiv gestiegen ist. Insofern würde es eigentlich reichen für perfektionierende Güllebörsen zu sorgen und Regelungen zu treffen, die es auch ermöglichen, das entsprechend logistisch zu handhaben.
Das Problem ist doch nicht die Überdüngung, sondern der Düngermangel und die drohenden Hungernöte.

(*) Vielleicht mit der Ausnahme von einzelnen Sonderkulturen, bei denen die Düngerkosten nur einen kleinen Kostenanteil ausmachen
(Vor allem arbeitsintensiver Gemüse- und Weinbau)
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon Wini » Do Apr 28, 2022 20:49

Putin droht übrigens gerade mit raschen Gegenschlägen für Länder, die die Ukraine unterstützen.
Macht Euch da mal keinen Kopf um rote Gebiete.
Wenn die erste russische Weitstrecken-Atomrakete zur Vergeltung bei uns einschlägt, haben wir andere Sorgen.

Gruß
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon Todde » Do Apr 28, 2022 21:14

Der droht seit 8 Wochen laufend und vor Jahren schon mal.
Kannst die Roten Gebiete also noch einplanen.
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Gelbe Gebiete - Phosphor 90 Prozent Fehler

Beitragvon adefrankl » Sa Jun 04, 2022 16:09

Also ich möchte im wesentlichen nur auf einen Beitrag von agrarheute bzw. eine Studie hinweisen, auf die sich dieser Beitrag bezieht. (https://www.agrarheute.com/management/b ... ler-594420 bzw. https://www.izes.de/sites/default/files ... 19_056.pdf )
Kurz zusammengefasst wird der größte Teil des Phosphateintrages in den Gewässern durch Kläranlagen (sowie Mischwasserentlasungen, also wieder Kanalisation) verursacht. Die bisherigen Berechnungen würden die Phosphatbelastung die auf die Landwirtschaft zurückgeht um den Faktor 10 zu hoch ansetzten. Durch weitere Auflagen für die Landwirtschaft lassen sich die die Phosphatkonzentrationen in den Gewässern daher kaum verringern. Die Hauptursache liegt eindeutig bei den Kläranlagen (+ sonstigen Abwassereinleitungen). Und dort gibt es deutliches Verbesserungspotential.
Das wird dann noch weiter ausgeführt. z.B. dass sich eben die höchsten Phosphatkonzentrationen in Trockenzeiten ergeben. Wenn eben der Eintrag von den Wiesen und Feldern praktisch Null ist, aber die Kläranlagen noch genauso fließen (Details siehe Studie).
Im wesentlichen heißt das, dass alle Auflagen bzgl. der Phosphatdüngung, die über die gute fachliche Praxis (*) hinausgehen, letztendlich völlig unnötig bzw. weitestgehend wirkungslos sind.
Habe allerdings massivste Zweifel, dass sich das irgendwie bei den Auflagen etc. niederschlagen wird.
Mein starker verdacht ist, dass es beim Nitrat genauso ist. Da gab es in den 70er und 80er sicher Missstände, bzw. so manchen unnötigen Eintrag und andererseits auch wirklich hohe NO3 Konzentrationen (>>100 mg/l). Davon ist man doch weitestgehend weg. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass Nitrat längst nicht so gefährlich ist wie angenommen. Im Gegenteil, es reduziert das Risiko für Herzinfakte und Demenz, zumindest wenn es in größeren Mengen aufgenommen wird. Und in der Ernährung trägt Trinkwasser zusätzlich nur zu einen geringen Anteil zur Nitrataufnahme bei. Hauptquelle ist dabei Gemüse und Gemüsesäfte. (Extrem nitratreicher rote Bete-Saft wird dann im Biomarkt als besonders gesund angepriesen).
In der Tat gab es anfänglich bzw. Düngung etc. unter Umweltaspekten durchaus Verbbesserungsbedarf. Inzwischen wird dies aber nicht mehr von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen bestimmt, sondern von naturreligiösen Überzeugungen (aktuell faktisch Staatsreligion) und oft auch von einer (schlecht getarnten) Menschenfeindlichkeit. Man möchte ganz offensichtlich die Nahrungsmittelerzeugung massiv einschränken.

(*) Dazu gehört, Abschwemmungen vermeiden, Düngung bzw. Phosphat im Boden orientiert am Pflanzenbedarf, keinen direkten Eintrag in Gewässer, Erosion möglichst gering halten
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Düngerpreise machen rote Gebiete überflüssig

Beitragvon DWEWT » Sa Jun 04, 2022 16:41

adefrankl hat geschrieben:Also realistisch betrachtet sind bei den aktuellen Düngerpreisen und Versorgungsproblemen
Das Problem ist doch nicht die Überdüngung, sondern der Düngermangel und die drohenden Hungernöte.


Wo haben wir denn Versorgungsproblemen bei den Rohstoffen, die die deutsche Landwirtschft herstellt? Da gibt es gar keine!
Den Hunger in der Welt gab es auch schon zu Zeiten von Milchseen, Butter- und Getreidebergen und erheblichen Kühlhausbeständen bei gefrorenem Rind- und Schweinefleisch! Wie sehr uns "Versorgungsprobleme" betreffen, wird der Getreidepreisverlauf bis zur Ernte zeigen. :wink:
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon jak » Mo Jul 04, 2022 23:14

In Niederland "diskutieren" sie jetzt hitziger!

https://www.fr.de/wirtschaft/es-regnet- ... 42724.html
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 09, 2022 14:30

Nun ist es klar, der Bundesrat hat entschieden die Kulisse "Rote Gebiete" um 45% zu erweitern. Das hat im Spätherbst zu erfolgen. Weiterhin soll bis 2024 das Messstellennetz erheblich ausgebaut werden. Das angedachte Verursacherprinzip ist damit zunächst mal vom Tisch. Auch wenn Rottmann etwas anderes faselt. Ob diese Maßnahmen ausreichend sind hinsichtlich des Verfahrens der EU gegen die BRD, wird sich erst später erweisen. Zunächst jedoch ruht das Verfahren. D.h., Strafzahlungen sind noch nicht zu erwarten.
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon LUV4.0 » Sa Jul 09, 2022 18:46

Wenn wir aufhören Sozialamt für die ganze EU zu spielen, können wir uns die Strafzahlungen auch gönnen. Oder wir treten einfach ganz aus, mal gucken wie lange die Verbrecher in Brüssel das wirtschaftende Volk dann noch drangsalieren können.
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 09, 2022 19:53

Der Beitrag der Landwirtschaft zum deutschen BIP beträgt o,72%! Da dürfte wohl klar sein, welche Bedeutung die Landwirschaft als Wirtschaftszweig für die Politik hat.
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon T5060 » Sa Jul 09, 2022 20:22

DWEWT hat geschrieben:Der Beitrag der Landwirtschaft zum deutschen BIP beträgt o,72%! Da dürfte wohl klar sein, welche Bedeutung die Landwirschaft als Wirtschaftszweig für die Politik hat.


Ich dünge nicht mal 0,000001 % der deutschen Kaliproduktion, aber nach 12 Jahren hab der deutschen Kaliproduktion trotzdem erklärt, wo der Bartl seinen Most holt :-)
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon LUV4.0 » So Jul 10, 2022 8:35

DWEWT hat geschrieben:Der Beitrag der Landwirtschaft zum deutschen BIP beträgt o,72%! Da dürfte wohl klar sein, welche Bedeutung die Landwirschaft als Wirtschaftszweig für die Politik hat.


Das ist schon richtig. Allerdings ist die Landwirtschaft nicht der einzige Wirtschaftszweig der davon betroffen ist. Einen Hof mit seinen Ländereien kann man aber nicht so einfach ins Ausland verlagern.
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Re: Gelbe Gebiete - Phosphor 90 Prozent Fehler

Beitragvon borger » So Jul 10, 2022 8:49

adefrankl hat geschrieben:Kurz zusammengefasst wird der größte Teil des Phosphateintrages in den Gewässern durch Kläranlagen (sowie Mischwasserentlasungen, also wieder Kanalisation) verursacht.


An dieser Stelle ist noch zu berücksichtigen das ein Großteil deutscher Kanalisationsnetze marode ist und damit ein Teil seiner Fracht das Klärwerk gar nicht erst erreicht. Dies ist unserer Politik seit Jahrzehnten wohl bekannt ohne das man dort einen dringenden Handlungsbedarf sieht. Wenn sie stattdessen um so verbissener auf die Landwirtschaft einprügeln mag das viele Gründe haben, die Umwelt gehört ganz sicher nicht dazu.
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon lukaß » So Jul 10, 2022 9:45

DWEWT hat geschrieben:Der Beitrag der Landwirtschaft zum deutschen BIP beträgt o,72%! Da dürfte wohl klar sein, welche Bedeutung die Landwirschaft als Wirtschaftszweig für die Politik hat.


Der Beitrag der Landwirtschaft zur deutschen Ernährung beträgt über 90%. Da dürfte wohl klar sein welche Bedeutung die Landwirtschaft in Zukunft bei politischen Entscheidungen hat, oder soll's so kommen wie beim Gas....
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Re: Rote Gebiete Deutschlandweit

Beitragvon Trecker-fahrer » So Jul 10, 2022 11:40

lukaß hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Der Beitrag der Landwirtschaft zum deutschen BIP beträgt o,72%! Da dürfte wohl klar sein, welche Bedeutung die Landwirschaft als Wirtschaftszweig für die Politik hat.


Der Beitrag der Landwirtschaft zur deutschen Ernährung beträgt über 90%. Da dürfte wohl klar sein welche Bedeutung die Landwirtschaft in Zukunft bei politischen Entscheidungen hat, oder soll's so kommen wie beim Gas....

Du hast einen Denkfehler.
Wieviel Firmen/Staaten liefern Gas oder Öl nach Deutschland? Zwei Hände voll.
Wieviel Landwirte produzieren Nahrung? Hunderttausende. Wieviele sind sich einig? Keiner.
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