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Saatmenge auf trockenen Standorten anpassen?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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43 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Saatmenge auf trockenen Standorten anpassen?

Beitragvon Manfred » Mo Aug 11, 2008 8:37

Hallo,

da ich für die nächsten Jahre mit weiter zunehmender Sommertrockenheit rechne:

Passt ihr auf eher trockenen Standorten die Saatmenge an?
Ich lese gerade ein Buch zum Gemüsebau. Darin wird ein gewisser John Widstoe zitiert, der 1911 das Buch "Dry Farming" veröffentlich hat. (Unter ISBN-13: 978-1419116995 als Nachdruck erhältlich. Dieses Buch selber habe ich aber noch nicht in der Hand gehabt.)
Er nenne darin 4 Hauptgründe für vertrocknende Pflanzen aus schwierigen Standorten:

1) Improper or careless preparation of the soil
2) Failure to store the natural precipitation in the soil
3) Failure to apply proper cultural methods for keeping the moisture in the soil until needed by plants
4) Sowing too much seed für the available soil-moisture

Mich würde interessieren, ob das jemand auf trockenen Standort umsetzt, z.B. bei Getreide oder Mais?

Beim Mais, der ja ursprünglich aus trockenen Gegenden kommt, hat es mich immer gewundert, wieso der hier unter Wassermangel leiden soll.
Wenn man aber alte indianische Anbauweisen ansieht, stehen die Maispflanzen dort mit großen Abständen.
Auf Erntevideos aus Australien etc. sind große Abstände beim Getreide.
Und logisch klingt es auch.
Manfred
 
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Beitragvon hans g » Mo Aug 11, 2008 8:46

ich wirtschafte nicht auf einem trockenen standort,habe aber festgestellt,dass in regenarmen jahren die nicht so dichten den dichten beständen doch ertraglich überlegen sind--vor allem dann,wenn man nicht das volle fungizidprogramm gefahren hat.
hans g
 
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Beitragvon SHierling » Mo Aug 11, 2008 10:03

Manfred: das ist ein alter Hut, haben wir in der Schule auch schon so gelernt. Allerdings sind da die Trockenheitstoleranzen INSGESAMT gemeint, also Standorte, die einfach wasserarm sind, auch bei den "ortsüblichen" Niederschlägen. Sandböden, grundwasserferne Standorte etc.

Das, was wir jetzt im Zuge des Klimawandels scheinbar zu erwarten haben, sind aber phasenweise ANHALTENDE Trockenheiten. Also nicht: "trockener Boden" bei üblichen Niederschlägen, sondern, "Trockenphasen" auch auf schweren und sonst wasserhaltenden Böden.

Das ist was anderes, und nicht über die Aussaatstärke, sondern über das Saatgut (Sorte) zu kompensieren. Wird eigentlich auch in jeder Kultur inzwischen dran herumgezüchtet. Letzter Ausweg wird wohl sein, zunehmend C4-Pflanzen wie eben Mais anzubauen* :/ - das sind dann überwiegend Neophyten...
*und daran ggf genauso auszusterben wie die Maya auch schon.
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Beitragvon hans g » Mo Aug 11, 2008 10:34

SHierling hat geschrieben:*und daran ggf genauso auszusterben wie die Maya auch schon.

wir werden es nicht mehr erleben---aber warum machst du dir nen kopf darüber---du wirst doch eh nur angefeindet :cry:
hans g
 
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Beitragvon Manfred » Mo Aug 11, 2008 12:22

Das es ein alter Hut ist, ist mir schon klar. Wird ja offensichtlich seit vielen Jahrhunderten genutzt.
Welche Ursache die Trockenheit hat, ist doch zweitrangig. Die Frage ist, ob und wie man sich darauf einstellt. Auch C4-Pflanzen brauchen Wasser. Deshalb der Mais als Beispiel.
Eine Pflanze, die mit wenig Wasser auskommt, hat Vorteile.
Eine Pflanze, die mehr Wasser zur Verfügung hat, auch.
Warum nicht auf beide Pferde setzen?

Mit interessiert eigentlich, ob hier schon jemand Erfahrungen mit einer reduzierten Aussaatdichte auf trockenheitsgefährdeten Standorten hat. Evtl. auch, wie sich dieser Poker mit Minderertrag in guten Jahren über die Jahre rechnet.
Beim Mais speziell die Auswirkung auf die Kolbenausbildung.
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Beitragvon SHierling » Mo Aug 11, 2008 12:32

Manfred hat geschrieben:Welche Ursache die Trockenheit hat, ist doch zweitrangig. Die Frage ist, ob und wie man sich darauf einstellt.

Nein, das ist nicht "zweitrangig" - es ist für eine Pflanze NICHT das selbe und NICHT "egal", ob es innerhalb ihrer Wachstumsphase eine lange Trockenheit gibt, oder ob sie auf einem Standort mit sozusagen "chronischem Wassermangel" wächst.

Im zweiten Fall KANNST Du etwas erreichen durch verringerte Aussaatstärke, aber nicht mehr, als man sowieso seit 100 Jahren schon erreicht, wie Du selber sagst, das ist nichts Neues und läßt sich überall nachlesen.
Und im ersten Fall kannst Du eben NICHTS über die verringerte Aussaatstärke erreichen, sondern nur über die Fähigkeit der einzelnen Pflanze (Art bzw Sorte), Wasser zu speichern, und das ist eben ZUCHT bzw Physiologie (C4) und nicht ANBAU.

so deutlicher? Es gibt im Rheinland irgendein Institut, hab ich als Video aber grad nicht parat, die sich seit Jahren nur mit sowas befassen.
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Beitragvon Manfred » Mo Aug 11, 2008 12:50

SHierling hat geschrieben:Und im ersten Fall kannst Du eben NICHTS über die verringerte Aussaatstärke erreichen, sondern nur über die Fähigkeit der einzelnen Pflanze (Art bzw Sorte), Wasser zu speichern, und das ist eben ZUCHT bzw Physiologie (C4) und nicht ANBAU.


Deutlich genug gesagt hast du es, aber die Logik darin vermag ich nicht zu erkennen. Wieso sollten weiter gesäte Pflanzen in der Trockenperiode keinen Vorteil haben? Sie haben mehr Wasser pro Pflanze zur Verfügung.
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Beitragvon Desperado » Mo Aug 11, 2008 14:35

Manfred hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Und im ersten Fall kannst Du eben NICHTS über die verringerte Aussaatstärke erreichen, sondern nur über die Fähigkeit der einzelnen Pflanze (Art bzw Sorte), Wasser zu speichern, und das ist eben ZUCHT bzw Physiologie (C4) und nicht ANBAU.


Deutlich genug gesagt hast du es, aber die Logik darin vermag ich nicht zu erkennen. Wieso sollten weiter gesäte Pflanzen in der Trockenperiode keinen Vorteil haben? Sie haben mehr Wasser pro Pflanze zur Verfügung.



Zu geringe Bestandesdichten sind bei einer längeren Trockenperiode immer kontraproduktiv, weil der Boden dadurch nicht ausreichend beschattet wird und sehr viel Wasser ungenutzt verdunstet.

Bei zu hohen Bestandesdichten wiederum machen sich die Einzelpflanzen zu sehr Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe, was auch zu Lasten der Wurzelentwicklung geht.

Kräftige, tiefe Wurzeln sind ohnehin das Rezept der Pflanzen im Kampf um das lebensnotwendige Wasser. Deshalb sind in Trockengebieten Bodenverdichtungen, die das Durchdringen der Wurzeln in tiefere Schichten verhindern, unbedingt zu vermeiden.

Mais mag etwas trockenere Gebiete lieber als zu feuchte und braucht vergleichsweise wenig Wasser, um ein bestimmtes Maß an Biomasse zu erzeugen und hat ne sehr gute Wasser- und Nährstoffeffizienz.
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Beitragvon Panic » Mo Aug 11, 2008 15:27

Wir haben in diesem Jahr auf den trockenen Sandstandorten den Silomais mit nur 8 Pfl./m² gelegt, da wir Wassermangel befürchtet haben. Auf den anderen Standorten 9,5 Pfl./m². Der Mais sieht auf beiden Standorten ordentlich aus ( trotz Grünroggenzwischenfrucht auf den trockenen Ecken), aber es war ja in letzter Zeit auch immer wieder Wasser da.
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Beitragvon Manfred » Di Aug 12, 2008 8:24

Das ist doch schon mal was.
Hat ihr das gezielt wegen der Wasservorsorgung oder allgemein wegen der Nährstoffversorgung gemacht?
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Beitragvon maexchen » Di Aug 12, 2008 9:05

also, ich bin ja kein Theoretiker, sondern Praktiker, deshalb versuch ich's mal so. C4 heißt wohl soviel, bei mehr Licht und Wärme eine effizienterePhotosynteserate zu erreichen. Geht dabei aber sparsam mit dem Wasser um. :)
Als Flachwurzler ist er aber auf Niederschläge angewiesen, weil er in der Regel nicht ans Grundwasser kommt und das besonders in der Blüte(entscheidend für die Kolbenbildung). Das hieße eine etwas dünnere Bestandesdichte, ist durchaus von Vorteil. Ich meine auch so wage in meiner Schulzeit mal so etwas gehört zu haben(bestandsdichtentechnisch).
Wenn ich getz wat falsches gesagt habe, lasst mich nicht dumm sterben.

Manfred, probiers halt einfach aus, das nächste Trockenjahr kommt bestimmt!
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Beitragvon Manfred » Di Aug 12, 2008 9:34

maexchen hat geschrieben:Manfred, probiers halt einfach aus, das nächste Trockenjahr kommt bestimmt!


Gerne.
Aber wieso Lehrgeld bezahlen, wenn es andere schon versucht haben?
Bin gespannt, ob noch was kommt. Es scheinen sich zumindest einige mit der Materie schon mal beschäftigt zu haben.
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Beitragvon Panic » Di Aug 12, 2008 9:54

Manfred hat geschrieben:Das ist doch schon mal was.
Hat ihr das gezielt wegen der Wasservorsorgung oder allgemein wegen der Nährstoffversorgung gemacht?


Wegen der Wasserversorgung, da auf diesen Standorten immer das Wasser knapp wird, wenn es mal eine Woche nicht regnet. Zudem hatten wir den Grünroggen dort angebaut, der ja auch Wasser verbraucht. Aber seit Anfang Juli hat es auch immer schön mal geregnet, so das man zum Erfolg wenig sagen kann.
P.S.: Die eine Hälfte pfluglos steht noch etwas besser wie die gepflügte.
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Beitragvon hans g » Di Aug 12, 2008 9:54

Manfred hat geschrieben:
Gerne.
Aber wieso Lehrgeld bezahlen, wenn es andere schon versucht haben?
Bin gespannt, ob noch was kommt. Es scheinen sich zumindest einige mit der Materie schon mal beschäftigt zu haben.

es gibt immer wieder welche,die unbedingt dick säen müssen--frei nach dem motto:viel hilft viel :!:
dabei gibts mittlerweile soviel versuche zur saatstärke--man muss nur ab und zu auch die berichte im wochenblatt lesen und nicht nur die treckeranzeigen.
hans g
 
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Beitragvon maexchen » Di Aug 12, 2008 10:10

Manfred hat geschrieben:Gerne.
Aber wieso Lehrgeld bezahlen, wenn es andere schon versucht haben?
Bin gespannt, ob noch was kommt. Es scheinen sich zumindest einige mit der Materie schon mal beschäftigt zu haben.


Cleverle :lol:
maexchen
 
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