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Umstellung auf Bio??

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon automatix » Do Jun 16, 2011 16:53

und an alle: bitte beim Thema bleiben, ich will hier keine Grundsatzdiskussion über den Sinn oder Unsinn von Bio, Biogas, Landwirtschaft im allgemeinen usw haben.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Schmalnerner » Do Jun 16, 2011 19:08

es gäbe noch die Möglichkeit um an biologischen Dünger zu kommen größere Mengen an Kompost herzustellen. Komposthaufen von ca. 7-10Kubikmeter aufbauen und mit Humofix(oder einem anderen Mittel') (kann man auch selbst herstellen) behandeln und nach ca. 3 monaten besten Kompost auf die Äcker ausbringen.

Wenn Interesse besteht könnte ich das entsprechende Schriftstück von M.E. Bruce über die Haughley Versuchsfarm (England 1940) leihweise per Post versenden.

lg Jonas
Zuletzt geändert von Schmalnerner am Fr Jun 17, 2011 5:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Flächenagrardesigner » Fr Jun 17, 2011 9:19

Hier dreht sich ja richtig was.
Vielen Dank für die super Beiträge :wink:

Ich möchte halt mal Gedanken austauschen.

Ich habe eine Vollzeitstelle, mein Bruder auch. Aber zu den Spitzenzeiten kann ich wohl mit Ihm rechnen. Mein Vater macht die Arbeit auch noch 5 Jahre. Aber dann muss ich mir langsam Gedanken machen.
Ich möchte halt möglichst viel Rendite haben, aber auch nicht in Arbeit ersticken. Vieh kommt auf keinen Fall in Frage!

Ich würde ja auch auf Bewirtschaftungsverträge und/oder Verpachtung ausweichen können, aber dann sind die Maschinen weg und der Hof ist im Prinzip Geschichte. Möchte das Leben auf einem funktionierenden Betrieb eigentlich erhalten.

Oder ich würde PSM und Düngung auslagern?
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon broitbeil » Fr Jun 17, 2011 10:42

Also ich würde den konventionellen Ackerbau weiter führen.

Über die Fruchtfolge kannst du doch die Arbeitsbelastung gut regeln.
Wenn du wenig tun willst: Körnermais, Weizen, Triticale.
Geht auch bei Bedarf alles Pfluglos ohne Durchwuchsprobleme.
Weizen und Triticale bekommen den gleichen Pflanzenschutz.
Oder du machst es wie mache Nebenerwebler bei uns:
Jedes Jahr nur eine Kultur: Ein Jahr Mais, Ein JAhr Weizen, Ein Jahr Raps...
Da kannst du auch sehr gut mal was an den Lohner vergeben, denn wegen 120ha säen/spritzen/pflügen auf einen Satz, kommen die immer gerne.

Ach, reiner Ackerbau, das wär schön....
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Ozzyoil » Fr Jun 17, 2011 13:18

Schmalnerner hat geschrieben:es gäbe noch die Möglichkeit um an biologischen Dünger zu kommen größere Mengen an Kompost herzustellen. Komposthaufen von ca. 7-10Kubikmeter aufbauen und mit Humofix(oder einem anderen Mittel') (kann man auch selbst herstellen) behandeln und nach ca. 3 monaten besten Kompost auf die Äcker ausbringen.

Wenn Interesse besteht könnte ich das entsprechende Schriftstück von M.E. Bruce über die Haughley Versuchsfarm (England 1940) leihweise per Post versenden.

lg Jonas

Ja klar geht das. Wenn man genügend organische Substanz, z.B. Mist hat. Man könnte natürlich auch das Kleegras abfahren und verkompostieren. Aber das lohnt nicht. Dann lieber zwei oder drei mal im Jahr mulchen, die Bodenlebewesen erledigen den Rest. Gibt auch Humus, und das bei weniger Energieeinsatz.
Eine andere Lösung für das Düngerproblem wäre eine Futter-Mist-Kooperation. Dazu braucht er in der Nähe (Umkreis 50 km bei Bioland) einen viehhaltenden Betrieb (Milchvieh Mutterkühe etc.) Der leifert ihm den Mist und bekommt dafür Futter zurück. In der Regel ist das Kleegrassilage, kann aber natürlich auch Getreide oder so sein. So hat der Bauer genug Futterflächen, die er sich auch anrechnen lassen kann auf seinen Viehbestand und unser Ackerbauer hat Mist oder Gülle...
automatix hat geschrieben:erbsen kann er vergessen, mit ackerbohnen oder soja könnte es gehen auf seinen böden.

Warum kann er Erbsen vergessen? Ich denke eher Soja geht nicht, weil zu kalt und kein Wasser im Boden.
Ackerbohnen bringen auch nur in "feuchteren" jahren Ertrag. Die brauchen zur Blüte und zum Fruchtansatz viel Wasser.
Ich könnte mir ein Erbsen-Ackerbohnengemenge gut vorstellen. In guten Jahren bringen beide vollen Ertrag und in schlechten wenigstens einer. Erbsen wenns trockener ist, AB bei feuchterem Wetter, wenn die Erbsen platt am Boden liegen.
Und ansonsten robuste Getreidesorten wie Dinkel Roggen Hafer.
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Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen dumpfe Angst ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen.Aber sage ihnen einen vernünftigen Satz und beweise ihn mit sieben Gründen und sie werden dich auslachen.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Schmalnerner » Fr Jun 17, 2011 13:24

ich habe ja nicht nur Gras gemeint. Ein Bekannter beispielsweise kompostiert sein ganzes stroh (und das seit jahren) und düngt nur den Kartoffelacker mit mist vom 3 Rindern. Das gesamte Stroh (ca. 70 ha) reicht für eine intensive Düngung von ca. 50 ha. Also muss er gut planen wann er wo düngt.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Ozzyoil » Fr Jun 17, 2011 13:39

Schmalnerner hat geschrieben:ich habe ja nicht nur Gras gemeint. Ein Bekannter beispielsweise kompostiert sein ganzes stroh (und das seit jahren) und düngt nur den Kartoffelacker mit mist vom 3 Rindern. Das gesamte Stroh (ca. 70 ha) reicht für eine intensive Düngung von ca. 50 ha. Also muss er gut planen wann er wo düngt.

Ich könnte mir vorstellen, dass Stroh kompostieren relativ schwierig ist und lange braucht.->C-N-Verhältnis.
Dazu braucht es dann wahrscheinlich schon Zusätze, damit da was draus wird.
Warum das erzeugte Stroh nicht verkaufen oder tauschen gegen Mist. Viele Milchviehhalter wären froh ihren Mist loszuwerden.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon automatix » Fr Jun 17, 2011 14:08

er kann Erbsen vergessen, weil er recht steinreiche Böden hat - und da er, um die Erbsen zu dreschen, sehr tief runter muß wird er viele seiner Steine mit dreschen.

Zudem ist bei uns bei den Biobetrieben der Trend weg von Erbsen hin zu Ackerbohnen - denn die kann man wenigstens ein paar mal striegeln, die werden höher und die bleiben stehen.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Flächenagrardesigner » Fr Jun 17, 2011 19:19

Guten Abend,

also Erbsen macht hier auch keiner und würde auf den meisten Stücken, wie automatix schon geschrieben hat, aufgrund der Steine nicht gehen. Bohnen machen hier einige.
Erstmal sind es ja noch ein paar Jahre und dann muss man wohl weiter sehen. Mist von andern Betrieben (egal ob Bio oder nicht) klappt nicht. Das haben wir alles schon versucht. Die fahren lieber 70 to./a/ha Kuhtrettmist im Wasserschutzgebiet als irgendwas abzugeben. :(
Aber wir haben Biogasanlagen; ich kenne auch 2-3 Betriebe mit denen man vielleicht kooperieren könnte.

Fruchtfolge ist übrigens bei uns z.Zt.: WW, WW, WG und WR bzw. auf den sehr guten Böden WW, WW, WR.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Crazy Horse » Fr Jun 17, 2011 20:42

Versuch die Kosten runterzufahren, z.B. indem Du auf den Pflug verzichtest (ist auf schlechten Böden mit hohem Steinbesatz eh besser), und stell Dir ein paar Silos hin, damit Du Dein Getreide dann verkaufen kannst, wenn die Preise anziehen!

Bio ist teurer Irrweg aber ganz sicher nicht die Zukunft der Landwirtschaft. Vielleicht noch zehn Jahre, dann hat sich dieser Spuk erledigt!

So wie ich das sehe hast Du nur Winterbau. Wenn Du also etwas in Richtung "öko" machen willst, würde ich die Fruchtfolge um eine Sommerung erweitern.
Die könnte dann so aussehen: WW - WG - leguminosenbetonte Zwischenfruchtmischung zur Humusanreicherung und N-Fixierung - Körnermais - WW - Raps
In einer Veredelungsregion kannst Du den Körnermais sicher gut vermarkten.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Ozzyoil » Fr Jun 17, 2011 21:21

automatix hat geschrieben:er kann Erbsen vergessen, weil er recht steinreiche Böden hat - und da er, um die Erbsen zu dreschen, sehr tief runter muß wird er viele seiner Steine mit dreschen.

Okay die Steine, an die hab ich nicht gedacht. Kennen wir halt hier nicht...
Crazy Horse hat geschrieben:Bio ist teurer Irrweg aber ganz sicher nicht die Zukunft der Landwirtschaft. Vielleicht noch zehn Jahre, dann hat sich dieser Spuk erledigt!
automatix hat geschrieben:und an alle: bitte beim Thema bleiben, ich will hier keine Grundsatzdiskussion über den Sinn oder Unsinn von Bio, Biogas, Landwirtschaft im allgemeinen usw haben.

:wink:
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Schmalnerner » Sa Jun 18, 2011 5:52

Das hat er mal probiert, nur der nächste größere Milchviehhalter ist ca 25km weit weg (=> zu weit). Und für einen ausgewogenen Mineralhaushalt sorgen die Kräuter im Aktivator und die die ergänzend je nach bedarf dazu gelegt werden und Gesteinsmehl
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Meini » Sa Jun 18, 2011 7:11

Schmalnerner hat geschrieben:Das hat er mal probiert, nur der nächste größere Milchviehhalter ist ca 25km weit weg (=> zu weit). Und für einen ausgewogenen Mineralhaushalt sorgen die Kräuter im Aktivator und die die ergänzend je nach bedarf dazu gelegt werden und Gesteinsmehl


Lass raten Biologisch dynamisch?
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Schmalnerner » Sa Jun 18, 2011 10:57

hahaha nein! eben nicht.

Es sind zwar noch ein paar näher dran, aber die geben keinen Mist ab.
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Re: Umstellung auf Bio??

Beitragvon Ozzyoil » Sa Jun 18, 2011 21:13

Meini hat geschrieben:Lass raten Biologisch dynamisch?

Wieder einer der sich disqualifiziert hat... 8)
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