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Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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116 Beiträge • Seite 2 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 8
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon carraro-holzer » Fr Feb 22, 2019 21:32

Fadenfisch hat geschrieben:@carraro-holzer

Für den Vierbeiner oder den Halter? :lol:




Ich kann mich gar nicht entscheiden welche Gattung der Beiden
mich mehr aufregt, also am besten Beide.
Vor 1nem Jahr mit der 1,5 jährigen Tochter auf den Schultern
spazieren gegangen, sind wir von 3 großen Hunden angegangen
worden. Halter nicht in Sicht und ein panisches Kind auf den
Schultern, da haste Spaß. Hab danach Kind nach Haus gebracht und
mich auf die Suche nach den 5 Mistviechern gemacht ( 3 Vierbeiner + 2 Zweibeiner)
war warscheinlich besser dass ich sie nicht mehr gefunden hab
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Oberpfälzer » Fr Feb 22, 2019 21:40

Weiß auch net, warum ein Gericht dann so ein existenzgefährdendes Urteil fällen muss, auch wenn der Fall natürlich tragisch ist.
Ich denke, da hätte es andere Möglichkeiten gegeben, auch wenn der Bauer seiner Hinweispflicht nicht in genügendem Maße nachgekommen sein sollte.
Zumal im alpinen Raum da sicher die älteren Rechte bei den almbewirtschaftenden Bauern liegen im Vergleich zu den hundehaltenden Touris. Aber Recht haben und Recht bekommen, sind bekanntlich zwei völlig verschiedene Paar Schuhe...

Uns ist mal eine Kalbin aus dem Stall entwischt. Hatte da auch ganz schlimme Horrorvorstellungen, was da auf der vorbeiführenden Kreisstraße (beliebte Motorradstrecke) alles passieren könnte, bis wir die wieder eingefangen hatten...

Ganz ohne Risiko wird es natürlich nie ablaufen, wenn das Vieh da oben weitgehend alleine ist. Das liegt in der Natur der Sache.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass der Bauer da den schwächeren Anwalt hatte im Vergleich zur Gegenseite...
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Falke » Fr Feb 22, 2019 22:29

Der Fall ist in Tirol passiert. Tirol ist speziell.
Für die Interessen des Tourismus verbiegt sich aber auch der sonst so stolze Tiroler ...

Ich erinnere an die https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Piefke-Saga

A. aus K.
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Pinzgauer56 » Fr Feb 22, 2019 22:53

Falke hat geschrieben:Der Fall ist in Tirol passiert. Tirol ist speziell.
Für die Interessen des Tourismus verbiegt sich aber auch der sonst so stolze Tiroler ...

Ich erinnere an die https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Piefke-Saga

A. aus K.

Jetzt aber Hallo !
Hier ( Schwaben ) in Richtung Vorarlberg / Tirol wird gemunkelt je weiter in Richtung Wien kommst wird's Balkanmäßig.....
Ja Ok, Salzburger gehen auch eher in Richtung Westen.....Von den Karawankenangrenzern schreib ich hier mal besser nichts, hab ein par gute Freunde dort... :prost:
Gruß
P. aus D.
Zuletzt geändert von Pinzgauer56 am Fr Feb 22, 2019 23:07, insgesamt 1-mal geändert.
Bei der Leni, auf der Zenzi, überall ist dieser Pinzi... 8)
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Fassi » Fr Feb 22, 2019 23:07

Falke hat geschrieben:
Für die Interessen des Tourismus verbiegt sich aber auch der sonst so stolze Tiroler ...


Die Frage ist halt, wem gehören die Almen und wie weit sind die Besitzer vom Tourismus abhängig. Wenn da nur alleinige Bauern die Besitzer sind und sie die Almen aus Sicherheitsgründen für jeden sperren, wirds mit dem Alptourismus spannend. Dann könnten einige beliebte Wanderrouten wegfallen.

Da dürfte es vermutlich zukünftig neue Regelungen geben. Der Tourismus braucht nun mal die Almen und die wiederum funktionieren ohne Vieh nicht. Und die Alplandwirtschaft funktioniert idR ohne die Touristenströme nicht. Man ist also auf einander angewiesen.

Gruß
PS: Die Gefahr besteht übrigens nicht nur auf Kuhalmen, ich hatte auch schon Schafe und Schafböcke, die sich von Hunden nicht wirklich im Angriff abschrecken ließen bzw den Hund (tw. und auch ihnen fremde Personen) angegangen sind, wenn jüngere Lämmer dabei waren.
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon T5060 » Fr Feb 22, 2019 23:53

Das ist keine Frage des Eigentums/Besitz(Pacht), dass ist eine Frage der Verkehrssicherungspflicht und da stellen sich die Fragen:

a) Hätte die Krampfziege mit einer Attacke der Kuh rechnen müssen ?
b) Hat der Landwirt mit rechnen müssen, dass die Kuh ernsthaft Menschen angreift ?
wenn b) = ja : Was hat der Landwirt getan um die Gefahr abzuwenden ?
c) Hat sich die Krampfziege wissentlich selbst in Gefahr begeben ?
d) dienten die Tiere dem Lebensunterhalt des Halters ?

soweit nach deutschem Recht, dann greift §833(2) BGB und der Halter muss für keinen Schaden (zivilrechtlich) aufkommen,
synonym dann auch strafrechtlich negativ. Verwaltungsrechtlich kann die Ordnungsbehörde Auflagen erlassen

So ein Ding ist immer nach dreierlei Recht zu beurteilen .... Strafrecht, Zivilrecht, Verwaltungsrecht .... die typischerweise meist die gleiche rechtsnorm haben.

In so einer Situation reden sich die meisten Trottel um Kopf und Kragen

Handlungsanweisung in so einer Situation : Hausarzt / Notarzt wegen Schock hinzuziehen und alle am Hof das Maul halten... 55 StPO man könnte sich selbst belasten

Im Zweifelsfall ist Oma schuld...... :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Fassi » Sa Feb 23, 2019 0:28

Aktuell ja, mir geht es aber eher um die Zukunft. Wenn ich fremde Menschen auf meinem Grund dulde und dann für deren Schaden (Blödheit) in solchem Umfang haften muss, dann sperre ich doch zukünftig meine Grundstücke für die Allgemeinheit und höre auf die öffentliche Nutzung zu dulden. Mit entsprechenden Hinweisen (sprich zusätzlichen "Betreten verboten Schildern" und entsprechenden Zaunanlagen). Geht aber halt nur, wenn mir die Alm gehört. Mit entsprechenden Folgen für die bisherigen Nutznießer (Touris und Gastwirte).

Ist sie nicht in meinem Besitz, kann ich das ja auch nicht machen. Da kann ich nur mein Vieh nicht mehr auftreiben. Was auf lange Frist allerdings ähnliche Folgen hat.

Gruß
PS: Das deutsche BGB wird in Österreich wohl eher Selen Anwendung finden :wink: .
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon otchum » Sa Feb 23, 2019 1:21

Es ist schwierig allem Rechnung zu tragen.
Der Tourismus soll laufen und Geld bringen.
Vieh muss gesömmert werden.
Almen müssen gepflegt respektive genutzt werden damit sie nicht verganden.
Die Piefkes welche keinen Plan von Muttertieren haben wollen wandern gehen.
Der Bauer sieht jetzt dem Ruin entgegen.
Und Poöffnungen welche den Verstand verloren haben sind wohl noch stolz auf ihr Urteil.

Es ist zum schreien! :klug:
Das Leben der Eltern ist das Buch in dem die Kinder lesen...! :klug:
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Jörken » Sa Feb 23, 2019 7:59

Das mit den Sperren oder Schildchen ist zwar eine niedliche Vorstellung, wird aber nicht immer praktikabel sein. Eine kleine Weide wird vielleicht in Zukunft öfter mal gesperrt sein. Da kann man den Zaun verlässlich warten und alle Zugänge Beschildern.
Eine Alm ist nicht selten hunderte Hektar groß. Wir reden von Zäunen im Hochgebirge. Teilweise gibts die schon, sonst wären die Tiere ja irgendwo. Trotzdem kann man so eine große Fläche nie zu 100% immer gezäunt haben, und auch nie zu 100% sicherstellen jeder hat das "Privatgrund, betreten verboten" Schild gesehen.
Wem die Alm gehört ist ja auch gern diskutiert. Ich fahr ja nicht mit dem Anhänger irgendwo auf den Berg, reiß auf und lass die Tiere raus. Manche glauben das anscheinend. Natürlich steht jedes Tier auf der Alm entweder auf Eigengrund oder auf grundbücherlichem Weiderecht.

Insgesamt wird man im Einzelfall Lösungen suchen müssen. Manchmal ist das eine Sperre, manchmal das Ende der Beweidung und dafür mähen oder aufforsten. Manchmal wird man einen Weg auszäunen und die Tier koppeln, manchmal wird man eine zusätzliche Wasserleitung graben um Wege abzäunen zu können usw. Man wird Kuh freie Wanderungen anbieten müssen, aber genauso jemanden auf einem Steig oben zumuten müssen mit einer Kuh auszukommen. Der Petutschnig Hons sagt wie oft sein Hund auf der Alm war: kein einziges mal.
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon wastl90 » Sa Feb 23, 2019 8:22

Als Protest sollte man ein Jahr keine Viecher mehr auf die Weide lassen und die Almen auch nicht mähen. Die Tiere brav in den Stall sperren, ja am besten dann noch an Ketten.
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon xyz » Sa Feb 23, 2019 8:24

ja und im Jahr darauf hast du die doppelte Arbeit mit herrichten der Grundstücke!
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon wastl90 » Sa Feb 23, 2019 8:28

xyz hat geschrieben:ja und im Jahr darauf hast du die doppelte Arbeit mit herrichten der Grundstücke!

Natürlich wäre das eine Katastrophe, anderseits muss uns das Volk endlich sagen was es möchte. Einerseits soll man die Tiere auf die Weide stellen, ich bin im übrigen ein großer Fan davon, anderseits sollen wir für die Dämlichkeiten von Dritten haften. Das kann es nicht sein. Wir müssen juristisch abgesichert sein, dass ein Hinweisschild am Eingang der Weide, auch nur auf befestigten Weg der öffentlich eingezeichnet ist, ausreichen muss!
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon µelektron » Sa Feb 23, 2019 9:05

Ich bin ja schon länger der Meinung, die Städte brauchen wieder Stadtmauern und Tore, nur diesmal das Schloss außen hin machen, damit man nur die rein und raus lassen kann, die noch richtig ticken.

Mich wundert nur, strafrechtlich war nichts zu wollen, ergo kein Fehlverhalten des LW aber zivilrechtlich dann so ein heftiges Urteil?
... ich mag keine Gäste die erst die Tür eintreten und dann nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon bauer hans » Sa Feb 23, 2019 9:16

im Westfalenblatt steht,dass der bauer unzureichende warnhinweise aufgestellt hatte,was ihm aber zumutbar gewesen wäre.
auch hätte die frau die leine des hundes um ihren körper geschlungen und mit einem carabinerhaken gesichert,den sie dann in der gefahrensituation nicht mehr hätte öffnen können.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Urteil nach tödlicher Kuh-Attacke: Bauer muss zahlen

Beitragvon Qtreiber » Sa Feb 23, 2019 10:19

Falke hat geschrieben:Der Fall ist in Tirol passiert. Tirol ist speziell.
Für die Interessen des Tourismus verbiegt sich aber auch der sonst so stolze Tiroler ...

Ich erinnere an die https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Piefke-Saga

A. aus K.

Nun, dass die Tiroler für den Tourismus ALLES tun, wissen wir doch schon aus Kindertagen:

Die Tiroler sind lustig,
die Tiroler sind froh;
sie verkaufen ihr Bettchen
und schlafen auf Stroh.


:lol: :lol:
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