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Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Hier ist Platz für alles was an den Reben wächst.
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61 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Fendt 308 ci » So Apr 05, 2026 20:07

Diese Frage kann dir zum jetzigen Zeitpunkt keiner (seriös) beantworten.
Bis die Daten aus der Weinbaukartei, in der alle Flächen erfasst sind, ausgewertet sind, wirds Juli oder August.

In Rheinhessen oder der Pfalz wird der Rückgang geringer, wenns denn dort überhaupt einen nennenswerten gibt, als in Württemberg oder Baden, soviel ist sicher.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Fulcrum » Mo Apr 06, 2026 9:36

https://www.destatis.de/DE/Themen/Branc ... ebung.html

Wer Zeit und Lust hat kann die Datensätze filtern.
Vinum bonum deorum donum.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Kraxer » Mo Apr 06, 2026 21:59

Das ist pur Offtopic:
1) Ich sehe die "mittleren" deutschen Weinanbaugebiete Baden, Württemberg, Mosel, Franken und evtl. Nahe sowie Rheingau am meisten "unter Druck".
Sie sind so groß, dass reine Direktvermaktung unmöglich ist. Für den LEH und GFGH muss produziert werden. Zeitgleich sind sie deutlicher kleiner als Rheinhessen und Pfalz. Teils sind sie strukturell auch im Nachteil (mehr Steillage, noch mehr Nebenerwerbsbetriebe, kleine Parzellierung o.ä.). Teils sind Rheinhessen und Pfalz schon länger an ein niedrigeres Preisniveau als die anderen "gewöhnt".

2) Die "kleinen" haben schon immer ihre eigenen Probleme. Der Flächenrückgang an Hessischer Bergstraße und Mittelrhein geht außer meiner Sicht auf schwächeren Direktvertrieb zurück.

3) Wo ist Rebflächenrückgang "einfach" möglich?
In Baden und Württemberg gibt es nach meinem Gefühl noch öfter Gemischtbetriebe als in anderen Anbaugebieten. Bei Flachlagen ist also ein Wechseln zwischen Rebe und Acker einfacher als z.B. in der Pfalz. Hier gibt es Dörfer in denen alle Betriebe Weingüter sind. Die Äcker wurden zuletzt vom Ur- oder Großvater des aktuellen Winzers bestellt und heute sind es Bauern mit 15 - 25km Anfahrt oder die Äcker wurden nach 1971 Weinberge. Ein Umstellen von Rebe auf Acker kommt einer Betriebsaufgabe gleich, weil Wissen, Können und Maschinen fehlen.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon burgunder » Di Apr 07, 2026 8:12

In der Winterversammlung vom Verband(Baden) wurde erzählt dass Württemberg schon 3000ha gerodet hätte. Den Zahlen nach war das Unsinn. ABER: Wenn die Prämie von 2500€ wirklich kommt werden hier viele ihre alten MT in den unteren Lagen roden und Acker machen. Hier gibts nur Gemischtbetriebe und die Böden sind für Ackerbau bestens geeignet. Ich denke das gilt für ganz Südbaden außer im inneren Kaiserstuhl wo es auch reine Weinbaubetriebe gibt oder Ortenau. Dort wird der Obstbau vielleicht wieder zunehmen oder der Spargelanbau. Beides ist die letzten Jahre stark zurückgegangen. Vor allem die Betriebe mit wenig Anbauflächen haben ganz mit Obst und Spargel aufgehört. Die größeren wachsen aber. Ich denke die Lohnkosten sind in Zukunft der entscheidende Faktor.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon burgunder » Di Apr 07, 2026 8:14

Soll sich keiner was vormachen. Wir haben den Boden noch lange nicht erreicht. Es wird erstmal weiter bergab gehen mit dem Weinbau. Die momentanen Treibstoffkosten werden den Abwärtstrend verschärfen. Meine Meinung...
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Winzer3.0 » Di Apr 07, 2026 10:03

burgunder hat geschrieben:Soll sich keiner was vormachen. Wir haben den Boden noch lange nicht erreicht. Es wird erstmal weiter bergab gehen mit dem Weinbau. Die momentanen Treibstoffkosten werden den Abwärtstrend verschärfen. Meine Meinung...

Da gebe ich dir recht.
Aber was machen die Winzer, die jetzt schon nur 40-50 cent für Ihre Trauben bekommen ?
Und die Prämie allein wird nichts bringen nur für den einen Winzer der aussteigen will.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon burgunder » Di Apr 07, 2026 12:49

Winzer 3.0 da sind doch die meisten von uns schon angekommen. 31ct MT, 43 ct SB etc pp...davon sind dann noch die Erfassungskosten von mind 1ct, meist 2 und mehr, zu leisten.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Winzer3.0 » Mi Apr 08, 2026 6:52

Ich habe meine Kosten ziemlich im Griff würd ich jetz mal behaupten und brauche momentan 0,65€ pro Kg rein nur Kosten noch kein Entlohnung für mich.(auf 120kg)
Wo nemmt Ihr dann das Geld her ?
Kann mir nicht vorstellen das man für 30-40 cent produzieren kann.
Die meisten Pachten ja noch Fläche dazu.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon burgunder » Mi Apr 08, 2026 12:27

In Opfingen und Tiengen gibts noch welche die wachsen wollen. Meistens haben die einen hohen Anteil an sog. Premiumflächen.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon freddy55 » Mi Apr 08, 2026 21:59

Winzer3.0 hat geschrieben:Ich habe meine Kosten ziemlich im Griff würd ich jetz mal behaupten und brauche momentan 0,65€ pro Kg rein nur Kosten noch kein Entlohnung für mich.(auf 120kg)
Wo nemmt Ihr dann das Geld her ?
Kann mir nicht vorstellen das man für 30-40 cent produzieren kann.
Die meisten Pachten ja noch Fläche dazu.



Genau so rechne ich die Kosten auch, und denke auch daß ich die im Griff habe. Es gibt aber auch Winzer ( ehem. AV der WG ) , der erzählt in Diskussion mit einem Laien, man bräuchte 8000,-€ , also Umsatz :roll: :roll: , kein Wunder wenn die WG quasi Insolvent ist :mrgreen:
Aber wir sind hier im falschen Thema.

.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Kraichgau_Wein » Do Apr 09, 2026 7:16

freddy55 hat geschrieben:
Winzer3.0 hat geschrieben:Ich habe meine Kosten ziemlich im Griff würd ich jetz mal behaupten und brauche momentan 0,65€ pro Kg rein nur Kosten noch kein Entlohnung für mich.(auf 120kg)
Wo nemmt Ihr dann das Geld her ?
Kann mir nicht vorstellen das man für 30-40 cent produzieren kann.
Die meisten Pachten ja noch Fläche dazu.



Genau so rechne ich die Kosten auch, und denke auch daß ich die im Griff habe. Es gibt aber auch Winzer ( ehem. AV der WG ) , der erzählt in Diskussion mit einem Laien, man bräuchte 8000,-€ , also Umsatz :roll: :roll: , kein Wunder wenn die WG quasi Insolvent ist :mrgreen:
Aber wir sind hier im falschen Thema.

.


Guten Morgen zusammen,

man muss in der Situation immer die Kostensituation individuell je Betrieb betrachten. Arbeite ich auf Basis Normalerziehung oder Minimalschnitt, wie sind meine Abschreibungen, was zahle ich an Pacht, sind meine Anlagen selbst angelegt oder konnte ich bereits bestehende Ertragsanlagen günstig übernehmen..
Wenn man den reinen Cashflow + Abschreibungen betrachtet, kommt man durchaus auch mal mit 50ct/kg durch, darunter geht aber definitiv nichts. Dass manche Betriebe Müller-Thurgau für 25ct/kg weiterhin bewirtschaften kann ich persönlich auch nicht nachvollziehen. Nichtmal im Minimalschnitt.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon freddy55 » Do Apr 09, 2026 21:32

50 Cent und 150 kg/ar, das geht schon, aber 36 Cent Zielmenge, und 19 Cent Höchstmenge 130 kg/ar, da geht nichts, nicht einmal hier in F bei 100 Std./ha

.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon Fendt 308 ci » Do Apr 09, 2026 21:44

. Dass manche Betriebe Müller-Thurgau für 25ct/kg weiterhin bewirtschaften kann ich persönlich auch nicht nachvollziehen. 


Die leben halt in der Hoffnung, dass es irgendwann wieder bergauf geht bzw. von der Substanz.
Würden sie das nicht tun, könnten etliche Badische Genossenschaften den Müller - Thurgau von der Preisliste streichen.
Solange aber der Kontostand trotzdem erträglich bleibt, ist das ja nicht verwerflich.
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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon freddy55 » Do Apr 09, 2026 22:05

Hab für dieses Jahr den Gutedel fast komplett, und den MT zu 40 % stillgelegt, Nobling komplett, ist zwar schlecht für die WG, aber ich hab keine Lust umsonst zu Arbeiten und noch privates Geld reinstecken, damit die Beschäftigten weiterhin jeden Monat ihr gutes Gehalt auf´s Konto kriegen. :lol:

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Re: Verantwotlich für die Rodung der Rebflächen

Beitragvon NH-T6.140 » Fr Apr 10, 2026 8:59

freddy55 hat geschrieben:Hab für dieses Jahr den Gutedel fast komplett, und den MT zu 40 % stillgelegt, Nobling komplett, ist zwar schlecht für die WG, aber ich hab keine Lust umsonst zu Arbeiten und noch privates Geld reinstecken, damit die Beschäftigten weiterhin jeden Monat ihr gutes Gehalt auf´s Konto kriegen. :lol:

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