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Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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59 Beiträge • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Hauke schidt » Do Aug 23, 2012 10:42

Ich denke bei solchen Fällen immer wieder an dern Satz meines alten Juraprofs: "Wenn sie Recht suchen, ziehen sie vor Gericht, suchen sie aber Gerechtigkeit, treten sie vor Gott."

Es geht in diesem Fall um Recht. Um nichts anderes. Und die Richter sind dann zuständig Recht zu sprechen. Also kann man die Sache doch ganz nüchtern sehen.

Wer sich die Klageschrift mal ganz durchgelesen hat, wird feststellen, das er sich u.a. auf Studien bezieht, die für die Juristerei aus ernstzunehmenden Quellen stammt. Ob diese Studien nun richtig sind oder einfach nur geschickt so zitiert, das sie zum Vorteil des Klägers sind, wird ein Richter zu entscheiden haben.

Und sorry, aber ich kenne nichts, was nicht Vor- und Nachteile hat. Egal ob nun die extensive oder intensive Tierhaltung. Was ist also daran schlimm, darüber immer wieder zu diskutieren.

Es ist aber bestimt auch Richtig, das der Weg in die Zukunft nicht mit Schritten zurück in die Vergangenheit stattfinden kann. Aber es für mich nicht verwerflich, nach Alternativen zu suchen, die ganau diese Nachteile aufheben.

Es dreht sich in diesem Fall ja um den "Vorwurf" der Verletzung der Menschenrechte, nicht um Verletzung der Tierrechte. Und ich gehe mal davon aus, das jeder verantwortungsbewusste Bundesbürger einmal unsere Verfassung gelesen und verstanden hat. Dann wird auch jeder fesstellen, das unsere Verfasung auch "Staatsziele" ausspricht.

Ich für mich habe kein Problem zuzugeben, das eine antibiotikafreie Tierhaltung, ein wirklich leidensfreier Kastrationsweg, eine Geschlechterbestimmung bei Hühner vor dem Schlupf, etc heute zwar noch nicht möglich ist, aber ein lohnendes "Staatsziel" ist, auf das alle staatliche Gewalt hinwirken sollte. :prost:

@ Schimmel:

so lange niemand sagen kann was "Massen" sind und ab welchen "Massen" der Krankheitsdruck steigt und die Menschehit zu sterben droht, so lange ist JEDER Betrieb heutzutage in der Schusslinie, der einen Stall plant


Du siehst es ja doch so wie der Klageschriftführer.

Soweit ich die Verfassung verstanden habe, ist jetzt der Staat gefragt, dieses zu klären.
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Hauke schidt » Do Aug 23, 2012 11:00

Dass hatten wir doch schon am Anfang: Intensivhaltung auch umgangssprachlich "Massentierhaltung" wurde schon sehr genau juristisch definiert.

Nach einer Verordnung des Europäischen Parlamentes beginnt intensive Viehhaltung bei Anlagen zur Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen mit 40000 Plätzen für Geflügel, mit 2000 Plätzen für Mastschweine (über 30 kg), mit 750 Plätzen für Sauen und intensive Aquakultur bei einer Produktionskapazität von 1000 t Fisch oder Muscheln pro Jahr

Quelle: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:033:0001:01:DE:HTML

Wenn du die Klageschrift liesst wird Dir auffallen, das der Begriff "Massentierhaltung" an den wirklich wichtigen Punkten durch "Intensivtierhaltung" o.ä. ersetzt wurde.

Und Sorry, die Entscheidung obliegt den Richtern, also weder Dir noch mir.
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon elchtestversagt » Do Aug 23, 2012 11:04

Warum ist immer alles schlecht bei den Massentierhaltern?
Nur mal so nebenbei: Bis zu den neunzigern hatten wir immer alle 8-10 jahre einen grossen Schweinepestzug; der mächtig Verluste gekostet hat.
Auch die AK ( Aujezskische Krankheit) war dauerhaft ein Thema; oder MKS zuletzt in den Benelux Anfang 2001...
Die grossen Pestausbrüche haben wir bis auf kleinste lokale Ecken ( die immer ihren Ursprung in der Eigenversorgung hatten wie 2006; als ein "Massentierhalter" mit zwei Schweinen Hausabfälle verfüttert hat was eigentlich verboten ist)schon seit fast 20 Jahre nicht mehr gehabt; und das liegt ausschliesslich daran; dass die Bestände immer grösser und immer professioneller gemanagt werden und dadurch die Anlagen was die Belastungen angeht immer besser werden...

Der "Vorwand" der Klage bzw dessen Grundsatz auf den er sich beruft hat weitreichende Konsequenzen; denn bei sagen wir mal "Erfolg" könnte jeder Hans Wurst gegen sämtlich bspw. Industriezweige klagen; ja sogar der Strassenverkehr als solches stellt eine Gefahr für die Körperliche Unversehrtheit dar.
Denn dafür ist die Grundaussage seiner Klage viel zu allgemein gehalten.

Auch die Definition ist viel zu allgemein; wo gelten die Grenzen denn; je Stall; je qm Fläche; je Betrieb; je Voll-AK...
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Hauke schidt » Do Aug 23, 2012 11:19

schimmel hat geschrieben:Eine Entscheidung obliegt dem Gericht


Sorry, ich meinte natürlich die zuständigen Richter.

schimmel hat geschrieben:eine Meinung aber jedem


Sehe ich genau so. Dir, mir und auch jedem anderen, das gilt auch für die Herren der Dr. jur "ich reiche eine Klage ein" Klasse ............ wobei wir wieder am Anfang wären. Ein guter Zeitpunkt für mich diese Diskussion zu beenden. Bei einem guten Bier abends inner Kneipe mache ich gern wieder mit ... :D :prost:
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 9:35

Aus aktuellen und gegebenem Anlass möchte ich hier den SPD Ortsverein Springe, Niedersachsen zitieren:

Bäuerliche Strukturen statt Massentierhaltung

Massentierhaltung ist ein Phänomen unserer Zeit und nimmt immer mehr zu. Mittlerweile hat dieses Thema auch Springe erreicht und wird aufgrund einer Bürgerinitiative heftig diskutiert. Die Stellung der SPD Springe zu dieser Thematik wird nachfolgend dargelegt.

Massentierhaltung wird seit langem kontrovers diskutiert. Die Haltung zu dieser Form von dieser Form der Tierhaltung, die unserer Meinung nach auch kein Bauer unbedingt gerne haben möchte, kann aber keinem einfachen Schwarz-Weiß-Muster folgen, da es zu viele Dimensionen gibt, die beachtet werden müssen.

Da sind zum einem die Bauern, die das Recht auf ein auskömmliches Einkommen haben und sich daher auch – wenngleich vielfach eher widerstrebend – mit solchen Formen der Tierhaltung auseinandersetzen müssen.

Da sind zum anderen die Verbraucher, die durch ihr Konsumverhalten die Nachfrage beeinflussen. Diesbezüglich muss man festhalten, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Geflügel um mehr als 1 kg angestiegen ist und dies ging keinesfalls zu Lasten der anderen Fleischsorten. Der Verbraucher möchte Geflügelfleisch und er möchte es auch relativ preisgünstig haben.

Da sind zum anderem auch die Tiere, die natürlich das Recht auf eine artgerechte Haltung haben.

Da sind die Anwohner und Kommunalpolitiker, die sich mit solchen Anlagen auseinandersetzen müssen und dies vielfach aufgrund des landwirtschaftlichen Privilegs gar nicht richtig können. Mit anderen Worten es gibt praktisch keine Entscheidungsspielräume für aktive Auseinandersetzung.

Welche Schlussfolgerungen zieht die SPD Springe hieraus:

Massentierhaltung wird von der SPD Springe als Regelform der Tierhaltung abgelehnt. Sie erkennt aber an, dass ein Mindestmaß an Massentierhaltung und agroindustrieller Produktion nötig ist. Nur so kann die Versorgung mit Fleisch zu bezahlbaren Preisen sichergestellt werden. Normale bäuerliche Strukturen und Bio-Strukturen können dies alleine leider nicht gewährleisten. Und aus Sicht der SPD darf Fleisch nicht zum Luxusgut werden, welches sich nur wenige leisten können.

Auf der anderen Seite weiß die SPD aber auch, dass ein zuviel an solchen Anlagen mitunter negative wirtschaftlich Auswirkungen haben kann. In der Volkswirtschaft lernt jeder Student frühzeitig bereits den Schweinezyklus kennen. Ein zuviel von agroindustrieller Produktion kann auch zu so einem Zyklus führen, der dann unweigerlich auch Insolvenzen bei derartigen Betrieben nach sich ziehen kann. Schließlich wird der Fleischmarkt nur von einigen wenigen Großbetrieben dominiert, die ihr wirtschaftliches Risiko begrenzen werden. Leider wird dann der einzelne Bauer, der auf diesen Markt gesetzt hat, die Risiken zu tragen haben – bis hin zur Insolvenz. Gerade beim derzeitigen Asusbau der Geflügelmast warnen Experten bereits vor einem ZUsammenbruch der Märkte wegen absehbarer Überproduktion. Die Dummen siend am Ende die Bauern, die sich in die Abhängigkeit der großen Produzenten und Vermarkter begeben haben.

Insgesamt bedeutet dies, dass die SPD Springe lieber die üblichen bäuerlichen Strukturen und die Produktion von Bio-Produkten fördern möchte. Sie lehnt aber nicht die agroindustrielle Produktion in Gänze ab, sondern möchte sie auf ein wirtschaftlich vernünftiges Maß beschränken. Vor allem möchte sie aber auch Einfluss nehmen auf die Ansiedlung solcher Betriebe in Springe. Da dies derzeit durch das landwirtschaftliche Privileg verhindert wird, wird sich bei ihren Abgeordneten im Landtag, Bundestag und Europäischen Parlament für eine Überarbeitung des landwirtschaftlichen Privilegs einsetzen. Zielsetzung ist dabei, dass die Kommunalpolitik zukünftig auch wieder Einfluss auf die Ansiedlung einer agroindustriellen Produktion Einfluss nehmen kann.
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon forenkobold » Fr Aug 24, 2012 9:59

was für ein blabla...
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Kyoho » Fr Aug 24, 2012 10:12

Nils Schmid hat geschrieben:Aus aktuellen und gegebenem Anlass möchte ich hier den SPD Ortsverein Springe, Niedersachsen zitieren:

Bäuerliche Strukturen statt Massentierhaltung

Massentierhaltung ist ein Phänomen unserer Zeit und nimmt immer mehr zu. Mittlerweile hat dieses Thema auch Springe erreicht und wird aufgrund einer Bürgerinitiative heftig diskutiert. Die Stellung der SPD Springe zu dieser Thematik wird nachfolgend dargelegt.

Massentierhaltung wird seit langem kontrovers diskutiert. Die Haltung zu dieser Form von dieser Form der Tierhaltung, die unserer Meinung nach auch kein Bauer unbedingt gerne haben möchte, kann aber keinem einfachen Schwarz-Weiß-Muster folgen, da es zu viele Dimensionen gibt, die beachtet werden müssen.

Da sind zum einem die Bauern, die das Recht auf ein auskömmliches Einkommen haben und sich daher auch – wenngleich vielfach eher widerstrebend – mit solchen Formen der Tierhaltung auseinandersetzen müssen.

Da sind zum anderen die Verbraucher, die durch ihr Konsumverhalten die Nachfrage beeinflussen. Diesbezüglich muss man festhalten, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Geflügel um mehr als 1 kg angestiegen ist und dies ging keinesfalls zu Lasten der anderen Fleischsorten. Der Verbraucher möchte Geflügelfleisch und er möchte es auch relativ preisgünstig haben.

Da sind zum anderem auch die Tiere, die natürlich das Recht auf eine artgerechte Haltung haben.

Da sind die Anwohner und Kommunalpolitiker, die sich mit solchen Anlagen auseinandersetzen müssen und dies vielfach aufgrund des landwirtschaftlichen Privilegs gar nicht richtig können. Mit anderen Worten es gibt praktisch keine Entscheidungsspielräume für aktive Auseinandersetzung.

Welche Schlussfolgerungen zieht die SPD Springe hieraus:

Massentierhaltung wird von der SPD Springe als Regelform der Tierhaltung abgelehnt. Sie erkennt aber an, dass ein Mindestmaß an Massentierhaltung und agroindustrieller Produktion nötig ist. Nur so kann die Versorgung mit Fleisch zu bezahlbaren Preisen sichergestellt werden. Normale bäuerliche Strukturen und Bio-Strukturen können dies alleine leider nicht gewährleisten. Und aus Sicht der SPD darf Fleisch nicht zum Luxusgut werden, welches sich nur wenige leisten können.

Auf der anderen Seite weiß die SPD aber auch, dass ein zuviel an solchen Anlagen mitunter negative wirtschaftlich Auswirkungen haben kann. In der Volkswirtschaft lernt jeder Student frühzeitig bereits den Schweinezyklus kennen. Ein zuviel von agroindustrieller Produktion kann auch zu so einem Zyklus führen, der dann unweigerlich auch Insolvenzen bei derartigen Betrieben nach sich ziehen kann. Schließlich wird der Fleischmarkt nur von einigen wenigen Großbetrieben dominiert, die ihr wirtschaftliches Risiko begrenzen werden. Leider wird dann der einzelne Bauer, der auf diesen Markt gesetzt hat, die Risiken zu tragen haben – bis hin zur Insolvenz. Gerade beim derzeitigen Asusbau der Geflügelmast warnen Experten bereits vor einem ZUsammenbruch der Märkte wegen absehbarer Überproduktion. Die Dummen sind am Ende die Bauern, die sich in die Abhängigkeit der großen Produzenten und Vermarkter begeben haben.Für eine Überproduktion sind die Energie- und Futterkosten derzeit viel zu hoch. Viele überlegen, ob sie wegen der hohen Produktionskosten in der Schweinemast derzeit überhaupt noch einstallen. Eine deutsche Weihnachtsgans aus bäuerlicher Haltung auf der Wiese kostet eben das drei bis vierfache wie eine polnische Mastgans. Wie viele von eurem Ortsclub wären bereit, das zu bezahlen?

Insgesamt bedeutet dies, dass die SPD Springe lieber die üblichen bäuerlichen Strukturen und die Produktion von Bio-Produkten fördern möchte. Sie lehnt aber nicht die agroindustrielle Produktion in Gänze ab, sondern möchte sie auf ein wirtschaftlich vernünftiges Maß beschränken. Vor allem möchte sie aber auch Einfluss nehmen auf die Ansiedlung solcher Betriebe in Springe. Da dies derzeit durch das landwirtschaftliche Privileg verhindert wird, wird sich bei ihren Abgeordneten im Landtag, Bundestag und Europäischen Parlament für eine Überarbeitung des landwirtschaftlichen Privilegs einsetzen. Zielsetzung ist dabei, dass die Kommunalpolitik zukünftig auch wieder Einfluss auf die Ansiedlung einer agroindustriellen Produktion Einfluss nehmen kann.
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 10:22

Die SPD ist in diesem Zusammenhang sehr wohl wählbar!

Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Die SPD legt sich nicht fest was Massentierhaltung ist
2. Die SPD fordert eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit was die Fleischmärkte angeht
3. Die SPD steht für Tierartgesunde Haltung der Tiere
4. Die SPD lehnt die agrarindustrielle Tierhaltung nicht generell ab
5. Die SPD will die umweltfreundlichere Bio Landwirtschaft fördern

Das sind doch in der Tat ganz ansehnliche und respektable Ansichten, die es aufjedenfall zu würdigen lohnt !
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Kyoho » Fr Aug 24, 2012 10:42

Nils Schmid hat geschrieben:Die SPD ist in diesem Zusammenhang sehr wohl wählbar!

Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Die SPD legt sich nicht fest was Massentierhaltung ist Sie suggeriert aber dem Wähler damit, dass sie dagegen ist. Die Entscheidung, was Massentierhaltung ist und was nicht, dem Wähler zu überlassen und gleichzeitig Stimmung dagegen zu machen, ist nicht loyal, um es mal sehr wohlwollend zu formulieren. Wer dagegen Stimmung macht, der darf nicht an der Imbissbude mit einem halben gegrillten Hähnchen erwischt werden. Leider unterschreiben Normalbürger, dass sie gegen Massentierhaltung sind und kaufen sich um die Ecke die Currywurst oder den Hähnchenschlegel für 2€.
2. Die SPD fordert eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit was die Fleischmärkte angeht das ist so schwammig formuliert, dass man sich alles drunter vorstellen kann. Worin liegt die staatliche Reglementierung der Märkte? Intervention von Überproduktion? künstliche Futtermittelverknappung in Form von genfreier Soja? Mastgrößenbeschränkung? Flächenbindung der Produktion? Mindestpreise für Erzeuger?
3. Die SPD steht für Tierartgesunde Haltung der Tieredafür steht auch jeder vernünftige Tierhalter
4. Die SPD lehnt die agrarindustrielle Tierhaltung nicht generell ab Was für ein Widerspruch, siehe Punkt 1
5. Die SPD will die umweltfreundlichere Bio Landwirtschaft fördernWenn sie nunmal so umweltfreundlich wäre, was den Energie- und Flächeneinsatz pro Einheit erzeugten Lebenmittel angeht, ist sie das nicht. Die Zeche zahlt am Ende der Verbraucher, so wie beim Solarstrom

Das sind doch in der Tat ganz ansehnliche und respektable Ansichten, die es aufjedenfall zu würdigen lohnt !
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 12:52

Der Fachmann spricht von Intensivtierhaltung. Ich erlaube mir folgendes zu zitieren:
Hauke schidt hat geschrieben:Juristisch wird "Massentierhaltung" als Intenivhaltung bezeichnet.

Google spuckt dann unter Intensivhaltung folgendes aus:

Nach einer Verordnung des Europäischen Parlamentes beginnt intensive Viehhaltung bei Anlagen zur Intensivhaltung oder -aufzucht von Geflügel oder Schweinen mit 40000 Plätzen für Geflügel, mit 2000 Plätzen für Mastschweine (über 30 kg), mit 750 Plätzen für Sauen und intensive Aquakultur bei einer Produktionskapazität von 1000 t Fisch oder Muscheln pro Jahr.


Kurze Erkärung Nachhaltigkeit:

Für ein ökonomisch stabiles System werden Preisstabilität, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und ein hoher Beschäftigungsgrad, der aufrechterhalten bleiben kann, als Ziele gesetzt.[1] Indikatoren für wirtschaftliche Nachhaltigkeit sind (in marktwirtschaftlichen Systemen) auch die durchschnittliche Lebensdauer von Unternehmen und eine geringe Insolvenzrate sowie die Fähigkeit des Systems, Spekulationsblasen zu vermeiden. Implizit ist damit eine verantwortungsvolle Unternehmerschaft vorausgesetzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kono ... haltigkeit

Fakt ist zudem auch, dass in der Bio Landwirtschaft weniger Pestizide eingestetzt werden!
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 13:30

schimmel hat geschrieben:Wenn diese Zahlen dann der Maßstab der Gegner sein sollte, dann dürften wir also unterhalb dieser Zahlen keinen Widerstand verspüren, ist das so richtig?

Widerstand wird es immer geben, unabhängig von Größe oder Art der Veränderungen!
Ich sehe es auch als eine große Errungenschaft unserer Gesellschaft an, sich auf breiter Basis fundamental mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen.
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 13:45

Kyoho hat geschrieben:
Nils Schmid hat geschrieben:Die SPD ist in diesem Zusammenhang sehr wohl wählbar!

Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Die SPD legt sich nicht fest was Massentierhaltung ist Sie suggeriert aber dem Wähler damit, dass sie dagegen ist. Die Entscheidung, was Massentierhaltung ist und was nicht, dem Wähler zu überlassen und gleichzeitig Stimmung dagegen zu machen, ist nicht loyal, um es mal sehr wohlwollend zu formulieren. Wer dagegen Stimmung macht, der darf nicht an der Imbissbude mit einem halben gegrillten Hähnchen erwischt werden. Leider unterschreiben Normalbürger, dass sie gegen Massentierhaltung sind und kaufen sich um die Ecke die Currywurst oder den Hähnchenschlegel für 2€.
2. Die SPD fordert eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit was die Fleischmärkte angeht das ist so schwammig formuliert, dass man sich alles drunter vorstellen kann. Worin liegt die staatliche Reglementierung der Märkte? Intervention von Überproduktion? künstliche Futtermittelverknappung in Form von genfreier Soja? Mastgrößenbeschränkung? Flächenbindung der Produktion? Mindestpreise für Erzeuger?
3. Die SPD steht für Tierartgesunde Haltung der Tieredafür steht auch jeder vernünftige Tierhalter
4. Die SPD lehnt die agrarindustrielle Tierhaltung nicht generell ab Was für ein Widerspruch, siehe Punkt 1
5. Die SPD will die umweltfreundlichere Bio Landwirtschaft fördernWenn sie nunmal so umweltfreundlich wäre, was den Energie- und Flächeneinsatz pro Einheit erzeugten Lebenmittel angeht, ist sie das nicht. Die Zeche zahlt am Ende der Verbraucher, so wie beim Solarstrom

Das sind doch in der Tat ganz ansehnliche und respektable Ansichten, die es aufjedenfall zu würdigen lohnt !
nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber

1. Die SPD ist keine Klientel Partei. Sie betreibt Politik auf breiter Basis. Alle Beteiligten sind herzlich eingeladen!
2. Nachhaltigkeit ist in einer sozialen Marktwirtschaft das A und O. Wir können uns es nicht leisten das wir einer Pleitewelle entgegentreten. Wir müssen die Intensivtierhalter auch mit ins Boot holen!
5. Wir haben eine Energiewende beschlossen. Auf demokratischer Ebene. Das jetzt hier die Strompreise steigen, liegt ja in der Hand. Deshalb ist es unabdingbar weiter in Forschung auf diesem Gebiet zu investieren.

Aber Kyoho, wie sagt man so schön nur schimpfen ist leicht. Bringe doch einmal eigene Vorschläge mit in die Sache. Es wäre bestimmt ein breiter Dialog möglich. Die ist SPD ist keine Bauernfeind Partei!
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 13:55

schimmel hat geschrieben:
Nils Schmid hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:Wenn diese Zahlen dann der Maßstab der Gegner sein sollte, dann dürften wir also unterhalb dieser Zahlen keinen Widerstand verspüren, ist das so richtig?

Widerstand wird es immer geben, unabhängig von Größe oder Art der Veränderungen!
Ich sehe es auch als eine große Errungenschaft unserer Gesellschaft an, sich auf breiter Basis fundamental mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen.


Das finde ich auch toll, dass dann die Familie öffentlich denunziert werden darf als Tierquäler und Umweltzerstörer....das ist eine Errungenschaft unserer Gesellschaft, darauf kann man wirklich stolz sein....hoffentlich wirst du nie in Verantwortung für unsere Gesellschaft treten..... :klug: n8

Von mir werden keine Familien die sich der Intensivtierhaltung widmen als Tierquäler und Umweltzerstörer denunziert. Ganz im Gegenteil. Ich habe nur auf die Loyalität der SPD mit der Stellungnahme des Ortsvereins Springe hingewiesen.
Falls hier was anderes gemeint sein sollte, möchte ich auch auf die weiteren Errungenschaften unserer Demokratie hinweisen. Familien der Intensivtierhaltungen können in solchen Fällen auf das Gesetz berufen, und im Falle eines Falles Anzeige wegen Rufmord erstatten!

Ich hoffe das ich ein wenig Licht ins Dunkel gebracht habe.
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Re: Verfassungsbeschwerde gegen Massentierhaltung

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 24, 2012 14:46

Schimmel, ja in der Tat sollte man eine Klage gegen die Bürgerintiative Muntzel prüfen. Es kann ja schließlich nicht angehen das hier mit irrationalen Aussagen, die man sogar als absurd wiederlegen kann, Stimmung propagiert wird:

„Die Zahl von mehr als 15.000 Toten durch MRSA-resistente Keime pro Jahr in Deutschland sollte die Behörden endlich wachrütteln und dazu führen, dass die Bevölkerung vor den Gefahren die MRSA und ESBL geschützt wird. Zumindest aber sollte jeder davor gewarnt werden, wenn er in die Nähe von Ställen kommt, die diese gefährliche Keime emmittiert“, fordert Hettwer.

Im Umkehrschluss muss ja hier unweigerlich gesagt werden, der Intensivtierhalter selbst ist der höchsten Konzentration an diesen diversen Keimem ausgesetzt. Somit würde er seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen.

Was die öffentliche Meinung angeht, ist es schwierig dagegen anzukommen. Hier wird in der Tat von Einzelfällen, die es unbestreitbar gegeben hat, gegen die breite Basis geschürt und gehetzt. Hier hilft nur eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit!

In diesem Zusammenhang möchte ich auch einmal auf das Berufsbild Politiker, Abgeodneter etc. eingehen. Dies wird in der Bevölkerung ebenfalls als Negativ empfunden. Hartnäckig behaftet mit vielen unhaltbaren Klischees!
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