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Verpachtung von Kirchenland

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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59 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Owendlbauer » Mo Jan 17, 2022 11:33

meyenburg1975 hat geschrieben:1. Kirchenmitglied
2. Wohnhaft mit Betriebssitz in der Gemeinde
3. Höchstgebot

Finde ich richtig so. Hier in der kath. Diozöse München-Freising kann die örtliche Kirchenverwaltung nicht über Verpachtungen entscheiden, das macht die Pfarrpfründestiftung.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon DWEWT » Mo Jan 17, 2022 13:56

4911 hat geschrieben:Dann sollte man wohl auch nichts pachten von Grundstückseigentümern, wo Opa oder Uropa im Dritten Reich oder bei der Stasi aktiv war.


Hier in den NBL kann man von solchen Leuten nichts pachten. Die haben nach der Wende nichts zurückübertragen bekommen!
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Trial_and_Error » Mo Jan 17, 2022 14:02

Sorry ich würde eher sagen das waren die ersten die was zurück bekommen haben weil….zumindest die die ordentlich und freiwillig in die LPG gegangen sind haben im Rahmen der Liquidation auch ihre Flächen wieder bekommen…
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon John Deere 6320Premium » Mo Jan 17, 2022 14:17

Aber nicht die großen mit mehr als 100Ha oder die NSDAPler
die wurden nämlich enteignet und nicht nur zwangskollektiviert
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Trial_and_Error » Mo Jan 17, 2022 14:21

Die wurden aber schon lange vor der LPG enteignet….die wurden schon 45/46 enteignet…

Wer aber bis 1952 durch kam und sich nicht dumm anstellte bekam es wieder…
Zuletzt geändert von Trial_and_Error am Mo Jan 17, 2022 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon DWEWT » Mo Jan 17, 2022 14:22

Trial_and_Error hat geschrieben:Sorry ich würde eher sagen das waren die ersten die was zurück bekommen haben weil….zumindest die die ordentlich und freiwillig in die LPG gegangen sind haben im Rahmen der Liquidation auch ihre Flächen wieder bekommen…


Meine Informationen lauten da anders! In die LPGs konnten nur Bauern mit weniger als 100ha, samt ihrer Fläche, eintreten. Alles darüber wurde in der DDR enteignet. Viele Betriebe sind da natürlich vorbeugend geteilt worden. :) Mir ging es hier allerdings eher um die damaligen Großgrundbesitzer, die enteignet worden waren und die dann, nach der Wende, Anträge auf Rückübertragung gestellt hatten. Wer von denen im 3.Reich besonders geglänzt hatte, blieb seiner Flächen verlustig.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Trial_and_Error » Mo Jan 17, 2022 14:36

In die LPG konnten nur Bauern mit weniger als 100ha eintreten weil es keine Bauern mit mehr als 100ha gab….die wurden alle bereits 45/46 als Großgrundbesitzer enteignet und dem jeweiligen lokalen Bodenfonds zugeführt, von dort wurde das Land zur Verbesserung der Ertragslage an Kleinbauern gegeben.

Für das Verlustigbleiben der Flächen spielte es keine Rolle ob geglänzt, mitgelaufen oder dagegen….durch die Neuvergabe des Landes wurde nur monetär entschädigt….die Bodenreform als solche wurde nicht in Frage gestellt, nur die entschädigungslose Enteignung wurde gekippt..
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Isarland » Mo Jan 17, 2022 14:47

Bei uns gibts in der ganzen Flur keinen m² Kirchengrund, außer ein paar ha verwilderter Wald, in dem man ab und zu einen schönen Christbaum findet. :wink:
Die wollen auch nix zahlen. Ein Nachbar hat gut 1ha Ackerland verkauft mit Ausschreibung. Kommune, Staat(FH) ,Flughafen und Kirche gaben Angebote diesseits jeder Vernunft von 4-6 € ab.
Da wären wir auch eingestiegen. Gekauft hat ihn ein Geldanleger aus M für 16,50 €.
Der Käufer hats gesagt, weil wir ihn ( den Acker) zur Pacht bekamen....für Naturalien (Fleisch, Mehl und sonstiges
im Wert von 400 €ronen.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Owendlbauer » Mo Jan 17, 2022 15:40

Isarland hat geschrieben:Bei uns gibts in der ganzen Flur keinen m² Kirchengrund

Bei uns gibts massig Kirchengrund, dürfte die gleiche Diozöse (M-FS) sein. Das ist sehr stark von der Pfarreistruktur abhängig, die sog. "Ursprungspfarreien", aus denen später die kleineren Pfarreien abgetrennt wurden, besaßen meist eigene größere bewirtschaftete Pfarrhöfe und deren Grund ist jetzt in den Pfarrpfründestiftungen. Im Dekanat habens extra einen Förster angestellt und der Wald wird von einem Forstunternehmer überdurchschnittlich gepflegt. Felder und Wiesen sind an örtliche Bauern verpachtet. Dieser Grund ging den Kirchen auch nicht bei der Säkularisation verloren, was ja z. B. bei vielen Klosterbesitzungen der Fall war (aus diesem Grund werden auch heute noch die Bischofsgehälter vom Staat bezahlt).

Isarland hat geschrieben:Gekauft hat ihn ein Geldanleger aus M für 16,50 €.

Leider keine Seltenheit mehr.
Zuletzt geändert von Owendlbauer am Mo Jan 17, 2022 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Englberger » Mo Jan 17, 2022 15:43

DWEWT hat geschrieben:Wer von denen im 3.Reich besonders geglänzt hatte, blieb seiner Flächen verlustig.

Hallo,
da sollte der "Spiegel" mal ne kleine Übersicht erstellen; könnte das Gerechtigkeitsempfinden von uns Kleinbauern stärken und den Glauben in die Justiz auch. (oder auch nicht)
Gruss Christian
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon ChrisB » Mo Jan 17, 2022 15:49

Solche Menschen, meist sehr guter Job,
gab es schon vor der DM - € Umstellung :wink:
Geld kann man nicht "Fressen", Naturalien dagegen schon :lol:
Andere "Bunkern" Geld in der Schweiz sowie anderes Ausland.
Irgendwie müssen wir für die Zukunft vorsorgen???
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon T5060 » Mo Jan 17, 2022 15:56

John Deere 6320Premium hat geschrieben:Aber nicht die großen mit mehr als 100Ha oder die NSDAPler
die wurden nämlich enteignet und nicht nur zwangskollektiviert


Genauso war es. Die Kirchengemeinde-Flächen blieben auch im Eigentum der Ortskirche. Große Kirchengüter waren im Osten eher selten und wenn wurden die nicht unbedingt zwangsweise enteignet.
Im Westen mussten die Großgrundbesitzer auch im Zuge einer Bodenreform Agrarfllächen abgeben und wurden dann über den Lastenausgleich "entschädigt". Also wurde die Entschädigung von den Lastenausgleichszahlungen abgezogen. Alles Geschichte und Geschichte gleicht sich nie aus, wiederholt sich aber gerne.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon gerds » Mo Jan 17, 2022 21:08

Bei unserer Kirche (EKM- Sitz Erfurt) lief das in der Zeit um 2014, wo viele Pachtverträge ausliefen so:
wer bei dem Kreiskirchenamt als Landwirt registriert war (mit Angabe für welche umliegenden Orte
man benachrichtet werden möchte), bekam zur Auschreibung eine Flurstücksliste samt
bisheriger Verpächter!!!. Vergeben wurde nach einem komplizierten Punktesystem. Mindestpachtpreis
und Hinweis über Punkteerhöhung bei 10, 20 bzw 30% und mehr über Mindestpreis. Gab in den nächsten
Jahren einiges Theater, danach wurden die bisherigen Pächter nicht mehr mit angegeben.
In der Magdeburger Börde kauft die Kirche massiv Land, meist das Höchstgebot. Sogar die EKM-Erfurt kauft
im Gebiet der Anhaltinischen Kirche. Hier ist die Kirche als Verpächter gleichauf mit der BVVG.
Ich wage zu behaupten, dass nachwievor der einzigste entscheidende Vergabepunkt das Höchstgebot ist.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Kartoffelbluete » Di Jan 18, 2022 9:32

Und ich lese immer wieder wie klamm die beiden Kirchen seien und sie ihr Personal und Gotteshäuser nicht mehr halten können :?: :roll:
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Englberger » Di Jan 18, 2022 10:01

Kartoffelbluete hat geschrieben:Und ich lese immer wieder wie klamm die beiden Kirchen seien und sie ihr Personal und Gotteshäuser nicht mehr halten können

Hallo,
Tebarzt van Elst ist da ein gutes Beispiel.
Aber im Ernst; die touren jetzt seit 2000Jahren mit ihrem Cabaretprogramm über die Lande und die Welt und finden nachwievor genügend Fans die die Tickets kaufen.(frei nach Pispers)
Laut Wissenschaft sind ja nur ca 20% der Bevölkerung rationalen Argumenten zugänglich. Deshalb soviele Quer und schief und Wunschdenker unterwegs.
Gab ja einen US Präsidenten der seine Tips aus dem Himmel empfing.
Gruss Christian
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