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Verpachtung von Kirchenland

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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59 Beiträge • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon rundumadum » Di Jan 18, 2022 11:18

Bei uns werden die Pachtverträge in einer öffentlichten, geschlossenenen Gesellschaft verlängert. Da darf jeder nacheinander vortreten, sagen ob er die Flächen weiter bewirtschaften möchte und unterschreiben. Bei Laufzeiten von ~12 Jahren und minimalistischten Pachtpreisen, sagt da natürlich keiner nein. Da werden reihenweise Pachtverträge geschlossen, die 10 Jahre in das Rentenalter reichen. Zukünftige "Hofnachfolger" die durch hohes außerlandwirtschaftliches Einkommen aus der Kirche austraten und deswegen den Betrieb auch nicht weiterführen, spielen da auch keine Rolle. Über Bewirtschaftungsverträge und Unterverpachtung reden wir jetzt lieber garnicht...

Als junger Haupterwerbslandwirt, der sogar noch Kirchensteuer zahlt, hat man da nicht die geringste Chance nur einen m² zu bekommen
Zuletzt geändert von rundumadum am Di Jan 18, 2022 11:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Englberger » Di Jan 18, 2022 11:32

rundumadum hat geschrieben:Als junger Haupterwerbslandwirt, der sogar noch Kirchensteuer zahlt, hat man da nicht die geringste Chance einen nur einen m² zu bekommen

Hallo,
vielleicht kennst du den schwäbischen Pietistenspruch?

" Wen der Herr liebt dem zeigt er es im Geldbeutel"

Gruss Christian
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon bauer hans » Di Jan 18, 2022 11:34

Englberger hat geschrieben:
vielleicht kennst du den schwäbischen Pietistenspruch?

" Wen der Herr liebt dem zeigt er es im Geldbeutel"

das kann überhaupt gar nicht stimmen 8)
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon rundumadum » Di Jan 18, 2022 11:39

So schwer ist der Geldbeutel nicht, dass man davon körperliche Schäden nimmt und ihn deshalb in dem Umfang entlasten müsste...
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Patrik85 » Di Jan 18, 2022 12:40

Die beiden großen Kirchen lassen bei mir eh nur noch einen Brechreiz entstehen. Die katholische Kirche ist doch überspitzt formuliert nur ein Kinderschänderring mit angeschlossener Vermögensverwaltung. In der evangelischen Kirche ist der widerliche Part weniger stark, dafür ist es mit der Moral in wirtschaftlichen Angelegenheiten auch nicht besser. Die Flächen werden intransparent an Günstlinge vergeben. Da lobe ich mir die Transparenz der BVVG. Das Highlight bei mir vor Ort, zeitlich Bauland verkaufen und Spenden sammeln für die Renovierung des Gemeindehauses.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon DWEWT » Di Jan 18, 2022 12:41

Ich verstehe den Rummel um die Kirchenpacht nicht. Warum glauben hier einige Berufskollegen, dass sie, aufgrund von Mitgliedschaft in den Vereinen, einen Vorteil bei der Verpachtung beanspruchen zu können? In anderen Bereich würden man das als Korruption bezeichnen. Ausschreibung zum Höchstpreis und Offenlegung der MIttelverwendung wäre sinnvoll. Übrigens alimentieren auch Steuern zahlende Atheisten diese Läden.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Di Jan 18, 2022 20:19

Wieso, die Kirche vergibt doch von sich aus nur an Mitglieder. Als Rittergutsbesitzer hat man es natürlich gar nicht nötig sich daran zu beteiligen :wink:
Aluhut Akbar !
Die Bundestagsabgeordneten sind nicht die Elite des deutschen Volkes, sondern dessen Vertreter. - Michael Glos
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon DWEWT » Di Jan 18, 2022 20:40

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Wieso, die Kirche vergibt doch von sich aus nur an Mitglieder. Als Rittergutsbesitzer hat man es natürlich gar nicht nötig sich daran zu beteiligen :wink:


Bei einer mit öfentlichen Mitteln geförderten Institution bleibt es fraglich, ob sie "Mitglieder" bevorzugen darf. Da sollte mal jemand das EU-Recht bemühen!
Mit dem zweiten Satz hast du ins Schwarze getroffen! Aber, ich bin ja auch nicht mehr Mitglied. :wink:
Was würde die Kirche wohl machen, wenn keiner ihre Flächen pachten würde?
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon gaugruzi » Di Jan 18, 2022 20:42

Frankenbauer hat geschrieben:Hier in Unterfranken ist die Kirche der Preistreiber bei den Pachten.
Funktioniert auch ganz einfach, der von Regensburg (Pfründepachtstelle) eingesetzte Mitarbeiter stammt aus einer ausgesprochenen Gunstregion mit Zuckerrüben, Biogas, Molkerei um die Ecke in der gute Pachten erzielt werden können, die Bonitäten sind aber auch mindestens doppelt so hoch. Der Knabe kam zur letzten Verpachtungsrunde und hat schon zu Beginn klar gemacht, wo er hin will. Nach Flurbereinigung, die auf Grund besserer Zuwegung und Zuschnitte im normalen Markt eine Verdoppelung aus gelöst hat wollte er das Fünffache. Örtliche Bieter stiegen unten mit ein, ab 300€ boten nur noch Auswärtige und ein Neueinsteiger, Erlöse zwischen 350€ im Überschwemmungsgebiet (vorher 100) bis 450€ in der oberen Flur (vorher 150).
Logischerweise nur noch ein örtlicher Pächter, seitdem wird Altpapier mit einem Autoanhänger gesammelt und bei der Renovierung des Pfarrhauses half halt auch niemand mit Schlepper.

Gruß

Werner


den Mitarbeiter kenne ich auch und habe auch meine Erfahrungen gemacht. Wenn wir von dem gleichen Mitarbeiter reden, ist das derjenige, der selbst einen Betrieb noch nebenbei bewirtschaftet und fleißig auf Expansion aus ist ? :-)
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon grün&eckig » Mi Jan 19, 2022 14:41

@gaugruzi
:prost: :!:
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Schloßbauer » Di Feb 08, 2022 19:15

Bei uns (Bistum Eichstätt) wurden im Juli auch sämtliche Grundstücke der Kirchenstifung und der Pfründestiftung auf 12 Jahre neu verpachtet. Ich bin Kirchenpfleger und habe mir mit dem Verpachtungsleiter die Flächen vorher angesehen. Es wurde alles real und fair geregelt und verpachtet.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Damhirsch » Di Feb 08, 2022 20:15

Dann war die Kirchenpacht bei mir letztendlich ein Grund für einen Heiterkeitsausbruch im Kirchenvorstand.
Damasl bat mich der Pastor händeringend darum ich möge doch ein Gebot für 1,25 ha abgeben. Hintergrund war, einige Berufskollegen hatten sich so in die Wolle gekriegt wegen dieser Fläche, daß Mord und Totschlag befürchtet wurde. Da ich der einzige LW im Ort war der kein Kirchenland gepachtet hatte, wollte der Pastor die Situation dadurch entschärfen, daß er mein Gebot eben mit dieser Begründung annehmen wolle.
Ich ließ mich breitschlagen um des lieben Friedens willen. Die Fläche war für mich preaktisch wertlos ob Größe und Lage und Entfernung.
Nun gut, es trat Ruhe ein.
Aber einige Jahre später sollte die Pacht erhöht werden, immerhin um 5 DM/ha .
Das war für mich endlich ein guter Grund die Pacht zu kündigen wegen unsozialer Härte. Schriftlich natürlich.
Und das war halt der Grund für die Heiterkeit. :D
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Kraxer » Mi Mär 02, 2022 17:08

Owendlbauer hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:1. Kirchenmitglied
2. Wohnhaft mit Betriebssitz in der Gemeinde
3. Höchstgebot

Finde ich richtig so. Hier in der kath. Diozöse München-Freising kann die örtliche Kirchenverwaltung nicht über Verpachtungen entscheiden, das macht die Pfarrpfründestiftung.

Das Vorgehen finde ich persönlich auch in Ordnung.
Wie dieser Thread zeigt sind die Regelungen der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer sehr unterschiedlich.
Im Bistum Speyer finde ich es ungeschickt, wie das teilweise abläuft. Verpachtungen der Kirchenstiftung und Pfarrpfündestiftungen werden immer mehr versucht zu zentralisieren. Ein Ortskundiger wäre mit Hinblick auf das Land und die möglichen Pächter gut. Die Ortskundigen müssen ja nicht unbedingt entscheiden, wenn es darum geht Vetternwirtschaft zu verhindern oder klare Regeln wie oben durchzusetzen.
Es ist einfach peinlich und unprofessionell, wenn die Verwaltung versucht Weinberge unbekannter und unbedeutender Einzellagen zu Preisen international bekannter Einzellagen zu verpachten. Oder aber Ackerland an irgendein auswärtiges Unternehmen mit bergbaulichen Interessen verkauft wird, ohne in angemessener Weise den Pächter zu informieren.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Isarland » Mi Mär 02, 2022 18:12

Enteignen die schwarzen Brüder.....
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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