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Verpachtung von Kirchenland

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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59 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Bauer Piepenbrink » So Jan 16, 2022 11:02

Nachdem dieses Thema hier im Ort Jahrzehnte überhaupt kein Problem war und alle Landwirte einen Teil des Kirchenlands bewirtschaften (zu fairen Pachtpreisen), gibt es zur Verlängerung der Pachtverträge jetzt richtig Ärger. Der Pastor und Kirchenvorstand wollten eine moderate Anpassung der Pachten, 10-20 %, was auch völlig in Ordnung ist. Der Kirchenkreisvorstand und das Landeskirchenamt spielen da aber plötzlich nicht mit und verweigern die Unterschriften zu den neuen Verträge. Sie verlangen eine Verdoppelung der jetzigen Preise! Der Kirchenvorstand vor Ort weigert sich aber so viel zu verlangen. Ein Brief von uns Landwirten an den Bischof und den führenden Kirchenleuten hat wohl sehr hohe Wellen geschlagen, anscheinend ist man dort von seinen Dornröschenschlaf aufgewacht und ist nun sauer, wie die kleinen Bäuerlein es wagen können, der Obrigkeit zu widersprechen. In dem Brief wurde nur ganz sachlich darauf hingewiesen, wie sich die Grundrente errechnet und wie wenig Geld man eigentlich mit dem Ackerbau auf diesen Flächen erwirtschaftet. Nun soll es zu weiteren Gesprächen kommen, aber es ist ganz klar, dass wir nicht soviel Geld bezahlen werden.
War jemand mal in einer ähnlichen Situation? Kann die Landeskirche einfach ohne die Zustimmung des Kirchenvorstandes vor Ort an auswärtige Bauern verpachten (bin mir sicher das sie genug finden werden)?
Aluhut Akbar !
Die Bundestagsabgeordneten sind nicht die Elite des deutschen Volkes, sondern dessen Vertreter. - Michael Glos
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon 4911 » So Jan 16, 2022 11:30

Die Kirchen haben offensichtlich auch höhere Kosten bei sinkenden Einnahmen. Verpachtete Agrarflächen in Kirchenbesitz waren lange Zeit relativ günstig. Bei sehr moderaten Pachtpreisen kann es da schon
mal zu einer Verdoppelung kommen. Natürlich soll man nicht nur die Kirche im Dorf lassen, sondern auch die Bewirtschafter der Kirchenflächen. Da kann mann auch über den Preis ein bischen Verhandeln.
Wenn es zu teuer wird, muss man halt einem Anderen den Vortritt lassen. Häuslebauer auf kirchlichen Erbpachtflächen triffts schon mal härter. Die müssen teilweise erhebliche Verteuerungen
in Kauf nehmen.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Isarland » So Jan 16, 2022 11:34

Wo ist deren soziale Verantwortung ? Wenn die nicht kompromissfähig sind.....alle komplett austreten aus dem Verein. Das Leben geht auch ohne die weiter.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Neo-LW » So Jan 16, 2022 11:38

Moin,

unsere Anfragen nach Anpachtung wurden abgelehnt.

Man hat im Kirchenvorstand (wo nur Landwirte sitzen) beschlossen,
nur an Vollerwerbslandwirte noch Kirchenland zu verpachten.

Ob das dann so mit dem Gleichheitsgrundsatz nach GG zu vereinbaren ist ?


Olli
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Botaniker » So Jan 16, 2022 11:41

Habe ich gemacht, seinerzeit. Ich bin raus aus dem Verein, durch den eingesparten Zwangsbeitrag habe ich den Verlust der paar qm Himmelblau (Acker-und Grünland) mehr als kompensiert.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Trecker-fahrer » So Jan 16, 2022 11:47

Warum sollte die Kirche ihr Land billiger verpachten als der übliche Marktpreis?
Der Pächter verkauft seinen Ackerertrag doch auch nicht billiger weil er vom Kirchenland kommt. Oder?
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon bauer hans » So Jan 16, 2022 11:50

4911 hat geschrieben:Die Häuslebauer auf kirchlichen Erbpachtflächen triffts schon mal härter. Die müssen teilweise erhebliche Verteuerungen
in Kauf nehmen.

die hatten aber auch eine erbpacht,die sowas von günstig war,dass selbst eine erhöhung von 500% noch geschenkt ist.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Fendt 308 ci » So Jan 16, 2022 11:53

Isarland hat geschrieben:Wo ist deren soziale Verantwortung ? Wenn die nicht kompromissfähig sind.....alle komplett austreten aus dem Verein. Das Leben geht auch ohne die weiter.


Nur die ärmsten Teufel wirtschaften auf Kirchenland!

Wer den Kinderschändern noch freiwillig die Steuer in den Rachen steckt, denen kann man sowieso nicht mehr helfen.

Ich bin zum Glück nicht auf die Gnade der Schwarzkittel bei Verpachtungen angewiesen.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Neo-LW » So Jan 16, 2022 11:55

Moin,

Trecker-fahrer hat geschrieben:Warum sollte die Kirche ihr Land billiger verpachten als der übliche Marktpreis?
Der Pächter verkauft seinen Ackerertrag doch auch nicht billiger weil er vom Kirchenland kommt. Oder?


Hier war Kirchenland immer billiger, wie frei verpachtetes Land.

Es gibt hier in der Gemeinde Landwirte, die mussten alles Land verkaufen,
um Kredite zu bedienen.
Die haben dann an die Kirche verkauft, und sofort zurückgepachtet.
Dann fiel der Deal nicht auf.


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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon 210ponys » So Jan 16, 2022 11:56

hier im Ort ist einer aus der Landwirtschaft Altersbedingt ausgeschieden die zu gepachtete Fläche von der Kirche würde gegen Gebot verpachtet. Die bestehenden Verträge sind alle sehr Moderat für heute für heutige Verhältnisse!
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon Frankenbauer » So Jan 16, 2022 12:28

Hier in Unterfranken ist die Kirche der Preistreiber bei den Pachten.
Funktioniert auch ganz einfach, der von Regensburg (Pfründepachtstelle) eingesetzte Mitarbeiter stammt aus einer ausgesprochenen Gunstregion mit Zuckerrüben, Biogas, Molkerei um die Ecke in der gute Pachten erzielt werden können, die Bonitäten sind aber auch mindestens doppelt so hoch. Der Knabe kam zur letzten Verpachtungsrunde und hat schon zu Beginn klar gemacht, wo er hin will. Nach Flurbereinigung, die auf Grund besserer Zuwegung und Zuschnitte im normalen Markt eine Verdoppelung aus gelöst hat wollte er das Fünffache. Örtliche Bieter stiegen unten mit ein, ab 300€ boten nur noch Auswärtige und ein Neueinsteiger, Erlöse zwischen 350€ im Überschwemmungsgebiet (vorher 100) bis 450€ in der oberen Flur (vorher 150).
Logischerweise nur noch ein örtlicher Pächter, seitdem wird Altpapier mit einem Autoanhänger gesammelt und bei der Renovierung des Pfarrhauses half halt auch niemand mit Schlepper.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon 4911 » So Jan 16, 2022 12:50

Früher wurde die Pachtverlängerung halt intern im Ort beschlossen (Pfarrer und Kirchenverwaltung), da gabs keine langen Diskussionen oder Ausschreibungen. Da sich die Pachten praktisch über Jahrzehnte nicht erhöhten, kümmert sich nun die Pfründepachtstelle selbst (um die Pachtverträge anzupassen). Die Preistreiberei hat aber die Kirche eher nicht begonnen.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon 240236 » So Jan 16, 2022 13:46

Isarland hat geschrieben:Wo ist deren soziale Verantwortung ?
Hat es die schon mal gegeben, bei der Kirche. Siehe Kreuzzüge, Mißbrauch und der gleichen. Die Kirche hatte Jahrhunderte das Glück, daß es eine fast rechtsfreie Zone war. Das Pech der Kirche: Diese Situation hat sich geändert.
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon grün&eckig » So Jan 16, 2022 16:04

@ Frankenbauer
Dann kam zu euch derselbe Mitarbeiter wie bei uns. :roll:
Aber, wegen einer vorzeitigen Betriebsaufgabe hat der örtliche Kirchenvorstand nach Gebot die betreffenden Flächen verpachtet. Dannach fragte mich der Kirchenpfleger, daß er nicht ahnte, wie hoch die Erlöse auf teilweise minderwertigen Fächen sind, aufgrund der gebotenen Summen. Kein Feldnachbar, kein Biogas, kein viehstarker Betrieb hat das höchste Gebot abgegeben.
Wir sind ab nächstes Jahr raus .
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Re: Verpachtung von Kirchenland

Beitragvon ChrisB » So Jan 16, 2022 16:18

Ich komme auch aus Unterfranken,
hier gibt es 2 Kirchengüter, aber nicht aus Regensburg :D
Kollege war an einer Verpachtung, vor kurzem, Mitbewerber,
ich war überrascht, die Pacht, für unsere Region, größere arrondierte Flächen,
war "Ortsüblich", nicht erhöht.
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