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Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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66 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon GeDe » Sa Jul 08, 2023 20:06

keinbauer hat geschrieben:Ich kann mich nach über 30 Jahren Feuerwehr nicht erinnern, wann es mal keine Telefonliste der Landwirte bei uns gab, und diese nicht mit gefüllten Fässern oder Bodenbearbeitungsgeräten bei Fuß standen. Heute braucht man dafür anscheinend irgendwelche "RedFarmer"-Aktionen, Feuerwehren überschlagen sich mit Pressemeldungen wie super sie sich doch neuerdings auf Flächenbrände vorbereiten und dabei sogar nagelneues Material einsetzen, was schon in der Nachkriegszeit Normbeladung deutscher Löschfahrzeuge war, Bauernverbände machen da auch munter mit... Auf dem Land hat Feuerwehr und Landwirtschaft eigentlich immer schon gut und oft miteinander zusammengearbeitet, ein paar Außenseiter auf beiden Seiten gabs natürlich hier und da auch schon immer. Jetzt überlegen sich offenbar einige, wie man das einfache komplizierter machen kann, damit es neu wirkt, meinetwegen, und drumherum wird eben weiter vernünftig zusammengearbeitet. Muss man alles nicht verstehen, aber das ist wohl so ein Modetrend.

So sieht's aus! :prost:
Die paar wenigen Güllefassbesitzer halten ihre Fässer startklar.
Auch ich kann mich noch an eine Übung vor über 30 Jahren erinnern, bei der mein Vater auch dabei war. Da waren Vakuumfässer mit 3000 bis 6000Ltr. der Standard.
Es gab kein Internet und kein Handy. Trotzdem stand nach kürzester Zeit eine stabile Wasserversorgung.
Gesaugt wurde aus dem Bach.
Zum verstopfen von Strahlrohren:
Es wird ja nicht zuviel verlangt sein das Güllefass zu reinigen bevor man Löschwasser tankt!? Einmal befüllen zum Spülen wird ja kein Problem sein. Aber da sieht man wieder seine "Schweinchen"...
Ich habe kein Fass mehr, das man in solchen Fällen gebrauchen könnte und bin auch selbst nicht bei der Feuerwehr. Dafür wissen 2-3 Leute bei dem Verein, daß sie bei mir das ganze Jahr alles mögliche holen können/dürfen wenn Bedarf ist.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Groaßraider » Sa Jul 08, 2023 20:21

@Südheidjer, der Welte ist doch auch in der Heide unterwegs oder?
_20230708_211441.JPG

Das ist Ausstattung pur....
Gruß R. M.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Südheidjer » Sa Jul 08, 2023 20:35

@Großraider, wenn ich mir das Bild ansehe, dann könnte das die Lüneburger Heide schon sein. Ich hab' so ein Gerät aber noch nie gesehen oder davon gehört. Sieht aber schlagkräftig aus.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Sönke Carstens » Sa Jul 08, 2023 20:39

langholzbauer hat geschrieben:Gerade im Thema Flächenbrandbekämpfung laufen die steigenden Anforderungen an die Gülleausbringung gerade völlig konträr zu schneller Hilfe durch die viehaltenden Landwirte.

Als noch mehrere 6-10m³ Vakuum-Tonnen mit Breitverteiler in jedem Dorf unterwegs waren, konnten diese aus jedem Bach/Weiher saugen und mit schräg gedrehten Pralteller selbst kleine Waldbrände an ausgebauten Rundwegen recht schnell eindämmen.
Bei Wassermangel hätten sie Gülle auf lw. Flächen zum löschen nehmen können. :wink:
Und heute?
Was steht denn noch einsatzbereit in den Dörfern?


Hier gibt es kaum noch Betriebe die ein eigenes Güllefass haben und wenn dann nur Tridem Fässer.
Aber ganz unabhängig davon ist es doch nicht die Aufgabe der Landwirte ein Feuer zu bekämpfen.

Wie werden denn anderswo die Landwirte entlohnt wenn sie bei einem Einsatz helfen?
Wer ersetzt dem Landwirten einen Schaden am Schlepper oder Gerät?
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Südheidjer » Sa Jul 08, 2023 21:31

Sönke Carstens hat geschrieben:Hier gibt es kaum noch Betriebe die ein eigenes Güllefass haben und wenn dann nur Tridem Fässer.

In solche Fässer passt doch ordentlich was rein.
Sönke Carstens hat geschrieben:Aber ganz unabhängig davon ist es doch nicht die Aufgabe der Landwirte ein Feuer zu bekämpfen.

Wie werden denn anderswo die Landwirte entlohnt wenn sie bei einem Einsatz helfen?
Wer ersetzt dem Landwirten einen Schaden am Schlepper oder Gerät?

Wenn es droht, daß dir, deinem Nachbarn, Freunden oder Kollegen der Arsch wegbrennt, dann siehst du das anders.
Ich hab' als Kind damals bei der Waldbrandkatastrophe 1975 auf gepackten Koffern gesessen, weil die Evakuierung drohte. Landwirte aus dem Nachbarort haben damals unserem Landwirt aus der Nachbarschaft geholfen, ihm die Äcker schwarz zu machen. Und zu der Zeit hatten man noch nicht die Pflüge mit den heutigen Breiten und der Schlepper hatte 40 PS. Normale Bürger aus dem Dorf haben Brandwache an den halbwegs abgelöschten Bereichen gemacht und wenn wieder Flammen hochkamen, dann wurde dem mit Schaufeln begegnet. Viele Leute haben freiwillig mitgeholfen, daß man dem Feuer Herr wird.

Was ist eigentlich der Lohn für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute, auf die wir uns verlassen können, wenn wir in Not sind? Klar, die können dafür große rote Autos fahren....das ist doch unbezahlbar, oder?
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon langholzbauer » Sa Jul 08, 2023 21:41

Sönke Carstens hat geschrieben:...
Hier gibt es kaum noch Betriebe die ein eigenes Güllefass haben und wenn dann nur Tridem Fässer.
Aber ganz unabhängig davon ist es doch nicht die Aufgabe der Landwirte ein Feuer zu bekämpfen.

Wie werden denn anderswo die Landwirte entlohnt wenn sie bei einem Einsatz helfen?
Wer ersetzt dem Landwirten einen Schaden am Schlepper oder Gerät?

Der Schadenersatz bei angeforderter Hilfeleistung ist gesetzlich gut geregelt.
Da müssen wir Landwirte nur aufpassen , dass wir nicht zu günstig ansetzen. :wink:
Es ist sicher nicht die Aufgabe der Landwirte allein ein Feuer zu bekämpfen.
Aber spätestens bei Flächen- oder Waldbränden liegt es in der Hand der Gemeinschaft , wie schnell diese eine weitere Ausbreitung verhindern kann.
Da lässt sich bei hoher Gefährdung oder auch zügiger Bekämpfung einiges der entstandenen Kosten über Versicherungen regenerieren.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Sönke Carstens » Sa Jul 08, 2023 21:47

Welcher Landwirt hat denn im Sommer einen Schlepper frei um evtl. Wasser zu fahren?
Die Schlepper sind alle beschäftigt und die Güllefässer fahren auch im Sommer meisten Gülle.

Sollte es mal wirklich ordentlich brennen würden die Landwirte bestimmt helfen, aber nicht bei jeder Kleinigkeit oder wenn das Objekt schon verloren ist.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Groaßraider » Sa Jul 08, 2023 21:50

Sönke Carstens hat geschrieben:.Wie werden denn anderswo die Landwirte entlohnt wenn sie bei einem Einsatz helfen? Wer ersetzt dem Landwirten einen Schaden am Schlepper oder Gerät?


Wenn dein Bauernhof brennt würde ich auch erst mal den Kontoauszug des großkotzigen Sönke checken. :lol:
Gruß R. M.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Sönke Carstens » Sa Jul 08, 2023 21:58

Wenn hier ein Bauernhof brennt dann ist der Weg, bis man eine vernünftige Wasserversorgung aufgebaut hat vergeht sehr viel Zeit.
Hydranten braucht man gar nicht suchen, da kommt vielleicht genug Wasser für eine Weidetränke.

Bis also ein Landwirt seine Gülletonne sauber gemacht hat und irgendwo eine geeignete Stelle gefunden hat wo er Wasser ansaugen kann ist der Hof schon weg.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon langholzbauer » Sa Jul 08, 2023 22:20

Wenn die Hütte oder auch nur der Schober brennt, dann spielt es keine Rolle, ob das Wasser sauber ist, so lange es in ausreichender Menge zum Feuer gefördert werden kann!!!
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Sönke Carstens » Sa Jul 08, 2023 22:31

Und dafür gibt es Tanklöschfahrzeuge.

Was sollen die Landwirte denn noch alles machen?
Löschwasser fahren, Schnee räumen, Keller auspumpen und festgefahrene PKWs oder LKWs bergen reicht wohl noch nicht.
Natürlich alles ohne Bezahlung, so läuft das halt im Kapitalismus.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon langholzbauer » Sa Jul 08, 2023 22:40

Nein!
Wir sollen und müssen da nichts machen.
Aber es gehört durchaus zur lw. Betriebsführung , im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen und eben diese Hilfe wenigstens auch von den Nachbarn und Kollegen zu erhoffen.
Das fällt unter Eigenverantwortung für Daseinsvorsorge.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Südheidjer » So Jul 09, 2023 0:06

Sönke Carstens hat geschrieben:Und dafür gibt es Tanklöschfahrzeuge.

Was sollen die Landwirte denn noch alles machen?
Löschwasser fahren, Schnee räumen, Keller auspumpen und festgefahrene PKWs oder LKWs bergen reicht wohl noch nicht.
Natürlich alles ohne Bezahlung, so läuft das halt im Kapitalismus.

Sönke, wenn du in einer waldreichen Gegend mit extrem hoher Waldbrandgefahr leben würdest, dann würdest du über das Thema anders denken. Hier in meiner Gegend hat jeder Landwirt irgendwo auch seine Forstflächen, ist also bei einem Waldbrand eventuell selber der Gekniffene. Das weiß jeder.
Und wenn dann im schlimmsten Fall wie z.B. 1992 Bergepanzer Brandschneisen ziehen, dann ist das so. Den "Schaden" regelt man dann später. Du hast sowas noch nicht erlebt, wenn die Hubschrauber Pendelverkehr machen und abwerfen, was geht. Dazu jeder Feuerwehrmann im Einsatz, der irgendwie noch kann.
Ich war damals 1992 am 2. oder 3. Tag am Sammelpunkt der Kräfte im Einsatzgebiet. Die Panzerfahrer fanden den ersten Tag wohl noch ganz nett....belebt den Alltag, Luke zu, mal richtig AK machen, aber als ich die da sah am 2. oder 3. Tag, den Kommandat auf seinem Turm im Gesicht schwarz wie ein Rabe und die Luft arsch-trocken, da will keiner mit den Einsatzkräften tauschen. Garantiert nicht!
Ich selber bin kein Feuerwehrmann, aber ich bin vor einigen Jahren Mitglied im örtlichen Förderverein der Feuerwehr geworden. Ich hoffe, daß die örtliche freiwillige Feuerwehr durch meinen (freiwilligen) Jahresbeitrag sich Wünsche erfüllen kann, die sie für sinnvoll halten. Und Bedarf dafür ist immer da. Ich glaube bei uns fließt das Geld hauptsächlich in die Nachwuchsarbeit, also Ausrüstung für die "Kleinen", Fahrt zu Wettkämpfen und so weiter. Ein paar dieser jungen Leute werden in der Feuerwehr ihr Leben lang hängen bleiben....und stehen mir dann in ihrer aktiven Zeit zur Verfügung, wenn ich in Not bin.

Und unser Pächter hat mich letztes Jahr auch einige Male bei den Sturmschäden ungefragt unterstützt. Ich hab' dann mal die Beiträge für den Beregnungsverband nicht durchgereicht...eine Hand wäscht die andere. Geredet haben wir da gar nicht drüber. Und ich weiß, daß ich ihn anrufen kann, falls ich mal mit meiner Karre steckenbleiben sollte. Der kommt, wenn er es einrichten kann. Und wenn dabei der Aufwand groß ist und die Stunden dahingehen, dann würde ich ihm auch ein paar Euros in die Hand drücken. Der lebt auch nicht von Luft und Liebe.

Das Leben ist ein Geben und Nehmen.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon bfg 4006 » So Jul 09, 2023 9:17

Hallo Südheidjer !

Danke für Deinen Beitrag !

Ganz meiner Meinung !

lg bfg

Ps : ein alter Wahlspruch der Feuerwehren lautet : Gott zur Ehr- dem Nächsten zur Wehr
Zuletzt geändert von bfg 4006 am So Jul 09, 2023 10:26, insgesamt 1-mal geändert.
Do watt du wullt, de Lüüd schnackt doch.....
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon 038Magnum » So Jul 09, 2023 10:08

langholzbauer hat geschrieben:Wenn die Hütte oder auch nur der Schober brennt, dann spielt es keine Rolle, ob das Wasser sauber ist, so lange es in ausreichender Menge zum Feuer gefördert werden kann!!!


Die Aussage ist leider nicht korrekt. Wenn ich als Einsatzleiter bzw. Verantwortlicher Leute im Einsatz habe (und im Gefahrenbereich), kann ich kein dreckiges Wasser gebrauchen! Wenn das Strahlrohr im entscheidenden Moment verstopft oder eine Pumpe, dann ist das mehr als ungünstig.

In meinem Verantwortungsbereich kommen Güllefässer nur da zum Einsatz, wo sie unabhängig von der Feuerwehrtechnik zum Einsatz kommen können oder der Besitzer ein Kamerad ist, der das Fass entsprechend gespült hat und sich der Problematik bewusst ist.



Besten Gruß
"Die Gedenktafel für die Zweiten hängt unten in der Damentoilette."
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