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Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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66 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon langholzbauer » So Jul 09, 2023 10:41

Das hatte ich auch so ähnlich gemeint.
Die Feuerwehrtechnik soll einsatzsicher bleiben.
Aber wenn eine Scheune oder ein Feld brennt, dann ist zusätzliches Wasser immer willkommen. Auch wenn es nur die Umgebung vor Funkenflug schützt.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon U406MZ » So Jul 09, 2023 11:30

Hier wird bei jeglichen Neubauvorhaben penibel auf ausreichende Löschwasserversorgung geachtet. Gerade im Außenbereich ist die vielerorts sehr dünn. In Ortslagen unter 10 Haushalten kann die Gemeinde / Stadt die Vorhaltepflicht auf den Bauherren abwälzen. Dies führt dazu das hier massenhaft Tanks verbuddelt werden oder alte Güllegruben umgerüstet werden, muss alles nach DIN sein.

Übrigens fördert hier das Land bzw. Wald und Holz NRW den Neubau auch von privaten Löschteichen. Die haben nach den vielem Waldbränden da ein großes Interesse dran. Ob das im Zusammenhang mit einem Neubau steht ist denen egal.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Alla gut » So Jul 09, 2023 15:03

U406MZ hat geschrieben:Hier wird bei jeglichen Neubauvorhaben penibel auf ausreichende Löschwasserversorgung geachtet. Gerade im Außenbereich ist die vielerorts sehr dünn. In Ortslagen unter 10 Haushalten kann die Gemeinde / Stadt die Vorhaltepflicht auf den Bauherren abwälzen. Dies führt dazu das hier massenhaft Tanks verbuddelt werden oder alte Güllegruben umgerüstet werden, muss alles nach DIN sein.

Übrigens fördert hier das Land bzw. Wald und Holz NRW den Neubau auch von privaten Löschteichen. Die haben nach den vielem Waldbränden da ein großes Interesse dran. Ob das im Zusammenhang mit einem Neubau steht ist denen egal.


DIN ist ja normalerweise in ganz D die selbe .
Wie heißt die DIN ?
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Frankenbauer » So Jul 09, 2023 20:58

Einige Antworten gehn schon wieder in eine Richtung, dass ich k... könnte.
Ich bin für die Wiedereinführung der Brandschutzpflicht, die bestand damals zwar nur darin, dass ein Haushalt erst gegründet werden durfte, wenn zwei Ledereimer vorhanden waren, aber jeder wusste Bescheid, dass er helfen musste. Auch die Feuerschutzabgabe gehört wieder eingeführt, damals hatten viele wenigsten noch Basiswissen über die Feuerwehr.
Hier im Ort ists so, dass die mit den grössten Gefahren das ganze Jahr über die Feuerwehr nörgeln, wenn aber das Wasser kommt betteln die zuerst um Hilfe. Wir sind eine Gemeinde im Flußtal und haben mehr Wasser- oder Baumeinsätze als im Feuer.
Schäden, die NACH Anforderung des Einsatzleiters entstehen sind erst mal über die Versicherung der Gemeinde gedeckt und werden jedenfalls bei uns sehr kulant geregelt.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon U406MZ » Mo Jul 10, 2023 10:45

Alla gut hat geschrieben:
U406MZ hat geschrieben:Hier wird bei jeglichen Neubauvorhaben penibel auf ausreichende Löschwasserversorgung geachtet. Gerade im Außenbereich ist die vielerorts sehr dünn. In Ortslagen unter 10 Haushalten kann die Gemeinde / Stadt die Vorhaltepflicht auf den Bauherren abwälzen. Dies führt dazu das hier massenhaft Tanks verbuddelt werden oder alte Güllegruben umgerüstet werden, muss alles nach DIN sein.

Übrigens fördert hier das Land bzw. Wald und Holz NRW den Neubau auch von privaten Löschteichen. Die haben nach den vielem Waldbränden da ein großes Interesse dran. Ob das im Zusammenhang mit einem Neubau steht ist denen egal.


DIN ist ja normalerweise in ganz D die selbe .
Wie heißt die DIN ?



Erforderliche Löschwassermenge nach DVGW Arbeitsblatt 405
Ich
https://www.feuerwehrverband.de/app/upl ... orgung.pdf

und Ausführung der Entnahmestelle aus Behälter, Teich, usw nach DIN 14210

@ Werner
Bin ganz deiner Meinung. In unserer heutigen „Dienstleistungsgesellschaft“ in der man vom Staat erwartet für alles zu sorgen ist vielen das Bewusstsein verloren gegangen das der überwiegende Teil das freiwillig und ehrenamtlich macht. Zum Glück ist das bei uns am Dorf auch ein Teil der guten Nachbarschaft, die Züge in der Stadt haben es deutlich schwerer Nachwuchs zu gewinnen.
Ich jedenfalls bin froh das ich mich auf meine Kameraden immer verlassen kann, in jeglicher Hinsicht hilft man sich.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon 038Magnum » Mo Jul 10, 2023 11:34

U406MZ hat geschrieben:
Alla gut hat geschrieben:
U406MZ hat geschrieben:Hier wird bei jeglichen Neubauvorhaben penibel auf ausreichende Löschwasserversorgung geachtet. Gerade im Außenbereich ist die vielerorts sehr dünn. In Ortslagen unter 10 Haushalten kann die Gemeinde / Stadt die Vorhaltepflicht auf den Bauherren abwälzen. Dies führt dazu das hier massenhaft Tanks verbuddelt werden oder alte Güllegruben umgerüstet werden, muss alles nach DIN sein.


DIN ist ja normalerweise in ganz D die selbe .
Wie heißt die DIN ?



Erforderliche Löschwassermenge nach DVGW Arbeitsblatt 405
Ich
https://www.feuerwehrverband.de/app/upl ... orgung.pdf

und Ausführung der Entnahmestelle aus Behälter, Teich, usw nach DIN 14210


Servus,

Die Fachempfehlung vom Verband ist lediglich eine Empfehlung, dies hat in keiner Weise etwas mit einer Norm zu tun. Ebenso trifft diese nicht auf Privatpersonen zu. Im Rahmen der Baugenehmigung muss die Kommune hierfür Sorge tragen bzw. entsprechend genehmigen oder eben nicht (ist in der HBO und über Verweise im HBKG geregelt). Gewerbetreibende können zum Bau von Anlagen zur Löschwasserbevorratung "gezwungen" werden.

Genormt sind hier lediglich die Ausführungen. Ein Umbau einer bestehenden Güllegrube zu einer normgerechten Entnahmestelle (bzw. Reservoir mit Wasserkategorie <4) ist finanziell gesehen ein Disaster. Das habe ich hier selber durch. Ein kompletter Neubau ist wesentlich günstiger zu realisieren.

Besten Gruß
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon U406MZ » Mo Jul 10, 2023 13:16

Bei uns hier im Märkischen Kreis orientiert man sich hieran seitens der Bauaufsicht bzw. Genehmigungsbehörde sehr streng. Dies trifft jegliche Vorhaben im Aussenbereich bzw. dort wo die Versorgung entsprechend schlecht ist. Insbesondere sind auch Privatpersonen betroffen die Umbauten oder Nutzungsänderungen vornehmen wollen.


§3 BHKG NRW
(2) Die Gemeinden treffen Maßnahmen zur Verhütung von Bränden. Sie stellen eine den örtlichen Verhältnissen angemessene Löschwasserversorgung sicher. Stellt die Bauaufsichtsbehörde auf der Grundlage einer Stellungnahme der zuständigen Brandschutzdienststelle fest, dass im Einzelfall wegen einer erhöhten Brandlast oder Brandgefährdung eine besondere Löschwasserversorgung und -rückhaltung erforderlich ist, hat hierfür die Eigentümerin oder der Eigentümer, die Besitzerin oder der Besitzer oder ein sonstiger Nutzungsberechtigter Sorge zu tragen.


https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_an ... 4160758031

Als angemessen gelten in dem Zusammenhang die Werte aus dem genannten Arbeitsblatt.

Dies kommt sicherlich auch immer auf die Genehmigungsbehörde an. Hier ist man da meiner Meinung nach extrem penibel.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon 038Magnum » Mo Jul 10, 2023 13:36

U406MZ hat geschrieben:Hier ist man da meiner Meinung nach extrem penibel.


Da würde ich dir spontan zustimmen ;-)
Aber das zeigt auch wieder, wie länderspezifisch so etwas gehandhabt werden kann.

Sind dir Fälle bekannt, wo Privatpersonen davon betroffen waren?

Besten Gruß
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon U406MZ » Mo Jul 10, 2023 14:08

Mehrere privat Bekannte im direkten Umkreis. Hauptsächlich geht es da um die Einrichtung neuer Wohnungen bzw Umbauten in alten Bauernhäusern.

Weiterhin dann typische Erweiterungen Landwirtschaftlicher Betriebe, so auch bei mir. Ich muss nun letztendlich 48 cbm vorhalten in Form von Tank, Teich oder Löschwasserbrunnen. Das ist die Differenz aus dem was über den Hydranten kommt (von den Stadtwerke mir bescheinigt wird) und was ich nach obigem Arbeitsblatt vorhalten muss. Auflage aus der Baugrnehmigung
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon 038Magnum » Mo Jul 10, 2023 15:45

Servus,

Das ist schon nicht ohne. Wie gesagt, Privatpersonen sind hier von diesen Regelungen komplett ausgenommen (die Fachempfehlung richtet sich ja auch nur an Kommunen und Wasserversorger).

Landwirtschaftliche Betriebe und Firmen werden separat bewertet.

Wobei auch hier festzustellen ist, dass die Leitungsnetze marode sind und kaputtgespart wurden.

Mal sehen, was die Zukunft noch bringt.

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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Florian1980 » Mi Jul 12, 2023 20:26

Gestern hatten wir einige Flächenbrände zu handeln:

Bild

Bild

Bild

An meiner Einsatzstelle drohte der Flächenbrand auf eine Kleingartensiedlung überzugreifen, Gasflaschen sind explodiert, einige Tauben mussten ihe Leben lassen . Wir konnten die Lage halten, da sie direkt am Stadtrand war und wie wie gewohnt über Hydranten eine Wasserversorgung hatten. Trotzdem mussten wir durch drehenden Wind etwas Material opfern, ein Kamerad hat zu viel Rauch eingeatmet und musste ins Krankenhaus. Die Nachbarwehr muss ihren MTW wohl restaurieren lassen, da dieser etwas warm wurde. An zwei weiteren Einsatzstellen wurden über Wechselladerfahrzeuge der Feuerwehr und Fässer von Landwirten die Wasserversorgung sichergestellt.

Die Zusammenarbeit einer Berufsfeuerwehr mit einer sehr guten Organisation, ca. 150 ehrenamtlichen Einsatzkräften und den Landwirten hat perfekt funktioniert.
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Südheidjer » Mi Jul 12, 2023 20:31

Betrifft jetzt nicht die Vorsorge, sondern eher die Nachsorge. Letzte Nacht brannte ein Stapel Holzstämme und das Feuer drohte auf den Wald überzugreifen. Vorher haben aber die Feuerwehren das Feuer in den Griff bekommen. Löschwasser mußte im Pendelverkehr gebracht werden bzw. es wurde etwas später über 1000 Meter eine Schlauchleitung gelegt.

Anschließend kam ein Regner-System zum Einsatz, so daß man die Brandwache mit wenig Personal durchführen konnte.

https://www.celleheute.de/post/nachl%C3%B6scharbeiten-in-spechtshorn-dauern-weiter-an

und

https://www.cz.de/celler-land/lachendorf/grosseinsatz-feuerwehr-bekaempft-brand-bei-spechtshorn
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon County654 » Mi Jul 12, 2023 21:36

Seit heute Nachmittag reist in unserem Drescher ein 20 l Löschrucksak mit.
So ein Teil sollte auch bei Pressen mitgeführt werden.
Ich denke mit 20 l Wasser in dem Rucksack kann man ein Ausbreiten von Flammen nach einem Maschinenbrand verhindern.
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Noudels » Do Jul 13, 2023 5:10

Sönke Carstens hat geschrieben:Und dafür gibt es Tanklöschfahrzeuge.

Was sollen die Landwirte denn noch alles machen?
Löschwasser fahren, Schnee räumen, Keller auspumpen und festgefahrene PKWs oder LKWs bergen reicht wohl noch nicht.
Natürlich alles ohne Bezahlung, so läuft das halt im Kapitalismus.



Und die nicht Landwirte müssen wegschauen wenn die Führen überladen oder zu Breit sind. Das jeder Lkw in der Gewichtsklasse Maut zahlen muss / und dürfen das ganze große Spielzeug über die Subventionen auch noch mitfinanzieren.
Sollte.man da die Bevölkerung fragen ob's lieber rote als grüne Fahrzeuge zahlen wollen ?

Wenn jeder genau nur seinen Blickwinkel sehen will / dann wird's schnell einsam

Das mit den löschteichen ist eine gute Idee aber in Zeiten der Wasserknappheit ist das auch überschaubar.

Bei einem waldbrand hier zeigte sich das die Pendelverkehr Sache gut ging - aber irgendwann war das Wassernetz hinterm hydranten am Limit.
Die Versorgung aus privaten Pools wurde durch deren Besitzer sogar angeboten - nur musste jeder Pool bezüglich Zufahrt und allem besichtigt werden - der Aufwand des koordinierens war gewaltig.

Und der 2 Punkt war das motivieren der Mannschaft nach einer Woche wache und immer wieder Einsatz - dann auch bei so Sönke Carstens Typen nicht nur halbherzig zuzugreifen.
Da kommen plötzlich Themen auf die offenbar zwischen Vorgenerationen gelaufen waren ...
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Re: Vorsorge Waldbrand/Flächenbrand

Beitragvon Fendtfreak » Sa Jul 15, 2023 18:48

Viele Bauunternehmen setzen alte Milchtanker zum Wassertransport zu den Baustellen ein.

Es gibt Firmen, die bieten ausrangierte Flüssiggas- oder Tankstellentanks, natürlich gereinigt an, um diese als Löschwasserbunker einzubuddeln. In Heidelandschaften wird das oft praktiziert.
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