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Was haltet ihr von Gewerkschaften?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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56 Beiträge • Seite 1 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Was haltet ihr von Gewerkschaften?

Beitragvon dfm770 » So Okt 19, 2008 10:42

Hallo Zusammen,

meine Freundin hat vor kurzem mit ihrer Ausbildung begonnen und ist kurz darauf in die Gewerkschaft Verdi eingetreten und wir haben uns deswegen ganz schön in die Wolle gekriegt.

Grund sind da unsere grundsätzlich verschiedene Auffassungen:
Wir alle sehen im Moment, was auf den Märkten los ist, wir alle müssen unser Geld beieinander halten und zusehen, dass wir mehr oder weniger gut über die Runden kommen. In der Landwirtschaft geht damit auch meist betriebliches Wachstum einher. Nur selten wird für zusätzliche Fläche zusätzliches Personal eingestellt, der Arbeitsplatz des vorhergehenden Bewirtschafters geht meist verloren.
Im Prinzip ist das in der Wirtschaft nicht anders, hier werden nun auch mal notgedrungen Standorte geschlossen oder Stellen abgebaut.
Das geschieht wohl auch wegen gesunder Aktienkurse, aber hauptsächlich, um das Unternehmen und damit auch die übrigen Arbeitsplätze zu erhalten.

Sie sieht sich aber als Arbeitnehmerin, die ständig um ihren Arbeitsplatz und Geld bangen muss, was beides durch den Arbeitgeber bedroht wird.
In meinen Augen hat sie aber einen guten Job, ein recht Gutes Einkommen, in ihr wird in Form von Weiterbildung investiert.

Verdi ging ziemlich direkt vor, um neue Mitglieder zu werben. Einer Infoveranstaltung folgt direkt die Einladung zur Mitgliedschaft gegen einen Beitrag von 1% des Brutto-Einkommens. Allein dieses Vorgehen, junge Menschen, noch ein bisschen "grün" hinter den Ohren, auf ihre Seite / deren Geld aus der Tasche zu ziehen, verärgerte mich enorm.

Mittlerweile hat sie an einen 2tägigen Verdi-Seminar teilgenommen, in der ihr und allen anderen neuen Azubis erläutert wurde, wie Arbeitgeber Arbeitnehmer ohne Gewerkschaften ausbeuten würden und nur auf Gewinn um jeden Preis aus seien.

Wir haben heftig miteinander diskutiert, sie verglich die Gewerkschaft mit dem Bauernverein, in dem ich bin und lies sich nicht beirren. Ihr Verwandten- und Freundeskreis findet im Großen und Ganzen gut, was sie da macht. Ich stehe mit meiner Meinung ziemlich alleine da.

Da diese ganzen Diskussionen außer schlechter Stimmung nichts gebracht hatten, versuchte ich mit Gewerkschaften im Allgemeinen und Verdi im Besonderen auseinanderzusetzen und ihre Handlungen zu verstehen und vielleicht sogar zu akzeptieren.
Aber was auch immer ich fand, es "fühlte" sich in meinen Augen falsch an.

Was haltet ihr von Gewerkschaften?

Im unseren Ortsbauernverein kam das Thema vor langer Zeit auch kurz auf. Ein Mitglied fand es gut, dass sein Sohn in die Gewerkschaft eingetreten ist und beschrieb es ungefähr so, das der kleine Mann sich immer gegen einen vermeintlich stärkeren organisieren müsse. Ein anderes Mitglied konterte dagegen mit den wirtschaflichen Gefahren von Gewerkschaften.

Kann man Gewerkschaften überhaupt mit dem Bauernverein vergleichen?
Verfolgen nicht beide Organisationen vergleichbare Ziele für ihre Mitglieder? Sind aber nicht die Mitglieder gerade das genaue Gegenteil? Und wen gegenüber setzt der Bauernverein seine Ziele durch?

Was ist mit dem Verhalten von Gewerkschaften untereinander? Die IG-Metall muss beispielsweise versucht haben, andere Gewerkschaften aus dem Metallbereich per Gericht entweder sich einzuverleiben oder aber zu verbieten. Stellt das nicht das ganze Dasein der Gewerkschaften schon in Frage?

Brauchen gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer tatsächlich höhere Löhne / Gehälter und geringere Arbeitszeiten?
In der Regel sind die Mitarbeiter großer Unternehmen in Gewerkschaften. Aber große Unternehmen bieten in der Regel schon recht günstige Arbeitsbedingungen und relaitv hohe Gehälter.
Ist das nun, wenn solche Arbeitnehmer streiken, überhaupt moralisch zu rechtfertigen, wenn es andererseits Arbeitnehmer gibt, die ein wesentlich schlechteres Einkommen oder schlimmere Arbeitsbedingungen haben? Und was ist im Vergleich dazu mit Selbständigen - sei es Landwirtschaft, Dienstleistung oder Handwerk - bei denen selbst solche Sachen wie eine geregelte Arbeitszeit und ein gesichertes Einkommen eben nicht selbstverständlich sind?

Kann eine Gewerkschaft wie Verdi überhaupt glaubhaft auftreten, wenn sie selbst, wie jedes andere Unternehmen auch, sich den "wirtschaftlichen Gegebenheiten" anpasst und die Anzahl der Beschäftigten (auch Gewerkschaften sind Unternehmen) drastisch reduziert?

Ist es ein Unterschied, ob ich mit Massen meiner Kollegen die Arbeit niederlege, oder ob ich alleine meinen Arbeitgeber mit dem Verlassen der Firma drohe, um ein höheres Gehalt zu erzielen?

Es es überhaupt berechtigt, mehr Lohn zu fordern, wenn man umgekehrt nicht mehr leistet?

Betrügen die Gewerkschaften ihre Mitglieder nicht, indem sie ihnen höhere Löhne versprechen, dadurch aber die Inflation antreiben, und dann unser aller Geld am Ende weniger Wert ist? Schließlich ist das wie die Frage, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war: Zuerst die hohen Preise oder die höheren finanziellen Mittel?

Schaden Gewerkschaften durch mögliche Streiks und Gehaltsforderungen den Wirtschaftsstandort Deutschland oder stellen Tarifverträge zufriedene und leistungsbereite Arbeitnehmer bereit und sorgt die damit einhergehende Friedenspflicht für kalkulierbare Risiken für Unternehmer?
Und wie passen Gewerkschaften in eine globalisierte Welt, in der viele Standardteile in Billiglohnländer produziert werden / werden können, ohne das Rücksicht auf die dortigen Arbeitnehmer oder Umwelt genommen wird?

Hetzen Gewerkschaften Arbeitnehmer gegen deren Arbeitgeber auf oder sind Tonart und Vorgehensweise gerechtfertig? Schadet eine Gewerkschaft dem Betriebsklima oder gefährdet sie sogar Arbeitsplätze?

Sind Wortwahl und Methoden der Gewerkschaften überhaupt politisch vertretbar? So ist immer die Rede vom Arbeitskampf und man könne einen Tarifvertrag nicht erhandeln, man müsse ihn erkämpfen. Ebenso die Art der Stimmungsmache, in denen man Massen von Arbeitnehmern sagt, was sie hören wollen und ihnen die passenden Worte in den Mund legt, die dann wie von einen Mann bei Demonstrationen mit Bannern und Plakaten lauthals vorgetragen werden?

Es gibt einige Punkte, die ganz klar für eine Gewerkschaft oder auch einen Betriebsrat sprechen. Sei es einfach ein neutraler Ansprechpartner der Fragen beantworten oder auch Probleme lösen kann sowie die schon oben genannte Friedenspflicht.

Trotzdem bin ich zu sehr Unternehmer, als dass ich eine Gewerkschaft in meinen Unternehmen haben wollte: Mit welchen Recht dürften Leute, die ich bezahle, die keine unternehmerischen Risiken tragen all das gefährden, was ich und unter Umständen meine Vorgänger-Generationen aufgebaut haben?

Ich hoffe auf eine angeregte, sachliche Diskussion.
Noch bin ich völlig unentschlossen, auf welcher Seite ich "Position beziehen" soll.
dfm770
 
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Beitragvon dummbax » So Okt 19, 2008 11:01

Hallo,
das ist nun ein ziemlich einseitiger Blickwinkel den Du da hast.
Allein die Tatsache das sich Arbeitgeber in Organisationen vereinigen bedeutet doch das auch Arbeitnehmer sich vereinigen sollen, besser müssen.
Wenn Du alle Gewerkschaftlichen Vorteile hier herausgestellt haben möchtest würde es das Forum sprengen.
Siehe allein die Vorteile welche Gewerkschaften gegenüber den gesetzlichen Leistungen, Urlaub, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld usw. herausgehandelt haben.
Lohnfragen z.B. sind immer Machtfragen. Nur wer Macht hat kann auch fordern. Die gewerkschaftlichen Forderungen sind immer Forderungen welche sich an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage orientieren.
Wer an tariflichen Forderungen teilnehmen will ohne Miotglied einer Gewerkschaft zu sein, ist ein Trittbrettfahrer.
Gruß Peter
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Beitragvon hans g » So Okt 19, 2008 11:07

wenn der bauerverband mal nur ansatzweise wie die gewerkschaften auftreten und verhandeln würde----ja dann würden wir was bewegen.
aber es sind die strukturen wie immer---die leute,die was erreicht haben,verharren in ihrer position---aaaaber bewegen nix :cry:
ich bin ausgetreten.
hans g
 
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Beitragvon SHierling » So Okt 19, 2008 11:20

Trotzdem bin ich zu sehr Unternehmer, als dass ich eine Gewerkschaft in meinen Unternehmen haben wollte: Mit welchen Recht dürften Leute, die ich bezahle, die keine unternehmerischen Risiken tragen all das gefährden, was ich und unter Umständen meine Vorgänger-Generationen aufgebaut haben?

(Also mal abgesehen von der Frage, mit welchem Recht Du Dich überhaupt am Gut Deiner Vorfahren bereichern darfst):

Weder Du NOCH Deine Vorfahren hätte irgendein Unternehmen OHNE die Hilfe von Arbeitnehmern aufbauen können, und gerade in der Landwirtschaft zehren doch die fetten Erben heute noch von den Leistungen von ZIG Tagelöhnern, Handlangern und Landarbeitern!

Krass ausgedrückt: Wer mehr haben oder schaffen will, als er alleine leisten kann, der hat gefälligst auch dafür Sorge zu tragen, daß diejenigen, ohne deren Hilfe er zu gar nichts gekommen wäre, den selben (!) Anteil an der gemeinschaftlich erbrachten Leistung haben wie er selber. Und das das heute nicht so ist, beruht einzig darauf, daß zum Beispiel ganze Unternehmen vererbt werden, die so und in dem Maße sich kein Einzelner hätte schaffen können.
Kannst Du zurückverfolgen solange Du willst, ist immer das selbe, ob nun im Feudalismus oder zB auch nach dem vorigen Weltkrieg bei der Währungsreform: der eine hat 40.- DM bekommen und sonst nix, und der andere 40.- und "seine" Firma. Vor solchem Hintergrund noch irgendwelche Sprüche zu Klopfen "mit welchem Recht" das so ist, ist ja wohl nicht Dein Ernst! Sei mal dankbar, daß es "nur" Gewerkschaften gibt und nicht mehr Leute auf die Idee kommen, ihre Leistung und ihren Anteil an der Schaffung eines BSP auch gerecht verteilt sehen zu wollen.
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Beitragvon voro » So Okt 19, 2008 11:30

SHierling hat geschrieben: Wer mehr haben oder schaffen will, als er alleine leisten kann, der hat gefälligst auch dafür Sorge zu tragen, daß diejenigen, ohne deren Hilfe er zu gar nichts gekommen wäre, den selben (!) Anteil an der gemeinschaftlich erbrachten Leistung haben wie er selber.

Und das das heute nicht so ist, beruht einzig darauf, daß zum Beispiel ganze Unternehmen vererbt werden, die so und in dem Maße sich kein Einzelner hätte schaffen können.


Du sagtst es doch hier schon selbst: vererbt.

Natürlich müssen Arbeitnehmer gerecht entlohnt werden, keine Frage.
Nur: da der Betriebsleiter in aller Regel a) kompetenter ist und b) ein nicht unerhebliches Risiko trägt, muss dessen entlohnung etwas besser sein.

Ausserdem darfst du die Kapitalkosten nicht ausser Acht lassen.
Die Werte der "geerben Betriebe" werden vom Betriebsleiter eingebracht und ermöglichen es erst, zu wirtschaften.
Diese Werte müssen auch zwingend eine Kapitalentlohnung erfahren - ein Umstand der heute in vielen Bereichen schon nicht mehr da ist!

Da fährt ein Angestellter, der nichts in den Betrieb hineingesteckt hat als seine blosse Arbeitskraft doch sehr viel besser, als ein Unternehmer, dessen Arbeitskraft oft sehr viel schlechter entlohnt wird, wenn man Risiko und Kapitalkosten in Ansatz bringt.

Anders ausgedrückt:
Wenn der Unternehmer nicht so sozial wäre, und den Betrieb weiter führt, so dass alle davon parizipieren können - hätte keiner etwas davon. Schliesslich könnte er den Laden auch verkaufen und bequem von den Kapitaleinkünften leben.
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Beitragvon SHierling » So Okt 19, 2008 13:31

Voro: definier mal den angemessenen Lohn für "Risiko" bitte,

wenns geht unter Berücksichtigung von AGs, GmbHs oder GmbH&Co KG ;)

Und wenns dann noch geht, unter Berücksichtigung der "notleidenden Banken" ....

Oder denk eiinfach mal ein paar Jahre weiter - dann gehört die Welt einer Handvoll Unternehmern, die aufgrund technischen Fortschrittes keine Arbeitnehmer mehr brauchen. Meinst Du wirklich, DAS ist ein langfristig tragbares Konzept für Gesellschaft?
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Beitragvon Rapid300 » So Okt 19, 2008 13:59

hi dfm,

deine einstellung zu gewerkschaften ist sehr einseitig du hast viele angebliche nachteile aufgeführt, aber nicht die vorteile besser beleuctet wie z.b betriebsrat was du selbst geschrieben hast

der asubildungsbeitrag ist sehr gering bei 1% , auch wenn du meinst das sie in einer guten firma ist kann es mal zu problemem kommen und man kann rechtlich vertreten werden durch die gewerkschaften

nicht nur verdi geht an die auszubildenden ran das machen alle, dient einerseits zum nachwuchs und andererseits das sie gleich wissen wer sie mal berät wenn es brenzlig wird

gerade in der heutigen zeit muß man sich als arbeitnehmer vertreten fühlen, man sieht ja das einige firmen schnell den bach runter gehen können nur weil so ein paar blöde heinis ihre finazen nicht i. o haben , dem kleinen mann geht es sofort an den kragen dann

weiterhin bieten automatisch mit der mitgliedschaft die gerwerkschaften ferinehäuser und hotels an, sowie eine freizeitunfallversicherung und eine sterbegeld versicherung, dies ist alles in den 1 % drinn

und wenn man keine arbeit hat kann man weiterhin für 5 euro / monat mitglied sein

die milchviehleute haben ihre gewerkschaft ( BDM )
die Landwirte ihren dbv bzw landvolk
wieso darf eigentlich der arbeitnehmer dann nicht eine vertreteung seiner person haben ?
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Beitragvon H.B. » So Okt 19, 2008 16:00

Im Grunde Sorgen die Gewerkaschaften dafür, daß uns die Wirtschaft ein paar Jahre früher um die Ohren fliegt, als sie es durch die Bankenkrise tun würde.
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Beitragvon dummbax » So Okt 19, 2008 16:09

Mehr dumme Aussagen in weniger Worte zu fassen,
dürfte schwer bis unmöglich werden
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Beitragvon Rapid300 » So Okt 19, 2008 16:18

H.B. hat geschrieben:Im Grunde Sorgen die Gewerkaschaften dafür, daß uns die Wirtschaft ein paar Jahre früher um die Ohren fliegt, als sie es durch die Bankenkrise tun würde.



kannst du das bitte mal näher erklären?
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Beitragvon voro » So Okt 19, 2008 16:34

SHierling hat geschrieben:Voro: definier mal den angemessenen Lohn für "Risiko" bitte,

wenns geht unter Berücksichtigung von AGs, GmbHs oder GmbH&Co KG ;)


Da frag doch am besten mal bei Versicherungskaufleuten nach ... die machen sowas professionell ...
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Beitragvon Komatsu » So Okt 19, 2008 18:07

Es gibt Firmen in denen muss man in die Gewerkschaft gehen und da geht man in die Gewerkschaft rein. Ich war auch Mitglied in der IG Bergbau und Energie. In diesen Firmen kommt es nicht drauf an was Du gearbeitet hast, sondern als Nichtmitglied bist du auch für die Geschäftsleitung Kanonenfutter, wenn mal eng wird. Dann bist du nur noch ein einfachstzuentsorgendes Element.
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Beitragvon holzjackl » So Okt 19, 2008 18:32

Servus,

Wenn sich Mitarbeiter deutscher Automobilbauer bei einer 25Std. Woche mit einem Durchschnittsbrutto von ca. 4000€- 4500€ mit einem 13+14 Monatsgehalt+vollem Weihnachtsgeld, für nächstes Jahr 8-10% auf die Fahnen schreiben, hab ich kein Verständniss mehr dafür!!!!

MfG
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Beitragvon H.B. » So Okt 19, 2008 18:36

dummbax, scheinbar machst du deinem Nick alle Ehre.


Rapid300 hat geschrieben:kannst du das bitte mal näher erklären?

Das ist einem Arbeitnehmer nicht erklärbar. Aber im Grunde wandert jede Gewerkschaftsforderung direkt in die Staatskasse, weil die dadurch ausgelöste Teuerung die Kaufkraft im Inland reduziert.

So ist jede Gewerkschaft gezwungen, für seine Sparte mind. die selbe Forderung zu stellen, was im Realeinkommen wieder eine Nullrunde bedeutet, nur daß wir bei gestiegenen Lohnnebenkosten im Exportgeschäft geschwächt herausgehen. So können wir die Sozialkosten im eigenen Land nicht mehr finanzieren. Der Teufelkreis schließt sich.

Wir brauchen 30 Jahre 100 Milliarden Haushaltsüberschuss, um die Staatsverschuldung bis 2038 in den Griff zu kriegen. Derzeit haben wir noch alle Jahre eine Nettoneuverschuldung. Daran wird sich in den nächsten Jahren nichts ändern. Die Gefahr von linken Mehrheiten ist zu groß, also wird aus 2038 so oder so nichts.

Unsere Kinder würden uns verfluchen, würde uns aufgrund unserer Maßlosigkeit die Wirtschaft nicht innerhalb des nächsten halben Jahrzehnts um die Ohren fliegen.

Wir werden wahrscheinlich alle noch zu spüren bekommen, was Aubaurbeit bedeutet. Dort gibts dann auch keine Arbeitslosen mehr. Wer dann noch Arbeit verweigert, wird zum Bettler.
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Beitragvon holzjackl » So Okt 19, 2008 18:58

Servus,

Gewerkschaften gibts komischerweise nur dort, wo alle leben, wie die Maden im Speck, im Niedriglohnsektor oder Zeitarbeit, wo ihr voller Einsatz gefordert wäre, sind Gewerkschaften nur teilweise, oder gar nicht vorhanden :!:

MfG
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