T5060 hat geschrieben:Spänemacher58 hat geschrieben:Wenn wir mit den Panzern Spähtrupp im gebührenden Abstand zur Grenze fuhren, haben uns die Bauern zugewunken und oft durften wir zu einem Vesper einkehren
Ja wir haben ja auch von den Manöverschäden gelebt...das war bis 1994 eine stetige Einnahme
ZUR INFO: Da es jetzt wieder mehr zu Manöverschäden kommt, müssen diese bei der Gemeinde gemeldet werden. Die Gemeinde muss sich dann, so glaube ich, an die BIMA wenden zum weiteren Verfahrensgang.
Die Manöverschäden waren "die 2. Ernte des Bauern" und wurden großzügig ersetzt
Ja, die Manöverschäden kamen vor: ich habe 1978 an der freilaufenden Übung "Blaue Donau" Im Raum Fulda, Schweinfurt, Bamberg, Würzburg teilgenommen. Es war spannend und sehr schön im Gegensatz zu den Manövern auf den Truppenübungsplätzen wo man 3 Wochen nur Leute in Nato Oliv sah!
An ein paar Episoden kann ich mich noch erinnern:
In Unterfranken waren wir auf einem alten Bauernhof einquartiert wurden bewirtet und durften nach Tagen auch beim Bauern duschen. In der Nacht mussten wir mit dem Spähtrupp mit 2 SPZ Luchs plötzlich abrücken. In dem engen Bauernhof nutzte der Panzerfahrer beim 8- Rad Spähpanzer natürlich die Vierradlenkung, nicht beachtend das das Heck des Panzers ausschwenkte und das kleine alleinstehende Scheißhaus des Bauernhofs zerstörte. Gottseidank verrichtete niemand sein Geschäft zu dieser Zeit.
Ein Leopard aus unserer Einheit fuhr rückwärts auf den neuen Kultivator/Grubber des Bauern und zerstörte ihn. Wurde alles großzügig bezahlt. Es gab eine Kolonne der BW die mit dem Kübelwagen der Truppe folgte und Manöverschäden aufnahm.
Im Stadttor von Ochsenfurt am Main ließ ich mir es nich nehmen ein paar feindliche "Amis" mit einem Feuerstoß mit Platzpatronen aus dem Bordkanone zu vetreiben.
Bei Dettelbach am Main überquerten wir den Main. Der Spähpanzer Luchs schwimmend, der Leopard tauchend. Der Main ist hat dort kaum Strömung und ist fast ein stiller Kanal. Der Leopard tauchte ohne Probleme und hatte auch keine Mühe das Ufer zu erklettern. Der Luchs, Schwimmfähig hatte enorme Probleme, er war eigentlich zum Schwimmen zu schwer und hatte am schlammigen Ufer Probleme an Land zu kommen.
Hätte man die Übung am Rhein bei Koblenz mit großer Strömung gemacht, der Spähpanzer Luchs hätte sich hundertmal überschlagen und wäre erst im 60km entfernten Bonn an Land gekommen. Nachdem Soldaten in der Weser ertrunken sind, wurde dem Luchs die Schwimmfähigkeit aberkannt
