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Weizen 2017

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Schauerschrauber » Mo Jun 11, 2018 12:50

Hallo

Da habt ihr natürlich recht , Trockenstress und Wachstumsregler sind nich gerade die idealen Parameter um zu harmonieren . Probier ihn halt mal aus , der drischt hier in der Gegend gut und ist mittlerweile neben Patras als Maisweizen gesetzt. Die Landessortenversuche kann man nicht immer als Optimum für den eigenen Betrieb hernehmen.
Auch Fungizid mäßig ist der ein dankbarer Vertreter , etwas im frühen Blattbereich gegen die Septoria was bis zu Fahnenblatt anhält und gut ist.
Letzte Ernte 300 er Fallzahlen nach 80 / 100 Litern Wasser aufs Reife Korn , das ist mir wichtiger als die letzte dt Ertrag.

MfG
Schauerschrauber
 
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Grenzen der Landessortenversuche

Beitragvon adefrankl » Mo Jun 11, 2018 21:41

Schauerschrauber hat geschrieben:Hallo
... Probier ihn halt mal aus , der drischt hier in der Gegend gut und ist mittlerweile neben Patras als Maisweizen gesetzt. Die Landessortenversuche kann man nicht immer als Optimum für den eigenen Betrieb hernehmen.
......
MfG

So wertvoll die Landessortenversuche sind, sie beantworten leider auch nicht alle diesbezüglichen Fragen. Sicher zu einem großen Teil dadurch bedingt, dass dabei auch nur ein recht begrenzter Aufwand möglich ist und man daher nicht alle Parameter vriieren kann.
So geht aus den Versuchen zunächst eben nicht hervor, welche Sorte mit trockenen Standorten besser zurecht kommt (oder mit besonders feuchten), welche mit mehr/weniger Wachstumsregler, anderer Saatstärke, Düngeverteilung ... besser abgeschnitten hätte. Manchmal findet sich in den Versuchsbeschreibung dazu noch die eine oder andere wertvolle Erläuterung.
Eigentlich wäre ja der sinnvollste Vergleich, dassfür jede Sorte derZüchter die Parameter vorgibt (bzw. dafür vorher Regeln festlegt) und dann die Sorten individuell bewirtschaftet werden und am Schluss das wirtschftliche Ergebnis verglichen wird. So stellt es sich letztlich für den Landwirt dar. Denn zu jeder Sorte gehört eigentlich eine angepasste Bestandsführung. Allerdings, dürfte für Landessortenversuche der sich daraus ergebende Auffand viel zu umfangreich sein. (Und dann kommen noch die individuellen Standortfaktoren dazu).
Insofern kann das Optimum hofspezifisch durchaus unterschieldich sien. Aus Sicht der Resistenzerhaltung, Krankeitsmanagement und Risikostreuung ist ja auch eine große Sortenstreuung schon wünschenswert. bei der Vermarktung sieht esmeist allerdings dann wieder anders aus.
Schwierig sind halt Sorten einzustufen, bei denen keinen wirklich unabhängige Vergleiche vorliegen. Da hat schon so manche Werbeaussage nicht den Praxistest bestanden, insofern bin ich bei reinen Züchterangaben etwas sekptisch.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
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Re: Weizen 2017

Beitragvon AgroTom » Di Jun 12, 2018 9:35

Kalle44 hat geschrieben:Leider ziehen die Schauer fast immer an uns vorbei(ca. 40L in den letzten 6 Wochen). Bereits im Mai wurden auf den schwächeren Standorten Trockenschäden deutlich sichtbar. Sowohl Reform wie auch Tobak zeichnen deutlich. Bei Ackerzahlen <40 rechne ich noch mit max. 35dt/ha.

Bisher war ich mit Tobak in trockenen Frühjahren zufrieden, aber dieses Jahr kann der wohl auch die Bedingungen nicht kompensieren.

Ich bin auf der Suche nach einer trockentoleranten, robusten Sorte. Mit welche Sorten seit ihr zufrieden?

Gruß Kalle



Mir gefällt eigentlich der Benchmark recht gut. Den musst Du in wüchsigen Jahren zwar auch einkürzen, aber der ist etwas trockentoleranter als der Tobak und drischt in trockenen Jahren besser. Bei hohem Wasser- und Nährstoffangebot ist der Tobak allerdings kaum zu schlagen.

Empfehlen kann ich Dir übrigens auch den Bergamo. Der ist ähnlich ertragreich und fast noch etwas kürzer wie der Benchmark. Auch der eignet sich sehr gut für Trockengebiete.

Auf den schwachen Böden mit begrenztem Ertragsvermögen eignen sich Grannenweizen recht gut (z.B. Rubisko, Sacramento, Boregar, Nemo). Die haben meist eine sehr sichere Kornausbildung und können Trocken- und Hitzestress gut ab.
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Kalle44 » Do Jun 14, 2018 18:13

Ich werde keine Sorten anbauen, die eine schwache Winterfestigkeit(6) besitzen. Damit scheiden schon Einige aus.

Bergamo: einzige Schwäche ist wohl der Mehltau. In den letzten Jahren, auch durch die Sorten, tritt er bei mir nicht relevant auf. Muss man fast jedes Jahr gegen Mehltau was machen?
Bosporus: sehr solider Weizen mit wenig Schwächen.
Talent: ein sehr gutes erstes Jahr in den LSV gehabt. Ist der was für schwächere Standorte? Erfahrungen?
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Nordlicht73 » Do Jun 14, 2018 22:49

Kalle44 hat geschrieben:Talent: ein sehr gutes erstes Jahr in den LSV gehabt. Ist der was für schwächere Standorte? Erfahrungen?


Talent hab ich dieses Jahr auf 2 Flächen im Anbau, einmal auf 32ziger Boden (nach Raps), einmal auf 50ziger Lehmboden (nach Weizen). Dieses Jahr ist es bekanntlich extrem trocken hier. Im Vergleich zum Reform ist Talent etwas früher, und im Wuchs deutlich länger. Allerdings hatte Talent früh Mehltau bei mir drinnen Mitte/Ende April, und beim Kahlfrost im März hat er etwas an Bestandesdichte verloren. Talent hält sich noch wacker auf dem leichteren Boden, auf den absoluten Sandkuppen ist er aber genau wie der Reform vertrocknet.
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Nordlicht73 » So Jun 17, 2018 15:23

Hier mal ein paar Bilder:

Reform nach Raps auf guten Boden: Bild

Reform: Bild

Talent nach Raps auf Sand: Bild

Talent auf mittleren Boden Bild

Talent auf guten Boden: Bild

Ähre Talent Bild
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Kalle44 » So Jun 17, 2018 17:11

Hast du auch Reform auf Sand?
Dieses Jahr scheint es eine Frage des Bodens zu werden. Die Unterschiede sind schon sehr deutlich. Gut 20-30% Differenz hat man immer mal, aber Mitte Juni einen fast toten WW zu sehen ist schon sehr bitter.
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Family Guy » So Jun 17, 2018 17:35

Kalle44 hat geschrieben:..... aber Mitte Juni einen fast toten WW zu sehen ist schon sehr bitter.


Ohne Beregnung gabs den in Ostniederschsen schon Ende Mai.
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Re: Weizen 2017

Beitragvon elchtestversagt » So Jun 17, 2018 18:26

So sieht es bei uns auch aus, blöd, wenn man fast alles um den Hof liegen hat, und just dort kein Schauer im Mai/Juni gekommen ist.
Hab dort Benchmark stehen, sieht genau so aus wie auf deinem mittleren Boden.
Etwas weiter ausserhalb hab ich Tobak nach Raps stehen, auch vier Wochen eher gedrillt, der steht deutlich besser da, hat mal 20mm mehr bekommen...
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Nordlicht73 » So Jun 17, 2018 23:04

Kalle44 hat geschrieben:Hast du auch Reform auf Sand?


Ja, auf einem Feld wo von 45 Punkten bis 20 Punkten alles dabei ist, und der ist auf Sand genau so hinüber wie der Talent. Zeitlich sogar früher, obwohl die Entwicklung beim Reform runde 5 Tage später ist als bei Talent.
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Re: Weizen 2017

Beitragvon böser wolf » Mo Jun 18, 2018 7:15

Family Guy hat geschrieben:
Kalle44 hat geschrieben:..... aber Mitte Juni einen fast toten WW zu sehen ist schon sehr bitter.


Ohne Beregnung gabs den in Ostniederschsen schon Ende Mai.


genau , hier war zum teil sogar der roggen schon mitte mai hinüber
böser wolf
 
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Wini » Do Jun 21, 2018 19:26

Wunderweizen Elixer steht hier noch fast im grünen Kleid.
In den Fahrgassen und auf den unbehandelten Flächen macht sich jetzt Braunrost breit.
Wenn er stehen bleibt, wird das hier eine Superernte in Franken dank der hohen Niederschläge.

Gute Ernte
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Frankenbauer » Do Jun 21, 2018 22:30

Franken ist groß und Du nur ca. 30km von mir weg. Super wird die Ernte nur da, wo der Weizen nicht schon im Frühjahr ersoffen war! Bei mir sinds ca. 20%

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Weizen 2017

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Jun 22, 2018 3:27

Frankenbauer hat geschrieben:Franken ist groß und Du nur ca. 30km von mir weg. Super wird die Ernte nur da, wo der Weizen nicht schon im Frühjahr ersoffen war! Bei mir sinds ca. 20%

Gruß

Werner


Ihr habt doch da oben sehr durchlässige Böden. Wie kann da was ersaufen?
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Re: Weizen 2017

Beitragvon marius » Fr Jun 22, 2018 8:52

Kalle44 hat geschrieben:Hast du auch Reform auf Sand?
Dieses Jahr scheint es eine Frage des Bodens zu werden. Die Unterschiede sind schon sehr deutlich. Gut 20-30% Differenz hat man immer mal, aber Mitte Juni einen fast toten WW zu sehen ist schon sehr bitter.


Darum sag ich ja immer man kann keine pauschalen Pachtpreise bezahlen.
Auf so einem Sandboden mit dem vertrocknetem Totalausfallweizen oder auf Kiesböden ist der Pachtpreis doch keine 100 Euro /ha wert wenn man ehrlich ist. In so einem Jahr fährt man da hohe Verluste ein was man später über viele Jahre wieder ausbügeln muss bei bescheidenen Erzeugerpreisen.
Auf guten Böden hingegen werden auch dieses Jahr >10 Tonnen/ha Weizen gedroschen oder dort steht wieder ein Super Mais mit >220 dt TM/ha.

Dort werden dann für größere Schläge halt auch mal 800 Euro/ha freiwillig vom Biogaser bezahlt was durchaus noch gerechtfertigt ist. Aber wir sind uns einig das 1000 Euro /ha und mehr Witzpreise sind die auch nicht zu halten sind. Ausgenommen der Boden wird vom Pächter mit Klärschlamm ( incl Schwermetalle ) auf Lebenszeit verseucht.
Ich für meinen Teil hab in meinen Pachtverträgen striktes Klärschlammverbot drin.
Auf die letzten 200 Euro /ha verzichte ich lieber.

Denn wenn die naturgetreuen Gutmenschen mit ihren immer weiterentwickelten, topmodernen Messgeräten da mal irgendwas finden, sitzt man auf (s)einer Mülldeponie.
Diese Flächen werden dann umgehend aus der Nahrungsmittelproduktion gestrichen.

Wobei ich mich eh wundere das diese ganzen Arzneimittelrückstände z.b. aus Krankenhäuser, Altersheimen bisher ( noch ) nicht nachgewiesen wurden.
Die allseits gefürchteten multiresistente Keime sind im Klärschlamm imho ganz sicher enthalten.
Möchte nicht wissen was los wäre wenn in dieser Richtung mal was im Boden nachgewiesen wird.
Vermutlich wird dann der gesamte Acker hermetisch abgeriegelt.
marius
 
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