Ich nehmen auch an, dass die Preise in den kommenden Wochen eher fest bleiben werden. Wenn weitere Exportstopps hinzukommen wie bei der letzten Hausse, dann gehts sogar nochmal richtig ab. Aber, wer hat schon eine funktionierende Glaskugel auf dem Tisch stehen?
Ist es bei der insgesamt doch eher unsicheren Lage nicht sinnvoll, weniger auf die doch recht wankelmütige Politik usw. zu achten, als die Börsenpreise einfach als Ergebnis aller marktbewegenden Faktoren inklusive Marktpsychologie zu sehen? Vor allem, weil mittlerweile die Fonds wieder sehr engagiert sind. Wenn die aussteigen, dann sausen die Preise möglicherweise lawinenartig in den Keller. Aber wann steigen die Fonds aus? Die Antwort: Die Fonds sind überwiegend Trendfolger, steigen also auch überwiegend bei einem Trendbruch aus.
Also heißt die Vermarktungsstrategie für den vorsichtigen Bauern doch wohl: Trend an der Matif beobachten. Solange der Aufwärtstrend anhält (es gibt unterschiedliche einfache und komplizierte Methoden, dies festzustellen), sollte er nicht verkaufen. Währenddessen zieht der Bauer seinen Alarmpreis (= Verkaufssignal) jeden Tag ein Stück nach oben. Auch dafür gibts unterschiedliche Methoden. Erst wenn der tatsächliche Börsenpreis auf den Alarmpreis runterrutscht, wird das Verkaufsignal für den Bauern ausgelöst. Dann kann er auf diesem Preisniveau an der Terminbörse absichern.
Auf diese Weise werden zwar keine Höchstpreise erzielt, aber ein zu früher Ausstieg wird vermieden. Was haltet Ihr davon?
Grüße
Klaus Knippertz
