Bei uns hier war es halt so, daß wir früher die einzige Wehr mit Rettungsschere waren in 15 km Umkreis und zu normalen Arbeitszeiten die Leute gefehlt haben. Also wurde alles an Landwirten eingebaut was ging. Jedoch ist das Feuerwehrwesen mittlerweile auch ein verbürokratisierter Laden geworden und die Gemeinden als Träger die Einsatzgelder zwar gerne nehmen, aber die Ausrüstung nach wahltaktischen Gesichtspunkten verteilen. Das pysische Verarbeiten von lebenden Fackeln und zertrümmerten Teenagern, die man auch meist noch gut kannte, war auch nicht so ohne. Deshalb nehme ich so manchen alkoholkranken Rettungsdienstler mal in Schutz. Die Traumatisierung ist gewiss nicht ohne. Die jenigen die es einfach wegstecken können, haben auch Ihren Schaden schon vorher gehabt. Kleine Kinder waren recht einfach bergen, das ging schnell so max. 5 Minuten, aber ab 1,50 m da muss man schon ne zeitlang hinsehen und wenn es dann länger dauert und die Person stirbt, dann fragt man sich halt doch, ob man nicht hätte schneller sein können. Das dauert dann schon mal 14 Tage wo einem die Bilder nicht aus dem Kopf gehen.
Wir haben auch die Autobahn zu betreuen da ist auch immer was los zum glück war ich bisher nicht auf ganz schweren Unfällen dabei aber ich habe erst Bilder von den Einsätzen der letzten Jahre gesehen da waren schon schlimme Bilder dabei.
Also ich bin auch in der FFW.
Und zu der signatur die jetzt nicht mehr da steht (Überholen sie ruhig wir schneiden sie dann raus) kann ich nur sagen das es mich jedesmal irgendwie berührt hat wenn ich das auf dem Auto vor mir sah.
Ich halte es da mit dem Spruch: "Tu Gutes, und rede darüber "
Und mich freut es immer wieder wenn ich Leute treffe die auch in der Feuerwehr sind.
Das Problem hat aber Ihc 833 geschildert. Es werden immer weniger die immer öfter ran müssen.
Und da denke ich mir doch öfters ob das alles in "ehrenamtlicher Tätigkeit" getan werden muß.
Und seitdem die Feuerschutzabgabe abgeschafft wurde frage ich mich immer öfter was wir mit unserer veralteten Technik im Dorf noch bewegen wollen. Die Moral ist da irgendwie am Tiefpunkt wenn man zwar versucht die Leute bei Stange zu halten, aber im Hinterkopf genau zu wissen das man mit dem Gerät das man zur Verfügung hat nicht mehr viel ausrichten kann. Außer vielleicht mal einige Öltropfen von der Straße zu beseitigen.
mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
Neulich stand in der Zeitung, daß unsere Ortsfeuerwehr im abgelaufenen Jahr nicht einen einzigen Einsatz hatte. Natürlich nicht. Jedes Popeldorf mit 100 Einwohnern hat eine eigene Feuerwehr. Da ist die Chance, mal ausrücken zu müssen eher gering bis gar nicht vorhanden. JEDER weiß, daß man auf manche Ortswehr gut verzichten könnte, da das Ganze zentralisiert werden könnte. Aber den Kommunalpolitiker möchte ich sehen, der diese Wahrheit äußert. Der ist politisch erledigt für alle Zeiten. Und so wird weiter fleißig das Geld verpulvert und in Ausrüstung gesteckt, die nicht gebraucht wird. Durch den Wegfall der Arbeitsplätze auf dem Land ist tagsüber ohnehin kaum jemand vor Ort um zu retten, zu löschen, zu bergen und zu schützen.
Bin noch nicht in der Feuerwehr aber werde wenn ich 18 bin sicher gehen, da mein Vater Kommandant ist und ich dadurch auch jetzt schon viel mit der Feuerwehr zu tun habe.
Jungbauer hat geschrieben:bin noch in der Jugend Feuerwehr aber mache nextes jahr die Grundausbildung...!
Jungbauer
Also bei uns darf man die Grundausbildung erst mit 17 machen. Geh jetzt aber trotzdem in die Aktive Feuerwehr. Ich kann ja das meiste eh schon aus der Jugendfeuerwehr. Werde dann nächstes Jahr auch die Grundausbildung machen.
Also Einsätze gibt es bei unserer Feuerwehr auch nicht viele. Letztes Jahr hatten wir mal nen brennenden Papiercontainer und vor ein paar Jahren mal nen Flächenbrand. Aber sonst war schon lang nichts mehr was ja eigentlich auch gut so ist.