Also ich bin auch einer von den "Dummen". Mit zwölf in die Bambini Feuerwehr und dann so langsam weiter. Bei der letzten Wahl bin ich nur knapp am 2. Kommandanten vorbeigeschrammt und habe mich wegen meines kaufmännischen Berufs zum Vorstand des Feuerwehrvereins breitschlagen lassen.
Würfelhusten ignoriert, dass aktiver und passiver Dienst laut Feuerwehrgesetz getrennt sind, aber der Feuerwehrverein nur dann steuerfrei bleibt, wenn sämtliche Einnahmen für die Unterstützung des Löschwesens verwendet werden, verdammt viel teuere Ausrüstung wird, weil für Kleinstfeuerwehren nicht vorgesehen vom Verein beschafft, Feuerwehrhäuser werden in unserer Gemeinde in Eigenleistung erstellt oder saniert.
Wir fahren mit TSA und requirierter Privatausstattung ( Schlepper, Güllefässer, Forstschlepper, Radlader usw.) fünf bis zehn Einsätze pro Jahr.
Mindestens einmal Hochwasser( i.d.R. 3-5 Tage), wobei die nächste BFW in 50! km und THW Fachgruppe Wassergefahren in 45 km Entfernung ist und die Stützpunktwehren am Main oft noch von uns unterstützt werden müssen, weil Leute fehlen. Beim Jahrhunderthochwasser 2003 waren wir drei Tage von der Außenwelt abgeschnitten und komplett auf uns gestellt.
Mehrere technische Hilfeleistungen ( Bäume auf Straßen, Fzg im Fluß, Ölalarm usw. ), weil wir im Naturpark sind verirren sich auch ab und zu einmal Spaziergänger und ganz selten brennt es auch einmal. Beim letzten Brand im Außenbereich stand die Stützpunktwehr in einem ganz anderen Ortstei ( Gemeinde ist nur 10km lang ) und hat eben keinen Rauch gesehen und kam erst an, als der Flächenbrand gelöscht war.
Wir sind derzeit ca. 30 Aktive im Ernstfall helfen aber auch Passive und sogar Nichtfeuerwehrleute aus, man merkt aber sofort, wer regelmäßig übt und wer nicht, trotzdem sind wir dankbar für jede helfende Hand.
Die Geselligkeit kommt selbstverständlich nicht zu kurz, nach jeder Übung wird zusammengesetzt und etwas getrunken, wobei der Verbrauch an Spezi und Apfelschorle bereits weit über dem von Bier liegt und wer uns diese Geselligkeit neidet und nichts anderes als Neid, weil man selbst nicht dabei ist, sind die Anwürfe eines "Saufvereins" meiner Meinung nach sollte überlegen, ob vielleicht nicht er/ sie der Grund dafür ist, daß er/sie nicht dazugehört.
Für die, die dazugehören zitiere ich einmal eine alte Festschrift:
"Wir wünschen uns noch viele Jahre gemeinsamen Übens ohne unser Können in Ernstfall unter Beweis stellen zu müssen."
In diesem Sinne
"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"
Gruß
Werner
Feuerwehr: Unsere Freizeit, Ihre Sicherheit!
