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Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Thema gesperrt
88 Beiträge • Seite 5 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6

Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon keinbauer » So Jan 15, 2012 13:35

Cairon hat geschrieben:Kommentar von Hape Kerkeling zum Thema:

Kommentar Kerkeling 'Wulff oder BILD_'.pdf

Sehr gut!
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Cairon » So Jan 15, 2012 14:56

Von Hungersnöten sind wir hier ja nun Meilen weit entfernt, jeder [url]=http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41439/Jeder_zweite_Deutsche_zu_dick.htm2. Deutsche ist zu dick.[/url] Die Sozialsysteme hier funktionieren und es muss niemand hungern und das ist auch zur zeit nicht in Sicht. Natürlich gibt es Leute die auf Grund ihres Alters. der mangelnder Qualifikation oder aus anderen Gründen keine Job finden, für diese Leute muss etwas getan werden. Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine ganze Reihe von arbeitsfähigen Leuten die gar keinen Job wollen. Meine Frau hat lange genug solche Menschen geschult und wenn Praktikumsplätze nach 3 Stunden Arbeit wegen Überlastung geschmissen werden und hinter vorgehaltener Hand sogar zugegeben wird, dass man eigentlich gar keine Lust auf Arbeit hat, braucht man sich um solche Menschen doch kaum Gedanken machen, wie soll man solche Menschen wieder fair in den Wirtschaftsprozess einbinden. Auch wenn das jetzt radikal klingt, aber Hunger wäre für solche Menschen durchaus eine gewisse Motivation. Für Alkohol, Zigaretten und Handys haben diese Menschen immer Geld, das ist kein Klischee dass ich hier herunter bete, ich habe es live erlebt. Meine Frau meinte immer Freitags könnte sie den Unterricht streichen, da sind 90% ihrer Schüler schon betrunken und Montags könnte sie den Unterrichten streiche, da müssen ihre Schüler noch aus nüchtern. Sanktionen nützen bei den meisten wenig, sie hatte welche dabei die hatten schon 100% Kürzung, dass heißt nicht das diese Menschen nichts bekamen, sonder das die höchstmögliche Kürzung von verhängt worden war. Solche Leute bekommen den Hinter gar nicht hoch um zu rebellieren, die schwingen höchstens im besoffenen Kopf große Reden.

Hier ein schönes Beispiel aus unserem Landkreis bei Youtube: Warum Kai arbeitslos ist

Hunger und Aufstand in Deutschland? Da muss vorher aber noch eine Menge passieren!
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Moorfee » So Jan 15, 2012 15:13

Naja, der soll ja Deutschland represäsentieren....ganz ehrlich? so wie es eben nun mal....irgendwie....leider....auch ist???


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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Cairon » So Jan 15, 2012 16:25

@tyr

Meine Frau ist selbständige Referentin in der Erwachsenbildung, sie hat eine ganze Reihe von Maßnahmen für das Arbeitsamt durchgeführt. Wir sitzen hier in einem strukturschwachen Gebiet und sind durchaus mit dem Osten vergleichbar. Google dir die Zahlen für Bremerhaven, falls du es nicht glaubst. Bei den alleinerziehenden Müttern, sind am ehesten Motivation und der Wille eine Arbeit anzunehmen gegeben. Das sind keine Klischees die ich irgendwo abgeschrieben habe. Mit einem Teil der Gruppen haben wir hier einen Tag auf dem Hof gemacht, ich hatte also ausreichend Möglichkeit diese Leute kennen zu lernen. Ich habe ja im vorherigen Beitrag schon geschrieben, dass nicht alle so sind, aber doch ein ganzer Teil. Meine Frau hat mit diesen Menschen gearbeitet und wirklich versucht ihnen Perspektiven zu schaffen, aber nur der kleinste Teil dieser Leute war bereit Hilfe anzunehmen. Du kannst es gerne leugnen und bevor meine Frau diesen Job hatte, hätte ich es auch als Vorurteil abgetan, aber es ist einfach so und bei den Männern noch schlimmer als bei den Frauen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie meine Frau hier abends am Tisch saß, fertig mit den Nerven, weil keiner bereit war mitzuarbeiten oder wenigstens mal irgendwas zu versuchen. Umsonst hat sie diese Maßnahmen nicht niedergelegt und arbeitet jetzt für die Bundeswehr. Hast Du schon mal mit einer solchen Maßnahme des Arbeitsamtes zu tun gehabt? Kennst Du Leute die da unterrichten? Falls nicht geh mal hin und frage diese Menschen nach den Erfahrungen die sie gemacht haben, frage sie wie sie von den Schülern belogen werden.

Ein Beispiel aus der letzten Maßnahme: Nach 3 Monaten Unterricht ging die Gruppe ins Betriebspraktikum. Viele waren kaum bereit sich selbst einen Praktikumsplatz zu suchen, so auch diese junge Frau. Auf Druck des Amtes und unter Mithilfe meiner Frau fand sich dann doch ein Praktikumsbetrieb. Das Praktikum begann und am Abend des 2. Tages klingelte bei uns das Telefon. Es war der Betriebsleiter des Praktikumsbetriebs. Die Praktikantin wäre bisher nicht aufgetaucht und er könne sie unter der angegeben Nummer nicht erreichen. Dann hat sich meine Frau dahinter geklemmt und die junge Frau nach weiteren 2 tagen endlich erreicht. Sie erzählt sie hätte das Praktikum nicht antreten können, weil ihre Cousine gestorben wäre, die ihr sehr nahe gestanden hätte. Warum sie denn nicht wenigstens kurz den Betrieb angerufen hätte fragte meine Frau. Die junge Frau meinte sie wäre so am Boden zerstört gewesen, sie hätte nicht anrufen können. Ok, meine Frau hat ihre Fühler ausgestreckt und die besagte Cousine ausfindig gemacht, sie war bei bester Gesundheit und war daheim, nicht auf den Friedhof. Ein paar Stunden später schaute meine Frau bei Facebook rein und fand dort auf der Seite der Praktikantin einen Beitrag. Dort schrieb sie wie dumm die Leiterin ihrer Maßnahme doch wäre und wie leicht man denen vom Amt etwas vormachen könnte. Meine Frau hat entsprechend reagiert und die Dame aus der Maßnahme geschmissen und für massive Kürzungen gesorgt. Dies ist ein Extremfall, an dem sich aber recht gut die Einstellung in vielen dieser Maßnahmen ablesen lässt. Ich könnte noch eine Reihe von Dingen erzählen, aber ich denke was ich hier geschrieben habe reicht um einen Eindruck zu bekommen. Am Ende der Maßnahme telefonierte meine Frau noch einmal mit der Dame von Arbeitsamt, die für die Maßnahme zuständig gewesen war. Diese meinte: "Naja, sie haben ja noch die guten Leute bekommen."

Du kannst es leugnen so viel Du willst, aber so sieht die Realität aus. Das sind keine Geschichten die ich vom irgendwo auf geschnappt oder aus dem Netz habe, es hat sich so zugetragen und ich denke nicht, dass meine Frau Märchen erzählt. Es ist zwar nicht populär die Wahrheit zu sagen, aber so sieht die Realität aus, mach dir mal den Spaß und rede mit den Leuten auf den Ämtern oder in den Maßnahmen, sie werden dir genau das bestätigen was ich hier geschrieben habe.
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Fassi » So Jan 15, 2012 21:48

Hast Du schon mal mit einer solchen Maßnahme des Arbeitsamtes zu tun gehabt? Kennst Du Leute die da unterrichten? Falls nicht geh mal hin und frage diese Menschen nach den Erfahrungen die sie gemacht haben, frage sie wie sie von den Schülern belogen werden.


Oh ja, ich hab schon dreimal solche Maßnahmen mitgemacht. Da ich aber nicht bei Deiner Frau war, kann ich nur von den Lehrkräften hier berichten. Und sorry, davon war nur einer qualifiziert (der Rest entweder Sozpäds oder ehemalige BW- Ausbilder, bzw einer war ehemaliger Callcenteragent) und die Lehrgänge selber sind ne Lachnummer. Jedes Mal dasselbe stupide Bewerbungstraining nach dem Gusto des jeweiligen Lehrgangsleiters. Beim letzten Lehrgang waren die Damen sich selber nicht unterienander einig, und die eine hat das Gegenteil davon erzählt, was einem die andere am Vortag erklärt (ich hatte am Ende zwei neue Lebensläufe und drei neue Vorlagen für Bewerbungsschreiben). Das schlimme dabei ist, man sitzt dazwischen, am Anfang jedes Mal motioviert, endlich Hilfe bei der Jobsuche zu bekommen und stellt dann fest, dass man 1. mehr von Computern, Jobbörsen und Suchmaschinen weiß als die Lehrer und 2. es immer nach Schema F abläuft, und man als Abiturient und mit Masterabschluß daraus fällt und komplett aussen vor ist.

Richtig lustig wars beim letzten Lehrgang. Nachdem ich aufm Amt klar gemacht hab, dass ich 1. keinen Bock mehr auf Bewerbungstraining hab (nach 400 Bewerbungen weiß ich, wie man die schreibt und auf was man achten muss) und 2. ich mich eigentlich umorientieren will (sprich was kann mit meinen Abschluss machen, dass nicht mit Landwirtschaft zu tun hat) . Also bin ich nach Absprache in einen sog. "Orientierungskurs" gekommen. Tja, das Ganze stellte sich als Bewerbungstraining mit Praktikum raus. Was PCs angeht, hab ich die Lehrerinnen in die Teasche gesteckt und die Orientierungshilfe bestand dadrinn, dass mir gesagt, Landwirtschaft boomt, da müsse man Jobs finden. Das waren auch so die Alternativen: Treckerfahrer, Stallhelfer oder Fachberater (ist ja auch nicht so, als hätte mich noch auf diese Stellen beworben oder als solcher gearbeitet). Wirkliche Orientungshilfe fand nicht statt, und mein Wehrdienst war geistig anspruchsvoller. Wenigstens das Praktikum war nützlich (wenn auch wieder in der Landwirtschaft). Aber ansonsten war die ganze Maßnahme so unnütz wie ein Kropf und schade für das Geld an die Bildungseinrichtung. Die haben nicht mal verstanden, warum ich da bin (nämlich des Berufsfeldwechsels wegen), sondern mir immer wieder wege in der Landwirtschaft aufgezeigt (richtig gut fand ich den Vorschlag, mit meinen 10ha und Biolandbau mich selbstständig zu machen; das wäre ja ne Goldgrube und ich würde die Sache viel zu pessimistisch sehen; janee ist klar, wenn das ne Option wäre, würde ich mich freiwillig mit der ARGE rumschlagen, zumal ich da auch nie selber drauf gekommen bin, diese Optionen mal durchzurechnen). Die Damen waren übrigens auch etwas angepißt, als ich gefragt, wie es bei ihnen mit nem Job aussieht, dass bischen PC- Schulung bekomm ich auch noch hin und Bionachhilfe wär auch kein Thema :twisted: .

Nee, von daher, hör mir auf mit diesen Mist. Ich kanns verstehen, wenn da keine wirkliche Lust dran hat. Man macht auf Dauer einfach zu viele negative Erfahrungen bei diesen Kursen und wirklich lohnen tun sich die wenigsten dieser Maßnahmen. Und die Menschen, die ich da kennen lernen durfte, waren zum größten Teil hochmotiviert nen Job zu finden. Die wenigsten entsprachen dem gängigen Klischee.

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Da wir die Jungs sowieso zahlen bis sie in die Grube hüpfen, laßt den Wulff weiter machen. Spart Geld und wenn man tief genug gräbt, findet sich bei jedem was. Mit Ehrlichtkeit und Tugendhaftigkeit kommt keiner in diese politischen Höhen. Mal abgesehen davon, dass ich es wie Kerkeling sehe. So schlimm ist sein Vergehen auch nicht, und sonst ist die BILD doch auch nicht so empfindlich.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon SHierling » So Jan 15, 2012 22:25

LOL .... was für eine treffende Beschreibung. Fassi: da bin ich ja "beruhigt", ich dachte, das ist nur hier so. :prost:
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Kyoho » Mo Jan 16, 2012 9:52

Fassi hat geschrieben:
Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Da wir die Jungs sowieso zahlen bis sie in die Grube hüpfen, laßt den Wulff weiter machen. Spart Geld und wenn man tief genug gräbt, findet sich bei jedem was. Mit Ehrlichtkeit und Tugendhaftigkeit kommt keiner in diese politischen Höhen. Mal abgesehen davon, dass ich es wie Kerkeling sehe. So schlimm ist sein Vergehen auch nicht, und sonst ist die BILD doch auch nicht so empfindlich.

Gruß Christian


Die Bild setzt jetzt wieder auf ihre typischen Schlagzeilen, so wie es ihre Leserschaft wünscht: Heute beim Bäcker stand auf Seite 1 des Blattes: "Ailton beim Grapschen im Dschungelcamp erwischt" mit Beweisfoto. Also ihr Ausflug in höhere politische Sphären mit relevantem Inhalt ist bereits wieder beendet. Der Aufstand des Mobs wird sich bestimmt auch bald erledigt haben.
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Schrat » Mo Jan 16, 2012 11:01

Also ich kann mich übers AA nicht beschweren. Seit der Wende habe ich 2 Umschulungen gemacht, eine Richtung Gas-Wasser-Sch..., die andere Richtung Informatik. Beides schon ewig her, aber ich profitiere heute noch davon. Möchte nicht wissen, wie viel tausende wenn nicht gar zehntausende Euro ich damit gespart habe. Allerdings waren die Dozenten, bis auf 2-3 Ausnahmen, meist unter aller Würde, manche eher dazu da die Klasse zu beaufsichtigen.

Was Cairon geschrieben hat gibt es aber sicher auch.
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon SHierling » Mo Jan 16, 2012 11:16

Möchte nicht wissen, wie viel tausende wenn nicht gar zehntausende Euro ich damit gespart habe.

Du meinst, wieviel Geld andere Deinetwegen nicht verdient haben, die deswegen jetzt in der Umschulung sitzen? :roll:

Um die Ehre der Dozenten mal zu retten, wir hatten im Existenzgründerseminar vom CJD tatsächlich keine schlechten, da hatte jeder von seinem Fachbereich durchaus Ahnung (PC kam nicht vor) und ich weiß heute noch, wieviel mm ein Briefkopf vom Rand entfernt sein muß und so wichtige Dinge.

Und damit das Thema nicht ganz außen vor bleibt: möglicherweise wäre es hilfreich für das Gute Benehmen unserer Politiker, wenn auch ihnen als Alternative das Arbeitsamt drohte, und nicht das eigene Sofa in der eigenen Villa.
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Cairon » Mo Jan 16, 2012 11:27

Meine Frau hat Mathematik studiert und anschließen in BWL promoviert, sie hat in Hannover an der Uni Vorlesungen gehalten. In Zuge unserer Familiengründung ist sie dann wieder hierher gezogen, da es für ihre Ausbildung hier keine Arbeit gab, bzw. weil sie nicht genommen wurde mit der Begründung: "Wenn wir sie anstellen sind sie ja doch nach der Probezeit sofort schwanger!" hat sie sich zum Personal-Coach ausbilden lassen. Sie hat mehrere Fortbildungen im Bereich Erwachsenenbildung gemacht und arbeitet hier in der Gegend für verschiedene Anbieter als Referentin. Nebenher macht sie Firmenschulungen und gibt privat Nachhilfe im Hochschulbereich. Der Zeit arbeitet sie über einen Bildungsträger für die Bundeswehr und bildet Soldaten zu Speditionskaufleuten aus bzw. Qualifiziert Soldaten die schon ausgebildete Speditionskaufleute sind weiter. Gerade in den Bereichen Fachrechnen, Methodik und Organisation kann man von meiner Frau eine Menge lernen, wenn man dazu bereit ist. Das es auch andere Referenten gibt ist mir bekannt, in diesen Maßnahmen arbeitet meine Frau ja nicht alleine, sondern mit anderen Referenten zusammen. Ich weiß auch, dass es da ganz schöne Klappspaten gibt, die da eigentlich nichts zu suchen haben. Aber warum ist das so? Ganz einfach die Referenten die für das Arbeitsamt arbeiten werden sehr schlecht bezahlt, im Vergleich zu einer Firmenschulung hat meine Frau bei Maßnahmen des Arbeitsamtes ca. 30% des Stundenlohns. meine Frau hat es eigentlich hauptsächlich als Einstieg genutzt, um Kontakte zu knüpfen. Viele Referenten machen das so um dann spätestens nach 2-3 Jahren aus diesen Kreisen zu verschwinden und andere Auftraggeber zu suchen. Die meisten dieser Schulungen sind für die Referenten meist sehr hartes Brot und kaum meiner versucht nicht davon weg zu kommen. Die einzigen Maßnahmen die meiner Frau in diesem Bereich wirklich Spaß gemacht haben waren für alleinerziehende Frauen. Die Frauen waren zum größten Teil pünktlich und motiviert, am Ende der Maßnahme hatten 60% der Teilnehmer eine Arbeit. Zum Vergleich die letzte Maßnahme die meine Frau geleitet hat, in der auch besagte junge Dame war: Am Anfang 20 Teilnehmer, 8 wegen wegen unangemessenem Verhalten aus der Maßnahme geflogen (meist Alkohol, Arbeitsverweigerung, unentschuldigtes Fernbleiben), 2 aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden, 2 haben eine Stelle gefunden, 8 weiterhin ohne Beschäftigung. Es mag sein, das manche Maßnahmen die vom Amt vorgeschrieben werden nicht zu den Teilnehmern passen, aber wer vom Staat unterstützt wird, hat in meinen Augen auch die Pflicht solche Maßnahmen bestmöglich zu nutzen. Man hat in meinen Augen keinen generellen Anspruch auf Harz4, sondern es ist etwas das sich unsere Staat leistet. Ich war mal drüben in den USA, wenn es da nicht läuft mit einem Job, dann landet man in der Suppenküche und wohnt unter einer Brücke. Bei vielen Leuten die davon leben ist ein gewisses Anspruchsdenken weit verbreitet. Sicher sind nicht alle so und ein Teil der Leute ist unverschuldet in eine solche Situation geraten, aber viele haben auch eine ganze Menge selber dazu beigetragen und lassen sich vom Staat aushalten.
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon SHierling » Mo Jan 16, 2012 11:36

Ich war mal drüben in den USA, wenn es da nicht läuft mit einem Job, dann landet man in der Suppenküche und wohnt unter einer Brücke.

Also Suppenküche haben wir selbst in Lenzen ("auf dem Land") jetzt schon seit einigen Jahren, dafür müßte ich selbst dann nicht in die USA fliegen, wenn ich glaubte, ausgerechnet da irgendetwas lernen zu können. Und mal ganz ehrlich, Cairon, Deine Selbstgerechtigkeit ist auch nicht ohne.... Du wärst auch so einer, der arbeitslos als _allererstes_ an seiner eigenen Einstellung scheitert, wenn er nämlich merkt, daß einem "Wissen", "Können" und "Pünktlichkeit" gar nichts mehr nutzen, und das er selber plötzlich "zu denen gehört, denen er vorher gute Ratschläge gegeben hat".

Reini: ich denke, wenn der Wulff jetzt noch da ist, bleibt er auch.
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Re: Wer soll neuer Bundespräsident werden?

Beitragvon Schrat » Mo Jan 16, 2012 12:40

SHierling hat geschrieben:Du meinst, wieviel Geld andere Deinetwegen nicht verdient haben, die deswegen jetzt in der Umschulung sitzen? :roll:


Na dann erkläre mir mal, warum ich erworbene Fähigkeiten privat nicht nutzen soll?! :? Mir fallen da nur 3 Gründe ein für die die das nicht tun: Mangel an Zeit, Dummheit und/oder Faulheit.

Du gehörst sicher zu denjenigen, die eine Hausangestellte haben, sich jeden Einkauf nach Hause liefern lassen und die Wäsche und den Garten von einen Dienstleister versorgen lassen nur um möglichst viele Billigjobs zu schaffen.

Cairon hat geschrieben:Ganz einfach die Referenten die für das Arbeitsamt arbeiten werden sehr schlecht bezahlt


Weiß nicht ob das wirklich am AA liegt. Wie ich das kenne, beauftragt das AA ja externe Dienstleister wie z. B. TÜV die Weiterbildungen anbieten und die versuchen dann ihre Dozenten möglichst billig "einzukaufen". Die Qualität der Ausbildung scheint dem AA weniger zu interessieren und wenn wahrscheinlich eine bestimmte Quote erreicht wird bei den Prüfungen sind wahrscheinlich alle zufrieden. Ob es heute allerdings immer noch so einfach läuft weiß ich allerdings nicht.
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