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Wie stellt ihr euch die ideale Agrarpolitik vor?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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61 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Beitragvon 251at » Di Mär 06, 2007 14:17

SHierling hat geschrieben:Hallo,
das die Quote damals schon "eine Verbesserung" war, hab ich auch nicht bestritten, sondern nur, daß sie ein "probates Mittel gegen Höfesterben" ist.
"enormes Geld" kostet die Landwirtschaft heute auch, immerhin kassiert jeder Betrieb mehr als 3x ALG II jedes Jahr, die heutigen Landwirte wären alle als Arbeitslose wesentlich billiger zu halten. Nur ist die billigste Lösung auch da eben nicht automatisch die beste!

Grüße
Brigitta


mir ging es eher um die Aussage von Dir "die Milchquote ist damals eingeführt worden, weil der Markt eben gerade NICHT alles so geregelt hat", davor war aber nunmal eben noch weniger Marktwirtschaft.

Das "Problem" ist doch ganz einfach. Egal wie man es nimmt, je mehr man Produziert um so niedriger sind die Stückkosten. Zusätzlich je mehr Stück man verkauft um so weniger Gewinn braucht man pro Stück um den Betrieb zu finanzieren. Ein Großbetrieb ist damit immer im Vorteil, das kann man nicht wirkungsvoll mit Subventionen unterbinden.
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Beitragvon Komatsu » Di Mär 06, 2007 14:54

....... Moskau ist weit und leckt mich am Allerwertesten !
Komatsu
 
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Beitragvon 251at » Di Mär 06, 2007 15:29

Was ich ganz vergessen habe zu schreiben. Dei eigentliche Frage ist ja eingentlich ob man weiterhin davon ausgehen kann das man eine starke Überproduktion von Ladwirtschaftlichen gütern hat und dementsprechend verschwenderisch mit Flächen und Produktionstechniken umgehen kann. Ich glaube das nämlich nicht, man wird in Zukunft viel Biomasse als ersatz für fossile Energieträger benötigen, egal in welcher Form auch immer (Biogas, Pflanzenöl, BTL, thermische Verwertung..). Dafür braucht man aber viel Fläche die dann für die Lebensmittelproduktion direkt oder indirekt nicht mehr zur verfügung stehen.
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Beitragvon SHierling » Mi Mär 07, 2007 11:19

Ein Großbetrieb ist damit immer im Vorteil, das kann man nicht wirkungsvoll mit Subventionen unterbinden.

Unterbinden kann man das nicht, aber gegensteuern kann man doch ohne weiteres! Man kann doch Direktzahlungen ebenso Betriebsbezogen gewähren wie ha- oder tierzahlbezogen, das ist kein Problem.

Die Konkurrenz zur Energie seh ich genau so, hat aber mit den Lebensmittelpreisen hier meiner Meinung nach nicht allzu viel zu tun - was hierzulande trotz Subvention zu teuer wird, wird eben billiger importiert (was meiner Meinung nach auch grundsätzlich zu verhindern wäre, kein vernünftiger Staat macht sich in Sachen Lebensmittelproduktion abhängig vom Ausland!)

Grüße
Brigitta
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Beitragvon SHierling » Mi Mär 07, 2007 11:22

Ja Brigitta, das kann schon sein. Aber im Gegensatz zum ALG II-Empfänger geht vom durchschnittlichen Landwirt mit der nachgelagerten Industrie eine vielfach höhere Wirtschaftsleistung aus.......
LOL ja, aber die WIRD AUCH BEZAHLT!, die ist in den Ausgleichszahlungen nicht mit drin! Wenn ich eins von diesen modernen Joghurts mit Bakterien aus der Scheiße anderer Leute kaufen würde, dann bezahlte ich da die komplette Leistung der Molkerei, der Gentechniker und der Kuh - Dein Geld kriegst Du aber trotzdem noch zusätzlich, aus der Steuerkasse.

Nicht falsch verstehen: ich bin der festen Überzeugung, das eigene Lebensmittelproduktion hierzulande nun mal nur mit Geld gegen Importe abzusichern ist - es geht mir nicht darum, diese Gelder zu streichen, ich finde nur, man könnte sie wesentlich sinnvoller einsetzen.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon SHierling » Mi Mär 07, 2007 11:33

Sollte nicht ein Gesamtgesellschaftlicher Dialog über die Art der Nutzung des knappsten Faktors - des Bodens - einer reinen Agrarpoltischen Betrachtungsweise vorausgehen?

Das würde voraussetzen, daß "Die Gesellschaft" auch WEISS, was sie da entscheidet, und das ist leider überhaupt nicht mehr der Fall. Kein Mensch würde "gesamtgesellschaftlich" sein Auto reparieren lassen, und keine Mutter würde über die Gesundheit ihres Kindes "gesamtgesellschaftlich" abstimmen lassen, da wird jedesmal schön der Fachmann gefragt. Genausowenig ist JE "gesamtgesellschaftlich" über z.B. die Höhe der Zinsen etc abgestimmt worden. So eine Art "Stabilitäts- und Qualitätssicherung" sind unsere Lebensmittel ja wohl erst recht Wert!

Grüße
Brigitta
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Beitragvon H.B. » Mi Mär 07, 2007 12:04

Ja Brigitta, das kann schon sein. Aber im Gegensatz zum ALG II-Empfänger geht vom durchschnittlichen Landwirt mit der nachgelagerten Industrie eine vielfach höhere Wirtschaftsleistung aus.......
SHierling hat geschrieben:LOL ja, aber die WIRD AUCH BEZAHLT!, die ist in den Ausgleichszahlungen nicht mit drin!

Aber im Endeffekt kostet die Landwirtschaft den Steuerzahler nichts, im Gegenteil............


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Beitragvon SHierling » Do Mär 08, 2007 9:37

Hallo,
@schimmel: was meinst Du denn mit "Vorwärts" ? Die komparativen Kostenvorteile von Herrn Smith? Jedes Land produziert das, was es am besten kann, und dann wird getauscht? Nur mal so als Tipp: DIE sind von 1789 ... wenn es danach ginge, hätte man die Landwirtschaft hier einfach abschaffen können statt mit Ausgleichszahlungen zu erhalten, hier wächst nur Wald zu Weltmarktpreisen, und selbst das ist zweifelhaft. Wer soll denn Deine Kuhställe bezahlen, wenn man anderswo gar keine braucht? Oder Kartoffelscheunen? Mal ganz vom externen Nutzen (Landschaft!) abgesehen: was glaubst Du denn, wie die Lebensmittelpreise dann hier aussehen würden? Und wie würdest Du die Versorgung regeln wollen?

Es geht mir auch überhaupt nicht um Autarkie, sondern nur darum, daß man in einer Demokratie die lebensnotwendigen Grundlagen zur Versorgung der Bevölkerung nicht aus der Hand gibt. Das sind Wasser, Energie, Lebensmittel. Wer von der Ölkrise in den 70ern bis zum Irak-Krieg von heute nichts dazugelernt hat, riskiert meiner Meinung nach die soziale Stabilität nicht nur "zu Hause".

Und was die Importe angeht: da bleibt noch reichlich über, von A wie Ananas, B wie Banane ... Zitronen wachsen hier auch nicht, nicht mal bei Kone ;-) , kein Mensch sagt was gegen Kaffee, Kakao, Rum .. es ist nicht so, das nicht noch genug zum "Tauschen gegen Autos" übrig bliebe, es ist nur leider so, das KEIN Lebensmittel hier (im Vergleich zu anderen Ländern) "am billigsten" wächst. (H.B.: Und deswegen muß man hier halt immermehr dafür bezahlen, obwohl man sie billiger importieren könnte. Das kostet halt Geld. Dafür, das die Landwirtschaft den Steuerzahler nichts kostet, hätte ich gern mal einen Beleg)

Grüße
Brigitta
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Beitragvon H.B. » Do Mär 08, 2007 12:50

SHierling hat geschrieben: (im Vergleich zu anderen Ländern) "am billigsten" wächst. (H.B.: Und deswegen muß man hier halt immermehr dafür bezahlen, obwohl man sie billiger importieren könnte. Das kostet halt Geld. Dafür, das die Landwirtschaft den Steuerzahler nichts kostet, hätte ich gern mal einen Beleg.

Ich glaub nicht, daß es dazu einen Beleg gibt. Ich geh mal von meinem Betrieb aus, und da bekommt der Staat von mir mehr, als ich von ihm....
Ich denke andere Betriebe arbeiten ähnlich, dH. jeder versucht sein Bestes zu geben. Zusammen mit der nachgelagerten Industrie kann das Ergebnis nicht negativ ausfallen. Klar gibts auch Betriebe, die Stilllegen, jedes zweite Jahr mulchen, und dafür die Prämie kassieren. Ich seh die aber in der Unterzahl. Um das ganze genau herauszurechnen, ist eine Woche fällig. Dazu fehlt mir die Zeit und die Lust.......
Drehen wir den Spieß mal um, bring du mal Zahlen für das Gegenteil........

mfg H.B.
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Mär 09, 2007 12:44

ich wuerde gut finden wenn unsere produkte wieder naeher am endverbraucher verarbeitet und vermarktet wuerden . beispiel: direkt neben unserer schule im dorf ist ein milchviehbetrieb mit ca. 500.000 kg kontigent . diese milch wird 400 km zur molkerei gefahren, dafuer kommt dann die schulmich auch wieder von ganz weit weg, als total verwaessertes produkt, so verlernen selbst in einer laendlichen gegend die kinder den bezug zur herkunft ihrer lebensmittel .
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Beitragvon H.B. » Fr Mär 09, 2007 21:30

Da würde die beste Produkthaftpflicht aussteigen, Gerd


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Beitragvon Komatsu » Fr Mär 09, 2007 21:45

Wer heute noch in Selbstversorgung denkt, schwärmt insgeheim noch vom Reichsnährstand der Nazies. Die Politik des Reichsnährstands spiegelt sich auch in der Forderung des BDM nach Erhaltung der Quote und der Molkereien nach einem festen Einzugsgebiet wieder. Dies ging etwa bis 1970 gut und somit in 37 Jahren manifestiert in den Köpfen der Bauern im Westen und im Osten 57 Jahre verwurzelt, dann lief dort die Big-Staatsknete. Die Politiker vor Ort können sich von diesem Denken auch nicht lösen.

Viva la France !! die einzigen auf die wir uns verlassen können!! :lol:
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milchsee

Beitragvon stadlerg » Fr Mär 09, 2007 22:47

hab mal durch zufall eine zeitung von 1969 in die hände bekommen und da haben sie schon von milchsee und butterbergen geschrieben .heute würde man sagen überproduktion sollte zu denken geben sind mehr als 30 jahre vergangen und immer noch überschuß
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Beitragvon euro » Sa Mär 10, 2007 0:35

[quote="IHC833"

Viva la France !! die einzigen auf die wir uns verlassen können!! :lol:[/quote]

Verdammt, grad das Feinbild aufgebaut ...und schon hat er recht :shock:

nb. trotzdem "vive la france"
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Beitragvon Zauberwürfel » Sa Mär 10, 2007 7:46

H.B. hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben: immerhin kassiert jeder Betrieb mehr als 3x ALG II jedes Jahr, die heutigen Landwirte wären alle als Arbeitslose wesentlich billiger zu halten. Nur ist die billigste Lösung auch da eben nicht automatisch die beste!

Ja Brigitta, das kann schon sein. Aber im Gegensatz zum ALG II-Empfänger geht vom durchschnittlichen Landwirt mit der nachgelagerten Industrie eine vielfach höhere Wirtschaftsleistung aus.......

Hättest Du das nicht geschrieben, hätte ich es getan. Dafür gibt es einen Renomméepunkt extra von mir.
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